Aktuelles aus dem Emsland: Einblicke und Kuriositäten

Das Emsland, eine Region im Nordwesten Deutschlands, ist bekannt für ihre ländliche Idylle, traditionellen Werte und den starken Zusammenhalt ihrer Bewohner. Doch hinter der Fassade der heilen Welt verbergen sich auch kritische Stimmen und kontroverse Themen, die in den lokalen Nachrichten immer wieder zur Sprache kommen.

Kritische Stimmen im Emsland

Unter dem Namen "Deichkönigin" gibt es bei Youtube einen Kanal mit über 30 kurzen Videoclips mit Ansichten aus dem Emsland. Das Besondere: Die Clips zeigen ein "Deprimierendes Emsland". So zeigt der Clip mit dem Titel "Deprimierendes Emsland: Sommerliches Vogelkonzert in Klein Hesepe" ohne Kameraschwenks einen Hänchenmaststall mit den verdunkelten Fenstern und etwas umgebendes Buschwerk. Zu hören sind dabei Vogelgezwitscher und die Laute der Tiere aus dem Inneren des Maststalls.

Der Clip "Deprimierendes Emsland: Dörpen-Vierzehn Transrapids" zeigt die Transrapidschleife in Kluse und einige vorbeifahrende Autos. "Deprimierendes Emsland: Loveparade in Vormeppen" betitelt ein Filmchen über das Antreten einer Schützenkompanie. Deprimierendes Emsland: Pazifismus zwischen Sögel und Lathen" zeigt die bei der alten Ortsstelle Wahn stehenden ausgeschlachteten Panzer. Und so geht es weiter. Es sind etwas andere Ansichten vom Emsland. Die Filme selbst zeigen nichts außergewöhnliches; die ironischen Titel sind es, die einen stutzen lassen.

Das Video "Deprimierendes Emsland: 8. Mai. Wesuwe." zeigte einige grölende/singende junge Männer auf einem Schützenfest, dem Titel nach am 8. Mai, dem Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung vom Faschismus. Wie die Kommentare auf Youtube zeigen, fühlen sich nicht wenige von der Deichkönigin denunziert. So schreibt "TheEmslaender" "An dem was du geschrieben hasst erkennt man das du überhaupt nicht an der Teilnahme der hiesigen Gemeinschaft interessiert bist". Und das ist es, was an diesen Videos als so verstörend betrachtet wird. Hier wird einfach der Konsens verweigert, Heile-Welt-Positionen einzunehmen.

Örtliche Politiker, viele Vereine und die Wirtschaftsverbände versuchen, einen Lokalpatriotismus zu erzeugen, der Kritik am Bestehenden nicht mehr zulässt. Das Zukleistern von bestehenden Interessengegensätzen z. B. zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, war immer schon eine gängige Methode, um herrschende Verhältnisse abzusichern, sei es die deutsche Arbeitsfront der Nazis oder die "Konzertierte Aktion" der Großen Koalition 1968. Auch das "Mir san mir!" der Bayern gehört in diese heimattümelnde Kategorie.

Der Versuch Stoibers, in Bayern mit dem Slogan "Laptop und Lederhose" die Ortsverbundenheit zu instrumentalisieren für die Liberalisierung der Wirtschaft mit ihrer Folge der verstärkten sozialen Unsicherheit, ist noch Vielen im Gedächtnis. Ähnliches versucht gerade der Landkreis Emsland im Verein mit den Wirtschaftsverbänden mit der seltsamen Aktion „Mama und Papa wollen nur Dein bestes“, bei der die Eltern einen Türanhänger mit einem Hirschen an die Tür ihrer zu Weihnachten heimkehrenden Kinder hängen sollen, um sie zum Bleiben im Emsland zu veranlassen.

Es glaubt wohl niemand an den Erfolg dieser Aktion. Aber die Verbände und die Politiker zeigen mal wieder, dass sie was tun. Was sie tun (nämlich Steuergelder in Druckerzeugnisse verwandeln) ist egal, die Hauptsache ist, dass sie Tatkraft zeigen. Und es soll über eine diffuse Solidarisierung aller Emsländer ein dumpfes Regionalbewusstsein erzeugt werden.


Deprimierendes Emsland - Ansichten von "Deichkönigin"

Umwelt und Landwirtschaft im Fokus

Ein bemerkenswertes Urteil hat das Verwaltungsgericht Osnabrück gefällt. Es hat dem Antrag des Umweltforums Osnabrücker Land e.V., das auch Mitglied des Aktionsbündnisses gegen den Maststallbau ist, stattgegeben, der sich gegen die Erweiterung eines Sauen- und Ferkelstalles im Landkreis Osnabrück gewandt hatte. Landkreis Osnabrück erteilte Änderungsgenehmigung zur Erweiterung seiner Sauen- und Ferkelhaltung um ca. 75 Sauen und 1320 Ferkel verletze umweltrechtliche Vorschriften. Der Landkreis hatte die sofortige Vollziehung der Genehmigung angeordnet.

Das Gericht gab dem Naturschutzverein Recht und stellte im o.g. umweltrechtlicher Vorschriften umfassend vor Gericht geltend machen. Die deutsche Gesetzgebung engt das Recht der Naturschutzverbände stark ein und verlangt, dass ein Geschädigter nachgewiesen wird. Weiter führt das Gericht an, dass vom erweiterten Sauen- und Ferkelstall überhöhte Ammoniakemissionen ausgingen. Diese belasteten eine zusätzliche Fläche von 0,7 ha Wald und damit seien Schäden für diesen Wald nicht auszuschließen. Dies gilt auch für viele andere Maststallprojekte.

Der Naturschutzbund (NABU) befürchtet, dass der Landkreis entgegen seiner Ankündigung die Fragen der von Mastställen ausgehenden Keimbelastungen und dadurch mögliche Gesundheitsgefahren für Anwohner „nicht ausreichend berücksichtigt“. In der vergangenen Woche war der Bau zweier Hähnchenmastställe in Wippingen erörtert worden. Dabei wurden speziell die Keim- und Brandschutzgutachten von den Gegnern hinterfragt (wir berichteten).

„Wir begrüßen es sehr, dass der Landkreis Keimgutachten fordert. Jedoch müssen die auftauchenden Fragen auch konsequent bis zum Ende abgearbeitet werden. Aber ob das wirklich geschieht, erscheint zurzeit zweifelhaft“, so Katja Hübner, Mitarbeiterin des NABU-Regionalverbandes Emsland/Grafschaft Bentheim. Dabei geht es dem NABU besonders um die Frage nach der von Ställen ausgehenden Keimbelastung. Die NaturSchützer sind überzeugt: „Wird die Anlage genehmigt, bedeutet dies, dass die Menschen in der Umgebung nicht nur kurzzeitig, sondern dauerhaft der entsprechenden Konzentration an Bioaerosolen ausgesetzt sind.“

Außerdem seien mittlerweile „zahlreiche Staphylokokken-Stämme und insbesondere solche aus Tierhaltungsanlagen gegen Antibiotika resistent“. Die vorliegenden Antragsunterlagen sind nach Auffassung des NABU und anderer Naturschutzverbände keine ausreichende Grundlage, um diese zu erwartenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen beurteilen zu können. Die NaturSchützer fordern vor allem ein aussagekräftigeres Keimgutachten.

Zur Frage einer fehlenden Berechnungsmethode für die Ausbreitung von Bioaerosolen verweist der NABU auf die Tierärztliche Hochschule Hannover. Diese habe die Ausbreitung im Jahr 2007 untersucht. Außerdem sei unverständlich, warum nicht an vergleichbaren, bereits vorhandenen Ställen gemessen werde, um die zu erwartende Belastung in Wippingen prognostizieren zu können. „Wir fordern, dass das Keimgutachten aufgrund vorhandener Ausbreitungsrechnungen und aufgrund von Messungen an bestehenden Ställen überarbeitet wird“, betonte Hübner in dem Schreiben des NABU.

Weitere Nachrichten aus der Region

  • Als vorbereitende Maßnahme für die geplante Neuerschließung des Dörpener Industriegebietes über den Mittelweg wurde am 15.12.2011 mit Baumfällarbeiten zur Freimachung der zukünftigen Straßentrasse begonnen.
  • Auf den Seiten werden kostenfrei tagesaktuelle Messwerte der ca. 500 Binnen- und Küstenpegel der Wasserstraßen des Bundes bereitgestellt. Die Messdaten (z.B. Donnerstag, 29. Freitag, 30. Samstag, 31. Sonntag, 1.
  • Aufgrund der jährlichen Wartungsarbeiten wird das Dünenbad in der Zeit vom 20.12.2011 bis voraussichtlich einschl. 26.12.2011 geschlossen bleiben. Am 31.12.2011 und 01.01.2012 ist das Bad geschlossen. 19.12.2011
  • Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Kategorie 2 darf am 29. Dezember beginnen und endet am 31. Dezember. Während Kleinstfeuerwerk der Kategorie 1 (z. B. Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen) das ganze Jahr an Personen über 12 Jahre verkauft wird, darf Kleinfeuerwerk der Kategorie 2 (z. B. Raketen oder China-Böller) nur von Donnerstag bis Samstag und nur an Personen über 18 Jahre vertrieben werden.
  • Mit der Umsetzung der europäischen Pyrotechnik-Richtlinie in deutsches Recht haben sich die Vorschriften zu Verkauf und Aufbewahrung pyrotechnischer Gegenstände geändert.

Kulturelle Angebote und Veranstaltungen

Am 2. Eine Mischung aus Spannung und Humor verspricht eine Krimikomödie, die die Theatergruppe der Landjugend Renkenberge ab dem zweiten Weihnachtstag in Renkenberge und Lathen aufführen wird. Die Komödie von Wilfried Reinehr mit dem Titel „Tote laufen nicht davon“ dreht sich um einen ermordeten Bankchef, dessen Leiche verschwunden ist. Es gibt mehrere Verdächtige. Und plötzlich taucht der vermeintlich Tote höchstlebendig wieder auf . . .

Der Aufführungsreigen startet am 26. Dezember um 16 Uhr (für Kinder) und um 20 Uhr (Premiere mit Tanz) im Gemeindehaus Renkenberge. Dort wird das Stück außerdem am 7. Januar um 20 Uhr (wieder mit Tanz) und 8. Januar um 18 Uhr zu sehen sein. Schauplatz der Aufführungen in Lathen ist das Haus des Gastes. Dort bringt die Theatergruppe die Komödie am 28. und 29. Januar jeweils um 19.30 Uhr auf die Bühne.

Der Kampf gegen Neonazismus

. informieren in der Zeitung über und gegen den Neonazismus. Die Zeitung ist achtseitig, komplett farbig, das Layout ist sehr ansprechend. Sie eignet sich zum Beispiel zum Verteilen und Auslegen in Schulen und Jugendklubs, kann aber auch für Projekttage oder bei Szeneveranstaltungen verschiedener Jugendkulturen und ähnliches nützlich sein. Neben zahlreichen Tipps, wie SchülerInnen aktiv gegen rechts werden können, werden...

Der Thüringer Verfassungsschutz hat erstmals eine Zahlung an die Zwickauer Neonazis, denen zehn Morde zur Last gelegt werden, eingeräumt. Das berichtete heute die "Bild am Sonntag". Das habe laut BamS ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes am 6. Nach Aussagen des VerfassungsSchützers wusste seine Behörde aus abgehörten Telefonaten, dass Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt damals dringend Geld für neue Pässe brauchten.

Man habe darauf gesetzt, mithilfe der Geldzahlung Hinweise auf den Aufenthaltsort sowie die Tarnnamen der Rechtsterroristen zu erhalten. Daher habe der Verfassungsschutz im Jahr 2000 dem NPD-Funktionär Tino Brandt das Geld übergeben, der unter dem Decknamen „Otto“ als V-Mann für die Behörde arbeitete. Das Trio habe sich tatsächlich neue Pässe beschafft.

Der Thüringer Verfassungsschutz kaufte zur Finanzierung des Neonazi-Trios auch das antisemitische Brettspiel „Pogromly“ für jeweils 100 Mark an, schreibt die Zeitung weiter. Das Bundeskriminalamt als zuständige Verfolgungsbehörde hat die jahrelange mörderische Tätigkeit der Rechtsextremen nicht erkannt und versucht jetzt durch die Forderung nach der schnellen Einführung einer Neonazi-Datei zu punkten.

Diese soll helfen, Netze unter den Neonazis aufzudecken. Dies ließe sich bestimmt schnell erreichen, wenn die Mitarbeiterdateien der Verfassungsschutzämter umbenannt würden in "Neonazi-Datei".


Neonazi-Datei

Verlorene Gegenstände und hohe Telefonkosten

Der Besuch eines Bekannten hat im Zug von Münster nach Lathen die Handtasche mit Geld (150 EUR) und Dokumenten vergessen. Das merkte der Besuch bei der Ankunft im Hümmlingdorf. Was tun? Aber Bahnhöfe haben heutzutage keine Telefonnummern mehr, nur noch interne. Leider kostet der Anruf dort 59 ct/min. Zwei Minuten dauert es allein, zu klären, dass das Fundbüro keineswegs beim Zugführer Bescheid geben kann, sondern nur die Verlustmeldung aufnimmt.

Hilfe bei der Schadensbegrenzung gibt es nicht, aber 5 EUR für das Gespräch wurde schnell gezahlt. Man sollte glauben, dass die Mitarbeiter im Callcenter der Deutschen Bahn exzellente Löhne erhalten, denn immerhin kostet eine Stunde Telefonieren 35,4 EUR. Der Call-Center-Mitarbeiter produziert also ca. 27,6 EUR pro Stunde, damit die Bahnvorstände Geld genug für den Stuttgarter Bahnhof als Freundschaftsgabe an die Baukonzerne zusammenkriegen.

tags: #friseur #grob #hesepe #öffnungszeiten

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