Friseurausbildung in Koblenz: Voraussetzungen, Dauer und Inhalte

Nach einem Friseurbesuch fühlen sich viele Leute direkt wie neugeboren. Friseurinnen und Friseure zaubern dir nämlich nicht nur deine Wunschfrisur, sondern schaffen auch ein Wohlfühlerlebnis. Die Ausbildung zum Friseur ist abwechslungsreich und du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen, aber natürlich nur in Absprache mit deinen Kunden.

Es erwartet dich ein Beruf mit festen Arbeitszeiten, die du mit verschiedenen, abwechslungsreichen Aufgaben verbringst. Dein Gehalt kannst du im Laufe deiner Ausbildung und deines beruflichen Werdegangs auf verschiedene Arten steigern - denn es gibt gute Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Voraussetzungen für die Friseurausbildung

Grundsätzlich kannst du die Ausbildung zum Friseur mit jedem Schulabschluss machen. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber haben aber einen Hauptschulabschluss - es gibt sogar Azubis, die keinen Schulabschluss haben und trotzdem eine Friseur-Ausbildung beginnen.

Für eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin solltest du vor allem kreativ und handwerklich geschickt sein. Da du täglich mit Kunden arbeitest, sind Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeiten und Geduld besonders wichtig. Du solltest außerdem ein gutes Gespür für aktuelle Trends und modische Entwicklungen haben, um deine Kunden typgerecht beraten zu können. Auch körperliche Ausdauer ist von Vorteil, da du oft lange im Stehen arbeitest.

Was muss ich für ein Typ sein, um Friseur zu werden?

  • Künstler: Du bist kreativ und hast Spaß an Styling und Make-up.
  • Chemie: Friseure sollten chemische Prozesse verstehen können, denn sie müssen Färbe- und Tönungsmittel anmischen und anwenden.
  • Deutsch: Beim Umgang mit dem Kunden sind ein guter Ausdruck und Sicherheit in der deutschen Sprache sehr wichtig.

Friseur - Ausbildung, Aufgaben, Gehalt

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Friseur dauert drei Jahre. Du kannst die Ausbildung aber auch verkürzen, z. B. bei sehr guten Leistungen. Auch eine Teilzeit-Ausbildung ist möglich. Hast du schon eine andere Ausbildung gemacht, kannst du die Friseur-Ausbildung auch in einer Abendschule machen - quasi als schulische Ausbildung.

Die Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin verläuft dual. Auszubildende besuchen - wie für duale Ausbildungen typisch - an festen Tagen in der Woche oder im Block die Berufsschule. Dort lernen sie etwa verschiedene Schnitttechniken oder auch kaufmännische Aspekte der Buchhaltung, um zu erfahren, wie man einen eigenen Laden führt.

Inhalte der Ausbildung

Der Friseurberuf ist sehr vielseitig, deshalb lernen Auszubildende in der Berufsschule das grundlegende Know-how für die kreative Arbeit im Friseurhandwerk - von Haar- und Kopfhautpflege über Stilberatung bis hin zur betrieblichen Organisation. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr richten sich die Inhalte zusätzlich zur Grundausbildung nach der gewählten Spezialisierung.

Im ersten Abschnitt der dualen Ausbildung - also dem ersten bis 18. Monat - lernen die Auszubildenden im praktischen Teil vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen. Dabei setzen sie das theoretische Wissen aus der Berufsschule direkt in die Praxis um. Außerdem erhalten sie bereits erste Einblicke in die Organisation des Betriebes.

Der zweite Ausbildungsabschnitt dient dazu, die Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr zu vertiefen und zu festigen. Außerdem erfährst du etwas über das Marketing - wie du den Friseursalon am besten nach außen präsentierst und besonders viele Kunden anlockst. Hinzu kommen die Inhalte der gewählten Spezialisierung, wie zum Beispiel die Nagelmodellage oder die Kosmetik.

Berichtsheft während der Ausbildung

Auszubildende sind verpflichtet, einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) zu führen. Die Option, Ausbildungsnachweise elektronisch zu führen, wurde erst für Ausbildungsverträge, die ab 1. Oktober 2017 geschlossen werden, ins Gesetz eingefügt. Entsprechende Vereinbarungen von Ausbildungsbetrieb und Lehrling über die Form des Nachweises (schriftlich oder elektronisch) sind daher ab 1. Oktober 2017 in der Niederschrift des Ausbildungs- bzw. Lehrvertrages aufzunehmen.

Berichtsheft ist Zulassungsvoraussetzung

Die ordnungsgemäß geführten und vom Ausbildungsbetrieb kontrollierten Berichtshefte/Ausbildungsnachweise sind Zulassungsvoraussetzung zur Gesellenprüfung. Sie werden bei der Gesellenprüfung aber nicht bewertet und fließen nicht ins Prüfungsergebnis ein.

Inhalt eines Berichtsheftes

Der Auszubildende erhält den Ausbildungsnachweis zu Beginn der Ausbildung und führt dieses während der Ausbildungszeit. Der Ausbildungsnachweis dient der zeitlichen und sachlichen Dokumentation der Ausbildung. Er hat auch eine pädagogische Funktion und unterstützt die Kommunikation zwischen Ausbildungsbetrieb und Lehrling über Lernfortschritte und etwaige Lerndefizite.

Der Ausbildungsnachweis enthält üblicherweise eine Wochenaufstellung, die nach einzelnen Tagen unterteilt ist. Hier tragen die Auszubildenden stichwortartig die im Betrieb und in der Berufsschule und bei der überbetrieblichen Unterweisung durchgeführten Tätigkeiten bzw. erlernten Fertigkeiten und Kenntnisse lückenlos ein.

Das Berichtsheft in Form des Ausbildungsnachweises wird so zum Kontrollmittel über die ordnungsgemäße und vollständige Berufsausbildung. Auch Fehlzeiten durch Krankheit oder Urlaub sind zu vermerken.

Ausbildende müssen Auszubildende zur Führung des Ausbildungsnachweises anhalten. Die Führung des Berichtsheftes ist den Auszubildenden während der Ausbildungs/-Arbeitszeit zu ermöglichen!

Der Ausbildungsbetrieb ist zur regelmäßigen Kontrolle des Berichtsheftes verpflichtet, da es eine der Zulassungsvoraussetzungen zur Gesellen- oder Abschlussprüfung ist.

Arten von Berichtsheften

  1. Digitales Berichtsheft und Apps: Mittlerweile gibt es unterschiedliche Anbieter für digitale Berichtshefte sowie Apps zum Führen von Berichtsheften. Teilweise ist die Nutzung für Mitgliedsbetriebe der Branchenverbände kostenlos oder die Anbieter berechnen dem Betrieb einen Monats- oder Jahresbeitrag sowie einen Betrag pro Azubi.
  2. BLok - das Online-Berichtsheft: BLok ist ein digitales Berichtsheft, das Auszubildende, Ausbildende und Berufsschullehrkräfte im Internet gemeinsam nutzen können. Durch eine anwenderfreundliche Nutzeroberfläche und übersichtliche Gestaltung bietet Blok viele Vorteile vom Start der Ausbildung bis zur Prüfung.
  3. Neutrales Berichtsheft als PDF: Das Berichtsheft können Sie zudem hier in digitaler Form als ausfüllbares PDF herunterladen.

Karriere und Spezialisierung

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung können die Berufseinsteiger zusätzlich eine Meisterprüfung ablegen. Diese dauert dann nochmal zwischen drei Monaten und zwei Jahren - je nachdem, ob die Weiterbildung in Teilzeit neben der Arbeit oder in Vollzeit erfolgt.

Es gibt verschiedene Arten, dich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren: zum Beispiel als Stylist, Colorist, Hair Dresser oder Artist. Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.

Du kannst dich also auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren und bereits während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben - so verbesserst du auch deine Berufschancen und dein Gehalt. Hast du schon während deiner Ausbildung den Anspruch, deinen fachlichen Horizont zu erweitern, bietet sich die Zusatzqualifikation Hair & Beauty Artist an.

Friseurinnen sind nicht nur in klassischen Friseursalons anzutreffen, sondern arbeiten auch oft in kosmetischen Abteilungen von Hotels oder bei Film- und Theaterproduktionen - es gibt also verschiedenste Einsatzorte und dementsprechend gute Aussichten, eine Stelle zu finden.

Meisterprüfung: Für deine Meisterprüfung besteht entweder die Möglichkeit sie in Teilzeit neben dem Beruf oder in Vollzeit an einem Bildungszentrum der Handwerkskammern zu absolvieren.

Arbeitszeiten

Arbeitszeiten: in der Regel werktags. Viele Friseursalons haben montags geschlossen, öffnen dafür aber meist auch am Samstag. Bei besonderen Terminen wie zum Beispiel Hochzeiten kann auch mal ein Sonntag zum Arbeitstag werden.

Du möchtest dich für eine Ausbildung zum Friseur/in bewerben? Quelle: Serviceportal Rheinland-Pfalz

Es gibt in Deutschland circa 200 Berufe im Handwerk. 53 dieser Berufe sind zulassungspflichtig. Die Berufe im zulassungspflichtigen Handwerk heißen auch: Meisterberufe. Die Meisterberufe sind reglementiert. Das bedeutet: Sie dürfen nur dauerhaft selbständig in diesen Berufen arbeiten, wenn Sie in die Handwerksrolle eingetragen sind.

Auch mit einer Berufsqualifikation aus dem Ausland können Sie in die Handwerksrolle eingetragen werden. Dafür müssen Sie Ihre Berufsqualifikation von der Handwerkskammer anerkennen lassen. Wenn Ihre Berufsqualifikation gleichwertig ist, können Sie die Eintragung in die Handwerksrolle beantragen.

Für die Gleichwertigkeitsfeststellung im zulassungspflichtigen Handwerk sind die Handwerkskammern zuständig.

Hinweis: Für Staatsangehörige der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Schweiz gibt es noch ein anderes Anerkennungsverfahren: die Erteilung der Ausnahmebewilligung (§ 9 HwO).

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