Haare selber schneiden: Eine umfassende Anleitung für Kurzhaarfrisuren und mehr

Haare selber schneiden klingt zunächst schwierig, ist aber einfacher als gedacht. Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie Zeit und Geld sparen und Ihre Frisur nach Ihren Vorstellungen gestalten können. Besonders für Männer, die einfache und regelmäßige Haarschnitte bevorzugen, kann das Selberschneiden eine praktische Lösung sein. Wir raten jedoch dringend davon ab, Ihr eigenes Haar zu etwas „Modernem“ oder „Stylischem“ zu schneiden, wenn Sie nicht bereits Erfahrung darin haben.

Aber legen Sie die Haushaltsschere weg und erinnern Sie sich an unseren Guide, damit Sie Ihren selbstgemachten Haarschnitt nicht dem Zufall überlassen.

Vorbereitung & Ausstattung

Eigentlich brauchen Sie gar nicht so viele Tools, um Ihre Haare selber zu schneiden. Wenn Sie eine bestimmte Frisur wünschen, kann es nicht schaden, einmal in die richtigen Werkzeuge zu investieren. So sparen Sie auf Dauer nicht nur die Friseurkosten, sondern auch viel Zeit und können je nach Lust und Laune störende Haarpartien ausbessern oder sich eine neue Frisur stylen.

Werkzeuge:

  • Haarschneidemaschine
  • Aufsätze
  • Kamm
  • Scharfe Haarschere
  • Haarklemmen (optional)
  • Handspiegel

Eine Haarschneidemaschine oder einen elektrischen Trimmer mit verschiedenen Aufsätzen sollten Sie zu Hause haben, wenn Sie Ihre Haare gelegentlich kurz trimmen. Mit dem Gerät können Sie sich einen Buzz Cut verpassen oder an den Seiten für einen Crew Cut arbeiten. Für jede Haarlänge - es sei denn, Sie haben sie sich komplett auf Stoppeln gekürzt - brauchen Sie unbedingt eine scharfe (!!) Haarschere. Diese ist wichtig für präzise Schnitte sowie Details und Feinarbeiten. Ein feinzinkiger Kamm hilft außerdem, die Haare während des Schneidens zu kontrollieren und zu glätten, damit das Endresultat präzise aussieht. Zusätzlich können Sie, je nach Haarlänge, mit Haarklemmen einzelne Haarpartien abtrennen.

Verwenden Sie einen Handspiegel, um auch den Hinterkopf gut sehen zu können und für den letzten Check, damit Sie auch den Hinterkopf und die Seiten besser sehen können.

Werkzeuge zum Haare schneiden

Haare waschen & trocknen: Warum der richtige Ausgangszustand wichtig ist

Ihre Haare sollten frisch gewaschen und getrocknet sein. Es sei denn, Sie haben Locken, dann können Sie diese noch leicht anfeuchten, um sie besser schneiden zu können. Sauberes, trockenes Haar verhält sich anders als fettiges oder ungewaschenes. Mit einem Handtuch und eventuell mit einem Föhn antrocknen, bevor Sie mit dem Schneiden beginnen. Nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt, denn ein schlechter Ausgangszustand kann das gesamte Ergebnis beeinträchtigen.

Wenn Sie nasses Haar schneiden, achten Sie darauf nicht zu zu viel zu kürzen, da nasses Haar sich nach dem Trocknen zusammenzieht.

Kurzhaarschnitt in 6 Schritten

Wenn Sie auf Kurzhaarfrisuren, wie einen gleichmäßigen Buzz-Cut, Burr Cut oder Butch Cut stehen, ist es ziemlich einfach, die Haare selber zu schneiden. Ratsam ist es, sich bei ausreichend Tageslicht die Haare zu schneiden. Falls Sie nicht genügend Licht haben, sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung, damit nichts schiefgeht - besser gesagt, geschnitten wird. Setzen Sie sich vor einen großen Spiegel - ein mittelgroßer Badezimmerspiegel reicht auch aus.

Schritt 1: Maschineneinstellung & Hinterkopf

Wenn Sie mit der Haarschneidemaschine arbeiten, benutzen Sie den gewünschten Aufsatz. Starten Sie ruhig mit einem längeren Aufsatz zu; Sie können dann immer noch kürzer gehen. Kämmen Sie die Haare auf dem Oberkopf nach oben und fahren Sie gegen die Wuchsrichtung. Beginnen Sie an der Stirn und arbeiten Sie sich systematisch nach hinten vor. Führen Sie die Maschine langsam und in einer Linie durch die Haare für einen gleichmäßigen Schnitt.

Schritt 2: Seiten gleichmäßig trimmen

Für die Seiten empfiehlt sich eine kabellose Haarschneidemaschine, damit Sie sich nicht verheddern. Arbeiten Sie in aufsteigender Richtung von unten nach oben. Neigen Sie die Maschine leicht nach außen, um einen natürlichen Verlauf zu erzielen. Fangen Sie tiefer an und arbeiten Sie sich langsam hoch. Halten Sie den Kamm griffbereit, um nach jedem Zug die Haare auszurichten.

Seiten schneiden

Schritt 3: Oberkopf mit Kammtechnik kürzen

Kämmen Sie die Haare nach oben und schneiden Sie parallel zum Kamm, um gleichmäßige Längen zu erzielen. Für Anfänger empfiehlt sich die "Point-Cut"-Technik, bei der die Schere senkrecht zur Haarsträhne gehalten wird. Das sorgt für weiche Übergänge und vermeidet harte Linien. Arbeiten Sie sich von vorne nach hinten durch.

Schritt 4: Übergänge (Blend-Methode)

Setzen Sie die Haarschneidemaschine im Nacken an und heben Sie diese etwas an, je weiter Sie nach oben schneiden. So bleiben die Haare am oberen Hinterkopf länger und Sie kreieren einen sanften Übergang. Profis verfeinern den Übergang, indem sie zwischen drei Längen wechseln und mit einer Zwischengröße verblenden. Nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt, da er den Look entscheidend prägt.

Schritt 5: Feinschliff mit Schere & Trimmer

Falls notwendig, korrigieren Sie die Konturen mit einer scharfen Haarschere, indem Sie sorgfältig die Haare entlang des Nackenansatzes schneiden und darauf achten, eine gerade Linie zu ziehen. Auch kleine Ausreißer am Oberkopf lassen sich punktuell ausdünnen oder kürzen. Verwenden Sie die Schere für Präzision, wo der Trimmer zu grob arbeitet.

Schritt 6: Kontrolle mit Handspiegel

Nutzen Sie einen zweiten Spiegel in Kombination mit einem großen Spiegel, um den Hinterkopf und die Seiten besser sehen zu können. Überprüfen Sie jede Partie auf Gleichmäßigkeit und Linienführung. Lieber etwas nachjustieren, als mit asymmetrischem Schnitt durch die Gegend zu laufen. Achten Sie insbesondere auf saubere Konturen am Nacken und an den Ohren.

Fade & Undercut selbst schneiden

Wenn Sie nicht alle Haare gleich lang schneiden möchten und einen Übergang in Ihrem Kurzhaarschnitt haben wollen, wird es beim Nachschneiden etwas kniffeliger. Aber keine Sorge, auch das bekommen Sie hin!

Low, Mid und High Fade: Aufsatzwahl und Winkel

Fades unterscheiden sich durch die Höhe, in der der Übergang beginnt. Ein Low Fade startet direkt über dem Ohr, Mid Fade etwa in Höhe der Schädelseiten und ein High Fade bereits im oberen Drittel des Kopfs. Wählen Sie je nach Kopfform und Haarstruktur den passenden Stil. Nutzen Sie verschiedene Aufsätze und wechseln Sie diese in kleinen Stufen. Halten Sie die Maschine in leicht geneigtem Winkel zur Kopfhaut, um einen gleichmäßigen Fade zu kreieren.

Mid Fade

Undercut definieren: freier Nacken & harte Linien

Ein klassischer Undercut zeichnet sich durch einen starken Kontrast zwischen sehr kurzen Seiten und langem Deckhaar aus. Rasieren Sie die Seitenpartien und den Nackenbereich mit einem kurzen Aufsatz (z. B. 3 mm). Ziehen Sie klare Trennungslinien entlang der Kontur. Bei Bedarf können Sie mit einem Rasiermesser nachhelfen, um die Linie zu betonen.

Übergänge verwischen: Clipper-über-Kamm

Die Technik "Clipper über Kamm" hilft beim weichen Verblenden von Längen, besonders bei stufigen Schnitten oder bei schwierigen Übergängen zwischen Fade und Deckhaar. Halten Sie den Kamm in einem bestimmten Winkel zur Kopfhaut und führen Sie den Clipper entlang der Kammkante. Diese Technik erfordert etwas Übung, sorgt aber für ein professionelles Finish.

Setzen Sie die Haarschneidemaschine im Nacken an und heben Sie diese etwas an, je weiter Sie nach oben schneiden. So bleiben die Haare am oberen Hinterkopf länger und Sie kreieren einen sanften Übergang. Die meisten Profis verfeinern den Übergang aufwändiger: Starten Sie mit der Wunschlänge der oberen Haarpartie und trimmen Sie die gesamte Haarpartie. Für fließende Übergänge wählen Sie die kürzeste Länge für die untere Nackenpartie. Lassen Sie genug Abstand zwischen Deckhaar und Nacken für den Übergang und rasieren Sie diesen in einer Zwischenlänge. Beginnen Sie mit etwas mehr Millimetern, als am Ende übrigbleiben sollen, um den Dreh richtig herauszubekommen. Sobald das sitzt, können Sie mutiger werden.

So rasieren Sie Stirn und Ohren

Vergessen Sie beim Haare selber schneiden nicht den Feinschliff an der Haarkante, insbesondere am Nacken und an der Ohrenpartie. Nutzen Sie einen zweiten Spiegel, damit Sie Ihr Haar wirklich gerade schneiden bzw. rasiert hinbekommen. Entfernen Sie den Kammaufsatz des Haarschneiders und setzen Sie den Rasierer vorsichtig in der Mitte des Nackens an, lieber etwas tiefer, um später nach oben korrigieren zu können. Nutzen Sie die anrasierte Linie als Ausgangspunkt für die restliche Kontur. Überprüfen Sie regelmäßig mit dem zweiten Spiegel, ob Sie noch gerade rasieren. Klappen Sie die Ohren leicht ab, um die Haare um die Ohren vorsichtig zu rasieren. Der Abstand zwischen Ohren und Haarlinie sollte nicht zu groß sein.

Styling & Finish

Nach dem Schneiden ist vor dem Styling - denn selbst der präziseste Haarschnitt entfaltet seine volle Wirkung erst mit dem richtigen Finish. Gerade bei Kurzhaarfrisuren entscheidet das Styling darüber, ob der Look einem wirklich passt und gepflegt ist. Wer sich die Haare selbst schneidet, sollte sich deshalb bereits davor mit ein paar grundlegenden Stylingtechniken vertraut machen. Wichtig ist vor allem, dass Sie Ihre neue Frisur strukturieren und Volumen an den richtigen Stellen.

Haarstyling Tipps für Männer- so stylst du kurze Haare am besten

Produkte:

  • Matte Paste
  • Pomade
  • Haarspray

Matte Pasten sorgen für einen natürlichen Look ohne Glanz, während Pomaden eher für klassische Styles mit Glanz geeignet sind. Haarspray gibt dem Finish extra Halt. Achten Sie auf die richtige Dosierung: lieber sparsam auftragen und langsam steigern.

Nutzen Sie beim Föhnen Ihre Finger als Guideline, um die Haare in die richtige Form zu bringen. Für strukturierte Styles eignet sich ein Diffusoraufsatz. Benutzen Sie Wachs oder Texture-Spray, um Bewegung ins Haar zu bringen.

Nacken rasieren & Kanten schärfen

Rasierer oder einen Trimmer ohne Aufsatz eignen sich für den Feinschliff an Nacken und Ohren. Lieber etwas tiefer starten und arbeiten Sie sich vorsichtig nach oben. Kontrollieren Sie dann alles mit dem Handspiegel. Einige Haarschneider haben spezielle Aufsätze für die Ohren, mit denen Sie über und um die Ohren herum sauber schneiden können.

Häufige Fehler beim Haare selber schneiden

Beim Haareschneiden zu Hause passieren selbst den Erfahrensten gelegentlich Patzer. Das ist völlig normal und keine Panik, Haare wachsen ja zum Glück schnell wieder nach. Damit wir Sie aber davor bewahren, den Kopf zu verlieren, warnen wir Sie vorab vor den häufigsten Fehlern. So können Sie bereits im Vorhinein einfach mehr darauf achten und sich besser vorbereiten.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • Ungleiche Übergänge: Gehen Sie einfach nochmal mit dem passenden Aufsatz über die Stellen, bis es wirklich gleich und symmetrisch ist.
  • Zu kurz geschnitten? Versuchen Sie, den Style mit Stylingprodukten zu kaschieren oder tragen Sie eine Cap, bis das Haar nachwächst. Beim nächsten Mal wissen Sie bereits Bescheid und starten vorsichtiger.
  • Ausreißer am Oberkopf: Ausreißer sind einzelne Haare, die Sie bei Schneiden oder Rasieren nicht erreicht haben. Arbeiten Sie in dem Fall mit der Schere punktuell nach und schneiden Sie nicht gleich alles ab. Überprüfen Sie das Ergebnis regelmäßig mit einem Handspiegel. Fehler lassen sich oft noch korrigieren.

FAQ's

Wie oft sollte ich zuhause schneiden?
Alle zwei bis vier Wochen, je nach Haarwachstum und Stil.

Welche Haarschneidemaschine ist empfehlenswert?
Modelle von Wahl, Philips oder Panasonic sind erprobt. Achten Sie auf eine gute Akkuleistung und Wechselaufsätze.

Kann ich Bart und Haar mit demselben Gerät schneiden?
Ja, wenn das Gerät entsprechende Aufsätze hat und leistungsstark genug ist.

Praktisches Styling und richtige Pflege für jeden Tag

Etwas Styling-Variation für kurze Haare gewünscht? Auch kurze Haare sind wandelbar und lassen sich mal elegant, mal lässig und mal mädchenhaft stylen. Das Beste daran: Dafür sind nur ein paar Handgriffe nötig. Eine Kurzhaarfrisur im modernen Wuschel-Look passt besonders gut zu stufigen Kurzhaarschnitten wie einem Pixie Cut oder einem fransigen Bob.

Einige Styling-Tipps:

  • Wuschel-Look: Ziehen Sie im noch feuchten Haar einen Seitenscheitel, lassen Sie die Strähnen dann an der Luft trocknen. Den Pony mit einer Skelettbürste locker nach hinten föhnen, anschließend mit etwas Styling Creme fixieren und akzentuieren.
  • Volumen: Haare waschen, dann wuschelig über Kopf mit dem Föhn vortrocknen. Anschließend die Ponypartie über eine Rundbürste nach hinten föhnen.
  • Sleek-Look: Handtuchtrockene Haare Strähne um Strähne mit einer Paddelbürste glatt föhnen. Ansätze beim Föhnen mit einer Skelettbürste anheben, um ihnen Volumen zu geben.
  • Lässiger Pony: Das Deckhaar von der höchsten Stelle des Kopfes nach vorne kämmen, sodass es als Pony lässig ins Gesicht fällt.
  • Romantische Kurzhaarfrisur: Sanfte Wellen sehen besonders bei einer halblangen Frisur wie einem Bob toll aus.
  • Bob aus dem Gesicht frisieren: Je Seite einen französischen Zopf eng an den Kopf flechten und tief im Nacken fixieren.

Mit strukturgebenden Styling Cremes lassen sich kurze Haare sekundenschnell stylen. Highlights können feinen kurzen Haaren optisch mehr Volumen und Dynamik verleihen.

Pflege-Tipps:

  • Verwenden Sie Shampoo und Spülung, um den natürlichen Glanz und das gesunde Aussehen kurzer Haare zu erhalten.
  • Föhnen Sie Ihr Haar über eine große Rundbürste trocken.

Styling Buzz Cut

Buzz Cut selber schneiden: So einfach rasieren Sie die beste Frisur für heiße Tage selbst

Ein Buzz Cut ist eine sehr kurze Frisur, die über den ganzen Kopf gleichmäßig lang geschnitten wird und traditionell mit elektrischen Haarschneidemaschinen (Clippers) geschnitten wird. Der Buzz Cut gehört zu den simpelsten und zugleich markantesten Frisuren, die man sich schneiden lassen kann - oder selbst schneidet. Der Look ist auf das Wesentliche reduziert: kurz, klar, kompromisslos. Dabei ist es genau diese Einfachheit, die dem Buzz Cut seine starke Wirkung verleiht. Ob kantiges Model-Gesicht oder sportlicher Typ - der Buzz Cut passt sich verschiedenen Gesichtern an und betont individuelle Merkmale auf sehr direkte Weise. Doch was genau macht den Buzz Cut aus? Neben der extrem kurzen Haarlänge spielen auch die gleichmäßige Schnitttechnik, die Variabilität in der Ausführung und die praktische Pflege eine zentrale Rolle.

Buzz Cut Merkmale

  • Länge: Die Haare sind überall am Kopf sehr kurz geschnitten, normalerweise zwischen 1/16 und 1/4 Zoll (ca. 1,5 bis 6 mm) lang.
  • Einfachheit: Der Schnitt ist einfach und schnell auszuführen, sowohl zu Hause als auch im Friseursalon.
  • Pflegeleicht: Da er keine aufwändigen Styling-Produkte oder Techniken erfordert.
  • Vielseitigkeit: Der Buzz Cut ist für fast alle Haar- und Kopfhauttypen geeignet.

Für wen ist der Buzz Cut geeignet?

Der Buzz Cut ist eine vielseitige Frisur, die sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden kann. Alle, die eine pflegeleichte Frisur bevorzugen, werden den geringen Pflegeaufwand eines Buzz Cuts zu schätzen wissen. Besonders sportlich aktive Menschen profitieren von der Praktikabilität und dem geringen Pflegeaufwand des Buzz Cuts.

Ein Buzz Cut betont die Gesichtszüge und die Kopfform sehr stark. Um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, die individuellen Gesichtszüge, die Beschaffenheit der Kopfhaut und den persönlichen Stil zu berücksichtigen.

Finden Sie heraus ob Ihnen ein Buzz Cut steht, einige Entscheidungskriterien:

  • Ovale Gesichtsform: Ovale Gesichter sind sehr vielseitig und können fast jede Frisur tragen, einschließlich des Buzz Cuts.
  • Quadratische Gesichtsform: Starke Kieferlinien und markante Gesichtszüge werden durch einen Buzz Cut betont, was oft als sehr maskulin und attraktiv angesehen wird.
  • Runde Gesichtsform: Ein Buzz Cut kann einem runden Gesicht eine kantigere Optik verleihen. Ein leicht längerer Buzz Cut oder ein Buzz Cut mit Fade kann helfen, das Gesicht optisch zu verlängern.
  • Herzförmige Gesichtsform: Diese Gesichtsform kann von einem Buzz Cut profitieren, der die Stirn betont und die schmalere Kinnpartie ausgleicht.
  • Längliche Gesichtsform: Hier sollte man vorsichtig sein, da ein extrem kurzer Buzz Cut das Gesicht noch länger erscheinen lassen kann. Ein etwas längerer Buzz Cut kann besser funktionieren.

Verschiedene Arten von Buzz Cuts:

Art des Buzz Cuts Beschreibung
Induction Cut Die kürzeste Form des Buzz Cuts, oft mit der kürzesten Clipper-Einstellung (#0 oder #1) geschnitten. Extrem kurz, fast bis zur Kopfhaut.
Burr Cut Ein wenig länger als der Induction Cut, typischerweise mit einer Clipper-Einstellung zwischen #1 und #2. Gibt dem Haar eine leicht fühlbare Textur, bleibt aber sehr kurz.
Butch Cut Länger als der Burr Cut, mit einer Clipper-Einstellung zwischen #3 und #5. Mehr Haar auf dem Kopf, was mehr Flexibilität und einen etwas weicheren Look bietet.
Crew Cut An den Seiten und am Hinterkopf kurz geschnitten, während das Haar oben etwas länger bleibt. Leicht verjüngte Seiten, die obere Länge variiert, oft in Form gebracht.
Flat Top Die Seiten sind kurz geschnitten, während die Oberseite flach und etwas länger gehalten wird. Erfordert regelmäßiges Nachschneiden, um die flache Form zu erhalten.
High and Tight Eine militärisch inspirierte Frisur mit sehr kurzen Seiten und Hinterkopf, während das Haar oben etwas länger bleibt. Starker Kontrast zwischen den sehr kurzen Seiten und dem etwas längeren Haar oben.
Buzz Cut with Fade Ein Buzz Cut, bei dem die Seiten und der Hinterkopf allmählich kürzer geschnitten sind, was einen Fade-Effekt erzeugt. Übergänge von längerem Haar oben zu kürzerem Haar an den Seiten und am Hinterkopf.
Ivy League Cut Eine längere Variante des Crew Cuts, bei der das Haar oben lang genug bleibt, um es zur Seite zu kämmen. Stilvoll und elegant, mit längerem Haar oben und verjüngten Seiten.
Textured Buzz Cut Ein Buzz Cut, bei dem die Oberseite texturiert ist, um mehr Volumen und Dimension zu schaffen. Struktur und Bewegung im Haar, was dem Schnitt mehr Dynamik verleiht.

Hair Tattoo

Buzz Cut selber schneiden: So geht’s

Ein Buzz Cut wirkt unkompliziert - und das ist er auch, zumindest mit dem richtigen Equipment, etwas Übung und ein paar einfachen Regeln. Eigentlich kann man diesen Look problemlos selbst zu Hause schneiden. Dennoch gilt: Auch bei einem minimalistischen Haarschnitt wie dem Buzz Cut kommt es auf Präzision an. Die Haarlänge muss gleichmäßig sein, die Übergänge sollten sauber wirken, und die Konturen dürfen nicht vernachlässigt werden.

  • Entscheidung über die Wunschlänge treffen (zwischen 1,5 mm und 10 mm): Vor dem Griff zum Rasierer sollte man sich eine Frage stellen: Wie kurz soll die Frisur werden?
  • Trockenes Haar prüfen auf Lücken, Narben, Kopfform: Man sollte vorher sein Haar gründlich durchgehen, ob sich nicht bereits erste Lücken auf dem Haupt bilden, die bisher durch die längeren Haare verdeckt wurden.
  • Mit längster gewünschten Aufsatzlänge beginnen: Ist die Entscheidung für einen Buzz Cut gefallen, sollte man sich langsam herantasten und zum Beispiel mit einem längeren Aufsatz starten. Kürzer kann es immer noch werden. Auch sollte das Haar trocken sein. Dann die Haarmaschine auf ein paar Millimeter mehr einstellen.
  • Haare gegen den Strich schneiden, vorne beginnend, nach hinten ziehend: Man beginnt auf dem Deckhaar und arbeitet gegen den Strich in einer Linie immer wieder von vorne nach hinten - bis der Schnitt eben und gleichmäßig ist. Die Seiten meist kürzer schneiden als das Deckhaar (z. B. 4 mm oben, 2 mm seitlich)
  • Konturen sauber nacharbeiten - gegen die Wuchsrichtung! “Ebenfalls ist es wichtig, die Konturen nicht zu vergessen und auch hier immer gegen die Wuchsrichtung zu arbeiten. Sonst bleiben immer Strähnen draußen, was leider nicht gut aussieht.” Und: Ohne Spiegel geht das natürlich nicht!

Pflege und Styling

Ein Buzz Cut hat einen großen Vorteil: Nach der morgendlichen Dusche muss das Haar nur rasch getrocknet werden und schon ist man startklar für den Tag. Aber: Auch wenn der Buzz Cut wirklich pflegeleicht ist, so ganz ohne geht es dann auch wieder nicht.

Regelmäßiges Trimmen

Ein Buzz Cut sollte alle 1-2 Wochen nachgeschnitten werden, um seine Form zu erhalten. Das geht zu Hause oder beim Barber.

Styling-Optionen

Auch wenn die Haare sehr kurz sind, lassen sich mit etwas Produkt Textur, Glanz oder ein natürlicher Look erzielen. Wer es kreativ mag, kann den Buzz Cut auch färben oder mit Designs versehen.

Vorteile

Ein Buzz Cut benötigt weder aufwendige Stylingprodukte noch tägliches Frisieren. Das spart Zeit - gerade morgens - und vereinfacht die Haarpflege enorm. Auch für Sportler:innen ist er ideal, da er keine Haare ins Gesicht fallen lässt, bei Hitze angenehm kühl bleibt und sich nach dem Duschen sofort lufttrocknen lässt. Wer unter Haarausfall leidet oder Geheimratsecken kaschieren möchte, kann durch den gleichmäßigen Schnitt ein harmonischeres Gesamtbild erzeugen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Frisur bringt die Gesichtszüge stark zur Geltung, wirkt markant und selbstbewusst. Auch in Sachen Hygiene ist die Frisur ein Gewinn, da sie weniger Schmutz und Talg aufnimmt. Und nicht zuletzt: Die kurzen Stoppeln funktionieren bei fast jeder Haarstruktur - von glatt bis lockig - und kann bei Bedarf jederzeit variiert oder neu interpretiert werden.

Nachteile

Der Look legt die Kopfform, Hautstruktur und eventuelle Unregelmäßigkeiten wie Dellen, Narben oder Hautunreinheiten vollständig offen. Wer mit empfindlicher oder trockener Kopfhaut kämpft, muss daher mit zusätzlichen Pflegeroutinen arbeiten, um Rötungen oder Schuppenbildung zu vermeiden. Ein weiterer Nachteil liegt in der eingeschränkten Stylingvielfalt.

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