Kopfläuse sind weit verbreitet, besonders bei Kindern zwischen 5 und 13 Jahren. Täglich stecken sich zahlreiche Kinder, aber auch Erwachsene an. Sie stecken beim Lernen oder Spielen gerne die Köpfe zusammen und kuscheln abends mit den Eltern auf der Couch.
Doch bevor nun tiefer in das Thema eingestiegen wird, soll zunächst folgende oft gestellte Frage geklärt werden: Woran erkenne ich eigentlich Kopfläuse?
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Kopfläuse erkennen, wie Nissen und Kopfläuse aussehen, und erhalten Antworten auf die Fragen, was Kopfläuse überhaupt sind und wie sie übertragen werden.
Oft (aber nicht immer!) machen sich Kopfläuse durch auffälligen Juckreiz auf dem Kopf bemerkbar. In der Regel verrät ein ständiges Kratzen am Kopf, dass ein Kopflausbefall vorliegt, denn das typische Leitsymptom bei Kopfläusen ist ein heftiger Juckreiz. Ähnlich wie bei einem Mückenstich ist der starke Juckreiz ein wichtiges Warnsignal.
Bei einem Erstbefall kann es jedoch vier bis sechs Wochen dauern, bis es zum „Läuse-Juckreiz“ kommt. Bei einem erneuten Befall treten die Symptome bereits nach ein bis zwei Tagen auf - also deutlich früher. Schlafstörungen, durch den verstärkten Juckreiz in der Nacht, sind ein weiteres charakteristisches Symptom.
Durch das Kratzen entstehen manchmal kleine Hautwunden, die sich entzünden und bakterielle Hautinfektionen verursachen können. Wenn sich Ihr Kind also häufig am Kopf kratzt, über Juckreiz klagt und Sie Kratzwunden an den Schläfen, hinter den Ohren oder im Nacken feststellen, könnte es sich um Kopfläuse handeln.
Es gibt aber auch Fälle, in denen kein Juckreiz auftritt. Nur rund ein Drittel bilden einen Juckreiz aus. Daher ist es wichtig, auch auf andere Anzeichen zu achten:
Kopfläuse sind kleine Parasiten, die bis zu vier Millimeter groß werden können. Denn selbst ausgewachsen sind sie nur wenige (2,4-3,1) Millimeter groß. Sie haben keine Flügel und sechs Beine, die an den Enden kleine Haken haben. Mit diesen halten sie sich an den Haaren fest.
Ihre Farbe kann variieren und von hellbraun über grau bis hin zu dunkelbraun reichen - je nachdem, wo sie auf der Erde vorkommen. Läuse in blonden Haaren haben meist einen helleren Panzer als in dunklen. Zudem spielt es eine Rolle, wann die Laus die letzte Nahrung aufgenommen hat. Je nachdem, ob sie mit Blut vollgesaugt sind oder nicht, erscheinen sie dann hell- bis dunkelbraun.
Man kann Läuse und auch Ihre Eier, die sogenannten Nissen, mit dem bloßen Auge erkennen. Die Nissen sind kleine Pünktchen, die eine helle, manchmal weißliche Farbe haben und oft mit Schuppen verwechselt werden, da sie sich ebenfalls am Haaransatz befinden.
Je nachdem, ob sich in der Hülle noch eine Larve befindet oder ob diese schon geschlüpft und die Nisse leer ist, kann die Farbe von Nissen ebenfalls unterschiedlich sein. Dunklere, eher hellbraune Nissen, beinhalten meist noch die Larve, also die ungeschlüpfte Laus.
Hier sehen Sie ein paar Beispiele, wie Kopfläuse aussehen.
Nisse (Läuseei) einer Kopflaus ist fest an das Haar „geklebt“ | Frontalansicht einer männlichen Kopflaus |
Kopfläuse krallen sich in den Haaren fest | Eine weibliche Kopflaus - nach dem Blutsaugen dunkler gefärbt |
Um festzustellen, ob Ihr Kind Kopfläuse hat, müssen die Haare und die Kopfhaut genau untersucht werden. Der bloße Blick auf den Kopf Ihres Kindes genügt deshalb nicht, um einen Kopflausbefall zuverlässig auszuschließen.
Scheiteln Sie das Haar und suchen Sie partienweise am Haaransatz nach eingeklebten hellen Eiern (Nissen). Kopfläuse bevorzugen warme und dunkle Areale nahe der Kopfhaut, z. B. im Nacken und hinter den Ohren.
Tipp: Wenn Sie die Haare vorab waschen beziehungsweise mit einer herkömmlichen Pflegespülung befeuchten und einen Kamm zum Scheiteln der Haare verwenden, erleichtert dies die Suche nach Läusen und Nissen. Auch eine beleuchtete Lupe kann das Auffinden vereinfachen.
Beim reinen Durchsehen des Haarschopfes können die Kopfläuse aber leicht übersehen werden, besonders dann, wenn nur wenige davon auf dem Kopf sind. Man geht davon aus, dass bei der reinen Sichtkontrolle nur jeder dritte bis vierte Kopflausbefall entdeckt wird.
Will man wirklich Sicherheit, empfiehlt sich das folgende Vorgehen:
Mit dieser Methode lassen sich die Haare inspizieren sowie Nissen und Kopfläuse erkennen. Das benötigen Sie:
Zeitbedarf:Kurzes Haar ca. 10 Minuten / Langes Haar ca. 30 Minuten
Streifen Sie den Kamm nach jeder Strähne auf einem Küchenpapier aus, um zu prüfen, ob er Läuse, Nymphen (Jungläuse) oder Läuseeier erfasst hat.
Der Läusekamm sollte dann fest von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen durchgezogen werden. Bei dickeren Haaren empfiehlt es sich, zunächst mit einem gröberen Kamm durch die Haare zu gehen, um sie zu entwirren.
Kopfläuse bevorzugen warme und dunkle Areale nahe der Kopfhaut, z. B. im Nacken und hinter den Ohren.
Ein Läusekamm hilft beim Erkennen von Läusen und Nissen
Das Erkennen der Kopfläuse ist Schritt 1. Sollten Sie beim feuchten Auskämmen Kopfläuse oder Nissen erkennen, dann gilt es in Schritt 2 sofort die Kopfläuse zu behandeln.
Wenn Kopfläuse an Ihrer Schule gemeldet wurden oder Sie selbst den Verdacht hegen, dass Ihr Kind von Läusen befallen ist, sollten Sie Ihr Kind deshalb unbedingt gründlich untersuchen.
Sobald Ihnen ein Kopflausbefall im näheren Umfeld Ihres Kindes bekannt wird, sollten Sie alle Familienmitglieder untersuchen.
Rund 100 Eier produziert ein Weibchen im Laufe seines Lebens. Mit einer Lupe können Sie leicht feststellen, ob es sich tatsächlich um Kopfläuse handelt.
Sie sind etwa 0,8 Millimeter lang, gräulich-braun, ovalförmig und befinden sich meist perlenschnurartig nahe der Kopfhaut an der Haarbasis. Am besten zu erkennen sind die Eier (Nissen).
Sind die Läuseeier gelblich bis bräunlich, vielleicht auch leicht gräulich gefärbt, so bedeutet das, dass noch Läuse aus ihnen schlüpfen können. Sie haften nahe der Kopfhaut am Haar, da hier die beste Temperatur für die Entwicklung der Eier herrscht. Besonders oft sind die Läuseeier in der Schläfen- und Nackengegend und hinter den Ohren zu entdecken.
Ausnahme: Wenn Sie an den Tagen nach einer erfolgten Behandlung mit Läusemittel noch bräunlich-gräuliche Eihüllen, aber keine Läuse finden, besteht keine Übertragungsgefahr. Vergessen Sie aber nicht die zweite Behandlung, die 8 bis 10 Tage nach der ersten stattfinden muss.
Sogenannte Nissen, also leere Eihüllen, die keine entwicklungsfähigen Eier mehr enthalten, schimmern weißlich.
Da Läuseeier, aus denen noch Nymphen schlüpfen können, und leere Nissen manchmal schwer zu unterscheiden sind, gilt als Grundregel: Läuseeier, die weiter als 1 Zentimeter von der Kopfhaut entfernt gefunden werden, sind in der Regel leer. Das erklärt sich folgendermaßen: Kopfläuse legen ihre Eier möglichst nah der Kopfhaut ab, die Jungläuse schlüpfen nach 6 bis 10 Tagen und das Haar wächst etwa 10 Millimeter im Monat.
Vorsicht: Weiße Partikel können auch ungefährliche Schuppen, Gel- oder Shampooreste sein. Bitte überprüfen Sie deshalb, ob sich die vermeintlichen Nissen leicht entfernen lassen. Bei natürlichen oder kosmetischen Hautpartikeln ist das kein Problem. Anders bei den Nissen: Diese sind mit einem äußerst hartnäckigen Kitt am Haar fixiert und lassen sich nur mit den Fingernägeln oder einem engzinkigen Kamm lösen.
Wichtig an dieser Stelle: Ein akuter Befall kann nicht ausgeschlossen werden! Eine beige bis bräunliche Färbung des Eis zeigt hingegen, dass es einen Embryo enthält. Auch dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Befall noch aktuell ist.
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