Haarausfall betrifft viele Menschen. In den meisten Fällen ist das kein Grund zur Besorgnis. Haarausfall betrifft viele Menschen. In den meisten Fällen ist das kein Grund zur Besorgnis. Es ist völlig normal, wenn dir etwa 100 Haare pro Tag ausgehen - Haare in der Dusche, auf dem Kopfkissen oder in der Haarbürste sind also erst einmal kein Grund zur Sorge.
Die Lebensdauer der einzelnen Haare ist nämlich zeitlich begrenzt. Du musst nichts dagegen machen. Viele freiverkäufliche Haarwuchsmittel wie Shampoos, Tinkturen oder Nahrungsergänzungsmittel versprechen zwar Abhilfe. Ihre Wirksamkeit ist jedoch oft nicht erwiesen. Unerwünschte Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen sind aber möglich. Verzichte auf unüberlegte Selbstversuche mit zweifelhaften Substanzen. Wenn du unsicher bist, ob du unter krankhaftem Haarausfall leidest, hilft dir eine ärztliche Diagnose weiter.
Erst bei auffälligen Symptomen solltest du den Haarausfall ärztlich abklären lassen. Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall. Die Ursachen sind nicht immer eindeutig auszumachen. In einigen Fällen ist der Haarausfall nur vorübergehend. Bei Männern ist Haarausfall zwar eher akzeptiert als bei Frauen.
Ob eine Therapie notwendig ist, entscheidet die Art und die Ursache des Haarausfalls. Es gibt drei Hauptformen, zwischen denen die Medizin unterscheidet.
Die weitaus häufigste Form von Haarausfall mit 95 % aller Fälle ist der anlagebedingte oder männliche Haarausfall (Androgenetische Alopezie). Hormonelle Einflüsse sowie genetische Faktoren sind hier ursächlich. Etwa jeder 2. Mann über 50 ist betroffen, in höherem Alter ab 70 sind es sogar bis zu 80 %. Auch Frauen können von einem anlagebedingten Haarausfall betroffen sein, ab 70 Jahren sind es etwa 40 %.
Bei Männern fallen die Haare in der Regel zunächst an den Schläfen oder an der Stirn in Richtung Hinterkopf aus. Im Laufe der Zeit kann es zu einer vollständigen Glatze kommen. Anders bei der weiblichen Form: Der Haarausfall beginnt meist um den Scheitel herum.
Die androgenetische Alopezie, auch anlagebedingter oder männlicher Haarausfall genannt, ist die häufigste Form des Haarausfalls. In etwa 95 Prozent der Fälle ist er auf diese Form zurückzuführen. Die Dermatologie geht davon aus, dass die Ursache eine genetisch bedingte Übersensitivität auf ein bestimmtes männliches Hormon (5alpha-Dihydrotestosteron) ist. Da das Hormon in geringen Mengen auch bei Frauen vorkommt, können sie ebenfalls von dieser Form betroffen sein.
Allerdings in einer unterschiedlichen Ausprägung: Während die androgenetische Alopezie bei Frauen zu lichterem Haar führt, wird sie bei Männern zunächst durch „Geheimratsecken“ sichtbar und kann zu einer vollständigen Glatze führen. Eine wirksame Therapie gibt es nicht.
Wenn die Haare über den ganzen Kopf verteilt ausfallen, spricht man von einem diffusen Haarausfall. Bei dieser Form bilden sich keine kahlen Stellen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein.
Wenn das Haar über den Schopf verteilt immer dünner wird, liegt ein diffuser Haarausfall vor. Die Ursachen können ganz unterschiedliche sein:
Tritt der Haarausfall plötzlich auf und bilden sich dabei einzelne, meist runde kahle Stellen, spricht man von einem kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata). Auch an Augenbrauen, Wimpern, Bart oder Körperhaar kann örtlicher Haarausfall vorkommen. Etwa 2 % der Bevölkerung ist betroffen, Männer und Frauen gleichermaßen. Für Kinder und Jugendliche kann das zu einer starken seelischen Belastung werden.
Die genauen Ursachen dieser Form des Haarverlusts sind noch unklar. Ein Arztgespräch klärt zunächst, wie lange die Problematik schon besteht, welche Bereiche betroffen sind oder ob eine familiäre Veranlagung vorliegt. Eine gründliche Untersuchung der Kopfhaut gibt dir Aufschluss über möglicherweise vorhandene Entzündungen.
Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia arreata) beginnt meist mit einzelnen kahlen Stellen am Kopf, die sich schnell ausbreiten. Bei schweren Fällen ist die gesamte Körperbehaarung betroffen und die Haare fallen komplett aus. Als Grund für einen kreisrunden Haarausfall wird ein fehlerhaftes Immunsystem vermutet: Körpereigene Abwehrzellen greifen in dem Fall die Zellen der Haarwurzeln an. Ob das wirklich so ist, ist aber nicht bewiesen.
Eine Therapie ist schwierig. In 80 Prozent der Fälle wachsen die Haare innerhalb eines Jahres von alleine wieder nach. Es gibt zwar verschiedene Ansätze der Behandlung, bislang fehlt für diese Therapien jedoch der Beleg, dass sie tatsächlich wirken, was auch an der hohen Zahl der Spontanheilungen liegt.
Haarausfall kann von selbst wieder verschwinden, wenn etwa ein Infekt die Ursache ist. Nach Abklingen der Infektion wachsen auch die Haare wieder ganz normal. Bei anlagebedingtem Haarausfall können Präparate mit den Wirkstoffen Minoxidil oder Finasterid verordnet werden. Der Wirkstoff Finasterid kann allerdings Nebenwirkungen wie eine verringerte Libido oder Potenzstörungen haben oder in seltenen Fällen Depressionen auslösen. In Deutschland ist der Wirkstoff für Frauen nicht zugelassen, weil er zu Fehlbildungen von Ungeborenen führen kann. Die Wirkung der Medikamente hält immer nur solange, wie sie eingenommen werden.
Haarausfall lässt sich nicht immer verhindern. Achte auf eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung, meide einseitige Diäten. Stress lässt sich nicht immer vermeiden.
Wenn du deine Haare kräftigen willst, kannst du die folgenden Tipps befolgen. Sie werden zwar früher oder später trotzdem ausfallen, aber du kannst bestimmten Ursachen vorbeugen.
Vor allem verschiedene Pflanzen sollen Haarausfall bremsen. Du kannst sie ausprobieren, allerdings ist der Erfolg nicht garantiert. Wenn du eine Wirkung erzielen willst, musst du die Mittel regelmäßig nutzen. Verlierst du allerdings viele Haare, solltest du unbedingt medizinische Hilfe suchen.
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann das Haarwachstum beeinträchtigen. Hier eine Übersicht über wichtige Vitamine und Mineralstoffe:
| Nährstoff | Bedeutung für die Haare |
|---|---|
| Eisen | Wichtig für die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel |
| Vitamin D | Reguliert den Haarzyklus |
| Biotin (Vitamin B7) | Wichtig für gesunde Haut, Haare und Nägel |
| Vitamin A | Balance ist wichtig, sowohl Mangel als auch Überschuss können Haarausfall verursachen |
| Vitamin C | Wichtig für die Kollagenproduktion und die Verstoffwechselung von Eisen |
| Vitamin E | Fördert die Durchblutung der Kopfhaut |
| Zink | Wichtig für die Zellteilung und das Wachstum |
| Proteine | Haare bestehen hauptsächlich aus Protein, daher ist eine ausreichende Zufuhr wichtig |
Fragen hierzu? Kontaktiere uns gerne bei Fragen oder für eine persönliche Beratung durch unsere Expert*innen.
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