Tauchen Sie ein in die faszinierende Unterwasserwelt der heimischen Seen und Flüsse. Lernen Sie die schuppigen Bewohner der Müritzregion und anderer Gewässer in Deutschland kennen. Neben den ursprünglich heimischen Wildfischarten finden Sie außerdem auch eingeführte Nutzfischarten sowie andere „Neubürger“.
Dieser Artikel gibt Ihnen einen klaren Überblick, wie man ähnliche Fischarten sicher unterscheiden kann. Denn unterschiedliche Schonzeiten und Mindestmaße sowie geschützte Fischarten machen eine eindeutige Bestimmung unerlässlich.
Anatomie eines Knochenfisches
Der Körper der Fische ist in Kopf-, Rumpf- und Schwanzbereich unterteilt, die miteinander verschmolzen sind. Der Körper verschmälert sich zum Kopf und zum Schwanz hin, wodurch Fische gewandt durch das Wasser schwimmen können. Man sagt, der Fisch ist stromlinienförmig gebaut, da das Wasser widerstandslos an ihrem Körper vorbei gleitet.
Flossen sind für die Fortbewegung und Stabilität im Wasser unerlässlich. Rücken- und Bauchflossen halten ihr Gleichgewicht. Die Fortbewegung wird durch Muskeln ermöglicht, die an der Wirbelsäule befestigt sind. Durch das abwechselnde Anspannen und Erschlaffen der Muskeln wird der Körper schlängelnd vorwärts getrieben. Bauchflossen können sich Fische fortbewegen.
Die Seitenlinie ist eine sichtbare Linie zwischen Kopf und Schwanz des Fisches. Sie ist eine Reihe eingekerbter Schuppen. Über die Seitenlinie nimmt der Fisch den Wasserdruck oder Hindernisse im Wasser wahr, was ihm hilft, sich im Wasser zurechtzufinden.
Zur Atmung nimmt ein Fisch Wasser durch das Maul auf und presst es durch die Kiemen wieder aus.
Fische können nicht so gut sehen wie Landtiere, da die Sicht unter Wasser geringer ist. Dafür ist bei den Fischen der Geruchssinn hoch entwickelt. Nasenlöcher über dem Maul sind bei den meisten Fischen gut zu sehen. Ob Fische gut hören können, ist nicht völlig erforscht, aber sie besitzen ein Organ, das man mit unserem inneren Ohr vergleichen könnte.
Die wenigsten Fischarten bringen lebende Junge zur Welt. Stattdessen findet eine äußere Befruchtung statt. Das Weibchen legt eine große Anzahl von winzigen Eiern (Laich). Das Männchen erzeugt Samenzellen (Milch) und spritzt diese sofort darüber, um die Eizellen zu befruchten.
Haut und Schuppen bilden zusammen einen Schutz für Fische. Die Haut besteht aus Oberhaut und Unterhaut. In der Oberhaut sitzen Schleimzellen, die eine Schleimschicht bilden. Diese Schleimschicht verringert den Widerstand zur Fortbewegung, schützt vor Parasiten und Bakterien und dient der Abgabe von Signalen.
Die Schuppen finden sich in der Unterhaut und sind dachziegelartig übereinander angeordnet, vom Kopf bis zur Schwanzwurzel. Nicht nur links und rechts auf den Körperflanken, sondern auch auf der Rückenkante und um die Flossen und an der Bauchseite. Kopf und Flossen sind nicht beschuppt.
Es wird zwischen Rundschuppen und Kammschuppen unterschieden:Die Sommerzonen auf den Schuppen sind heller, die Winterzonen dunkler, was zur Altersbestimmung genutzt werden kann.
Wichtig: Rundbeschuppte und Kammschupperfische dürfen nie in einem Behälter transportiert werden, da sich die Fische gegenseitig verletzen können.
Deutschland beheimatet eine Vielzahl von Fischarten, die sich in Karpfenartige (Cypriniden), Forellenartige (Salmoniden) und Barschartige (Perciden) unterteilen lassen. Im Folgenden werden einige gängige Arten und ihre Unterscheidungsmerkmale vorgestellt.
Die Familie der Karpfenfische ist sehr artenreich und kann ganz schön Schwierigkeiten bereiten. Hier sind einige Beispiele:
Bei den Karpfen gibt es verschiedene Zuchtformen:
Weitere Karpfenfische sind:
Auch bei den Forellenfischen gibt es einige Unterscheidungsmerkmale:
Auch die Familie der Barsche hat einige interessante Vertreter:
Neben den genannten Gruppen gibt es noch weitere interessante Fischarten in Deutschland:
| Fischart | Maulstellung | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Rotfeder | Oberständig | Rot gefärbte Flossen |
| Rotauge | Endständig | Rötliche Augen |
| Nase | Unterständig | Wulstig vorspringender Oberkiefer |
| Gründling | Unterständig | Zwei Barteln an der Oberlippe |
Tabelle einiger Fischarten und ihrer Merkmale
Flossen bestehen aus einem mit Hautfalten (Flossenhaut) verbundenem Gerüst, den Flossenstrahlen. Die Flossenstrahlen der Knochenfische werden in Hart- (auch Stachelstrahlen) und Weichstrahlen (auch Gliederstrahlen) unterteilt.
Die meisten Fische verfügen über sieben Flossen. Sie sind paarig und unpaarig (einzelne Flossen) am Fischkörper angeordnet. Manche Arten haben außerdem zwischen Rücken- und Schwanzflosse einen mit Fett gefüllten Hautsack, die Fettflosse.
Verschiedene Schwanzflossenformen
Arten von Flossen:
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