Nach dem Umbau in der Alten Universität ist es soweit: Das Literaturhaus Freiburg feiert seine Neueröffnung im Herbst - unter besten Voraussetzungen. Ein vielseitiger und bunter Nachmittag erwartet die Besucher, darunter Kinderbuchautorin und Illustratorin Nadia Budde, Bühnenbildner Jens Burde, die Literaturhaus-Partnerklasse aus der Freiburger Karlschule, Gaspard Weissheimer mit seinem Druckbus sowie Peter und die Kaffee-Kiste.
Die Alte Universität Freiburg, der neue Standort des Literaturhauses.
Am ersten Literaturhaus-Nachmittag sind alle willkommen: Leseratten, solche, die es werden wollen, Familien, Omas, Opas, Fans, Freunde und alle anderen Interessierten.
Nadia Budde, geboren 1967 in Berlin, ist Illustratorin, Autorin und Übersetzerin zahlreicher Kinderbücher. Sie erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Eins Zwei Drei Tier“ (2000) und „Such dir was aus, aber beeil dich!“ (2010).
Die neue Reihe „Hommage an einen Waghalsigen“ befragt Autoren nach ihren persönlichen Lesebiografien, nach Hausgöttern, Erweckungserlebnissen und Obsessionen. Hanns-Josef Ortheil spricht zum Auftakt über Ernest Hemingway - einen Autor, den er fast sein ganzes Leben lang verfolgt hat. Ob in Paris, der venezianischen Lagune oder in Key West: Ortheil hat überall nach „seinem Hemingway“ gesucht, und entstanden ist dabei mit den Jahren eine große Erzählung, zu der nur noch die letzten Bausteine fehlen. Hanns-Josef Ortheil, 1951 in Köln geboren, gehört seit vielen Jahren zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart.
Hanns-Josef Ortheil, einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart.
Ruhig und intensiv erzählt die in Hermannstadt geborene und heute in Freiburg lebende Iris Wolff von Schönheit und Schrecken des Lebens in und außerhalb Siebenbürgens, schreibt ARD-Kritiker Denis Scheck. In vier Erzählungen zeigt Wolff Momentaufnahmen einer Familie, über vier Generationen, über ein ganzes Jahrhundert hinweg. Die Lichter gehen aus für die erste Dunkellesung im Literaturhaus.
Sanft und stark blickt der Löwe auf dem Bild. Es hängt auf Kinderaugenhöhe, so wie die anderen Kugelschreiber-Zeichnungen des vielseitigen Künstlers Sebastian Polmans: Bilder zu Geschichten in Gedichtform, die für ein neues Kinderbuch entstehen. In seiner künstlerischen Arbeit mit und für Kinder verwebt er Worte, Bilder und Musik. Dem Auftakt unserer neuen Reihe „Wilder Freitag“ stellt er einen indischen Gruß voran, aus dem ein Lied geworden ist: „Namasté, ich kann Dich sehen.
„Wir feiern die Gescheiterten. Wir feiern die Größenwahnsinnigen. Wir feiern die zu früh und nochmals viel zu früh Gestorbenen und ihre Werke. Hoch sollt ihr leben." Mit seinem „Manifest des unabsichtlich unvollendeten Kunstwerks“ (www.hundertvierzehn.de, 2017) hebt der mit dem Carl-Amery-Literaturpreis ausgezeichnete Schriftsteller Thomas von Steinaecker die Helden des Unfertigen auf den Thron.
Über 20 Autoren und Übersetzer verwandeln die Alte Universität in einen Klangraum des literarischen Schaffens in der Region. Es lesen Laura Bärtle, Eva-Maria Berg, Ulrich Blumenbach, Maria Bosse-Sporleder, Volkmar Braunbehrens, Daniela Engist, Manuela Fuelle, Susanne Fritz, Bille Haag, Heide Jahnke, Karlheinz Kluge, Andreas Kirchgäßner, Renate Klöppel, Jürgen Lodemann, Ulrich Land, Alexa Rudolph, Tobias Scheffel, Aaron Schmidt-Riese, Beate Thill, Maja Ueberle-Pfaff, Marie T. Martin, Werner Weimar-Mazur, Adelheid Zöfel und „Schreibcouch“-Teilnehmerinnen 2016/17.
„Als sie das erste Mal an seiner Tür klopft, öffnet er nicht. Sie wartet eine Weile und will schon wieder davongehen, da reißt er doch die Tür auf, um die Hand ein blutiges Geschirrhandtuch gewickelt.“ So beginnt der Lebenslauf einer Liebe, erzählt in präzisen Bildern, eine Geschichte aus Annette Pehnts neuem Lexikonprojekt. Die diesjährige Kulturpreisträgerin Baden-Württembergs knüpft mit „Lexikon der Liebe“ (Piper, 2017) an „Lexikon der Angst“ (2013) an.
Bislang unentdeckte Freiburger Schreibende, sogenannte „Sätzlinge“ {Sätz|lin|ge [‚zɛtsliŋə] = Autoren, deren schriftstellerische Laufbahn noch im Frühbeet ihres Schaffens steckt}, überraschen auf einer Lesewanderung mit noch nie Gehörtem, geheimen Entwürfen und Schubladenschätzen. Am letzten Tag der Eröffnungswoche ziehen drei „Sätzlinge“, ausgewählt aus einer Vielzahl von Einsendungen im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung, durch die Innenstadt.
Eine Lesung im Literaturhaus.
500 Jahre später sucht der Sammelband „95 Anschläge - Thesen für die Zukunft“ (S. Fischer, 2017) nach Echos: 95 Stellvertreter unserer Gesellschaft aus unterschiedlichen Professionen und Generationen zeichnen ein vielstimmiges Bild aktueller Glaubens- und Lebensfragen. Über Werte und Wagnisse kommen die Herausgeber Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt) und Friederike von Bünau (EKHN Stiftung) ins Gespräch mit der Schriftstellerin und Journalistin Jagoda Marinic, der Psychologin Magdalena Kuhn (Goethe-Universität Frankfurt) sowie dem neuen Intendanten des Theater Freiburg Peter Carp. Gelesen werden steile Thesen aus dem Debattenbuch.
„Er legte sich in seinem Stuhl zurück. Hoch über ihm jagten windgetrieben ein paar weiße Wolken einem noch nicht ganz vollen Mond nach. Trink den ganzen Vormittag, sagten sie zu ihm, trink den ganzen Tag." Die Sektkorken knallen: Premiere! Unsere neue Reihe „Art of Being …“ bündelt Weltliteratur in Kompilationen der Freiburger Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß.
Die WG-Küche als literarischer Salon: Die Reihe „zwischen/miete“ verwandelt studentische Alltagsräume in Leseinseln für neue Literatur. Die 1991 in Graz geborene Irene Diwiak bringt zur November-Ausgabe ihr Romandebüt „Liebwies“ (Deuticke, 2017) mit, das ins Jahr 1924 entführt, in die Welt der Oper.
Ein Wochenende im Literaturhaus mit Freunden aus Papier - zwischen Risographie und Bibliophilie, Gedrucktem und Gebundenem. Begleitet wird die Messe von Veranstaltungen, unter anderem einer Lesung mit dem Hamburger Comiczeichner Sascha Hommer, dessen Reisetagebuch „In China“ (Reprodukt) im letzten Jahr erschien.
Vier Tage, drei Spielstätten, 16 Künstler: Baden-Württembergs ältestes Literaturfest zieht ins Literaturhaus ein. Eröffnung des 31. Freiburger Literaturfests.
Wie hängen Geld und Glück zusammen? Das Geld, das fehlt, und das Glück, das auf der Straße liegt? Das Glück, das fehlt, und das Geld, das zum Fenster hinausgeworfen wird? Peter Holtz, der titelgebende Held von Ingo Schulzes neuem Roman (S. Fischer, 2017), zieht in die Welt auf der Suche nach einem glücklichen Leben.
Seit ihrem Roman „Gleißendes Glück“ (2000) - inzwischen verfilmt mit Martina Gedeck und Ulrich Tukur - hat die schottische Autorin A. L. Kennedy sich in Deutschland eine große Fangemeinde erschrieben. Gewohnt fintenreich hat Kennedy kurzerhand die Schlange aus Saint-Exupérys „Der Kleine Prinz“ entführt. Auch hier erscheint sie als goldenes Armband und steht im Bund mit dem Tod, freundet sich aber nicht mit einem Prinzen, sondern mit dem Mädchen Mary an.
90° 0′ 0“ S - der geografische Südpol, der auf dem Kontinent Antarktika unter dem ewigen Eis liegt, wird zum Ausgangspunkt einer poetischen Installation. An der Schnittstelle von Stimme, Sound und Raum bespielt die Lyrikerin Maren Kames zusammen mit der bildenden Künstlerin Denise Winter die Räume des Literaturhauses.
Mit Fatma Aydemirs Roman „Ellbogen“ (Hanser, 2017) und Maren Kames’ Lyrikband „Halb Taube Halb Pfau“ (Secession, 2016) treffen zwei der aufregendsten Debüts des letzten Jahres aufeinander. Der rotzig-roughe Sound von Aydemirs Protagonistin Hazal Akgündüz trifft den Leser „wie ein Faustschlag“ (Berliner Morgenpost), „ein Tritt in den Magen“ (Süddeutsche Zeitung).
Ein Mann ertrinkt auf hoher See. Nur das Meer und die Möwen sind Zeugen. Ein Unfall? Oder Mord? „Was mich beim Schreiben wirklich interessiert, ist nicht der rohe Handlungsstoff, sondern der Prozess der Verwandlung: von einer komplizierten, intellektuellen Problematik hin zur Einfachheit der Dinge“, so Tanguy Viel.
Willkommen und Bienvenue zu einer „Tour de France“ der besonderen Art: ein Streifzug durch die Hits der Grande Nation, eine musikalische Erkundung des Nachbarlands - „La Boum“ statt „La Grande Boucle“! Einzige Regel: Die Texte sind französisch.
Mit „Schlafende Sonne“ (Hanser, 2017) erzählt Thomas Lehr ein Jahrhundert deutscher Geschichte an einem einzigen Tag im Sommer 2011. Das passende Bild für dieses literarische Fresko findet er bei der bildenden Künstlerin Louise Bourgeoise: „Die Spirale ist ein Versuch, das Chaos unter Kontrolle zu bringen. Sie hat zwei Richtungen. Dieses Zitat stellt Thomas Lehr seinem Text voran - in dessen Zentrum eine Ausstellung steht.
„Wie es ist und wie es war“ (Kunstmann, 2017) bündelt 17 Short Stories des britischen Erzählers, Lyrikers, Essayisten und Übersetzers David Constantine, die sich durch zarte, aufwühlende Bilder auszeichnen.
Nach ihrem gefeierten Besteller „Tauben fliegen auf“ erzählt Melinda Nadj Abonji in ihrem zweiten Roman „Schildkrötensoldat“ (Suhrkamp, 2017) von Zoltan Kertesz, Sohn eines „Halbzigeuners“ in einem kleinen Ort in Serbien. Als 1991 der jugoslawische Bürgerkrieg ausbricht, soll der „Taugenichts“ in der Volksarmee zuerst zum Mann und dann zum Helden werden...
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