Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden. Lesen Sie hier, welche Hausmittel bei trockenen Schuppen helfen und was sie gegen fettige Schuppen tun können!
Schuppen sind häufig harmlos und lassen sich mit Anti-Schuppen-Shampoo sowie verschiedenen Kopfhautpflegemitteln gut behandeln. Sowohl bei fettiger als auch bei trockener Kopfhaut können Schuppen auftreten. Es ist wichtig zu wissen, dass es einen Unterschied zwischen fettigen und trockenen Schuppen gibt.
Trockene Schuppen könnte man fast mit Schnee vergleichen, denn es sind kleine weiße Hautschüppchen, die vom Kopf herabrieseln und sich auf der Kleidung zu erkennen geben. Sie sind die Folge von trockener Kopfhaut und somit ein Zeichen dafür, das der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört ist. Begleitet werden trockene Schuppen oft von Juckreiz und einem unangenehmen Spannungsgefühl.
Fettige Schuppen sind etwas größer, gelblich und ölig. Sie kleben an Kopfhaut und Haaren. Wie auch bei den trockenen Schuppen, sind fettige Schuppen die Folge von Unausgeglichenheit der Kopfhaut. Diese produziert nämlich auf ganz natürliche Weise Talg, der dabei helfen soll, die Haare und Kopfhaut vor äußeren Einflüssen zu schützen. In diesem Fall handelt es sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, die Haare und Kopfhaut fettig macht.
Wenn Sie eine fettige Kopfhaut haben, sollten Sie auf keinen Fall zu einer Öl-Kur greifen. Probieren Sie bei dieser Art von Schuppen auf der Kopfhaut folgende Möglichkeiten aus:
Ein beliebtes Mittel gegen ölige Schuppen ist Teebaumöl. Es verfügt über starke antimykotische Eigenschaften. Geben Sie ein bis vier Tropfen ätherisches Teebaumöl zu einem milden Shampoo dazu.
Manche Menschen sagen, Apfelessig helfe gegen Schuppen: Für ein Haarwasser mischen Sie jeweils eine halbe Tasse Apfelessig und destilliertes Wasser. Massieren Sie das Haarwasser gegen Schuppen zwischen den Haarwäschen gut in die Kopfhaut ein. Es fördert die Durchblutung.
Backpulver gilt als natürliches Peeling. Es soll Hautschuppen lösen und gleichzeitig entfettend und pilzhemmend wirken. So geht’s: Massieren Sie einen Teelöffel Pulver nach der Haarwäsche in die feuchte Kopfhaut ein. Kurz einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
Auch Zitrone ist ein natürlicher Helfer gegen fettige Schuppen. Pressen Sie sie aus und massieren Sie den Saft gut in die Kopfhaut ein. Etwa zehn Minuten einwirken lassen, dann mit einem milden Shampoo auswaschen.
Ein weiteres natürliches Mittel gegen Schuppen ist Thymian. Probieren Sie es zum Beispiel mit einer Thymian-Zinnkraut-Spülung. Sie hemmt die Fettproduktion der Talgdrüsen und wirkt außerdem entzündungshemmend. Deshalb ist die Spülung ein beliebtes Hausmittel gegen Schuppen in der Pubertät.
Hier ist eine Zusammenfassung der genannten Hausmittel in einer Tabelle:
| Hausmittel | Anwendung | Wirkung |
|---|---|---|
| Teebaumöl | 1-4 Tropfen zum Shampoo | Antimykotisch |
| Apfelessig | Halbe Tasse mit destilliertem Wasser mischen, in die Kopfhaut einmassieren | Fördert die Durchblutung |
| Backpulver | Einen Teelöffel in die feuchte Kopfhaut einmassieren, kurz einwirken lassen | Löst Hautschuppen, entfettend, pilzhemmend |
| Zitrone | Saft in die Kopfhaut einmassieren, 10 Minuten einwirken lassen | Natürlicher Helfer gegen fettige Schuppen |
| Thymian | Thymian-Zinnkraut-Spülung | Hemmt die Fettproduktion, entzündungshemmend |
Neben den genannten Hausmitteln gibt es weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um fettige Schuppen zu behandeln und vorzubeugen:
Ein wichtiger Hinweis ist, dass Schuppen und juckende Kopfhaut ein Anzeichen für eine Erkrankung der Kopfhaut sein können, welche unbehandelt zu Haarausfall führen kann. Es ist ratsam, bei anhaltenden oder schweren Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie sich immer ärztlich untersuchen lassen.
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