Friseur mit Stil: So definieren Sie Ihren individuellen Look

Die Frisur ist eine der ersten Dinge, die wir bei unserem Gegenüber sehen. Sie prägt daher zu großen Teilen den ersten Eindruck einer Person - und dieser ist bekanntlich bleibend. Noch bevor sie ein Wort gesagt hat, ziehen wir also Schlüsse über ihre Persönlichkeit, Sympathie & Co, einfach anhand äußerer Faktoren wie der Frisur. Viele Menschen, die häufiger ihre Haarfarbe und -schnitte gewechselt haben, wissen aus eigener Erfahrung, dass sie davon abhängig unterschiedlich eingeschätzt und behandelt werden. Oft passiert das vollkommen unbewusst, dennoch ist es wichtig zu wissen, wie sehr die Frisur die Ausstrahlung einer Person beeinflusst.

Folgende Schritte helfen dir dabei, deinen individuellen Stil sowie auch deine persönlichen Vorlieben kennenzulernen, um eine Frisur zu finden, die dir steht und dich optimal widerspiegelt. Daraufhin kannst du diese durch passende Accessoires, Farben & Co abrunden, um dich rundum wohlzufühlen.

Die Bedeutung der Gesichtsform

Ein erster sinnvoller Schritt besteht somit darin, deine Gesichtsform zu analysieren und herauszufinden, welche Frisuren dir schmeicheln. Es lohnt sich also, einmal einen genaueren Blick in den Spiegel zu werfen und die eigene Gesichtsform zu analysieren. Aber auch der Friseur kann diesbezüglich weiterhelfen und dich beraten, welche Frisuren dir gut stehen - und welche eher nicht.

WELCHE FRISUR PASST ZU MIR? ● Männerfrisuren

Hier eine Übersicht der verschiedenen Gesichtsformen und dazu passende Frisuren:

  • Ovale Gesichtsform: Bei der ovalen Gesichtsform ist das Gesicht etwa 1,5-mal länger als breit. Es weist keine allzu harten Gesichtszüge auf und verläuft insgesamt eher weich - jedoch nicht zu rund. Diese Gesichtsform wird daher als ausgeglichen sowie wohlgeformt wahrgenommen und sie bringt noch einen Vorteil mit sich.
  • Trapezförmiges Gesicht: Ein trapezförmiges Gesicht hat eine ausgeprägte Kieferpartie, die breiter ist als der Stirnbereich. Dementsprechend sind Frisuren schmeichelhaft, die den Kieferbereich kaschieren oder die Stirn breiter wirken lassen. Ein gerade sowie schräger Pony ist dafür oftmals eine gute Wahl.
  • Herzförmiges Gesicht: Das herzförmige Gesicht ist im Stirnbereich breiter und wird nach unten immer schmaler. Das Kinn ist klein, unauffällig und oft spitz geformt. Bei dieser Gesichtsform ist es daher wichtig, die untere Gesichtshälfte etwas breiter erscheinen zu lassen, beispielsweise durch streng nach hinten gekämmte Frisuren wie einen Dutt oder einen hohen Zopf.
  • Längliches Gesicht: Ein längliches Gesicht, auch schmale Gesichtsform genannt, ist deutlich länger als breit. Deshalb ist es wichtig, dieses durch die richtige Frisur breiter wirken zu lassen, damit es insgesamt stimmiger wirkt. Voluminöse Frisuren mit Locken eignen sich dafür gut, die besonders in der Höhe der Wangenknochen üppig ausfallen. Weiterhin sollten die Haare nicht zu lang und glatt sein.
  • Dreieckiges Gesicht: Das dreieckige Gesicht ist an der Stirn breit und läuft nach unten hin spitz zu. Dadurch ähnelt es dem herzförmigen Gesicht, allerdings ist in diesem Fall das Kinn markanter als der Haaransatz. Optimale Frisuren für die dreieckige Form sind daher ein voller sowie gerader Pony, ein Fransenbob oder ein Stufenschnitt, der das kantige Kinn umspielt.
  • Runde Gesichtsform: Die runde Gesichtsform wirkt weich, ohne sichtbare Ecken oder Kanten. Würdest du das Gesicht mit einem Stift nachzeichnen, so sähe das Ergebnis einem Kreis ähnlich. Ziel ist bei dieser Gesichtsform oftmals, die Wangenknochen zu betonen - auch mit der Frisur. Dafür bietet sich eine voluminöse Frisur, ein Long Bob mit Seitenscheitel oder ein moderner Pixie Cut an.
  • Rechteckiges Gesicht: Ein rechteckiges Gesicht ist markant sowie etwas länglicher. Stirn und Kinnpartie sind etwa gleich breit und beide durch eine kantige Form geprägt. Ziel ist demnach, die Gesichtsform etwas weicher wirken zu lassen. Am besten gelingt das durch Locken mit einem Seitenscheitel, einen langen Stufenschnitt mit geradem Pony oder mittellanges Haar mit schrägem Pony.
  • Diamantförmiges Gesicht: Das diamantförmige Gesicht ist im Wangenbereich am breitesten, wobei Stirn- und Kinnpartie etwa gleich breit sind. Insgesamt wirkt es stimmig, aber eher kantig. Diese Kanten sollen durch die passende Frisur ein bisschen kaschiert werden, um es ovaler wirken zu lassen. Ein seitlicher Pixie-Cut, ein wangenhoher Bob oder ein Pony in all seinen Variationen eignet sich dafür gut.
  • Quadratisches Gesicht: Das quadratische Gesicht ist ähnlich markant wie die rechteckige Form, jedoch weniger lang. Stirn, Wangenknochen und Kieferlinie sind allesamt ähnlich breit und dadurch kommt der Kieferbereich besonders zur Geltung. Einige Frauen betonen die markante Kieferpartie bewusst durch einen kurzen Bob oder einen Pony. Häufig soll sie aber eher kaschiert werden, wofür sich längere Haare, ein Seitenscheitel sowie sanfte Wellen gut eignen.

Die Haarstruktur berücksichtigen

Neben der Gesichtsform gilt es dabei noch die Haarstruktur zu beachten. Denn nicht alle Frisuren können mit jedem Haartyp getragen werden. Dick, dünn, glatt, wellig oder kraus…in all diesen Fällen wird dieselbe Frisur unterschiedlich aussehen. Falls du Beispielbilder mitbringst, sollte das Model zudem eine ähnliche Haarstruktur haben wie du selbst, damit das Ergebnis auch tatsächlich deinen Vorstellungen entspricht. Möchtest du diese verändern, beispielsweise durch einen Lockenstab oder ein Glätteisen, solltest du dich außerdem ehrlich fragen, ob du diesen Aufwand jeden Tag betreiben möchtest und wie schädlich solche Maßnahmen für deine Haare sind.

Die passende Haarfarbe finden

Neben dem Haarschnitt und der Haarstruktur bleibt noch ein dritter Faktor, der sich stark auf die Wirkung deiner Frisur auswirkt: die Haarfarbe. Viele Menschen bevorzugen ihre Naturhaarfarbe und tatsächlich ist sie in den allermeisten Fällen schmeichelhaft - sozusagen von Natur aus. Dennoch können kleine Verbesserungen wie Highlights oder eine kühlere beziehungsweise wärmere Tönung manchmal einen sichtbaren Wow-Effekt bringen. Aber auch eine größere Farbveränderung ist heutzutage nicht unüblich. Von blonden zu schwarzen Haaren, verschiedene Brauntöne, dezentes bis knalliges Rot oder bewusst unnatürliche Töne wie Blau und Pink erfreuen sich großer Beliebtheit.

Neben der eigenen Persönlichkeit muss die Haarfarbe auch zum Job passen, denn extreme Farben sind nicht in jedem Beruf gerne gesehen oder überhaupt erlaubt. Zudem sollte dir bewusst sein, wie du mit der jeweiligen Haarfarbe auf andere Personen wirkst - und ob diese Wirkung erwünscht ist. Dasselbe gilt bei der Kleiderwahl, denn auch hierbei sind die Farben relevant.

Falls du eine extreme Haarfarbe trägst, müssen die Klamotten farblich dazu passen, um einen stimmigen Gesamtlook zu erzeugen. Natürlichere Haarfarben lassen sich hingegen frei kombinieren. Allerdings solltest du dann beachten, welche Farben dir stehen. Dafür ist vor allem dein Hauttyp entscheidend. Er wird in vier verschiedene „Jahreszeitentypen“ unterteilt: Frühlings-, Sommer-, Herbst und Wintertyp. In welche Gruppe du gehörst, ist durch die Natur vorgegeben und kann auch durch eine Veränderung deiner Frisur nur bedingt beeinflusst werden. Neben der Haarfarbe ist dafür nämlich auch die Haut- und Augenfarbe verantwortlich.

Farbkombinationen und Figurtypen

Nachdem du weißt, welche Farben dir schmeicheln und deinen Teint zum Strahlen bringen, müssen sie nur noch richtig miteinander kombiniert werden. Weniger ist mehr, lautet dabei das Motto. Am besten wählst du also maximal ein bis zwei auffälligere Farben und kombinierst diese als Hingucker zu einem sonst eher schlichten Outfit. Aber auch ein Ton-in-Ton-Look, beispielsweise aus Grau- oder Beigetönen, kann modern sowie stilvoll aussehen. Hauptsache, Haare, Make-up und Kleidung passen farblich zusammen und wirken nicht überladen.

Hierbei hängt wiederum von deinem Figurtyp ab, was dir schmeichelt. Denn einige Schnitte betonen deine Vorzüge und schenken dir zusätzliches Selbstbewusstsein, während andere deine Unsicherheiten verstärken und sozusagen die falschen Körperregionen in Szene setzen. Schlussendlich ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, was du an deinem Körper am meisten liebst und betonen möchtest.

Figurtyp Beschreibung Empfohlene Kleidung
H-Typ Eher androgyn mit wenig Kurven. Schulter und Hüfte etwa gleich breit. Feminine Kleidungsstücke wie Röcke und Blusen, die an der Taille schmal geschnitten sind.
A-Typ Ausgeprägte Hüfte, schmale Schultern und weniger Oberweite. Schlanke Taille. Röcke und Kleider in A-Linie, kurze Oberteile oder taillierte Schnitte.
V-Typ Breitere Schultern als die Hüfte, größere Oberweite, kleiner Po. Schlanke Beine. V-Ausschnitt, Minikleid, Betonung der Beine.
X-Typ Schlanke Taille, große Oberweite, ausgeprägter Hintern. Ausbalancierte Proportionen. High-Waist-Hosen oder tief ausgeschnittene Oberteile, figurbetonte Kleidung.
O-Typ Eher rundlich, breiteste Stelle im Bauchbereich. Weniger ausgeprägter Hintern und Oberweite, eher schlanke Beine. Kleidung, die den Bauch kaschiert und die schlanken Beine oder die zierlichen Schultern betont.

Übrigens spielen bei der optimalen Kleidung für den Figurtyp manchmal auch die Farben eine Rolle. Möchtest du einige Pfunde optisch verschwinden lassen, sind schwarze Kleidungsstücke hervorragend geeignet. Bunte Muster können derweil bewusst den Blick auf deine Vorzüge lenken. Prinzipiell gilt: Knallige Farben und auffällige Muster gehören an jene Stellen, die du betonen möchtest. Was du kaschieren willst, wird lieber in dezenten oder dunklen Tönen gehalten.

Die richtigen Accessoires wählen

Nun fehlen nur noch die richtigen Details, um deinen Look abzurunden. Sie können ein schlichtes Outfit aufwerten oder mehr Eleganz in den Business-Look bringen, um nur einige von vielen Möglichkeiten zu nennen. Die Bedeutung der Accessoires darf daher keinesfalls unterschätzt werden. Dazu zählen Halsketten, Ohrringe, Uhren, Handtaschen, Tücher, Schals, Gürtel, ja sogar Schuhe werden in einigen Fällen zu den Accessoires gezählt. Sie sollten den Look vorteilhaft unterstreichen und in ein stimmiges Gesamtbild verwandeln. Allerdings haben sie eine geringere Auswirkung darauf, wie du von deinem Gegenüber wahrgenommen wirst, als beispielsweise die Frisur oder die Kleidung.

Sinnvoll ist also, dir eine Auswahl an zeitlosen Accessoires zuzulegen, die du zu jedem beliebigen Outfit kombinieren kannst. Wichtig ist, dass diese farblich zu deinem Look passen und sich entweder unauffällig einfügen oder selbst zum Hingucker werden. Beim Schmuck gilt es außerdem darauf zu achten, dich für einen Stil zu entscheiden - oder einen Stilmix bewusst umzusetzen, beispielsweise als moderne Kombination aus Gold- und Silberschmuck.

Wähle die Accessoires daher nicht einzeln aus, sondern als Gesamtheit, sodass sich die Details optimal ergänzen. Insgesamt ist weniger bei den Accessoires mehr, sprich du brauchst nicht zwingend Ohrringe, Ketten, Armreifen und Ringe, sondern wenn du dich für einzelne Schmuckstücke entscheidest, ziehen diese umso mehr Aufmerksamkeit auf sich und kommen besser zur Geltung. Entscheide dich für Gold-, Silber- oder rosegoldenen Schmuck. Eine Armbanduhr sollte nicht zu klein und nicht zu groß sein.

Mittlerweile werden viele der klassischen Grundregeln rund um Accessoires aber auch gerne gebrochen und es gibt kaum noch Tabus. Schlussendlich sollte dein eigener Stil genau das sein: ein Ausdruck deines individuellen Geschmacks. Du musst dich dabei nicht nach allgemeingültigen Regeln rund um Frisuren, Farben und Schnitte richten, wenn du nicht möchtest. Sie helfen dir aber dabei, in jeder Lebenssituation eine gute Figur zu machen und Varianten zu wählen, die dir schmeicheln.

Zudem sollte dir bewusst sein, wie groß der Einfluss deines Stylings darauf ist, wie du von anderen Personen wahrgenommen wirst - und somit auf viele verschiedene Lebensbereiche von Bewerbungsgesprächen bis hin zu einem ersten Date. Wichtig ist daher, dass diese Rückschlüsse, die dein Gegenüber durch deinen Stil über dich zieht, auch tatsächlich der Realität entsprechen.

tags: #Friseur #mit #Stil #Definition

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen