„Eine Energie wie ein Pferd“ bescheinigen Freunde Frank Schöbel, 77, schon seit Jahren. Dass das wirklich so ist, davon konnte sich auch das SUPERillu-Team in den letzten Monaten überzeugen. Wir trafen uns immer wieder mit dem Sänger, um an dem Heft „SUPER-Legenden: Frank Schöbel“ zu arbeiten.
Frank Schöbel ist ein Name, der in der deutschen Musikgeschichte fest verankert ist. Als einer der größten Stars der DDR hat er die Herzen vieler Menschen erobert. Doch was macht der "Wie ein Stern"-Interpret eigentlich heute? Wir zeigen es Ihnen.
Frank Schöbel im September 2023 auf der Bühne. (Quelle: Matthias Wehnert/imago-images-bilder)
Bereits Mitte der Sechzigerjahre startete Frank Schöbel seine Musikkarriere. Zunächst trat er im Radio, später auch im Fernsehen als Sänger und Moderator in Erscheinung. Mit seinem vermutlich größten Hit, "Wie ein Stern", feierte er 1971 in ganz Deutschland Erfolge.
Es folgten Auftritte in der Sowjetunion, der Bundesrepublik und der DDR. Daraufhin durfte Schöbel als erster DDR-Schlagersänger in der Bundesrepublik auftreten. Auch bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 in der Bundesrepublik feierte Schöbel mit. Zur Eröffnungsfeier im Frankfurter Waldstadion durfte er als Vertreter der DDR einen Song zum Besten geben.
Gleich seine zweite Rundfunk-Aufnahme schaffte es 1964 in die DDR-Hitparade. Seine erste Ehefrau war ebenfalls Schlagersängerin. Mit Chris Doerk bildete "Frankie-Boy", wie seine Fans ihn nennen, das Traumpaar des DDR-Schlagers. Doch trotz Millionen verkaufter Schallplatten zerbrachen Ehe- und Bühnenpartnerschaft 1974.
Der Leipziger Ex-Thomaner hat zu seiner neuen CD „Sternenzeichen“ (14 Songs für 13,50 Euro) exklusive Fotos von sich machen lassen - passend zu den Texten. „Ich habe Spass dran, mich selbst zu veralbern“, sagt er zu BILD.
Schöbel wusste immer, was er will: Erfolg. Er würde es anders erzählen, aber zu erstem Ruhm in den endlosen Weiten der DDR schafft er es, weil er zu zweit ist. Schlagersänger gibt es viele, das Duo Chris Doerk und Frank Schöbel ist einzig: Ein blutjunges öffentliches Ehepaar, das gemeinsam fröhliche Lieder singt - „Woher willst du wissen, wer ich bin?“ - und in Musikfilmen wie „Heißer Sommer“ spielt.
Als ein Baby kommt, gehen beide weiter arbeiten - auf der Bühne. So wäre die DDR gern gewesen: modern, erfolgreich, unspießig. Als sich Chris und Frank nach sieben Jahren trennen, schreiben Bürger Protestbriefe an das Paar, an das Fernsehen, an die Staatsführung.
Der Sänger Frank Schöbel in einer Fernsehsendung des MDR.Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Doch auch nach der Wende konnte Schöbel das Publikum in Ost- und Westdeutschland begeistern. Bis heute veröffentlicht er Lieder und Alben. Am 3. November 2023 brachte der gebürtige Leipziger sein neuestes Album "Unzerstörbar" heraus. Und das, obwohl er im vergangenen Jahr verlauten ließ, dass sein Karriereende schon in Sicht sei.
Heute feiert der Sänger seinen 81. Geburtstag - und ist nach wie vor fit und steht auf der Bühne. Auch seine Passion für den Fußball ist weiterhin ungebrochen. Für seinen Lieblingsverein, Union Berlin, nahm er sogar ein eigenes Lied auf. Ab und an soll Schöbel selbst noch kicken. Über die Vereinsgrenzen hinaus unterstützt er ehrenamtlich die Aktion "Weihnachtsessen für Obdachlose" seines Kollegen Frank Zander - der ein bekennender Fan des Stadtrivalen Hertha BSC ist.
Der Mauerfall läutet für Schöbel und seine Kollegen einen scharfen Karriere-Knick ein. Ost-Zuschauer beobachten das anfangs mit gebremstem Mitleid - ihnen steht jetzt die Welt offen und gerade die Schlagerbranche war doch zuvor bis zur Halskrause subventioniert und privilegiert, im Gegenzug staatstreu.
Nach Jahrzehnten auf der Bühne und Tausenden Fernsehauftritten erlebt der Sänger, dass ein großer Plattenboss nicht weiß, wer das sein soll, Frank Schöbel. Der holt sich seine Zuschauer und Bühnen bald zurück. Doch bleibt es wohl ein ziemlicher Kampf. Ein gesamtdeutscher Star wird er nicht.
Vom MDR will er sich künftig fernhalten. Zu seinem 80. aber sendet er ein Porträt aus der Konserve, lehnt eine aktuelle Show nach Schöbels Konzept ab. Das nimmt er übel, will sich künftig vom MDR fernhalten.
Die Erfolge, die er feiert, sind nicht zu übersehen: An der Wand hängen Goldene Schallplatten, unter anderem für das meistverkaufte Album der DDR „Weihnachten in Familie“. Hinzu kommen Auszeichnungen wie die Goldene Henne. „Wichtig sind mir Preise eigentlich nicht. Aber sie freuen mich natürlich, weil ich dadurch an viele Dinge erinnert werde“, sagt Frank.
Mit seiner zweiten Ehefrau Aurora Lacasa - wie Chris Doerk eine stimmgewaltige Sängerin - und den gemeinsamen Töchtern bringt er 1985 die Platte „Weihnachten in Familie“ heraus. Sie wird mit Millionenverkäufen das erfolgreichste Amiga-Album aller Zeiten.
Frank Schöbel ist mit Abstand der erfolgreichste Solokünstler der DDR. Mit der "Beat-Kiste" hatte er schon früh seine eigene Radiosendung, später wurde er zehn Mal zum Fernsehliebling der DDR gewählt.
Der Erfolg ihrer Weihnachtsplatte verschaffte Schöbel und Lacasa auch einen Stammplatz im weihnachtlichen Fernsehprogramm. "Weihnachten in Familie" wurde direkt aus dem Wohnzimmer des Paares übertragen, mit dabei auch die beiden gemeinsamen Töchter des Paares.
Frank Schöbel singt nicht nur Fußball-Schlager wie "Die Fans sind eine Macht" oder "Der Fußball ist rund wie die Welt". Bis heute kickt der Sänger aktiv in der Ü70-Mannschaft von Eintracht Mahlsdorf.
Seine großen Erfolge waren nie nur einfache Schlagerkost. Besonders in den 70er-Jahren wagte sich Frank Schöbel auch an komplexere Kompositionen. Sein Hit "Schreib es mir in den Sand" stammt im Original ("Gyöngyhajú lány") von der ungarischen Prog-Rock-Legende Omega. Als "White Dove" feierten zwei Jahrzehnte später auch die Scorpions mit dem Song weltweit Erfolge.
Am Stadtrand von Berlin hat er sich mit einem Holzhaus einen Traum erfüllt. Die Natur abseits der Hektik ist für den gebürtigen Leipziger eine Kraftquelle. Der Sänger hat den Blick für die kleinen Dinge des Lebens nicht verloren - und gerade das macht ihn bei seinen Fans so beliebt.
Unser Blick fällt auf einen Schrank, in dem Franky alle seine LPs ordentlich aufbewahrt hat. Zu jeder von ihnen kann er Geschichten erzählen. Wie auch zu seinen Anzügen, die er in fast sechs Jahrzehnten trug. Uns zeigt er eine Auswahl aus seinem Kleiderschrank. „Ich habe die meisten meiner Bühnenanzüge aufgehoben. Gezählt hat er sie nie. Doch er glaubt: „Es sind wohl um die 150“.
Weitere persönliche Geschichten von „Franky“ finden Sie im SUPERillu-„Legenden“-Heft „Frank Schöbel: Mein Leben. Meine Lieder. Meine Träume“. Darin spricht der Musiker u.a. über seine Kindheit, die Liebe und Rückschläge. Das Heft für vier Euro ist im Handel erhältlich.
Das neue Sonderheft über Frank Schöbel ist ab 20. im Handel erhältlich.
Schlagersänger Frank Schöbel erhielt eine Absage vom MDR. Für ihn gibt es nächstes Jahr keine TV-Show. Die Fans sind sauer. Seine Pläne anlässlich seines 80. Geburtstags und noch dazu seines 60. Bühnenjubiläum wurden vom MDR durchkreuzt.
Liebe Freunde, leider haben wir vom MDR eine Absage bekommen, für eine Frank-Schöbel-Show (zum 60. Bühnenjubiläum bzw. 80. Geburtstag). Begründung: Sie haben kein Geld. Schaut mal genau hin, wofür sie Geld haben …
Gegenüber dem Berliner Kurier erzählt Frank Schöbel, dass bereits drei Konzepte für seine TV-Show im MDR standen. Zwei davon hätten mit Publikum stattfinden sollen, doch diese wurden sofort abgelehnt. Es hieß, „dass der Sender sparen müsse“, so der Schlagerstar. Also wurde das Ganze ohne Zuschauer vor Ort geplant, der MDR wollte danach entscheiden. Jetzt folgte die Absage.
Das Verhalten des MDR zeige, „wie man mit meinen Kollegen und mit mir umgeht“, stellt er im Interview klar. Damit befeuert er die Meinung seiner Fans, dass ehemalige DDR-Stars schlecht behandelt werden würden. Aufgeben will Frank Schöbel trotzdem nicht, schließlich bleibt ihm noch etwas Zeit bis zu seinem 80. Geburtstag. Die Feier findet statt, wo ist allerdings noch nicht sicher. Sicher ist nur, dass der MDR wohl nicht unter den Partygästen sein wird.
Am 18. September 1989 trafen sich im Berliner Maxim-Gorki-Klub Musiker und Unterhaltungskünstler, um eine Resolution gegen den Umgang der DDR-Regierung mit den offensichtlichen Missständen zu verfassen.
Frank Schöbel stand vor Kurzem in den Schlagzeilen, nachdem er emotional über seine Corona-Erkrankung berichtete. Für ihn stand fest: „So - das war’s dann“.
Leipzig - Mit ihm könn' ses ja machen! Schlagerstar Frank Schöbel (71) verkleidet als Frau: Frankyboy ist jetzt auch ein Frankygirl...„Gestatten, Käthe Schöbel“, sagt er. „Ich bin die Neue aus dem Lied ,Da muss ich erst meinen Mann fragen‘.“ Warum gerade Käthe? Schöbel: „Meine Mutter hieß so.“
Im Song heißt es: Ne fröhliche Gurke, ein glückliches Ei - alles ist Bio vom Nordpol bis Rio.
Auf seiner Tour zur neuen Scheibe wird das Publikum ihn auch in verschiedenen Kostümen sehen.
So verkleidet er sich als Rocker zu einem bekannten, eigentlich sehr sensiblen Lied: „Die Sprache der Liebe ist leis“ von 1971. „In der aktuellen Fassung wird der Titel zum Rocksong, angelehnt an die Jungs von Rammstein“, klärt Schöbel auf.
Die Fans erleben 2014 einen bisher unbekannten Schöbel - in Leipzig zu hören und zu sehen am 13.
Frank Schöbel verkleidet als Frau.
Aktuell arbeitet Frank Schöbel weiterhin an neuen Projekten und tritt auf der Bühne auf. Sein Terminkalender ist voll mit Konzerten, TV-Sendungen und Proben für die „Frank Schöbel Story“ im Boulevardtheater Dresden.
Er sorgt für Haare ohne Grau und nimmt vor Fernsehauftritten ein paar Pfund ab, um eine gute Figur zu machen, alles wie immer.
Zum Schluss sinniert der Sänger mit dem vollen Terminkalender, dass er am Ende doch nicht auf der Bühne umfallen will. Dass er auch einfach mal zu Hause bleiben und das Leben genießen will. Müßiggang - echt jetzt? Das wird wohl die eigentliche Härte. Ist aber noch nicht so weit.
Am 11. Suhl/ Zella-Mehlis Sternenzeiten mit Frank Schöbel. In kleinem Rahmen und kuscheliger Atmosphäre stellte Frank Schöbel am Freitag seine neue CD vor: "Sternenzeiten". Auch Schlagerstars kommen in die Jahre. Dass Frank Schöbel aber schon über 70 sein soll, mag man kaum glauben. Die Haare noch recht voll und gelockt wie eh und je, die Lederjacke, sein Charme... Da steht er auf der Bühne des Simson-Saales wie man ihn kennt und wie ihn seine Fans lieben.
tags: #frank #schobel #perücke
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