Fettige Haare: Ursachen, Hormone und effektive Lösungen

Wir alle wissen, wie wichtig gesundes Haar für unser Selbstbewusstsein und unser allgemeines Wohlbefinden ist. Doch fettiges Haar macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es gibt uns das Gefühl, einen Bad-Hair-Day zu haben. Seien wir ehrlich: Fettiges Haar ist eine echte Herausforderung. Es entwickelt einen unangenehmen Glanz und erschwert das Styling. Aber keine Panik!

Der morgendliche Anblick Ihrer Haare im Spiegel ist desaströs: Matt und schwer kleben die Strähnen förmlich am Kopf. Das muss aber nicht so sein, Sie können etwas tun - auch dann, wenn Sie eine genetische Veranlagung für überaktive Talgdrüsen haben.

Die Grundlagen des Haares

Das Haar unterteilt sich in 2 Bereiche: Die Haarwurzel und der Haarschaft. Der Haarschaft ist der sichtbare Teil des Haars, während die Wurzel in der Haut steckt. Jedes Haar besteht aus drei Schichten: der Cuticula, dem Cortex und dem Mark. Die äußere Schicht, die Cuticula, bildet eine Schutzschicht um den Haarschaft und beeinflusst das Aussehen und die Struktur des Haares. Der Cortex ist die mittlere Schicht und verleiht dem Haar Festigkeit, Elastizität und Farbe.

Das Haar hat mehrere Funktionen, die über die bloße Ästhetik hinausgehen. Es dient als Schutz vor äußeren Einflüssen wie Sonnenstrahlung, Schmutz und Schadstoffen. Es bildet eine Barriere, die unsere Kopfhaut vor Schäden schützt. Darüber hinaus spielt das Haar eine wichtige Rolle bei der Regulation der Körperwärme.

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Die Rolle der Talgproduktion

Die Talgproduktion spielt eine bedeutende Rolle für die Gesundheit des Haares. Talg ist eine ölige Substanz, die von den Talgdrüsen in unserer Kopfhaut produziert wird. Dieser natürliche Talg hat eine wichtige Funktion: Er hält das Haar und die Kopfhaut geschmeidig, indem er Feuchtigkeit einschließt und vor Austrocknung schützt. Allerdings führt eine übermäßige Talgproduktion zu fettigem Haar. Wenn die Talgdrüsen zu viel Talg produzieren, wirkt das Haar schnell fettig und entwickelt einen unerwünschten Glanz.

Ursachen für fettiges Haar

Fettiges Haar entsteht, wenn die Talgdrüsen in der Kopfhaut übermäßig viel Talg produzieren. Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einer Talgdrüsenüberproduktion und somit zu fettigem Haar führen. Die Talgdrüsen produzieren Talg, um das Haar und die Kopfhaut zu schützen. Bei manchen Menschen ist jedoch die Talgproduktion übermäßig hoch. Das führt dazu, dass das Haar schnell fettig wird.

Hormonelle Einflüsse auf die Talgproduktion

Hormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation der Talgproduktion. Insbesondere Androgene, männliche Hormone, können die Aktivität der Talgdrüsen erhöhen. Während der Pubertät steigt der Hormonspiegel in unserem Körper an, was zu einer Zunahme der Talgproduktion führt. Dies erklärt, warum viele Jugendliche mit fettigem Haar zu kämpfen haben.

So können die Hormone Ursache für fettige Haare sein. Die männlichen Sexualhormone, die Androgene, sowie das Stresshormon Cortisol regen die Talgdrüsen an. Ungleichgewichte im Hormonhaushalt können also zu fettigen Haaren beitragen. Ob das bei Ihnen der Fall und behandlungsbedürftig ist, lässt sich durch Untersuchungen beim Arzt feststellen.

Auch für Männer werden ab einem bestimmten Alter hormonelle Wandelungsprozesse und Veränderungen angenommen, hier spielen geringere Mengen der Hormone Testosteron und Dehydroepiandrosteronsulfat (DHAES) eine Rolle. Bei Männern sinkt der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich, aber sehr langsam ab. Gerade weil dieser Prozess sehr langsam abläuft, verspüren Männer in der Regel weniger Symptome der Hormonumstellung als Frauen.

Die hormonellen Schwankungen während der Wechseljahre bei Frauen wirken sich auch auf die Haut aus. Dabei haben Hormone - insbesondere Östrogene, Progesteron, Cortisol und Androgene - bedeutenden Einfluss auf das Hautbild. Während der Wechseljahre verlangsamt sich die Bildung neuer Hautzellen, sodass sich ältere Hautzellen an der Hautoberfläche mit verzögertem Abschuppen ablagern. Dadurch kann der Teint seine natürliche Leuchtkraft verlieren und fahl oder matt wirken.

Oft werden die Haare in den Wechseljahren dünner. Das liegt vor allem am Ungleichgewicht zwischen Östrogenen und Androgenen. Der Überschuss an Androgenen begünstigt sowohl Haarausfall als auch fettige Haare in den Wechseljahren. Zudem kann die Kopfhaut in den Wechseljahren empfindlicher werden oder Anzeichen von Juckreiz zeigen.

Weitere Faktoren, die fettige Haare verursachen können

  • Genetische Veranlagung: Manche Menschen neigen von Natur aus dazu, mehr Talg zu produzieren als andere.
  • Externe Faktoren: Umweltverschmutzung und Styling-Produkte können die Talgproduktion anregen.
  • Falsche Ernährung: Eine Ernährung mit zu viel Zucker, Fett und raffinierten Kohlenhydraten kann fettiges Haar auslösen.
  • Stress: Stress erhöht die Cortisol-Ausschüttung, was die Talgproduktion ankurbelt.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente, insbesondere Hormonpräparate, können die Talgproduktion beeinflussen.
  • Erhöhte Schweißproduktion: Je höher die Schweißproduktion, desto flüssiger wird der Talg, was zu schneller fettenden Haaren führt.

Was tun gegen fettige Haare?

Bevor Sie zu medizinischen Shampoos greifen, sollten Sie eine Reihe von natürlichen Hausmitteln ausprobieren. Beliebt ist Apfelessig, da er die Talgdrüsen reinigt. Schwarzer Tee, Kamillen- oder Brennnesseltee enthalten adstringierende Wirkstoffe. Dadurch ziehen sich die Talgdrüsen zusammen und die Talgroduktion wird für gewisse Zeit gehemmt. Viele Stoffe finden sich auch in abgewandelter Form in Anti-Fett-Shampoos wieder. Die enthalten auch sogenannte Tenside, welche die Kopfhaut und den Haaransatz entfetten und reinigen. Bewährte Inhaltstoffe in Shampoos sind zudem diverse Minerale wie Zink, Magnesium oder Eisen, denn sie verstärken die Zellregeneration und wirken teils antibakteriell. Auch DUCRAY hat ein Shampoo gegen fettiges Haar und fettige Kopfhaut: ARGEAL.

Je nach Ursache hilft ein Blick auf die aktuelle Lebenssituation, um etwa Beispiel langfristig Stress zu reduzieren oder die Ernährung umzustellen. Mittel- und Kurzfristig können diverse Hausmittel sowie medizinische Shampoos gegen schnell nachfettende Haare helfen. Mehrmals pro Woche angewandt, sollten sich nach spätestens vier Wochen sichtbare Erfolge einstellen.

Die richtige Haarpflege

  • Shampoo-Auswahl: Verwenden Sie ein mildes, pH-neutrales Shampoo, das speziell für fettiges Haar entwickelt wurde. Vermeiden Sie schwere und ölige Substanzen.
  • Waschfrequenz: Waschen Sie Ihr Haar alle 2 Tage, um eine übermäßige Talgproduktion zu vermeiden. Passen Sie die Frequenz an Ihre individuellen Bedürfnisse an.
  • Spültechnik: Spülen Sie das Haar gründlich mit lauwarmem Wasser aus, um Rückstände zu vermeiden. Rubbeln Sie das Haar nicht zu stark.
  • Styling: Vermeiden Sie übermäßiges Styling und den Einsatz von Lockenstäben oder Glätteisen, da diese die Talgproduktion anregen können.

Indem Sie das richtige Shampoo für fettiges Haar wählen und es korrekt anwenden, reinigen Sie das Haar gründlich und regulieren gleichzeitig die Talgproduktion. Beachten Sie jedoch, dass es einige Zeit dauert, bis Sie die optimale Produktkombination für Ihr Haar finden. Seien Sie geduldig und experimentieren Sie gegebenenfalls mit verschiedenen Shampoos, um die beste Wirkung zu erzielen.

Natürliche Hausmittel

Natürliche Hausmittel sind eine wirksame und schonende Methode, um fettiges Haar zu kontrollieren. Sie bieten eine sanfte Lösung zur Kontrolle von fettigem Haar, ohne es zu stark zu entfetten.

  • Zitronensaft: Mischen Sie den Saft einer Zitrone mit einer Tasse Wasser und spülen Sie Ihr Haar nach der Haarwäsche damit aus.
  • Apfelessig: Mischen Sie einen Teil Apfelessig mit zwei Teilen Wasser und spülen Sie Ihr Haar damit aus, nachdem Sie es gewaschen haben.

Beachten Sie, dass nicht alle Hausmittel für jeden geeignet sind. Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe. Verwenden Sie Hausmittel nicht übermäßig, da dies zu Trockenheit oder Irritationen führt. Achten Sie darauf, dass die Hausmittel nicht in die Augen gelangen.

Zusätzliche Tipps und Tricks

  • Stressmanagement: Praktizieren Sie Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen, um Stress abzubauen.
  • Kopfhautmassagen: Regelmäßige Kopfhautmassagen können die Durchblutung verbessern und die Talgproduktion ausgleichen.
  • Haar- und Kopfhautmasken: Nutzen Sie natürliche Haarmasken und Kopfhautbehandlungen, die die Talgproduktion regulieren und das Haar revitalisieren können.
  • Trockenshampoos und Haarpuder: Verwenden Sie Trockenshampoos und Haarpuder, um fettiges Haar zwischen den Haarwäschen aufzufrischen.
  • Schutz vor Umweltverschmutzung: Schützen Sie Ihr Haar vor Schadstoffen, indem Sie Hüte, Schals oder andere Schutzaccessoires tragen.
  • Haaraccessoires: Verwenden Sie Haaraccessoires wie Haarbänder, Haarreifen oder Tücher, um fettige Ansätze zu kaschieren.

Indem Sie diese zusätzlichen Tipps anwenden, können Sie fettiges Haar besser kontrollieren und ihm ein frischeres Aussehen verleihen.

Fettige Haare in den Wechseljahren

In den Wechseljahren kommt es zu Veränderungen im Gleichgewicht der Sexualhormone, wobei die Gegenspieler der Androgene, die Östrogene, weniger produziert werden. Dieses sich neu einstellende Verhältnis kann prinzipiell auch zu Veränderungen in der Talgproduktion der Kopfhaut führen.

Der Mythos vom "Haare ausfetten lassen"

Bei dem Versuch, die Haare ausfetten zu lassen, werden die Haare - obwohl sie fettig sind - erst zu einem späteren Zeitpunkt als gewöhnlich gewaschen, sprich mit größerem Zeitabstand. Dabei empfehlen manche Quellen einen genauen Zeitabstand von beispielsweise 5 Tagen, andere von gar mehreren Wochen und wieder andere verbieten auch gänzlich die Anwendung von Shampoo. Die gemeinsame Idee aller Methoden ist, die Haare an selteneres Waschen zu gewöhnen und dadurch zu erreichen, dass sich die Talgproduktion an den neuen Waschrhythmus anpasst.

Eine seltenere Haarwäsche kann durchaus positive Effekte haben. Eine optimale Häufigkeit oder Rhythmus lässt sich nicht vorhersagen oder verallgemeinern. Tatsache ist jedoch, dass zumindest eine tägliche Haarwäsche nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig ist. Zu häufiges Haarewaschen kann nämlich die Kopfhaut reizen und austrocknen. Wer zusätzlich zu einem aggressiven Shampoo greift, kann der Kopfhaut durch längere Waschpausen daher etwas Gutes tun. Angegriffene Kopfhaut hat dann die Möglichkeit, sich zu beruhigen und regenerieren. Wie bereits erklärt, hat Talg immerhin auch eine schützende Funktion und kann dabei helfen, die Hautbarriere zu reparieren. Eine gestärkte, ausgeglichene Kopfhaut kann dann wiederum (bis zu einem gewissen Grad) zu einer Verminderung der Talgproduktion beitragen. Einen Einfluss auf den Hormonstatus hat der Waschrhythmus allerdings nicht.

Nicht jede:r profitiert von dem Versuch, die Haare ausfetten zu lassen. Ganz im Gegenteil können dabei auch Probleme auftreten. Wenn sich durch die seltenere Haarwäsche nämlich Dreck, Schmutz, Schweiß oder Stylingprodukte (z.B. Haarspray) auf der Kopfhaut ansammeln, kann es zu Hautirritationen kommen. Klingt logisch - Du würdest ja auch nicht auf die Idee kommen, dauerhaft mit Make-Up ins Bett zu gehen, oder? Bei dem Selbstexperiment, die Haare ausfetten zu lassen, solltest Du dementsprechend darauf achten, dass Deine Haare so sauber wie möglich bleiben, u. a. indem Du auf den täglichen Gebrauch von Haarspray & Co. verzichtest.

Aus dermatologischer Sicht ist also eindringlich davon abzuraten, die Haare gar nicht mehr zu waschen. Es steht vielmehr zur Diskussion, ob zumindest selteneres Waschen bei fettigen Haaren helfen kann.

Hausmittel gegen fettige Haare

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

  • Babypuder: Geben Sie etwas Babypuder auf Ihre Kopfhaut sowie den Haaransatz und klopfen Sie es sanft ein. Bürsten Sie anschließend das überschüssige Puder wieder aus dem Haar.
  • Olivenöl: Massieren Sie das Olivenöl in die Kopfhaut ein, kämmen Sie nach zehn Minuten die Haare durch und waschen Sie das Öl anschließend gründlich aus.
  • Apfelessig: Geben Sie einen Esslöffel von der Spülung zu 250 Millilitern Wasser und spülen Sie Ihr Haar nach dem Waschen damit.
  • Backpulver: Aus einem Esslöffel Backpulver und drei Esslöffeln Wasser entsteht eine alkalische Mischung, die gut überschüssigen Talg aufsaugt. Nach dem Auftragen der Paste auswaschen nicht vergessen.

Hausmittel Anwendung Wirkung
Babypuder Auf Kopfhaut und Haaransatz auftragen, einklopfen, ausbürsten Absorbiert überschüssigen Talg
Olivenöl In die Kopfhaut einmassieren, 10 Minuten einwirken lassen, auswaschen Beruhigt die Talgdrüsen, spendet Feuchtigkeit
Apfelessig 1 EL in 250 ml Wasser mischen, nach dem Waschen spülen Reinigt die Kopfhaut gründlich
Backpulver 1 EL Backpulver mit 3 EL Wasser mischen, auftragen, auswaschen Saugt überschüssigen Talg auf

Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen können sich mitunter Fehler in unsere Texte schleichen. Helfen Sie uns, besser zu werden.

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