Doppelcarport mit Schuppen Bauanleitung: Ihr Fahrzeugschutz mit zusätzlichem Stauraum

Der Carport: effektiver Schutz und stilvolle Ergänzung in einem. Ein stilvoller Unterstellplatz als moderne Komfortzone des eigenen Pkws, welcher zugleich vor diversen Umwelteinflüssen schützt. Hierfür gibt es heute kaum eine beliebtere Variante als den Carport.

Ein Carport mit Schuppen ist die ideale Kombination aus Fahrzeugschutz und praktischem Stauraum. Fahrräder oder Gartenmöbel. Hier zeigen wir, wie Sie Schritt für Schritt einen Carport selber bauen.

Doch welches eignet sich am besten für Ihre Zwecke? Hier stellen wir Ihnen alle möglichen Varianten vor und geben Hinweise, worauf Sie beim Kauf oder Eigenbau eines Carports achten sollten.

Bau Dein eigenes Carport! Wir zeigen Dir wie's geht!

Carport-Modelle im Überblick

Die Vielzahl unterschiedlicher Hersteller und Modelle ermöglicht es einem heute, den passenden Carport entsprechend des eigenen Bedarfs einfach auszuwählen. Entscheidend ist hierbei vor allem, wie viele Fahrzeuge und welche Art von Fahrzeugen Sie unterstellen möchten, wo der Unterstand stehen soll und wie viel Platz dort gegeben ist.

Ob einzeln oder doppelt, freistehend oder als Anbau, für kleine oder große Fahrzeuge - Ihren Möglichkeiten sind quasi keine Grenzen gesetzt.

Beliebte Carport-Modelle im Überblick

  • Einzelcarport: Der Einzelcarport - der attraktive Klassiker unter den Auto-Überdachungen für einen sicheren und ansprechenden Unterstand für Ihr Fahrzeug. Ideal für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften bietet das Einzelcarport Platz für einen einzelnen Wagen.
  • Doppelcarport: Auch das Doppelcarport ist eine beliebte Variante eines offenen Unterstellplatzes. Hauptsächlich bei Einfamilienhäusern mit großem Grundstück und Mehrparteienhäusern anzutreffen, kann ein Doppelcarport auch einen Zweitwagen geschützt unterbringen oder flexibel für Motorrad, Fahrräder oder sogar ein Boot Schutz bieten.

Doppelt hält besser: der Doppelcarport.

Beachten Sie aber, dass dank der breiteren Zufahrt und generell doppelten Größe auch höhere Kosten auf Sie zukommen als bei einem Einzelcarport. Auch die Dächer sind entsprechend größer, wodurch die Entwässerung zunehmend an Bedeutung gewinnt und Sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Achten Sie dennoch darauf, dass Sie bei einem Doppelcarport Dachrinne und Entwässerungsrohr anbringen sollten.

  • Solar-Carport: Wer für eine Photovoltaikanlage eine Alternative zum eigenen Hausdach sucht, für den bietet sich vielleicht ein Solar-Carport an. Denn hierfür gibt es mittlerweile sehr schöne und ausgereifte Systeme.

Schon gewusst? Aktuell gilt die Einspeisevergütung für einen Zeitraum von 20 Jahren.

Ein Solar-Carport lässt sich auch mit einer eigenen Ladestation kombinieren. So kann der Strom für das Elektroauto an der eigenen Tankstelle kostenfrei und schnell aufgeladen werden. Bereits 40% der Fahrer eines Elektroautos tanken kostenfreien Sonnenstrom von einem Solar-Carport.

  • Anlehncarports: Ein Anlehncarport ist ein Überdachung, die man wortwörtlich an eine stabile Wand anlehnt. Das kann die Wand des eigenen Wohnhauses, des Gartenhauses oder eines Nebengebäudes sein.

Ein Anlehn-Carport ist eine besonders praktische & clevere Lösung Bei einem Anlehncarport ist ein Fundament (z. B. Punktfundament) in der Regel nur auf einer Seite der Konstruktion notwendig.

Der Nachteil: Da es sich hierbei um einen technischen Eingriff in die Wand handelt, sind bauphysikalische Effekte zu beachten. Auch bei einem Umbau bedeutet das einen erneuten Eingriff in die Bausubstanz. Ist die Gebäudewand, an die das Carport angelehnt werden soll, gedämmt, sollte unbedingt ein Experte hinzugezogen werden. Dieser kann Ihnen sagen, ob Sie trotz der Dämmschicht eine lastentragende Konstruktion an der Wand anbringen können.

  • Freistehende Carports: Im Gegensatz zu Anlehncarports zeichnen sich freistehende Carports dadurch aus, dass das Dach der Überdachung freigestellt auf vier bis sechs eigenen Stützpfosten ruht.

Ein freistehender Carport lässt sich kreativ gestalten und konstruieren. Alternativ kann man seinen freistehenden Carport auch mit einem kleinen Abstellraum versehen. Dieser bringt nicht nur zusätzliche Stabilität, sondern schützt wertvolle Dinge wie Winterreifen und Autozubehör vor Diebstahl. Eine elegante und zugleich praktische Lösung für Stauraummangel.

  • Carports für Wohnmobile: Wohnmobile und Caravans sind nicht gerade billig und brauchen einen besonderen Schutz, damit sie nicht an Wert verlieren. Auch hier schützt solch eine Überdachung effektiv. Während der Standzeit ist das Mobil vor der Witterung geschützt und durch die offenen Seiten bestens belüftet.

Hohe Carports schützen teuere Camper & Co.

Durch die große Durchfahrtshöhe von durchschnittlich 3 Metern eignen sich die meisten Wohnmobil-Carports auch für Transporter mit Aufbau und Landmaschinen. Doch je höher der Carport, desto größer ist die Hebelwirkung. Daher liegt hier der statische Fokus auf der Windlast. Standard-Bodenanker reichen nicht mehr aus, zusätzlich muss eine Aussteifung installiert werden. Wegen dieser hohen Ansprüche ist es nicht unbedingt empfehlenswert, einen derartig hohen Carport selbst zu designen. Hinzu kommt, dass bei einer Außenhöhe von über 3 Metern ohne Baugenehmigung meist nichts zu machen ist.

Materialien für Carports im Überblick

Die Materialien, die in einem Carport verbaut werden, müssen verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Vor allem müssen sie eine ausreichende konstruktive Standsicherheit mitbringen und gegenüber jeglicher Witterung dauerhaft beständig sein. Für viele spielt natürlich auch der ästhetische Aspekt eine entscheidende Rolle.

Die Optik wird zumeist durch das bestehende Gebäude vorgegeben, so dass ein harmonischer Einklang von Carport und Haus gefunden werden kann. Gewöhnlich wird ein Carport aus Leimholz oder Aluminium gefertigt, denn beide Materialien zeichnen sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit aus. Holz ist außerdem relativ günstig. Weitere oft eingesetzte Materialien sind Metall, Stahl und Kunststoff. Eine gute Alternative bieten auch Modelle aus einer Kombination von Stahl und Aluminium. So erhalten Sie die besten Eigenschaften beider Materialien.

Beliebte Materialien beim Carport-Bau im Überblick

  • Carports aus Holz: Carports aus Holz sind die absoluten Carport-Klassiker auf dem Markt. Daher lassen sich Holz-Carports optisch auch besser an ältere Häuser anpassen als metallene Designs. Im Gegensatz zu vergleichbaren Modellen aus Aluminium und Stahl ist die Variante aus Holz ebenfalls oft sehr viel günstiger.
  • Carport aus Metall: Ein Carport aus Metall wird Ihnen viele Jahre zuverlässig zur Seite stehen. Günstigere Varianten aus dem Baumarkt sind allerdings schon ab 900 Euro erhältlich. Stabil sind auch diese allemal. Manche Hersteller bieten zusätzlich eine farbliche Beschichtung des Metalls an. Hier können Sie also nach Herzenslust mit sämtlichen RAL-Farben spielen und das Carport perfekt mit Ihrem Haus oder Garten abstimmen.
  • Carport aus Aluminium: Alternativ wird oft auch Aluminium zum Bau von Carports eingesetzt. Und auch das hat seine Gründe: Carports aus Aluminium sind mit Ihren typischen Eigenschaften eine tolle Option für viele verschiedene Haus- und Gartenstile. Selbst bei filigranen Designs zeugen Alucarports von ungeheurer Stabilität und Standfestigkeit. Aluminium ist außerdem witterungsbeständig und trotzt den unterschiedlichen Wetterlagen. Dadurch verspricht es auch langfristig, Ihr Auto hervorragend zu schützen. Zudem benötigt das Material besonders wenig Pflege - eine gelegentliche Reinigung mit Wasser ist vollkommen ausreichend.

Aluminium-Carports: Elegant, stylisch, langlebig & pflegeleicht

  • Carport aus Stahl: Stahl ist ein besonderer Baustoff, der im Vergleich zu den Alternativen einige Vorteile mit sich bringt: Dank der hohen Tragfähigkeit ist das Material bei Bauten, die hohe Lasten tragen müssen bzw. bei denen eine große Überspannung ohne Pfosten erreicht werden soll, besonders empfehlenswert.

Schon gewusst? Aufgrund der hohen Traglast & Stabilität ist der Stahl-Carport perfekt für begrünte Dächer geeignet.

  • Carport aus Kunststoff: Auf dem Markt findet man immer wieder auch Carports, die aus Kunststoff hergestellt werden. Dabei fallen den meisten Kunden zunächst einmal der schnelle und relativ einfache Aufbau ohne Bruchgefahr und die ansprechende Optik auf. Auch die Anlieferung der Kunststoff-Teile ist sehr unkompliziert. Daraus resultiert ein insgesamt etwas niedrigerer Anschaffungspreis gegenüber anderen Materialien.

Carports aus Kunststoff sind vor allem preislich eine interessante Alternative.

Doppelcarport mit Schuppen Bauanleitung: Schritt für Schritt

Dieser individuelle Doppelcarport mit Schuppen bietet einen sicheren Stellplatz und viel Stauraum: Wie Sie den Carport für zwei Autos samt Abstellraum selber bauen, zeigt diese Anleitung Schritt für Schritt.

Deutlich offener und luftiger als eine Standard-Doppelgarage kommt dieser geräumige und stabile Doppelcarport daher. So bleibt vorne alles ordentlich.

Der Carport, den wir Ihnen hier zeigen, ist allerdings kein Bausatz, sondern eine eigens entworfene Konstruktion. Doch keine Bange - auch das ist machbar! Deshalb konnten wir aber auch einen individuellen Doppelcarport mit Schuppen bauen - mit viel Platz für Reifen, Fahrräder, Geräte und Werkzeug. Im hinteren Teil des Carports werden so alle Gegenstände ordentlich und durch die verschließbaren Schiebetüren auch sicher aufbewahrt.

Checkliste Werkzeug

  • Akku-Schrauber
  • Bohrmaschine
  • Doppelspaten
  • Gehrungssäge
  • Handkreissäge
  • Kappsäge
  • Ratsche
  • Rührwerk
  • Stichsäge
  • Zwingen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Fundamente setzen: Wenn Sie den Platz für den neuen Doppelcarport festgelegt und freigeräumt haben, werden die exakten Positionen der Punktfundamente festgelegt, die Löcher frostfrei bis 80 cm tief ausgehoben und schließlich mit Beton ausgegossen. Lassen Sie diesen ca. 14 Tage abbinden.
  1. Holz vorbereiten: Die Wartezeit können Sie gut dafür nutzen, das Holz vorzubereiten: Zuerst alle Bauteile mit Holzschutzgrund (gegen Bläue) behandeln, anschließend gegen unschöne Verfärbungen mit Isoliergrund schützen. Nach dem Trocknen mit weißer Farbe für den Außenbereich streichen.
  1. Pfostenschuhe montieren: Zeichnen Sie auf den einzelnen Punktfundamenten die Lage der verstellbaren Pfostenschuhe an. Die Stützen auf den Fundamenten positionieren und ausrichten - das heißt nicht zwingend mittig!
  1. Stützpfosten zuschneiden und montieren: Mit der Kappsäge die Stützpfosten zuschneiden. Dann jeden Pfosten auf einer geraden Unterlage festzwingen. Am unteren Ende die Mitte anzeichnen. Mit einem Schlangenbohrer ein Loch für den Zapfen des Stützenschuhs bohren. Anschließend die Befestigungsplatte mit dem Innengewinde anschrauben.
  1. Dachpfetten und Sparren vorbereiten: Die Dachpfetten und Sparren mit der Kappsäge zuschneiden, Schnittlinien zuvor anzeichnen. Die Pfetten werden aufgedoppelt. Legen Sie je zwei aufeinander, zwingen sie in Position fest und verbinden sie in gleichmäßigen Abständen von oben mit entsprechend langen Schrauben.
  1. Dachkonstruktion montieren: Zu zweit die erste Pfette an der Außenseite der Konstruktion auf die Ständer legen. Die exakte Ausrichtung mit der Wasserwaage kontrollieren. Dachpfette und Ständer werden von oben mit Tellerkopfschrauben verbunden.
  1. Dach eindecken: Das Dach besteht aus 3 mm dicken Acrylplatten. Jede zweite bis dritte Welle des Profils wird vorgebohrt. An diesen Stellen werden die Platten dann mit speziellen Kalotten mit der Dachkonstruktion verbunden.
  1. Wände des Stauraums schließen: Nun werden die Wände des Stauraums mit Nut- und-Federbrettern geschlossen. Die Feder zeigt dabei nach oben, sonst könnte bei Regen Wasser eindringen. Überprüfen Sie zwischendurch die Ausrichtung der Bretter, damit nichts in Schieflage gerät.
  1. Schiebetüren anbringen: Vorne verschließen Platten und Schiebetüren den Raum. Die Löcher für die Montage des Schienensystems bohren. Die Kloben werden mit Schlossschrauben angebracht. Dann können Sie die passenden Schienenhalter einlassen.

Carport selber bauen - Baugenehmigung

Wenn Sie einen Carport bauen möchten, müssen Sie dafür im allerersten Schritt eine Baugenehmigung beantragen. Beim Bauantrag eines Carports gelten sowohl das Landesrecht, als auch die Vorschriften der einzelnen Gemeinden und Kommunen.

Wenn Sie sich einen Carport selber bauen möchten, erkundigen Sie sich am Besten direkt bei der Gemeinde und fragen nach den örtlichen Bestimmungen. Planen Sie für die Genehmigung ausreichend Zeit ein und überlegen Sie sich davor, wie der Carport gebaut werden soll.

So oder so ist für die Baugenehmigung wichtig, ob es sich um einen freistehenden Unterstellraum handelt oder ob Sie den Carport direkt am Haus anbauen möchten. In diesem Fall treten neben dem Baurecht auch Brandschutzbestimmungen in Kraft. Informieren Sie sich also unbedingt vor dem Bau.

Carport-Ideen zur Inspiration

Lust auf mehr Gartenideen mit unterschiedlichen Carports & Co? Dann schauen Sie einfach kurz hier vobei und lassen Sie sich inspirieren:

Carport Maße im Überblick

Hier eine Tabelle mit üblichen Carport Maßen:

Carport Typ Breite (m) Tiefe (m)
Einzelcarport 3,00 - 3,50 5,00 - 6,00
Doppelcarport 5,00 - 6,00 5,00 - 6,00
Carport für Wohnmobil 3,50 - 4,00 7,00 - 8,00

tags: #Doppelcarport #mit #Schuppen #Bauanleitung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen