Inzwischen ist Magrit Ufen mit ihrem Friseursalon auf Nordstrand weit über Nordfrieslands Grenzen bekannt. Gleich zwei Jubiläen kann die Friseurin Ufen auf Nordstrand feiern.
„Wenn man es genau nimmt, sind es sogar drei Ehrentage, die wir dieses Jahr feiern können“, stellt sie mit einem gewinnenden Lächeln klar. Seit 62 Jahren übt sie ihren Beruf aus und das immer noch mit wachsender Begeisterung, wie sie betont. Vor 20 Jahren machte sie sich selbständig und eröffnete erst auf dem Herrendeich und später in der Osterkoogstraße den Friseursalon „Die Welle“. Die ganzen 20 Jahre über wurde sie ihrer Mitarbeiterin von Frauke Nielsen tatkräftig und professionell unterstützt.
Ihre Ausbildung zur Friseurin begann Magrit Ufen 1963 auf Nordstrand. Schon mit 12 Jahren stand für sie ihr Traumberuf fest. Immer wieder begleitete sie ihre Mutter zum Friseur, wo sie leichte Handarbeiten übernehmen durfte. „Meine Aufgabe war es, die Handtücher auszuwechseln und den Boden auszufegen.“ Für sie war es faszinierend mit anzusehen, wie neue Frisuren entstanden.
Ihre Gesellenprüfung schnitt sie im Fach Männerschnitt mit der Bestnote ab.
Für eine erfolgreiche und langlebige Arbeitszeit habe sie zwar kein Rezept parat, doch wichtige Tipps habe sie dennoch auf Lager. „Die innere Einstellung zu seinem Beruf, aber auch zu den Menschen, mit denen man täglich zu tun hat, ist ausschlaggebend.“
So kommen ihre Kunden unter anderem auch aus Kiel, Bad Segeberg oder Kappeln und aus dem gesamten Nordfriesland. Vielleicht hat diese Beliebtheit mit einem außergewöhnlichen Angebot zu tun. Seit vielen Jahren bietet Magrit Ufen für ihre Kunden eine Besonderheit an.
Im Durchschnitt besuchen täglich bis zu 30 Damen und Herren „Die Welle". Dabei kommen die Kunden nicht nur aus der näheren Umgebung. "Meine Kunden kommen auch aus Kiel, Bad Segeberg oder Kappeln und aus Nordfriesland."
Margret Ufen bietet seit Jahren für ihre Kunden eine Besonderheit an. „Ich glaube, ich bin die Einzige weit und breit, die jeden Samstag den Friseursalon um 5.30 Uhr öffnet." Dabei werde Kaffee gereicht, geklönt und geschnackt. "Unter den Kunden, insbesondere bei den Urlaubern, ist dieses Angebot sehr beliebt."
Aus ihrer Schublade holt sie einen Zeitungsartikel hervor, der schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat. In dem Artikel aus dem Jahr 1971 wird über die Wahl der ersten Krokusblütenkönigin berichtet. "16 Bewerberinnen gab es damals und am Ende wurde ich zur ersten Krokusblütenkönigin gekürt“, berichtet sie freudestrahlend. Diesen Tag und das darauf folgende Jahr werde sie nie vergessen.
Eine gute Freundin sagte: „Fahr da unbedingt hin!“, hatte eine gute Freundin unserer Autorin gesagt, „es ist traumhaft ruhig dort und die Menschen sind unglaublich freundlich.“ Von den überall entspannt grasenden Schafen ganz zu schweigen… Simone Deckner ist also aufgebrochen, nach Nordstrand. Und hat die Vor- und Nachteile der grünen Halbinsel an der Nordsee überprüft.
1. Wer Ruhe sucht, ist hier goldrichtig: Sattgrüne Deiche, so weit das Auge reicht. Kleine Siedlungen, die oftmals nur aus wenigen Häusern bestehen. Keine überfüllten Fußgängerzonen - überhaupt keine Fußgängerzonen! Nordstrand ist klein (2242 Einwohner), aber ein großes Paradies für Ruhesuchende.
2. Sie haben die irrsten Ortsnamen: Wer nach England will, muss nicht bis zur Queen fahren: Auf Nordstrand gibt es einen charmanten Ort selben Namens - ein beliebtes Fotomotiv für Touristen.
3. Hier leben die wahrscheinlich nettesten Menschen Deutschlands: Apropos der Nordstrander: So freundlich und herzlich! Ob man Pharisäer-Torte und Ostfriesentee im Café „Glück zu“ in der historischen Engel-Mühle bestellt oder auf der Deichkrone einem Schäfer begegnet: Der Nordstrander strahlt stets eine freundliche Gelassenheit aus.
4. Ein Urlaub hier ist vergleichsweise günstig: Übernachten kann man auch in der Hauptsaison ab 25 Euro/Nacht im Doppelzimmer. Ein leckeres Abendessen für Zwei mit Getränken ist etwa im Pharisäerhof für unter 50 Euro gesamt zu haben. Der Bienenstich kostet in der Engel-Mühle 1,10 Euro. Und wer sich spontan die Haare schneiden lassen möchte, sollte Donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr beim Friseur „Die Welle“ vorbeischauen: Für nur 5 Euro kommt die Matte ab.
5. Überall stehen Schafe: Auf der grünen Insel Nordstrand sind sie auf den Deichen allgegenwärtig: Schafe. Die Tiere lieben die Deiche, Salzwiesen und dass so wenige Menschen sie beim Grasen und Deiche platt trampeln stören. Wer genau hinschaut, entdeckt, dass Schafe, wenn sie schlafen, genau so ulkig die Beine voneinander strecken wie Hunde.
6. Nur hier wird Sandscholle aufgetischt: Scholle Müllerin ist ein Klassiker. Auch die Maischolle ist weithin bekannt. Eine Nordstrander Spezialität aber ist die Sandscholle. Im Restaurant England kann man sie genießen. Seit 2010 besitzt Chef André Wilckerling ein Patent für das Fischrezept, das noch von seiner Ur-Oma kommt. Die „Spezialität des Hauses“ ist zarter, etwas kleiner und heller als normale Schollen. Aber keine Sorge: Die Portionen sind üppig. Guten Hunger!
7. Man kann mit dem Pferdewagen auf eine Hallig fahren: Noch so eine Besonderheit: Eine Wattwanderung mit Pferdekutsche statt zu Fuß! Das ist zwischen Mitte April und Anfang Oktober möglich. Ab Fuhlehörn geht es dann zur Hallig Südfall, die seit 1959 unter Naturschutz steht. 3,5 Stunden dauert die Fahrt, eineinhalb Stunden ist Aufenthalt auf der Mini-Insel. Bewohnt wird sie von einem einzigen Ehepaar. Sie kümmern sich als Nationalparkwarte um den Erhalt der Natur auf Südfall. Eine Anmeldung für die Kutschfahrt ist unbedingt erforderlich!
1. Ohne Auto geht hier fast nichts: Mal eben zu Fuß an die See oder in den nächsten Ort gehen - das wird auf Nordstrand schwierig. Die kleinen Siedlungen sind weit über die Insel verstreut und wenn man nicht gerade in Süder- oder Norderhafen eine Ferienwohnung oder Pension hat, kann der Weg vom Inselinneren zum Meer schnell mal lang werden.
2. Es gibt kaum Sandstrand: Herzen in den Sand malen oder Sandburgen bauen - das kann man auf Nordstrand nur an wenigen, kleinen Stellen, wie etwa auf Abschnitten am Holmer Siel oder am Fuhlehörn. Die Strandkörbe für die Urlauber stehen größtenteils auf dem grünen Deich. Das muss man mögen.
3. Shopping Queen wird man hier eher nicht: Vielleicht die größte Herausforderung für Nordsee-Touristen, die Homeshopping auf Inseln wie Sylt kennen: Auf Nordstrand gibt es keine klassischen Fußgängerzonen, in denen sich Souvenir-Läden und Outdoor-Bekleidungs-Geschäfte aneinanderreihen. Aber keine Sorge: Wer doch Geld unter die Leute bringen möchte, geht einfach in die Hofläden oder kleine Fachgeschäfte wie die Nordstrander Töpferei oder ins Inselkaufhaus.
Neben dem Friseursalon "Die Welle" gibt es auf Nordstrand zahlreiche Angebote im Bereich Gesundheit und Wellness:
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