Haartrends und Trendhaarfarben kommen und gehen, und das manchmal so schnell, dass Frau mit dem Färben kaum hinterherkommt.
Du hast Lust auf einen neuen Look, doch willst nicht gleich eine dauerhafte Koloration? Mit Haarkreide kannst du eine bunte Haarfarbe ganz easy und günstig zu Hause ausprobieren.
Mit Haarkreide kann jeder seine Frisur bunter gestalten. Mit Haarkreide kannst du dein Styling aufpeppen ohne Chemie.
Egal, ob ein sanfter Ombré-Look, schicke Highlights in Pastelltönen oder knallbunte Strähnchen - Haarkreide verhilft dir zu einem kreativen Look. Um deine Haare und deinen Geldbeutel zu schonen, kannst du verschiedene Haarfarben erstmal mit Haarkreide testen.
Im Prinzip kannst du dir Haarkreide genau wie die Straßenkreide vorstellen, mit der du früher die Einfahrt verschönert hast.
Haarkreide funktioniert wie die Malkreide aus Kindertagen.
Heute verschönerst du dir mit einer ähnlichen Art von Kreidestift deine Frisur.
Im Englischen ist die Farbe übrigens unter dem Namen "Hair Chalk" bekannt.
Was ist Haarkreide?
Haarkreide ist eine gute Möglichkeit, den Haaren kurzfristig eine neue Farbe zu verleihen. Haarkreide gibt es in vielen Farben. Haarkreide gibt es einzelnd oder in bunten Sets.
Haarkreide ist dabei weniger schädlich als eine klassische Färbung, da die Farbpigmente nicht dauerhaft in deinem Haar haften bleiben, sondern sich schnell wieder auswaschen.
Haarkreide besteht grundsätzlich nur aus Kalk, Talkum und Farbpigmenten.
Haarkreide, im Englischen auch „Hair Chalk“ genannt, gibt es in allen erdenklichen Farben des Regenbogens.
Einige Hersteller bieten spezielle Strähnenkämme an, in denen die Kreide schon wie eine Patrone eingelegt ist.
Die Haarkreide erhältst du in Drogeriemarkt, Parfümerien oder beim Friseur.
Wenn du sie kennst, weißt du, dass Kreide staubt und krümelt.
Sie ist einfach in der Anwendung und hält bis zur nächsten Haarwäsche.
Allerdings trocknet das Kreidepulver deine Haare aus.
Mit Haarkreide kannst du deine Haare bunt färben und die Farbe danach einfach wieder rauswaschen.
Inhaltsstoffe und Bedenken
Laut CodeCheck ist sie somit weitestgehend unbedenklich. Sie enthält keine chemischen Inhaltsstoffe, wie du sie größtenteils bei Tönungen oder Haarfarben findest. Studien zufolge können einige dieser Inhaltsstoffe möglicherweise Blasenkrebs verursachen.
Haarkreide enthält zwar keine Chemie, ist aber dann doch nicht ganz ohne Bedenken.
- Kalk: Es ist ein natürlicher Stoffe, der deinen Haaren im Grunde nicht schadet. Verwendest du jedoch viel und häufig Haarkreide, kann dein Haar durch den Kalk austrocknen und sich strohig anfühlen. Pflege deine Haare deshalb, wenn du die Farbe wieder auswäschst, mit einer Haarkur aus pflegenden Ölen.
- Talkum: Einige Hersteller verwenden Talkumpuder in der Haarkreide. Talkum ist in die Kritik geraten, weil der Puder Spuren von Asbest enthalten kann.
- Farbpigmente: Bei seriösen Herstellern sind die Farbpigmente alle in der EU für Kosmetika zugelassen. Achte darauf, wenn du online bestellst. Für kosmetische Artikel, sind auch Pigmente erlaubt, die bei Lebensmitteln aus gesundheitlichen Bedenken verboten sind. Der Grund, in der Regel schluckst du Haarkreide oder Lidschatten nicht. Ökotest informierte über diese bedenklichen Pigmente bei Lippenstiften. Auch bei unbedenklichen Pigmenten, kann es sein, dass du darauf allergisch reagierst.
- Palmöl: Manche Haarkreiden enthalten Palmöl. Öle oder Fette werden von einigen Herstellern hinzugefügt, um zu verhindern, dass die Kreide staubt oder abbricht. Palmöl ist für die Umwelt problematisch. Für die Plantagen wird oftmals Regenwald gerodet und so der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten zerstört. Palmöl aus nachhaltig bewirtschafteten Plantagen erkennst du am RSPO Siegel.
- Silikone: Silikone sind chemische Verbindungen, die auf Erdöl basieren.
Finger weg bei Glitter und Metallik-Glanz in der Haarkreide! Die Glitzerpartikel sind alles andere als glänzend für die Umwelt: Sie bestehen aus Mikroplastik und gelangen durch das Wasser, mit dem du dir die Haare wäschst, in den Wasserkreislauf. Die feinen Plastikteilchen belastet das Ökosystem der Meere.
Anwendung von Haarkreide
Die bunte Kreide punktet mit einer schnellen Anwendung, die je nach Hersteller variieren kann.
Haarkreide von Wish - Produkt im Live Test
Haarkreide kann prinzipiell auf jeder Haarfarbe angewendet werden.
Am besten machst du vor dem Gebrauch auf dem ganzen Kopf einen kleinen Test an einer einzelnen Strähne, um das Ergebnis (und die Verträglichkeit) besser einschätzen zu können.
Wie gut deine Haare die Farbe der Haarkreide annehmen, solltest du vorab testen, ehe du alles einfärbst.
Einige Hilfsmittel brauchst du allerdings, bevor du mit dem Färben beginnen kannst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Auftragen des Farbakzents:
- Um Ihre Kleidung zu schützen, legen Sie ein Handtuch über die Schultern, oder verwenden einen Frisierumhang. Bevor du also loslegt und farbige Strähnen ins Haar malst, schütze deine Kleidung mit einem Handtuch vor den farbigen Kreidestaub. Als Erstes solltest du deine Kleider mit Handtüchern vor der Haarkreide schützen, denn bei der Anwendung kann sich der Pulverstaub schnell auf deinem Lieblingsoberteil absetzen. Ziehe ein altes T-Shirt an oder lege ein altes Handtuch auf deine Schultern - die Kreide könnte sonst Farbflecken auf deiner Kleidung hinterlassen (keine Sorge: Wäscht sich wieder aus!). Um Flecken in der Kleidung zu vermeiden, während des Färbens am besten ein altes T-Shirt anziehen oder ein Handtuch über die Schultern legen.
- Wählen Sie eine Haarsträhne aus. Teile mit einem Stilkamm die Haarpartie ab, die du einfärben möchtest. Stecke die restlichen Haare mit einer Haarspange weg.
- Feuchten Sie Ihre Haare leicht an, wenn Sie stärkere Akzente wünschen. Außerdem solltest du deine Haare bereits vor der Anwendung mit einer Sprühflasche angefeuchtet und in mehrere Haarpartien aufgeteilt haben. Die Strähnen dann nur noch vorsichtig durchkämmen und los geht's. Feuchte deine Haare (oder jeweils die einzelne Strähne) an. Bei sehr hellem Haar kannst du die Haarkreide auch direkt auf dem trockenen Haar anwenden. Dunkleres Haar sollte allerdings feucht (nicht komplett nass!) sein, damit die Kreide besser hält.
- Einige Streifen dünnen Karton. Auf den Streifen kannst du einzelne Haarsträhnen ablegen, um sie einfacher mit dem Kreidestift färben zu können. Außerdem hält der Karton den Kreidestaub ab. Ideal dazu ist die Rückseiten von Schreibblöcken. Arbeitest du eher flächig und möchtest die Farben ineinander laufen lassen, eignet sich ein breiterer Karton. Als Hilfsmittel zum Färben kannst du einen dünnen Karton zur Hilfe nehmen: Platziere die Haare darauf und streiche mit der Kreide über die Haare. Der Karton bietet etwas Halt und hilft dabei, einfacher mit der Haarkreide über die Haare zu fahren. Falls du keinen Karton zur Hilfe hast, kannst du die Haare auch mit der Hand straff spannen und mit der anderen Hand die Haarkreide darüber gleiten lassen. Gegebenenfalls dabei dir Strähne ein bisschen eindrehen. Mit der Kreide malst du die Strähne auf dem Karton wie mit einem Malstift an. Verwendest du verschiedene Farben, kann es eventuell besser sein, für jede Farbe einen anderen Karton zu verwenden.
- Trage die Kreide immer von oben nach unten auf. Mit der Kreide malst du die Strähne auf dem Karton wie mit einem Malstift an. Verwendest du verschiedene Farben, kann es eventuell besser sein, für jede Farbe einen anderen Karton zu verwenden. Trage die Haarkreide immer von oben nach unten auf deine Haarsträhnen auf und niemals gegen die Wuchsrichtung!
- Die Kreidefarbe muss nun noch fixiert werden, damit sie im Haar hält. Die Kreidefarbe muss nun noch fixiert werden, damit sie im Haar hält. Dafür verwendest du ein Glätteisen. Durch die Wärmebehandlung haften die Farbpigmente besser im Haar. Ob du jede Strähne, die du gefärbt hast, auch gleich mit dem Glätteisen nach bearbeitest oder erst alle Haare am Ende glättest, bleibt dir überlassen. Nutze hierfür ein Glätteisen (das Haar muss dafür komplett trocken sein): Die Hitze des Glätteisens fixiert die Farbpigmente und bindet sie ans Haar! Kreppeisen oder Lockenstab funktionieren ähnlich.
- Zum Abschluss sprühst du die gefärbten Strähnen noch mit Haarspray ein. So behandelt, hält dein Styling bis zum nächsten Haarwaschen. Ist dein Haar trocken, kannst du es mit einem Glätteisen oder Lockenstab mehrmals bearbeiten, ohne dass das Farbergebnis darunter leidet. Im Gegenteil: Die Hitze fixiert die Farbe sogar noch. Sind die Haare ausgekühlt, kannst du deine Frisur noch mit Haarspray fixieren.
Haarkreide-Tipps für unterschiedliche Haartypen
Für jeden Haartyp gibt es noch einige Tricks, wie die Farbe der Haarkreide besonders schön aussieht und lange hält:
- Hast du blondes Haar, solltest du die Haarkreide auf nassem Haar anwenden.
- Bei dunklem Haar hingegen kannst du die Haarkreide für ein optimales Ergebnis auf leicht angefeuchtetes Haar auftragen.
- Wenn du die bunte Haarkreide vor dem Gebrauch ein wenig anfeuchtest und weiße Kreide als Grundierung für satte Farben benutzt, sticht die bunte Farbe besonders gut hervor. Weiße Haarkreide kann auf dunklem Haare aufgetragen werden, um die Farbkraft zu intensivieren.
- Wenn du die Haarkreide mehrmals nacheinander aufträgst, wird das Farbergebnis ebenfalls intensiver. Doch Vorsicht: Auf blondiertem Haar haftet die Farbe dann womöglich auch länger als nur eine Haarwäsche.
- Stark geschädigtes oder blondiertes Haar sollte vor der Anwendung zusätzlich mit einem reichhaltigen Conditioner gepflegt werden. So kann die Haarkreide später besser wieder ausgewaschen werden und deine Mähne muss keine Schäden erleiden.
- Stylingprodukte wie Haaröl solltest du hingegen sparsam einsetzen, sonst kann das Farbergebnis dunkler werden und auf deine Kleidung oder Haut abfärben. Generell solltest du nach der Anwendung von Haarkreide die Finger von Produkten lassen, die einen hohen Feuchtigkeitsanteil haben.
Haarkreide entfernen
So schnell sich Haarkreide auftragen lässt, so schnell lässt sie sich auch wieder entfernen.
Die Farbe entfernen Sie durch Waschen. Meist sind zwei oder drei Haarwäschen nötig, bis die Kreide komplett ausgewaschen ist. Haben Sie blonde Haare, kann es passieren, dass Sie auch nach drei Wäschen noch einen Farbschimmer erkennen.
Um die Haarkreide wieder aus den Haaren zu bekommen, solltest du zunächst so viele Farbpigmente wie möglich ausbürsten und anschließend dein Haar ein- bis zweimal gründlich mit Shampoo waschen.
Danach, wie bereits erwähnt, die Pflege nicht vergessen. Conditioner, Haarkur oder Haarmaske bringen deine Haare wieder auf Vordermann!
Du solltest es also am besten mit einem Tiefenreinigungsshampoo gut herauswaschen und danach eine Haarkur verwenden, um deine Haare wieder geschmeidig zu pflegen.
Haarkreide: Vor- und Nachteile
Haarkreide ist nur bedingt alltagstauglich, aber gut für besondere Gelegenheiten.
Auch Haarkreide strapaziert die Haare auf Dauer. Kalk, die Hitze vom Glätteisen und Haarspray trocken aus.
Sind deine Haare blondiert oder von Natur aus trocken und spröde, dann dringen die Kreidepigmente tiefer ins poröse Haar ein.
Haarkreide enthält Farbpigmente, die länger im Haar bleiben können. In hellen oder platinblonden Haaren kann es zu Farbrückständen kommen, die möglicherweise überfärbt werden müssen. Die Kreide selbst ist jedoch unschädlich und lässt sich leicht auswaschen.
Da Haarkreide dem Haar Feuchtigkeit entzieht, ist eine gute Pflege mit Conditioner nach jeder Anwendung wichtig.
Haarkreide entzieht dem Haar Feuchtigkeit. Spröde wirkendes Haar kann anschließend die Folge sein. Versorge deine Haare daher bei der Haarwäsche mit einer Spülung oder Haarmaske. Auch Haaröle können hier als super Feuchtigkeits-Booster angewendet werden.
Haarkreide: Verschiedene Varianten
Es gibt verschiedene Arten von Haarkreide, die sich in ihrer Form und Anwendung unterscheiden:
- Gepresste Kreidesticks: Hiervon gibt es Paletten mit den gängigen Grundfarben oder Pastellfarben in verschiedenen Nuancen.
- Haarkreide Kamm: Bei dieser Methode ist die Haarkreide direkt in einem kleinen Kamm integriert und kann so einfacher aufgetragen werden.
- Haarkreide-Spray: Das Spray ist sehr einfach in der Handhabung, da es einfach aufgesprüht wird - es löst sich dafür aber auch leichter aus dem Haar.
- Flüssige Haarkreide: Lässt sich mit einer Art Farbstift/Mascara auftragen.
- Haarkreide-Pulver: Enthält einen Applikator, um die Haarkreide dosiert aufzutragen.
Fazit
Haarkreide ist eine optimale Alternative zum dauerhaften Haare färben und sorgt für einen kurzfristigen Hingucker. Egal ob Pony, Bob, Strähnchen oder Spitzen - mit Haarkreide lässt sich blitzschnell ein aufregender Look kreieren.
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#Haarkreide #Anwendung #und #Tipps
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