Haarwuchs bei Männern: Ursachen und Lösungen

Haarausfall ist für viele Männer ein sensibles Thema. Umso wichtiger ist es, die verschiedenen Möglichkeiten zur Behandlung zu kennen.

Ursachen für Haarausfall bei Männern

Haarausfall bei Männern kann unterschiedliche Ursachen haben. Zunächst besteht die Möglichkeit, dass der Haarausfall genetisch bedingt ist und die Glatze schlichtweg vererbt wurde. Darüber hinaus können aber auch andere Faktoren wie Stress, ungesunde Ernährung oder eine falsche Haarpflege zum Haarausfall führen.

Androgenetische Alopezie bei Mann und Frau

Genetische Veranlagung

Schon gewusst? Das „Glatzen-Gen“ befindet sich mehrheitlich im Erbgut der Mutter. Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Bei dieser Form werden die Haare vor allem an der Stirn lichter. Es bilden sich Geheimratsecken, später können auch die Haare am Hinterkopf weniger werden. Ursache: Die Haarwurzeln und Follikel bilden sich zurück. Grund dafür ist eine hohe Produktion des männlichen Geschlechtshormons Dihydrotestosteron (DHT).

Hormone und DHT

Das Haarwachstum ist ein komplexer Prozess, der stark von verschiedenen Hormonen beeinflusst wird. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen spielen Hormone wie Testosteron, Östrogen und Dihydrotestosteron (DHT) eine entscheidende Rolle für das Haarwachstum und -ausfall. Während das Hormon Testosteron für das Haarwachstum an verschiedenen Körperstellen verantwortlich ist, kann ein Überschuss an DHT zum Haarausfall führen.

Männlicher Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, betrifft einen Großteil der Männer im Laufe ihres Lebens. Eine der Hauptursachen ist die Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem Derivat des männlichen Hormons Testosteron. Dieses Hormon bindet sich an die Haarwurzeln und führt dazu, dass sie schrumpfen, wodurch die Haare dünner werden und schließlich ausfallen. Studien zeigen, dass bis zu 80 % der Männer im Alter von 50 Jahren Anzeichen von androgenetischer Alopezie haben.

Weitere Ursachen

Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie): Bei diffusem Haarausfall werden die Haare am ganzen Kopf lichter, sodass meist die Kopfhaut durchschimmert. Ursache: In der Regel lässt sich diese Form des Haarausfalls auf einen unausgeglichenen Nährstoffhaushalt zurückführen. Die Haarwurzeln bekommen zu wenig Nährstoffe, was den Wachstumszyklus der Haare stört und sie ausfallen lässt.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Bei dieser Form fallen Haare stellenweise aus, sodass runde kahle Stellen entstehen. Dabei können eine oder mehrere Partien am Kopf, im Bart, aber auch am Körper betroffen sein. Ursache: Generell spricht man hier von einer Autoimmunerkrankung, dessen Ursachen noch weitestgehend unklar sind.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Mittel gegen Haarausfall gibt es einige. Doch eigentlich gibt es nur wenige Methoden, die Männerhaare wirklich wieder sprießen lassen. Zunächst solltest du in Erfahrung bringen, warum deine Haare ausfallen. Der erste Weg führt daher zur Hautärztin oder zum Hautarzt. Denn für eine erfolgreiche Therapie braucht es in jedem Fall eine Diagnose.

Ob sich dein Haarausfall stoppen lässt, kommt auf die Ursache an: Haarausfall, der auf einen Vitaminmangel zurückgeht oder durch bestimmte Erkrankungen und Medikamente bedingt ist, lässt sich gut mit einer ausgewogenen Ernährung beeinflussen. Ist der Haarverlust allerdings genetisch bedingt, ist er nicht so einfach zu stoppen. Hier können entsprechende Medikamente eine Lösung sein.

Medikamentöse Behandlungen

Finasterid: In Tablettenform und in geringer Dosis eingenommen, kann Finasterid den Haarausfall bei Männern hemmen. Das steckt dahinter: Das für den Haarausfall verantwortliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) entsteht durch eine natürliche Reaktion zwischen dem Hormon Testosteron und dem Enzym 5-alpha-Reduktase. Die Einnahme von Finasterid hemmt das Vorkommen des Enzyms und lässt auf diese Weise weniger DHT entstehen.

Minoxidil: Ursprünglich handelt es sich bei Minoxidil um ein Medikament gegen Bluthochdruck. In geringer Dosis und als Tinktur oder Schaum auf der Kopfhaut aufgetragen, erweitert es aber auch die Blutgefäße der Kopfhaut. So wird die Blut- und Nährstoffversorgung der Haare angeregt, das Haar wird gestärkt und das Wachstum neuer Haare wird gefördert.

Achtung: Bei beiden Mitteln sind Nebenwirkungen möglich, weshalb du die Anwendung unbedingt mit deiner Ärztin bzw.

Haartransplantation - Was ist die FUE-Methode?

Du wünschst dir dein volles und kräftiges Haar zurück? Mittlerweile gibt es Möglichkeiten, sich Haarwurzeln von anderen Hautpartien am Kopf transplantieren zu lassen. So kannst du lichte Stellen an Stirn oder Hinterkopf kaschieren. Für genaue Informationen zu Kosten und Ablauf des Eingriffs wendest du dich am besten an deine Dermatologin bzw.

Weitere Tipps und Pflege

Ernährung: Damit natürliche Funktionen wie das Haarwachstum ablaufen können, benötigt dein Körper Nährstoffe. Deine Ernährung hat deshalb einen großen Einfluss auf deine Haare. Deshalb solltest du auf eine gesunde Ernährung mit wertvollen Nährstoffen wie Eisen, Zink, Biotin, und Omega-3-Fettsäuren achten. Für die Haare sind zudem die Vitamine A, C und E sowie B3, B6 und B12 wichtig. Tipp: Nahrungsergänzungsmittel können dich bei der Nährstoffzufuhr unterstützen.

Haarpflege: Männer, die an Haarausfall leiden, können mit stärkenden Haarpflege-Produkten entgegenwirken. Beachte dabei: Shampoos und Co. Sie sorgen lediglich für mehr Fülle und schenken den Haaren mehr Kraft. Tipp: Massiere deine Kopfhaut beim Shampoonieren!

Spare mit Stylingprodukten: Haargel, Haarspray und Co. beschweren deine Haare und nehmen ihnen optisch Fülle.

Trage eine passende Frisur: Mit einem Haarschnitt kannst du lichte Stellen gezielt umspielen. Frage am besten deine Frisörin bzw. deinen Frisör, wie deine Haare am besten fallen. Und wenn du keine Lust hast, dir ständig über die Fülle deiner Haare einen Kopf zu machen, vielleicht denkst du doch mal über eine Glatze nach.

Ursachen für Haarausfall bei Männern

Hypertrichose: Übermäßiger Haarwuchs

Wenn untypisch viele Haare wachsen, nennt man das Hypertrichose. Der übermäßige Haarwuchs kann am ganzen Körper oder nur an bestimmten Stellen vorkommen, er kann vererbt oder erworben sein.

Was ist eine Hypertrichose?

Mit Hypertrichose bezeichnet man einen übermäßigen Haarwuchs, der an einzelnen Stellen oder am gesamten Körper auftreten kann. Er kann angeboren sein oder erst im Lauf des Lebens entstehen.

Man unterscheidet drei Arten von Haaren: die weiche, für Säuglinge typische Flaumbehaarung (Lanugobehaarung), helle, weiche und flaumige Vellushaare sowie die kräftige erwachsene Terminalbehaarung, wie sie auf dem Kopf, in der Achselhöhle oder im Genitalbereich vorkommt.

Ursachen für Hypertrichose

  • Hypertrichose am ganzen Körper: Bei den seltenen vererbten Syndromen, die mit dieser Form des übermäßigen Haarwuchses einhergehen, ist häufig die Entwicklung der Haarfollikel gestört. Tritt die Hypertrichose bei Kindern vor der Pubertät auf, kann eine erhöhte Menge des Geschlechtshormons Testosteron der Grund sein.
  • Örtlich begrenzte Hypertrichose: Angeborene Muttermale sind häufig verstärkt behaart. Auch bei seltenen angeborenen Fehlbildungen wie dem Cornelia-de-Lange-Syndrom oder dem Rubinstein-Taybi-Syndrom kommt es zu einer lokalen Hypertrichose.

Diagnose und Behandlung von Hypertrichose

Eine Hypertrichose ist am übermäßigen Haarwuchs leicht zu erkennen. Zunächst gilt es festzustellen, ob sie angeboren oder erworben ist. Dazu stellt die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen, etwa zur Familiengeschichte und zu eingenommenen Medikamenten.

Eine Hypertrichose bedarf - rein medizinisch gesehen - keiner Behandlung. Wer sich aber unwohl damit fühlt, kann die unerwünschte Behaarung mit verschiedenen Methoden entfernen. Am einfachsten und schnellsten lassen sich Enthaarungscremes anwenden. Diese entfernen die Haare aber ohne ihre Wurzel, sodass die Haare schnell wieder nachwachsen. Zudem führen die Cremes häufig zu Hautreizungen.

Hirsutismus: Männliche Behaarung bei Frauen

Von Hirsutismus spricht man, wenn Frauen dichte Körperbehaarung an Stellen aufweisen, die normalerweise eher bei Männern stark behaart sind. Dazu zählen zum Beispiel der Bereich zwischen Nase und Oberlippe (“Damenbart“), Kinn und Wangen, die Oberschenkel oder die Region zwischen den Brüsten.

Ursachen von Hirsutismus

In neun von zehn Fällen hat Hirsutismus keine erkennbaren krankhaften Ursachen. Ärzte sprechen dann von einem idiopathischen Hirsutismus. Bei vielen Frauen ist der verstärkte Haarwuchs schlicht Veranlagung. Ihre Haarfollikel reagieren vermutlich von Natur aus besonders empfindlich auf männliche Sexualhormone (Androgene).

Seltener lässt sich ein bestimmter Auslöser feststellen, etwa eine hormonelle Störung. Bestimmte Hormone sind dann im Übermaß vorhanden. Ein möglicher Hinweis auf eine hormonelle Ursache sind zusätzliche Symptome einer Vermännlichung.

Behandlung von Hirsutismus

Da bei einem PCO-Syndrom häufig der Zuckerstoffwechsel gestört ist, kann auch eine Behandlung mit dem Antidiabetikum Metformin infrage kommen, welches als Tablette eingenommen wird. Eine Alternative ist die Behandlung mit sogenannten Antiandrogenen oder der „Antibabypille“. Antiandrogene Wirkstoffe in Tablettenform, zum Beispiel das verschreibungspflichtige Cyproteronacetat, hemmen den Einfluss der männlichen Sexualhormone auf die Haarfollikel. In der Schwangerschaft und Stillzeit sind sie allerdings nicht geeignet.

Weitere Faktoren, die das Haarwachstum beeinflussen

Bestimmte chronische Krankheiten und deren Therapien haben einen signifikanten Einfluss auf das Haarwachstum. Hormontherapien können sowohl zu verstärktem Haarwuchs als auch zu Haarausfall führen. Hier sind einige Krankheiten, bei denen durch die Therapie Veränderungen im Haarwachstum auftreten können.

Haarausfall Behandlung

Krankheiten und Therapien

Bei Hypothyreose produziert die Schilddrüse unzureichende Mengen an Hormonen, was zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels führt. PCOS führt zu einem Ungleichgewicht der Hormone, insbesondere zu einem Anstieg von Androgenen (männlichen Hormonen).

Chemotherapie zielt auf schnell teilende Zellen ab, was auch die Haarfollikel betrifft. Dies führt häufig zu temporärem Haarausfall, da die Behandlung die Haarwurzeln schädigt.

Cushing-Syndrom ist durch einen Überschuss an Cortisol im Körper gekennzeichnet, was zu Veränderungen im Hormonhaushalt führt. Bei Nebenniereninsuffizienz sind die Nebennieren nicht in der Lage, ausreichend Hormone zu produzieren, insbesondere Cortisol.

Cortison wirkt wie das körpereigene Hormon Cortisol, das viele Prozesse im Körper steuert, darunter den Stoffwechsel und die Regulierung von Entzündungen. Bei einer Langzeitbehandlung oder hohen Dosierungen kann Cortison den Hormonhaushalt durcheinanderbringen.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist oft die Folge von Stress, der den Hormonhaushalt erheblich beeinflussen kann. Bei Stress schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus, das als Stresshormon bekannt ist.

Methoden zur Haarentfernung

Unerwünschte Haare können Sie auszupfen, abrasieren, mit Wachs oder Zuckerpaste ausreißen oder epilieren. Die einfachsten Methoden sind Zupfen und Rasieren. Für Damenbärte gibt es spezielle Rasierer mit besonders kleinem und rundem Kopf, um jedes Härchen zu erwischen.

Wenn Sie die Haare nicht regelmäßig rasieren wollen, können Sie zwischen Enthaarungscremes, Wachs- und Zuckerpasten oder Epiliergeräten wählen. Für das Gesicht gibt es spezielle Präparate und Geräte, wobei zu bedenken ist, dass bei empfindlichem Hauttyp die Gefahr besteht, dass kleine Narben und Hyperpigmentierungen zurückbleiben.

Sind nur kleine Bereiche überbehaart, reicht es oft aus, die Haare zu bleichen.

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