Die meisten Frauen legen großen Wert auf gepflegtes und gut gestyltes Haar, oft inklusive regelmäßiger Färbung. Nach einem Kaiserschnitt stellt sich die Frage, ob das Haarefärben sicher für Mutter und Kind ist. Dieser Artikel beleuchtet alle Aspekte, von der Haarstruktur in der Schwangerschaft bis zu sicheren Alternativen.
Während der Schwangerschaft fühlen sich die Haare oft voller und kräftiger an, was am erhöhten Östrogenspiegel liegt. Der veränderte Geruchssinn kann den Wechsel zu einem anderen Shampoo erforderlich machen. Einige Frauen neigen zu trockenem Haar, das durch Kopfhautmassagen mit kräftigen Bürstenstrichen verbessert werden kann, um die Durchblutung und Talgproduktion anzuregen. Fettige Haare können durch Verzicht auf Föhnen und Verwendung von lauwarmem Wasser beim Waschen reduziert werden. Ein Kamm verteilt den Talg weniger stark in die Spitzen als eine Bürste.
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Viele Frauen sind verunsichert, ob das Haarefärben in der Schwangerschaft für das Ungeborene gefährlich ist. Es gibt keine speziellen Haarfärbemittel für Schwangere, aber bisher auch keine wissenschaftlichen Belege für schädliche Wirkungen. Achte auf hochwertige Produkte, vor allem aus dem europäischen Raum. Im ersten Trimester, wenn die Organe des Kindes ausgebildet werden, ist vom Färben abzuraten.
In der Schwangerschaft verändert sich die Empfindlichkeit der Kopfhaut. Es könnte sein, dass Du jetzt eine allergische Reaktion zeigst obwohl Du bisher die Haarfarbe gut vertragen hast. Ich empfehle daher, dass Du vor dem Färben bei Deinem Friseur des Vertrauens einen Allergietest machen lässt.
Wenn Du auf das Haare färben in der Schwangerschaft verzichten möchtest, gibt es jedoch auch noch Alternativen für Dich:
Balayage kann sogar von einem selber vorgenommen werden. Da sollten jedoch ein paar Vorkenntnisse vorhanden sein, um einen wirklich schönen Effekt zu erzielen.
Viele Hersteller bieten Haarfarbe als Naturfarbe an. Das klingt im ersten Moment immer sehr gut und schürt vertrauen. Aber achte dennoch darauf, dass Du keine Produkte aus dem Ausland verwendest. Vor allem Henna aus dem Ausland kann gesundheitsgefährdend sein, wenn es nicht aus dem europäischen Raum stammt.
Achte bitte darauf, wie schon erwähnt, dass die Henna Farbe zertifiziert ist und aus Europa stammt. Geliefert wird Henna in Form von Pulver, welches Du nach Anweisung anrühren kannst und dann im Haar verteilst. Achtung, es bleiben auf der Kopfhaut zu Beginn starke Verfärbungen, die jedoch mit der nächsten Wäsche ohne Rückstände entfernt werden.
Du möchtest Dein Haar dunkler haben? Dann sind schwarzer Tee und Kaffee eine gute Alternative. Greife bei Schwarzen Tee aber bitte nicht auf ein Discounterprodukt zurück, sondern auf reinen Schwarztee aus dem Fachhandel.
Um Deinem Haar eine hellere Nuance zu verleihen, kannst Du Zitrone und Kamille verwenden. Zwar wird das Ergebnis nicht mit einer echten Blondierung zu vergleichen sein, aber eine gewisse Nuance heller erscheint es in jedem Fall.
Blondieren ist eine der Maßnahmen, die mit dem höchsten Anteil an chemischen Mitteln arbeitet. Die künstliche Aufhellung der Farbpigmente in den Haaren funktioniert auf Basis von Ammoniak, Wasserstoffperoxid und Formaldehyd.
Von einer Dauerwelle oder dem Glätten der Haare in der Schwangerschaft ist meist abzuraten, da chemische Flüssigkeiten eingesetzt werden. Das Glätten mit einem Glätteisen ist unbedenklich. Für Locken gibt es harmlose Tools wie Lockenstab, Lockenwickler oder Papilotten.
Nach der Geburt kann es aufgrund der hormonellen Umstellung zu vorübergehendem Haarausfall kommen, typischerweise nach 4-5 Monaten. Während der Schwangerschaft hast Du auf Grund des hohen Östrogenspiegels weniger Haare verloren. Dieser Haarausfall wird jetzt nachgeholt. Generell gelten für die Stillzeit die selben Vorgaben, wie in der Schwangerschaft.
Ich rate von einer kompletten Haarfärbung ab, Strähnchen, bei denen der Haaransatz frei bleibt, sind hingegen komplett unbedenklich, da die Färbemittel nicht mit deiner Kopfhaut in Berührung kommen und dadurch die Substanzen nicht in die Blutbahn übergehen können.
Es ist zwar wissenschaftlich nicht belegt, ob die chemischen Substanzen in irgendeiner Form in die Muttermilch übergehen können, es kann aber auch nicht komplett ausgeschlossen werden.
Was kann ich tun und wann ist es Zeit für einen Arzt? Nach der Geburt macht sich Haarverlust bei Ihnen bemerkbar? Kein Grund zu großer Sorge. Dabei handelt es sich um einen ganz natürlichen Vorgang.
Wichtig: Experten raten bei einem in der Regel unbedenklichen Haarausfall nach der Schwangerschaft davon ab, Medikamente gegen Haarausfall einzunehmen.
Helle Highlights sind eine gute Möglichkeit, das Haar voller wirken zu lassen. Sie schenken Struktur und sorgen so optisch für mehr Fülle. Auch ein neuer Haarschnitt kann helfen, die Zeit des Haarverlustes zu überbrücken. Mittellange Frisuren sind z.B. ideal, wenn es an Fülle fehlt.
Dutt-Frisuren stehen jedem und sind super leicht gestylt. Achten Sie bei dünnen Haaren allerdings darauf, dass der Haarknoten nicht zu streng ausfällt. Binden Sie ihn locker am Oberkopf.
Nach der Geburt gehört einem der eigene Körper dann aber endlich wieder selbst. Denn alles, was Mama isst und trinkt, gelangt zum Teil über die Muttermilch auch ins Kind. Doch nicht nur Lebensmittel und Getränke, sondern auch Wirkstoffe aus Medikamenten können sich beim Stillen aufs Kind übertragen. Und auch Inhaltsstoffe aus Kosmetika können über die Haut in Mamas Blutkreislauf, die Muttermilch und schließlich das Kind gelangen.
Haare färben in der Stillzeit: Das wird von offizieller Stelle empfohlen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist dafür verantwortlich, Fragen rund um die Lebensmittelsicherheit und den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu erarbeiten. Grundlage für Empfehlungen oder Verbote sind international anerkannte Kriterien. Mithilfe derer werden Gutachten und Stellungnahmen erstellt.
Beim Thema Haarfärbemittel äußert sich das BfR folgendermaßen: „Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch Haarfärbemittel, die während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, liegen derzeit nicht vor.“
Die Europäische Kommission hat einen wissenschaftlichen Kosmetikausschuss geschaffen, welcher unter anderem eine Liste mit zulässigen Inhaltsstoffen für Haarfärbemittel erstellt hat. Substanzen, die nachweislich schädlich sind, bspw. Diese werden in ihrer Konzentration beschränkt, um nicht gesundheitsschädlich zu sein, können aber dennoch z. B. Hautreizungen und Allergien auslösen. Was Hersteller deshalb immer auf der Verpackung kenntlich machen müssen. Zudem finden sich noch immer umstrittene Wirkstoffe, wie beispielsweise P-Phenylendiamin (PPD), das in Haarfarben enthalten sein kann und dafür sorgen soll, dass eine Haarfarbe deckt, in Färbemitteln.
Es spricht nach aktuellem Kenntnisstand nichts dagegen, dass eine stillende Mama sich mal die Haare färbt. Vor allem dann nicht, wenn die neue oder aufgefrischte Farbe dazu beiträgt, dass sie sich gut fühlt.
Mit ‚mal die Haare färben in der Stillzeit‘ ist auch das regelmäßige Färben alle zwei bis drei Monate gemeint. Wer häufiger Lust auf eine neue Farbe verspürt, sollte davon Abstand nehmen. Naturhaarfarben und andere Methoden wie Färbeshampoos oder eine nicht dauerhafte Tönung können auch neue Farbakzente im Haar setzen.
Denn eines sollte man wissen: Gelangt die Haarfarbe oder Blondierung auf die Kopfhaut, werden Substanzen zum Teil über die Haut aufgenommen und gelangen in Mamas Blutkreislauf, die Muttermilch und bis hin zum Kind. Allerdings sind die nachweisbaren Dosen so gering, dass sie (nach aktuellem Kenntnisstand) niemandem Schaden zufügen.
Theoretisch muss man beim Haarefärben in der Schwangerschaft oder Stillzeit also nicht aussetzen, wenn man es nicht übertreibt, also beispielsweise alle zwei Wochen eine neue Haarfarbe haben möchte. Hat man während der 40 Schwangerschaftswochen dennoch darauf verzichtet, muss man danach nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt warten.
Sobald man sich fit und bereit fühlt, kann man einen Friseurtermin vereinbaren. Dabei kann man dem Personal bereits sagen, dass man aktuell noch stillt. So lässt sich von vornherein abstimmen, welche Haarfarben infrage kommen, weil sie zum Beispiel komplett auf Ammoniak verzichten. Das Baby übrigens sollte nicht mit in den Friseursalon, wenn da mit Haarfarben hantiert wird.
Wer lieber zu Hause färben will oder aufs Budget achten muss, sollte auch darauf achten, dass das Kind unbedingt in einem anderen Zimmer ist und keinen direkten Kontakt zur Haarfarbe hat. Zudem sind Handschuhe beim Färben für Mama unerlässlich, genauso wie eine gute Durchlüftung des Raumes und anschließendes gründliches Auswaschen der Farbe.
Es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass Haarefärben nach einem Kaiserschnitt oder während der Stillzeit schädlich ist, solange bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Natürliche Alternativen, Strähnchen und der Verzicht auf aggressive Chemikalien sind empfehlenswert, um Risiken zu minimieren.
| Alternative | Beschreibung | Vorteile | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Strähnchen | Färbung einzelner Haarpartien | Vermeidet Kontakt mit der Kopfhaut | Verschiedene Farbtöne möglich |
| Tönung | Legt sich wie ein Film um das Haar | Dringt nicht in das Haar ein | Wäscht sich schnell aus |
| Brazilian Painting | Farbe wird von Hand in die Längen eingestrichen | Kein Kontakt mit der Kopfhaut | Neuer Trend |
| Balayage | Aufhellung einzelner Strähnen | Natürlicher Look, kein Kopfhautkontakt | Kann selbst vorgenommen werden (Vorkenntnisse erforderlich) |
| Natürliche Farbe (Henna) | Pflanzliche Farbe | Kann Allergien auslösen | Unbedingt zertifizierte Produkte aus Europa verwenden |
| Dunklere Farbe (Kaffee, Tee) | Natürliche Farbe | Kann Allergien auslösen | Unbedingt zertifizierte Produkte aus Europa verwenden |
| Hellere Farbe (Zitrone, Kamille) | Natürliche Farbe | Sehr sanft, nur leichte Aufhellung | Unbedingt zertifizierte Produkte aus Europa verwenden |
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