Glamour und Eleganz: Die Frisuren der 30er Jahre für Frauen

Die 1930er Jahre waren eine Zeit des Wandels und der Umbrüche, die sich auch in der Mode und den Frisuren der Frauen widerspiegelten. Geprägt von Filmlegenden und Stil-Ikonen wie Marlene Dietrich, Jean Harlow und Greta Garbo, erlebte die Mode im Vergleich zu den "goldenen Zwanzigern" eine Rückkehr zu Eleganz und Weiblichkeit. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die Frisuren dieser Ära, ihre Einflüsse und wie sie bis heute nachwirken.

Die "goldenen Zwanziger" waren nicht nur geprägt von dem wirtschaftlichen Aufschwung. Damenmode und Accessoires wurden erstmals auffällig und sollten eine schockierende Wirkung haben.

Die 30er waren nicht nur wirtschaftlich und politisch turbulent, sondern auch von Film-Legenden und Stil-Ikonen wie Marlene Dietrich, Jean Harlow und Greta Garbo geprägt.

Die Mode wurde im Vergleich zu den 20ern wieder eleganter und figurbetonter und beliebte Accessoires waren die Perlenkette und die Cocktailtasche.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise galt zwangsläufig »weniger ist mehr«. Dies zeigte sich vor allem in der Haute Couture. Kollektionen wurden reduziert, statt auf edle Verzierungen legte man Wert auf Silhouette und hochwertige Stoffe. Dabei blieb Paris tonangebend. Auch Hollywood hatte Einfluss auf die Styles - nicht umsonst werden die 30ies als »das goldene Zeitalter Hollywoods« bezeichnet. Man liebte das Kino, das zumindest kurz die Flucht aus dem bitteren Alltag ermöglichte, und stylte die glamourösen Roben der Stars nach.

Das androgyne Frauenbild der Roaring Twenties war passé. Und damit auch die geraden Schnitte. Die elegante Dame wurde zum gewünschten Stil-Ideal. Eine wieder erstarkte Betonung der Weiblichkeit hielt Einzug in die Looks. Obwohl das Körperideal nach wie vor schlank und vor allem groß war, wurde die Mode figurbetonter. Der Fokus lag dabei auf der Taille, die frei akzentuiert wurde und damit visuell lange Beine zauberte.

Wasserwelle Anleitung Tutorial - 20er Jahre Frisur

Die ikonischen Frisuren der 30er

Die Wasserwelle

Die Wasserwelle stammt aus den späten 20er und 30er Jahren, sie wurde auch Fingerwelle genannt und wurde von Stars wie Gloria Swanson getragen. Heute wird die Wasserwelle zudem mit Haargel geformt.

Die Wasserwelle bzw. Aber auch die Dauerwelle tritt ihren Siegeszug an.

Beim Herrichten des kurzen Haares stellte die Wasserwelle eine modische Komponente dar.

Du musst nur mit einem Kamm, die Haare wie auf den Fotos in Form schieben und dort, wo sich die Richtung der Welle ändert, das Haar mit dem Kamm zusammenschieben und mit dem Wellenreiter fixieren.

Eine elegante Wasserwelle im Stil der 30er Jahre.

Der Pagenkopf

Und dieser Retro Pagenkopf ist auch deutlich länger und glamouröser als das, was wir heutzutage unter einem Pagenkopf verstehen - nämlich so einen Kurzhaarschnitt mit Pony im Prinz-Eisenherz-Stil.

Den Glamour Pageboy der späten Dreißiger sieht man bei den Hollywood Ladies Greta Garbo, Vivien Leigh, Ellen Raines und Ginger Rogers. Gerade Ginger Rogers hat die Frisur ins Herz geschlossen und ihn 1938 in gleich zwei Filmen getragen - dem Astaire-Rogers Musical „Carefree“ und in der romantischen Komödie „Vivacious Lady“.

Das Wichtige an einem 30er Pageboy ist das glatte, nach innen eingeschlagene Haar.

Ganz wichtig beim Pageboy ist, die Haare in Höhe des Ohres in eine Pin Curl zu legen, die nach hinten oben rum geht. Diese mit einer Klammer fixieren. Hinter dem Ohr vier große Pin curls legen.

Der glamouröse Pagenkopf, getragen von Hollywood-Ikonen.

Weitere Frisuren-Trends

  • Der sogenannte "Herrenwinker", eine neckische Locke auf Ohrhöhe vom Gesicht abstehend, vervollständigte diesen Look.
  • Beliebt war Mitte der 30er die sogenannte Olympiarolle, wobei die Haare tief in den Nacken gezogen und nach oben eingeschlagen wurden.
  • Gegen Ende der dreißiger Jahre kämmten sich die Frauen das lockige Deckhaar hoch, steckte es fest und ließ das seitliche, schulterlange Haar lockig in den Nacken fallen.
  • Ab 1935 entstehen die aufwendig mittels Pincurls (Papilloten) vorbereiteten und dann gelegten Frisuren, die antike Vorbilder hat und die Frisuren der Vierziger Jahre bestimmen werden.

Eine elegante Hochsteckfrisur mit Locken im Nacken.

Make-up Trends der 30er

In den 30ern war ein heller, ebenmäßiger Porzellanteint modern, der erst Ende der 30er wieder natürlicher wurde. Anfang der 30er wurde auf Rouge entweder komplett verzichtet oder man griff zu hellen Rosatönen.

Bezeichnend für die 30er Jahre war der sogenannte “Rosenknospenmund” oder “Cruller”, der für eine herzförmige Lippenkontur sorgte. Dafür wurden die oberen Lippen übermalt, um eine Herzform zu simulieren. Helles Rosenrot, aber auch Himbeere, Rot- und Orangetöne durften auf die Lippen.

Die Augen wurden tagsüber eher natürlich geschminkt, während es abends gerne bunt werden durfte. Es wurde zu Blau, Grün, Braun oder Violett gegriffen. Blondinen bevorzugten blauen, grünen oder hellvioletten Lidschatten.

Was mir beim Schminken etwas Probleme bereitete, waren die sehr dünnen und nach außen hin verlängerten Augenbrauen, die in den 30er Jahren absolut modern waren. Manche Frauen entfernten damals ihre Augenbrauen sogar komplett, um sie dann höher angesetzt und bis zur Schläfe hin verlängert mit einem schwarzbraunen Augenbrauenstift aufzumalen.

Ebenfalls sehr beliebt waren lange und dunkle Wimpern, die man gerne mit falschen Wimpern vortäuschte.

Dünne, verlängerte Augenbrauen und ein herzförmiger Mund waren typisch für das Make-up der 30er.

Einfluss und Bedeutung

Die Frisuren und der Make-up-Stil der 30er Jahre waren Ausdruck einer neuen Weiblichkeit und Eleganz. Sie spiegelten den Wunsch nach Glamour und Ablenkung in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit wider. Bis heute inspirieren diese klassischen Looks Designer und Modebegeisterte weltweit.

Die Mode der 30er

Zu den beliebtesten Alltags-Trends zählte die Kombination aus Rock und hochgeschlossener Bluse mit enganliegenden Ärmeln. Ganz neu auf den Laufstegen war der Bolero. Die kurze, rundgeschnittene Jacke war in Kombination mit einer weiten Marlene-Hose besonders beliebt.

Die populärste Kleiderform in den 30er Jahren war das Prinzesskleid. Pure Eleganz - die eleganten Roben reichten meist bis zum Boden und waren mit hoher Empire-Taille versehen. Gefertigt wurden die Looks aus weich fließenden Stoffen wie Seide oder Tüll.

Die Schultern als Statement - im Laufe der 30er war es en vogue, den weichen Silhouetten wieder etwas mehr Kante zu verleihen.

Für den letzten Schliff eines eleganten Gesamtensembles durfte die Perlenkette nicht fehlen. Auffällig designte Hüte mit Federn und Broschen - so ließ man sich gern sehen.

Die 30er Jahre sind Pelzzeit. Pelzmäntel oder zumindest Pelzbesätze sind im Winter ein Muss. Die Topfhüte der 20er Jahre werden von kleinen verzierten Hüten abgelöst.

Einmal die von der Designerin Madeleine Vionnet eingeführten bodenlangen Kleidern aus fließenden Materialien im Schrägschnitt (englisch: bias cut). Die meist aus Seidensatin gefertigten Abendroben hatten keine Verschlüsse, sondern wurden über den Kopf gezogen. Busen, Taille und Hüfte kommen richtig zur Geltung (genau wie jedes Pölsterchen), zum Saum hin schwingen die Kleider in natürlichen Falten auf.

Die Mode der 30er Jahre betonte die weibliche Silhouette und Eleganz.

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