Fasson Haarschnitt Anleitung: Schritt für Schritt zum perfekten Look

Der Fassonschnitt ist der Archetyp moderner Männerfrisuren. Er ist einer der beliebtesten Haarschnitte der Welt - und das völlig zurecht. Er ist der Go-to-Look von Chris Hemsworth und Ryan Gosling. Auch Harry Styles trägt ihn.

Der Fade-Haarschnitt oder umgangssprachlich "Seiten auf 0" ist seit langer Zeit eine der beliebtesten Männerfrisuren. Ein Grund dafür ist die Vielseitigkeit, die ein solcher Fade bietet. Denn es gibt extrem viele Möglichkeiten, diesen Schnitt zu individualisieren und zu kombinieren: Angefangen von der Länge bis hin zur Art und Weise, wie du dein Haupthaar stylen möchtest.

Bei einem Fade-Haarschnitt wird das Haar an den Seiten und am Hinterkopf, angefangen von oben nach unten, immer kürzer geschnitten. Dabei wird in der Regel eine Haarschneidemaschine (engl. Clipper) benutzt. Um sicherzustellen, dass dein Fade immer fresh aussieht, müsstest du alle 2-4 Wochen einen Besuch bei deinem Barber des Vertrauens einplanen.

Schauen wir uns jetzt doch einfach einige Beispiele für die verschiedenen Arten von Fades an. Da sich die Barber-Branche ständig verändert und an neue Stiltrends anpasst, kann es schwierig sein, mit all den verschiedenen Fade-Typen, die man sieht, Schritt zu halten. Aber es gibt nur sieben Grundtypen von Fades, die all diesen modernen, trendigen Styles zugrunde liegen. Sie können bei verschiedenen Haardicken getragen werden.

Haare selber schneiden Anleitung – Haare zuhause selbst schneiden - DIY Männer Haarschnitt machen

Die verschiedenen Fade-Typen

Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Fade-Typen, die als Grundlage für viele moderne Herrenfrisuren dienen:

  1. High Fade: Ein moderner Fade, der weiter oben auf dem Kopf an den Schläfen beginnt und nicht in der Mitte über den Ohren. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz, manchmal sogar bis auf die Haut rasiert (ein sogenannter Skin Fade). High Fades eignen sich am besten für Männer mit runden oder eckigen Gesichtsformen, vor allem, wenn du den Fade mit längerem Haar on top kombinierst. Den High Fade solltest du eher meiden, wenn du ein längliches, ovales oder herzförmiges Gesicht hast. ![image](data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAAEAAAABAQAAAAA3bvkkAAAAAnRSTlMAAHaTzTgAAAAKSURBVAjXY2AAAAACAAHiIbwzAAAAAElFTkSuQmCC)
  2. Medium (oder Mid) Fade: Beginnt tiefer als hohen Fades, in der Regel auf halber Höhe über den Ohren. Bei diesem Klassiker werden die kürzeren Haarpartien weiter nach unten verlegt, was für einen perfekt ausgewogenen Look sorgt. Medium/Mid Fades eignen sich perfekt für alle Gesichtsformen, da sie für Ausgewogenheit sorgen. Wenn du ein rundes, quadratisches, herzförmiges oder ovales Gesicht hast, solltest du mal den Mid Fade ausprobieren - es wird großartig aussehen!
  3. Low Fade: Hat eine niedrigere Fade-Linie, ungefähr auf der Höhe der Ohren. Low Fades können bei jedem Haartyp und jeder Haarstruktur getragen werden. Low Fades lassen den Kopf oben und in der Mitte optisch breiter erscheinen und sind daher für runde Gesichtsformen nicht geeignet. Viereckige, kantige Gesichtsformen sehen mit einem niedrigen Fade noch kantiger aus. Diese Art von Haarschnitt passt gut zu ovalen und herzförmigen Gesichtsformen.
  4. Drop Fade: Die Fade-Linie am Hinterkopf wird niedriger angesetzt als an den Seiten. Das Ergebnis ist eine "Senkung" in der Fade-Linie, daher der Name "Drop Fade". Es gibt viele verschiedene Looks, die man mit Drop Fades erzielen kann. Drop Fades können für jede Gesichtsform und jeden Haartyp verwendet werden. Kombiniere einen Drop Fade mit der Art von Fade, der am besten zu deiner Gesichtsform passt - hoch, mittel oder tief!
  5. Skin Fade: Werden oft auch als "Zero Fades", "Bald Fades" oder hierzulande als "Seiten auf 0" bezeichnet. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm. Wenn du einen kontrastreichen Look ausprobieren möchtest, solltest du dich für einen Skin Fade entscheiden. Skin Fades können mit jeder Art von Fade kombiniert werden, so dass sie für jede Gesichtsform und jeden Haartyp geeignet sind. Allerdings sehen Skin Fades bei Männern mit gleichmäßigem Hautton am besten aus, da sie große Teile der Kopfhaut zeigen.
  6. Taper: Hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen. Taper Cuts sehen am besten bei Männern mit ovaler Gesichtsform aus.
  7. Burst Fade: Nehmen die Form eines Halbkreises an, der das Ohr umgibt. Die Überblendlinie nutzt das Ohr als Mittelpunkt und bewegt sich kreisförmig darum herum. Sie ähneln den Drop Fades, weil die Fade-Linie am Hinterkopf abzufallen scheint. Beim Burst Fade bleibt am Hinterkopf mehr Haar stehen. Der einzige Bereich, der "verblasst" ist, ist der halbkreisförmige Bereich um das Ohr herum.

Welcher Fade passt zu welcher Gesichtsform?

Die Variabilität macht den Fassonschnitt für fast jede Gesichtsform passend.

  • Eckige Gesichter profitieren von weichen Übergängen.
  • Runde Gesichter wirken mit mehr Volumen im Deckhaar markanter.
  • Ein klar gezogener Scheitel streckt optisch und harmoniert besonders mit ovalen Gesichtszügen.

Hier eine detailliertere Übersicht:

  • Eckiges Gesicht: Bei markanten Kieferpartien und eckigen Gesichtszügen sollte der Fassonschnitt mit weichen Übergängen geschnitten werden. Ein mittlerer Fade oder sanft auslaufender Taper rundet die Konturen ab und vermeidet harte Brüche.
  • Längliches / rechteckiges Gesicht: Hier sollte der Fassonschnitt nicht zu hoch gestylt sein, da dies das Gesicht zusätzlich streckt.
  • Rundes Gesicht: Männer mit rundem Gesicht profitieren von mehr Volumen im Deckhaar, da dies das Gesicht optisch streckt. Ein hochgestylter Quiff oder ein Pompadour in Fasson-Form sorgt für vertikale Linien.
  • Ovales Gesicht: Die „Idealform“, weil fast jeder Fassonschnitt funktioniert. Besonders schmeichelhaft wirkt ein klar gezogener Seitenscheitel oder Slick-Back, bei dem das längere Deckhaar kontrolliert zur Seite oder nach hinten gelegt wird.
  • Herzförmiges Gesicht: Da Stirn und Kiefer unterschiedlich breit wirken, sollte der Fassonschnitt das Volumen am Oberkopf reduzieren und die Seiten nicht zu kurz machen.

Fasson Haarschnitt selber schneiden: Schritt-für-Schritt Anleitung

Du fragst dich „Wie schneide ich meinem Mann die Haare?“. Mit einer Extra-Portion Fingerspitzengefühl, hoher Genauigkeit und vor allem viel Geduld, kann die Idee, Männern die Haare zu schneiden, zu einer perfekten Lösung werden. Mit professionellem Werkzeug, den richtigen Techniken und ein paar wichtigen Tipps vom Profi, kannst du tolle Frisuren kreieren.

Werkzeug und Vorbereitung

Neben Handfeger und Kehrblech oder einem Staubsauger, um die geschnittenen Haare nicht in deiner gesamten Wohnung zu verteilen, benötigt man folgendes Profi-Werkzeug um Männern einen Kurzhaarschnitt zu schneiden:

  • Haarschneidemaschine (mit Aufsätzen in unterschiedlichen Längen)
  • Haarschneidekamm (mit zwei unterschiedlichen Kämmstärken - grob und fein)
  • Haar-Clips (zum Abteilen von Haar-Partien oder für längeres Deckhaar)
  • Frisierumhang (damit die abgeschnittenen Haare nicht überall piksen), alternativ kannst du hier auch ein dünnes Handtuch nehmen
  • Effilierschere (falls du die Haare nach dem Schneiden ausdünnen willst)

Wichtig: Am Ende wird der Haarschnitt nur maximal so gut, wie die Haarschneidemaschine, die du dafür verwendest. Es wird sich also mehr als lohnen, das vom deinen ausfallenden Friseurbesuchen gesparte Geld, direkt in einen Profi-Haarschneider zu investieren.

Schritt-für-Schritt Anleitung

Für den Haarschnitt selbst gibt es eine wichtige Grundregel, die du unbedingt im Hinterkopf haben solltest: Je kürzer die Haare und je weniger Übergänge die Frisur hat, desto einfacher ist das Haare selber schneiden.

Das sind die wichtigsten Schritte fürs Haare selber schneiden bei deinem Mann, Freund, Kind, Mitbewohner & Co.:

  1. Der Nacken: Achte darauf, dass der Kopf stets gerade gehalten wird. Beim Haare selber schneiden solltest du am Besten im Nacken beginnen. Welche Länge soll das Ergebnis haben? Für einen klassischen Kurzhaarschnitt gilt es, den Nacken schön kurz zu gestalten. Am besten stellst du deine Haarschneidemaschine also auf 6mm oder 9mm ein. Einmal richtig eingestellt, kannst du damit beginnen, den Nacken auszurasieren. Wichtig: Die Haare werden immer gegen ihre Wuchsrichtung gekürzt, also ziehst du den Haar-Trimmer von unten nach oben durch die Haare. Beim Nachobenziehen hebst du die Maschine in einer leichten Bewegung aus den Haaren heraus in deine Richtung. Arbeite dich bis über den Atlasknochen, dieser markiert seine Stopplinie.
  2. Die Seiten: Klapp den oberen Ohrmuschelrand immer mit der nicht schneidenden Hand ein wenig nach unten, oder bitte deinen Freund, dass er es mit den Fingern gedrückt hält. So geht ihr der Gefahr aus dem Weg, in das Ohr zu schneiden, bzw. zu rasieren. Einige dich auch hier zuvor auf einen Maschinenaufsatz mit der gewünschten Millimetereinstellung. Setz die Maschine ähnlich wie im Nacken nun auch an den Seiten an und arbeite dich sowohl von Gesichtskontur zu Gesichtskontur als auch von unten nach oben. Deine Stopplinie ist die sogenannte Hutlinie, sie markiert die weiteste Stelle des Kopfes. So garantierst du eine ausgeglichene Kopfform und eine schöne Frisuren-Silhouette.
  3. Deckhaar schneiden: Hier ist das Haar typischerweise am längsten. Darum solltest du den größtmöglichen Aufsatz deiner Haarschneidemaschine wählen und das Deckhaar anschließend kürzen, fertig! Sollte das Deckhaar länger sein, kannst du hier zur Haarschneideschere greifen. Hierbei arbeitest du dich von der hinteren Kopfrundung nach vorne zur Stirn und kürzt dabei das Haar um die gewünschte Länge. Fang mit weniger Zentimetern an und schneide lieber noch einmal nach, wenn es zu lang sein sollte. Wichtig beim Haare selber schneiden mit der Schere ist, dass du die zuvor geschnittene Haarpartie mit in die neue noch ungeschnittene aufnimmst. Sie wird so zu deine sogenannten Führungslinie und zeigt dir an, wie weit du das Haar kürzen darfst. Ein Schritt, den du natürlich auch mit dem Haartrimmer machen kannst, den du an Stelle der Schere über den Kamm führst. Dickes oder lockiges Haar kannst du mit einer Effilier- oder Modellierschere noch zusätzlich ausdünnen.
  4. Übergänge vom Konturen- und Nackenbereich: Da die meisten Haarschnitte aus mehr als eine Haarlänge bestehen, geht es nun darum, einen fließenden Übergang von dem Konturen- und Nackenbereich zum Deckhaar zu schaffen. Sollte es dein Mann, Freund oder Kind mögen, ist die einfachste Version ein harter Cut zwischen Seiten- und Deckhaar. Ein Haarschnitt, der vielen steht und einfach wieder nachgeschnitten werden kann. Entscheidest du dich für weiche Übergänge, verläuft dieser Schritt ähnlich wie der Nacken. Auch hier hebst du die Haarschneidemaschine nach und nach etwas mehr an und ziehst sie dabei aus den Haaren heraus. Alternativ kürzt du zuerst eine untere Stelle mit einem kleineren Aufsatz. Danach wählst du einen größeren Aufsatz und lässt zwischen der ersten und zweiten Haarpartie Platz für eine dritte. Nachdem du die längeren Haare nun auch etwas gekürzt hast, kannst du die ausgelassenen Stellen zwischen den beiden Haarpartien an die obere und untere anpassen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.
  5. Konturen & Nacken rasieren: Ganz zum Schluss widmest du dich den Feinheiten deines Haarschnittes: Den Konturen und dem Nacken. Damit diese frei von kleinen Härchen sind und eine schöne saubere Linie ergeben, greifst du hier am Besten zu einer Konturenmaschine. Alternativ kannst du selbstverständlich auch deine Haarschneidemaschine ohne Aufsatz hierfür einsetzen. Am Haaransatz und den Seiten des Nackens kannst du die Maschine angewinkelt direkt mit ihren Klingen ansetzen und nur an dieser Stelle kurz halten. Mit dem sogenannten Abstecken arbeitest du dich in einer schönen Linie bis zu den Ohren hoch. Um hier kein Dreieck oder Zick-Zack-Muster zu kreieren (außer es ist gewünscht), musst du die Maschine seitlich halten und einen Bogen zu den Koteletten zeichnen. Diese kannst du im Anschluss ebenfalls auf gleiche „Höhe“ bringen.

Styling und Pflege

Sobald Sie die gewünschte Grundlage geschaffen haben, geht es an die Pflege und das Gestalten. Tragen Sie eine stark fixierende, mittelmatte Paste auf, um die Texturen besser zur Geltung zu bringen und vermeiden Sie dickflüssige Gels, da diese Ihrem Haar nicht den richtigen Look verleihen.

Für den Sleek-Look eignet sich Pomade, für den messy Fasson matte Pasten oder Clay.

Ein moderner Fasson lässt sich morgens mit wenigen Handgriffen stylen. Wichtig: das Deckhaar nach dem Duschen föhnen, gegebenenfalls mit Bürste oder Kamm in Form legen und anschließend das Stylingprodukt einarbeiten.

Damit der Fassonschnitt seine klare Form behält, empfiehlt sich ein Nachschneiden alle drei bis vier Wochen. Längere Varianten wie Pompadour oder Quiff können auch etwas später aufgefrischt werden, während der Military-Fasson besonders regelmäßig getrimmt werden sollte.

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