Auf ausgedehnten Touren durch die Natur oder im täglichen Stadtverkehr sammelt sich auf Fahrrädern und E-Bikes viel Schmutz an. Staub, Schlamm, Zweige, Steinchen und im Winter sogar Streusalz und Schneematsch können die Freude am Fahren trüben. Eine regelmäßige Reinigung ist daher unerlässlich, um die Lebensdauer und den Fahrkomfort zu erhalten. Doch wie reinigt man ein E-Bike richtig, und welche Hausmittel eignen sich dafür?
Dieser Artikel zeigt dir, wie du dein eigenes Fahrrad-Shampoo herstellen und dein Fahrrad oder E-Bike optimal pflegen kannst.
Eine regelmäßige und materialschonende Pflege und Reinigung deines E-Bikes ist wichtig und kann mit der richtigen Routine auch richtig Spaß machen. Schmutz sorgt dafür, dass dein E-Bike vorzeitig verschleißt. Die Antwort ist einfach wie offensichtlich: Durch regelmäßige Reinigung und Pflege schützt du dein E-Bike vor Rost und Korrosion.
Wie oft du dein Fahrrad reinigen solltest, hängt vom Verschmutzungsgrad und deinem Nutzungsverhalten ab. Darum kann man das nicht so pauschal sagen, aber zur Orientierung empfiehlt sich eine Reinigung etwa alle 100 Kilometer durchaus. Nach einer kurzen Ausfahrt reicht es, die gröbsten Verschmutzungen mit einem Tuch abzuwischen. Wenn du dein Rad regelmäßig reinigst, bevor es völlig verdreckt ist, ist der gesamte Reinigungsprozess auch leichter und geht um ein Vielfaches schneller.
Salzige Küstenluft, starker Regen oder schmuddeliges Winterwetter greifen das E-Bike stärker an als trockene Bedingungen bei gemäßigten Temperaturen. Im Winter musst du dein E-Bike wahrscheinlich häufiger reinigen als in den anderen Jahreszeiten. Salz und Schneeschlamm sowie die Kälte setzen den E-Bike-Komponenten ganz besonders zu.
Wenn dein E-Bike nass geworden und besonders verschlammt ist, solltest du es möglichst zeitnah waschen und nicht warten, bis der Dreck festgetrocknet ist. Denn dann lässt er sich wesentlich schwieriger entfernen als noch frischer Schmutz. Reinige dein E-Bike aufrechtstehend, damit das Wasser natürlich abfließen kann.
Im Vorfeld solltest du den E-Bike-Akku entnehmen und beiseitelegen. Es empfiehlt sich den E-Bike-Akku außen vorsichtig und möglichst trocken abzuwischen. Die Kontakte können mit einem weichen Lappen vorsichtig gereinigt werden, sollten aber nicht nass werden. Wenn das doch passiert, muss der Akku so lange trocknen, bis die Pole zweifelsfrei wieder trocken sind, bevor er wieder eingesetzt wird.
Wenn das Display fest verbaut ist, solltest du es mit einer Plastiktüte und Gummis, Kabelbindern oder ähnlichem wasserdicht abdecken, damit es nicht mit allzu viel Wasser in Berührung kommt.
Vor der eigentlichen Reinigung solltest du dein E-Bike aufrecht hinstellen. Evtl. Arbeite dich dabei von oben nach unten vor.
E-Bike-Ketten sind besonders hohen Zugkräften ausgesetzt. Darum müssen sie und der gesamte Antriebsstrang mit Kettenreiniger behandelt werden, um zunächst den angesammelten Dreck zu lösen. Anschließend wird die Kette abgespült und weitestgehend getrocknet.
Wasche im Rahmen der E-Bike-Reinigung auch die Laufräder von der Nabe zum Reifen. Immerhin haben die Reifen direkten Bodenkontakt und nehmen allerlei Schmutz und Steine auf.
Am besten nutzt du einen Gartenschlauch mit weichem Wasserstrahl oder reichlich klares Wasser aus dem Eimer zum Abspülen des Fahrradreinigers. Geh dabei methodisch von oben nach unten und von vorn nach hinten vor, damit das verschmutzte Wasser nicht über bereits abgespülte Bereiche läuft.
Die Akku-Kontakte sollten nicht feucht werden und nur mit einem trockenen Tuch sanft vom Schmutz und Staub befreit werden. Wenn doch Feuchtigkeit in die Akkuaussparung oder an die Akkukontakte gerät, ist das kein Grund zur Panik.
Die augenscheinliche Robustheit könnte manche dazu verleiten, das E-Bike, ähnlich wie ein Auto, mit einem Hochdruckreiniger zu bearbeiten. Zudem schadet es dem Lack und den Komponenten. Daher würde diese Reinigung mit großer Wahrscheinlichkeit zur vorzeitigen Abnutzung, wenn nicht sogar zu Schäden am E-Bike führen. Bitte nicht. Wasser, aber auch Schmutz kann dabei in Lager, Motor, Naben, Federelemente oder auch ins Innere des Rahmens gedrückt werden.
Spezielle Fahrrad- oder E-Bike Shampoos sind optimal für die Fahrradreinigung. Ihre Zusammensetzung ist auf die Bedingungen am Fahrrad ausgelegt. Wer seinem Haar etwas Gutes tun will, greift am besten zu natürlichen Zutaten. Bei industriell hergestellten Shampoos ist das jedoch nicht unbedingt gegeben. Silikone, Parabene, Mikroplastik, Duftstoffe - die Liste der Inhaltsstoffe ist lang.
Die Lösung: Shampoo selber machen! Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, Shampoo selber zu machen. Denn die Pflege der Haare sollte auch wirklich Haarpflege sein. Das Wort „Shampoo“ in sich ist schon die absolute Aufforderung dazu, denn ursprünglich stammt es aus dem Indischen und bedeutet: Kopfmassage. Wer sich sein Shampoo selber macht, tut nicht nur seinem Haar und seiner Kopfhaut etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Schadstoffe wie Silikon oder Paraben und auch Mikroplastik werden reduziert. Das gilt ebenso für die Menge des Plastikmülls, denn die Verpackung des Industrie-Shampoos fällt weg.
Wie aber lässt sich nun eigenes Shampoo herstellen? Die guten Nachricht: Absolut einfach. Als Zutaten für die Basis brauchen Sie lediglich Naturseife - am besten in Bioqualität - und destilliertes Wasser. Die Seife finden Sie problemlos in Drogerien, Biomärkten oder auf Wochenmärkten. Ein Tipp für Veganer: Generell auf die Inhaltstoffe gucken. Falls die Seife nicht schon in Flockenform vorliegt, wird sie im Stück ganz einfach mit der Küchenreibe über einer Schale geraspelt. Hier reichen oft schon 15 Gramm aus. Sobald das destillierte Wasser je nach Rezeptmenge im Topf auf dem Herd kocht, einfach die Seife ins Wasser mischen und auflösen. Fertig ist die Flüssigseife als Grundlage für das eigene Shampoo.
Als Grundrezept für Ihr DIY-Shampoo benötigen Sie nur wenige Zutaten. Je nachdem was für einen Duft und Wirkung Ihr Shampoo später haben soll, fügen Sie der Mischung weitere Zutaten hinzu.
Bei der Wahl der Zutaten für Ihr individuelles Shampoo sind den Möglichkeiten der Naturkosmetik keine Grenzen gesetzt und auch zu jedem Haartyp gibt es unterschiedliche Rezepte für natürliche und selbst gemachte Shampoos.
Trockenes Haar benötigt viel Pflege. Feuchtigkeit spendende Inhaltsstoffe sind deshalb besonders wichtig. Kokosöl ist bei vielen Pflegeprodukten sehr beliebt, weil es reichhaltig ist und gleichzeitig sehr naturbelassen. Außerdem bringt der Geruch gleich ein wenig Urlaubsfeeling ins Badezimmer.
Nun können Sie das fertige Shampoo in eine Flasche umfüllen. Im Kühlschrank hält sich das Shampoo ca.
Verteilen Sie das selbstgemachte Shampoo wie herkömmliches Shampoo in den Haaren und der Kopfhaut und spülen es danach gut aus. Wenn Sie gerne baden, können Sie das Shampoo während der Badezeit einwirken lassen.
Wenn Sie bei dem selbstgemachten Shampoo aus Kokosöl einen fettigen Film auf Haaren oder der Dusche behalten oder Ihnen das Öl schlicht zu reichhaltig und schwer ist, ist Aloe Vera eine tolle Alternative. Das Gel können Sie ganz einfach aus Ihrer Zimmerpflanze ernten und es versorgt Ihr Haar mit Feuchtigkeit, ohne es zu beschweren.
Zugegeben, dieses Rezept wirkt etwas ungewöhnlich. Doch auch Eigelb hat eine pflegende Wirkung auf das Haar. Durch die enthaltenen Proteine wird trockenes Haar mit neuer Kraft versorgt. Doch Achtung: Im Gegensatz zu den anderen Shampoo-Rezepten hält sich das Ei-Shampoo nur wenige Tage. Am besten sofort verbrauchen.
Sie können das Eigelb-Shampoo wie gewohnt ins Haar einmassieren und einige Minuten einwirken lassen.
Schnell fettendes Haar kann sehr störend sein, da die Haare häufiger gewaschen werden müssen. Brennnessel-Shampoo befreit die Kopfhaut von überschüssigem Fett und trägt durch seine Inhaltsstoffe dazu bei, dass Ihre Haare langsamer nachfetten und länger frisch aussehen.
Juckende und gereizte Kopfhaut ist meist ein Zeichen von Trockenheit. Hier ist es wichtig, dass Sie beruhigende Zutaten wählen, um Shampoo selbst herzustellen.
Die Flüssigkeit ca.
Hinweis: Da sich Honig am Boden absetzen kann, schütteln Sie das Shampoo vor jeder Anwendung gründlich durch.
Möchten Sie Ihrem dunklen Haar Glanz verleihen und den Wurzeln Kraft geben, dann ist Kaffee die richtige Wahl. Kochen Sie hierfür 100 ml Kaffee auf und vermischen Sie ihn mit 50 ml der Seifenlauge.
Festes Shampoo ist besonders praktisch in der täglichen Nutzung, da es keine Verpackung benötigt und direkt am Stück verwendet werden kann.
15-20 Tropfen Duftöl eigener Wahl (z.B.
Um das Shampoo zu verwenden, können Sie es direkt in die feuchten Haare einmassieren oder es zuerst in den Händen aufschäumen und es dann ins Haar geben. Danach wie immer danach gründlich ausspülen.
Hin und wieder können Sie Ihr Haar danach mit einer Mischung aus 1 EL Apfelessig und 1 Liter Wasser nachspülen, um Kalkreste zu entfernen.
Sie wollen beim selbstgemachten Shampoo lieber auf Seife verzichten?
Von der No-Poo Methode spricht man, wenn man bei der Haarreinigung komplett auf chemische Substanzen wie Seife verzichtet. Bekannt für diese Methode ist vor allem das Waschen der Haare mit Roggenmehl.
Anschließend ins Haar geben und ca. eine halbe Stunde einwirken lassen.
Ein weiteres Shampoo für die No-Poo-Methode ist das Mischen von Wasser und Heilerde.
Du kannst mit üblichen Hausmitteln dein Fahrrad putzen. So fällt die regelmäßige Pflege nicht gleich ins Budget. Zur Grundausstattung benötigst du:
Schließlich benötigst du verschiedene Verbrauchsmaterialien zur richtigen Reinigung deines Fahrrads:
Die regelmäßige Reinigung und Pflege deines Fahrrads oder E-Bikes ist entscheidend für dessen Lebensdauer und Fahrkomfort. Mit den richtigen Vorbereitungen, Reinigungsschritten und der Verwendung von Hausmitteln oder selbstgemachtem Shampoo kannst du dein Fahrrad effektiv und umweltschonend reinigen. Vermeide dabei den Einsatz von Hochdruckreinigern und achte auf die spezifischen Bedürfnisse deines Fahrradtyps und der jeweiligen Jahreszeit.
tags: #Fahrrad #Shampoo #selber #machen #Rezept
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.