Klassische Musik: Eine Welt voller Entdeckungen

Die Welt der klassischen Musik ist reich an Facetten und bietet unzählige Möglichkeiten für Entdeckungen. Von großen Opernproduktionen bis hin zu intimen Kammermusikabenden gibt es für jeden Musikliebhaber etwas zu entdecken. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Ereignisse, Festivals, Künstler und Neuerscheinungen in der klassischen Musik.

Festivals und Konzerte

Der Sommer naht, und mit ihm locken zahlreiche große und kleine Festivals an legendäre oder versteckte Orte. Hier ist eine subjektive Auswahl:

  • Oberstdorfer Musiksommer: Vor der imposanten Kulisse der Allgäuer Alpen präsentiert der Oberstdorfer Musiksommer internationale Top-Musiker und hochgehandelte Nachwuchskünstler.
  • Klassiksommerfestival im hohen Norden: Das sympathisch-vielfältige Festival feiert seinen 35. Geburtstag mit 136 Konzerten an 96 Spielstätten.
  • Hohenems und Schwarzenberg: Auch nach einem halben Jahrhundert gedeiht dieses einzigartige wie liebenswerte Nischenfestival mit Lied und Kammermusik.
  • Klosterkonzerte Maulbronn: Zum 57. Mal finden die Klosterkonzerte statt - mit Chor- und Orgelmusik sowie prominenten Gästen wie Matthias Brandt, Sebastian Manz und Bernd Glemser.
  • Musikfestspiele Potsdam Sanssouci: Die 34. Ausgabe steht ganz im Zeichen des „Tanzes“.
  • George Enescu Festival (Bukarest): Das alle zwei Jahre stattfindende Festival ist eine gute Gelegenheit, die Konzertsäle und das Opernhaus der Stadt zu erkunden.
  • Mexikanisches Festival an der Karibikküste: Auch 2025 lockt das Festival wieder mit herausragenden Klassik-Konzerten.
  • Südtirol festival meran: Das Festival feiert seine 40. Saison zusammen mit illustren Gästen wie Daniel Hope, Nils Landgren und dem Royal Philharmonic Orchestra.
  • Neugier am Vierwaldstättersee: Das Schweizer Festival präsentiert auch in diesem Jahr wieder viele prominente Gäste.
  • Internationales Gitarrenfestival Hersbruck: Das Festival präsentiert wieder Stars der Szene aus aller Welt und aus allen Genres.

Deutschlands ältestes Kammermusikfestival findet zum 80. Mal statt - mit prominenten Gästen wie Martha Argerich, Carolin Widmann und Götz Alsmann.

Das Haydn-Projekt des Bremer Spitzenorchesters geht in die nächste Runde - mit vier weiteren „Londoner Sinfonien“.

Das Festival in der Geburtsstadt der Romantik dreht sich mit vielfältigen Veranstaltungen um das Motto „Befreite Zeit“.

Das traditionsreiche Festival stellt heuer Kammermusik von Mozart ins Zentrum seines fein austarierten Programms.

Dieses Jahr dreht sich beim Musikfestival der UdK Berlin alles um Arnold Schönberg und Komponisten aus seinem Umfeld, doch auch Jazz gibt es zu hören - und Beethovens Neunte.

Die 40. Ausgabe des Mehrsparten-Festivals in Monte-Carlo untersucht an Varianten von Mahlers „Lied von der Erde“ das Verhältnis Mensch-Natur.

Budapest präsentiert sich mit einem der reichhaltigsten Klassikangebote Europas als Stadt der Töne, der Oper und Operette.

Klassische Musik in der Minoritenkirche Wien Ein unvergessliches Erlebnis | Wiener Klassik Festival

Opernproduktionen

  • Staatsoper Unter den Linden, Berlin - Richard Strauss: „Die schweigsame Frau“: Ein musikalisch undurchsichtiges Stück.
  • Komische Oper, Berlin - Herbert Grönemeyer: „Pferd frisst Hut“: Bei der Pariser Uraufführung von Eugène Labiches „Ein Florentinerhut“ soll ein Besucher vor Lachen gestorben sein.
  • Opéra de Monte-Carlo, Monaco - Richard Wagner: „Das Rheingold“: Wird Cecilia Bartoli zum neuen Angelo Neumann?

Zum Start einer neuen Kooperation liefert der Sender ARTE neugierigen Opernfans drei spektakuläre Produktionen aus New York frei Haus.

Künstler und Ensembles

Unter der Leitung von Alexander Gilman haben sich die LGT Young Soloists zu einem führenden Jugendstreichorchester entwickelt.

Die Deutsche Kammerakademie Neuss erweitert mit künstlerischer Doppelspitze konsequent ihr schon jetzt breites Repertoire.

Mit 85 Musikern leistet das privat geführte Orchester einen bedeutenden Beitrag zum türkischen Klassikleben. Carlo Tenan ist sein dritter Chefdirigent.

Das Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya stärkt unter seinem Chef Ludovic Morlot das hauseigene CD-Label. Es gibt viel zu tun für das Barceloner Orchester und seinen neuen Chef, die musikalischen Botschafter Kataloniens.

Der Salzburger Violinist hat bisher 66 Tonträger aufgenommen - und Appetit auf mehr. Er ist der neugierigste Geiger der Welt.

Jan Vogler, geboren 1964 in Ostberlin, ist einer der erfolgreichsten deutschen Cellisten. „Rostropowitsch greift rein!“

Neuerscheinungen und CD-Empfehlungen

Der Pianist wagt sich an eine neue Gesamteinspielung von Beethovens herausfordernden Klavierkonzerten. Mit Orpheus’ Leier.

Auf seinem Schumann-Album zeigt sich der russische Pianist Sergey Tanin als überlegener Gestalter mit hoher Klangkultur. Der aus der Kälte kam.

Die Dirigentin und Blockflötistin lässt mit der Aufnahme von Andrea Bernasconis Festoper „L’Huomo“ den Glanz des 18. Jahrhunderts wiederaufleben. Verführbarkeit und Vernunft.

Der Violinist präsentiert auf drei CDs eine üppige Hommage an Richard Strauss, die mit reizvollen Raritäten überrascht. Das muss ins Repertoire!

Der Pianist und der Norwegian Soloists’ Choir widmen sich auf ihrem neuen Album dem Spätwerk von Franz Liszt. Kreuzweg ins nächste Jahrhundert.

Der Komponist spannt auf einem neuen Album seine 8. Sinfonie, ein Violin- und ein Bratschenkonzert gekonnt zusammen. Eigensinniger Klang - „Bridges To Infinity“.

Der Dirigent legt mit seinen großartigen Pygmalion-Ensembles eine atemberaubende Einspielung von Mozarts „Requiem“ vor. Feier des Lebens.

Die Pianistin präsentiert 60 Jahre russische Klavierkonzertmusik in drei Momentaufnahmen - das präsentiert die Pianistin auf ihrem ersten Album mit Orchester. Russische Juwelen.

Die Mezzo-Sopranistin findet erstaunliche Verbindungen von Renaissance-Liedern zu populären Rock- und Popsongs. Die Suche nach Einfachheit.

Die Cellistin lässt in ihrem Album „Venice“ ihren Assoziationen über die Lagunenstadt freien Lauf. Musik für die fünf Sinne.

Der Organist und Dirigent legt pünktlich zum Bruckner-Jahr die Gesamtedition der sinfonischen Werke in Orgelfassung vor. Marathon-Mann an der Orgel.

Das Ensemble und ihr Leiter Ottavio Dantone probieren sich mit Mendelssohn Bartholdy und Schumann aus. Expedition in die Romantik.

Der Cellist und Gambist holt den Klang von Schuberts berühmter Sonate zurück. Versunkene Klangwelt. Im Reich vergessener Instrumenten-Fabelwesen haust der Arpeggione.

Das englische Alte-Musik-Ensemble Solomon’s Knot hat den englischen Barockkomponisten George Jeffreys wiederentdeckt. Prachtvoller Unbekannter.

Die Saxofonistin startet durch mit einem famosen neuen Album - und als Porträtkünstlerin beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Das Saxofon als Medium.

Der Star-Bariton kehrt für ein Weihnachtsalbum zu seinen Regensburger Domspatzen zurück. O du fröhliche.

Weitere Meldungen und Meinungen

Luigi Alva wollte in jungen Jahren eigentlich nur zur Marine. Dank an Mozart.

Die israelische Jazzsängerin Efrat Alony erhält für ihr experimentelles Album „Händel Fast Forward“ einen Opus Klassik. Kunst soll irritieren.

Die Cellistin hat sich dem Dvořák-Konzert auf eigene Weise genähert. Solidarität und Hoffnung. Kreatives Herzblut und Verbundenheit mit der Ukraine.

Die Dirigentin über die Sinfonien von Kurt Weill - und was sie als erste Chefdirigentin von Berlin erreichen will. Meisterwerke unterm Radar.

Bruce Liu errät alle Pianisten auf Anhieb. „Jetzt haben Sie mich ertappt“.

Der Dirigent hat mit den Berliner Barock Solisten meisterhafte Barock-Konzerte für drei und vier Violinen eingespielt. Keine Buttersägen bitte.

Der 28-jährige Franzose nabelt sich gerade als Geiger von Les Arts Florissants ab - auch mit diesem tollen Vivaldi-Doppelalbum. Ritter mit Bogen.

Der Pianist über Chopins Balladen, die Vorzüge von Bösendorfer und sein Festival am österreichischen Semmering. In Horowitz’ Halbgang.

Als Jazzmusiker wurde Brad Mehldau zum Star. Er selbst sieht sich eher genreübergreifend als improvisierender Musiker. Der Vielweltenbürger.

Sieben Jahre hat es gedauert. Jetzt legt der britische Cellist nach dem 1. auch das 2. Cellosolokonzert von Dmitri Schostakowitsch vor. Protest der Emotionen.

Der Dirigent über Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“, ein Leben ohne festes Orchester - und als Single. Mehr Licht.

Der spanische Cellist hat sich zwischen Tschaikowski und Ponce ein perfektes Album für die Dämmerstunde einfallen lassen. Lied an den Mond.

Der Sänger spricht über sein erstes Album mit Bariton-Rollen von Mozart, über Traumziele als Sänger - und über Stalker. Dank an Mozart.

Das Motto „Der Mensch ist, wozu er sich macht“, bündelt in der Münchner Spielzeit 2025/26 Händel und Brett Dean, Verdi und Gounod. Die Nummer Eins.

Massenets „Werther“ wurde auf Deutsch in Wien uraufgeführt. Und er existiert in einer nun erstmals aufgenommenen Bariton-Version. Werther, tiefergelegt.

Schätze für den Plattenschrank

Carlo Maria Giulini war das, was man nicht über jeden seiner prominenten Kollegen sagen konnte: Ein Freund der Musik.

Es war ja nicht so, dass Joan Sutherland sich vor 1959 über mangelnden Publikumszuspruch und fehlende Opernengagements beklagen konnte.

Bach, Haydn, Mozart? Fehlanzeige. Stattdessen: Mahler, Ives, Gershwin.

Manchmal holt einen der Erfolg von vorgestern ungewollt wieder ein.

Das nennt man wohl eine treue Seele.

Finnland ist zu beneiden. Unerschöpflich scheint das Reservoir an Spitzendirigenten zu sein.

Weißes Jackett und Kellner-Fliege - so kannte ihn das Publikum in Cleveland von vielen Konzerten her: Louis Lane.

Dass es das im Zeitalter des weltenzyklopädischen Internets auch noch geben kann!

tags: #erin #krakow #perücke

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