Ergonomisches Arbeiten im Friseursalon: Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden

Wer den ganzen Tag als Friseur arbeitet, ist abends körperlich erschöpft. Studien der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) haben gezeigt, dass Friseure oft in ungünstigen Körperhaltungen arbeiten. Das schadet dem Körper und der Gesundheit. Vielen schmerzt der Körper, denn zu oft werden die Arme zu hoch angehoben, der Körper verdreht oder der Kopf bzw. der Oberkörper nach vorne gebeugt.

Besonders Schultern, Nacken und Oberkörper leiden im Friseurberuf. Daher ist es wichtig, auf ergonomisches Arbeiten zu achten, um langfristige Gesundheitsschäden zu vermeiden.

Warum ist ergonomisches Arbeiten im Friseursalon so wichtig?

Die richtige Arbeitshaltung beim Schneiden ist für einen Friseur unglaublich wichtig. Ein Friseur schneidet, föhnt, stylt und pflegt ständig die Haare seiner Kunden. Dies führt dazu, dass ein Friseur oft lange in derselben Position sitzt und immer wieder dieselben Bewegungen ausführt.

Dadurch erhöht sich das Risiko von körperlichen Beschwerden wie Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen, Gelenkschmerzen und sogar Langzeitverletzungen erheblich. Durch Investitionen in ergonomische Arbeitsplatzanpassungen, die Verwendung geeigneter Hilfsmittel und die Förderung einer guten Körperhaltung können Friseure nicht nur ihre eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden verbessern, sondern auch die Qualität der Dienstleistungen für ihre Kunden.

Die Auswirkungen einer schlechten Arbeitshaltung auf Friseure

Eine schlechte Arbeitshaltung kann für Friseure unangenehme Folgen haben. Langes Stehen, Bücken und sich wiederholende Bewegungen im Friseurberuf können zu körperlichen Problemen führen. Eine schlechte Arbeitshaltung kann zu chronischen Rücken- und Nackenschmerzen, Muskelverspannungen, Gelenkproblemen und sogar Verletzungen führen.

Daher ist es für Friseure sehr wichtig, auf ihre Körperhaltung zu achten und regelmäßig Pausen einzulegen, Übungen zu machen und ergonomische Techniken anzuwenden, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu fördern.

Ergonomie-Tipps für Friseure

Zu den wichtigsten Tipps für Friseure zählen:

  • Ellenbogen maximal in Schulterhöhe anheben.
  • Schultern immer entspannt nach unten hängen lassen.
  • Auf eine gestreckte Halswirbelsäule achten.
  • Die Lendenwirbelsäule aufrecht mit leichter Hohlkreuzhaltung ausrichten.
  • Stets frontal arbeiten.
  • Beim Haareschneiden im Nacken und am Hinterkopf einen Rollhocker nutzen.
  • Beim Sitzen auf dem Rollhocker beide Füße fest auf den Boden platzieren; beim Haarewaschen die Füße eher in Schrittstellung stellen.
  • Den Frisierstuhl nicht nur einmal auf den Kunden einstellen, sondern bei jeder neuen Tätigkeit bei Bedarf nachstellen.

Die Bedeutung eines guten Stuhls und guter Schuhe für Friseure

Dass eine gute Arbeitshaltung wichtig ist, liegt eigentlich auf der Hand. Aber vergessen Sie auch nicht die Bedeutung guter Schuhe. Da Sie fast den ganzen Tag stehen, ruht Ihr Körpergewicht ständig auf Ihren Füßen, den ganzen Tag lang! Achten Sie also darauf, dass Sie Schuhe tragen, die den richtigen Halt bieten.

Tragen Sie vor allem keine Schuhe mit Absätzen. Sie können auch Einlegesohlen in Ihren Schuhen tragen. Diese Einlegesohlen bieten nicht nur mehr Komfort, sondern auch mehr Halt.

Arbeitssicherheit im Friseurhandwerk

Arbeitssicherheit im Friseurhandwerk bezieht sich auf spezifische Maßnahmen, die dazu dienen, deine Gesundheit und Sicherheit während der Arbeit zu gewährleisten. Als Friseur oder Friseurin arbeitest du mit scharfen Werkzeugen, Chemikalien und elektrischen Geräten, die alle potenzielle Gefahrenquellen darstellen. Daher sind präventive Maßnahmen entscheidend, um Risiken zu minimieren.

Ein Beispiel für Arbeitssicherheit im Friseursalon ist die Verwendung von Handschuhen beim Umgang mit Haarfärbemitteln. Diese schützen deine Haut vor chemischen Verbrennungen und allergischen Reaktionen.

Rechtliche Grundlagen der Arbeitssicherheit

In Deutschland gibt es mehrere gesetzliche Vorschriften, die die Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz regeln. Diese Gesetze sind darauf ausgelegt, dass du und deine Kollegen vor möglichen Gefahren geschützt seid.

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Dieses Gesetz gibt allgemeine Anforderungen für den Arbeitsschutz vor und erlegt dem Arbeitgeber Pflichten auf, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten.
  • Berufsgenossenschaftliche Vorschriften: Diese spezifischen Vorschriften (BGV) beinhalten detaillierte Regelungen für verschiedene Branchen, darunter das Friseurhandwerk.
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): Diese Verordnung regelt den sicheren Umgang mit gefährlichen Stoffen in Friseursalons, wie Haarfärbemitteln und Reinigungsmitteln.

Es ist wichtig, regelmäßige Schulungen in Arbeitssicherheit zu besuchen, um immer auf dem neuesten Stand der gesetzlichen Anforderungen zu bleiben.

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Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist Ausrüstung, die dazu dient, dich vor Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen. Dazu gehören Handschuhe, Schutzbrillen, Schürzen und Sicherheitsschuhe.

Ein gutes Beispiel für PSA ist das Tragen von Handschuhen beim Haarefärben. Das schützt deine Hände vor Chemikalien, die Hautreizungen verursachen können.

Stelle sicher, dass deine PSA immer in einwandfreiem Zustand ist und regelmäßig gewartet wird.

Ein tieferer Einblick zeigt, dass auch ergonomische Maßnahmen zur PSA gehören. Ergonomisch gestaltete Werkzeuge und ein höhenverstellbarer Stuhl können helfen, Muskel-Skelett-Erkrankungen zu verhindern, die durch wiederholte Bewegungen und langes Stehen entstehen.

Hygienemaßnahmen im Salon

Hygiene ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Arbeitsschutzes im Friseursalon. Eine gute Hygiene schützt nicht nur dich, sondern auch deine Kunden vor der Verbreitung von Krankheiten und Infektionen.

Zu den Hygienemaßnahmen gehören:

  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Desinfektion von Werkzeugen und Oberflächen
  • Verwendung von Einwegmaterialien, wenn möglich
  • Saubere und gepflegte Arbeitskleidung

Nach jedem Kunden solltest du alle verwendeten Werkzeuge desinfizieren. Dies verhindert die Ausbreitung von Keimen und gewährleistet einen sicheren Arbeitsplatz.

Vergiss nicht, auch Pausenbereiche regelmäßig zu reinigen, da diese oft übersehen werden.

Ein tieferer Blick auf Hygienemaßnahmen zeigt, dass auch die Luftqualität im Salon wichtig ist. Regelmäßiges Lüften und das Verwenden von Luftreinigern können dazu beitragen, chemische Dämpfe und Staubpartikel zu reduzieren, die Atemwegsbeschwerden verursachen können.

Ergonomische Maßnahmen am Arbeitsplatz

Arbeitgebende sollten Weiterbildungsangebote ihrer Berufsgenossenschaft nutzen. Auch sollte das gesamte Team regelmäßig in gesunder Arbeitsgestaltung unterwiesen werden. Konnten keine Maßnahmen ­abgeleitet bzw.

Mithilfe der Leitmerkmalmethode zu Zwangshaltungen (LMM-KH) ­werden die obigen Schritte vertieft. Konnten keine neuen Maßnahmen abgeleitet bzw.

Basis für den Arbeitsschutz ist die ­Gefährdungsbeurteilung. Um Gefährdungen durch Zwangshaltungen zu ­ermitteln und passende Schutzmaßnahmen zu etablieren, ist ein mehrstufiges Verfahren möglich - mithilfe der sogenannten Leitmerkmalmethode (LMM-KH). Bei Fragen zum Prozess kann die zuständige Berufsgenossenschaft unterstützen.

Bei erhöhter oder hoher Belastung durch Zwangshaltungen im Friseurhandwerk müssen Betriebe Präventionsmaßnahmen mit dem Ziel der Belastungsreduktion durchführen. Diese sollten nach dem TOP-Prinzip erfolgen.

Technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen (TOP-Prinzip)

Hier gilt: Technische Maßnahmen haben Priorität vor organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen. Das fängt bereits bei den passenden Arbeitsmitteln an, zu denen nicht nur ergonomische Stühle, sondern auch ergonomische Scheren und Föhne gehören.

Experte Thomas Krehl betont, dass zudem eine gute Arbeitsorganisation unabdingbar ist, um Risiken durch erzwungene Körperhaltungen zu vermeiden. Sprich: Pausen machen, Tätigkeiten wechseln, Ausgleichsübungen einbauen.

Das werde aber häufig vernachlässigt: „Der Job ist oft Fließbandarbeit, denn der Preisdruck innerhalb der Branche ist hoch.“ Dieser Druck werde oft direkt an das Team weiter­gegeben.

So fehlen nicht nur wichtige Maßnahmen gegen die körperlichen Folgen von Zwangshaltungen - auch die psychische Belastung der Beschäftigten erhöht sich.

Aber auch die Beschäftigten sind gefragt. „Wichtig ist die eigene Körperwahrnehmung und ein Gefühl für ein gesundes Selbst“, so Krehl.

„Idealerweise merken die Friseurinnen und Friseure selbst, wenn sie lange in einer Position verharren, und ändern ihre Körperhaltung.“ Kurze Dehnübungen, ein paarmal tief ein- und ausatmen, all das könne schon helfen.

Und die Pausen, betont der Experte, sollten nicht vor dem Handy, sondern lieber in ­Bewegung verbracht werden.

Übungen für Friseure zur Entspannung und Kräftigung

Bei Verspannungen in Nacken, Schulter und oder Rücken helfen Schulterkreisen, Planken, Dehnübungen und Co. Friseure belasten vor allem beim Föhnen und Haare schneiden täglich verschiedene Muskelgruppen, insbesondere in Schultern, Armen, Händen und Rücken. Um langfristige Beschwerden zu vermeiden, sind gezielte Übungen, eine ergonomische Haltung und regelmäßige Pausen essenziell.

Durch einfache Maßnahmen kann die Muskulatur gestärkt und die Belastung reduziert werden - für einen gesunden und schmerzfreien Arbeitsalltag!

Schulter- und Armkräftigung

  • Schulterkreisen: Mit beiden Füßen Becken-breit aufstellen, Blick geradeaus, Arme entspannt hängen lassen. Nun beide Schultern langsam kreisen, von vorn nach hinten (10 Mal) und von hinten nach vorn (10 Mal). Das Ganze geht auch gegengleich. Diese Übung löst Verspannungen.
  • Seitliche Armhebungen mit kleinen Gewichten oder Shampooflaschen: Dazu mit den Füßen in Beckenbreite aufstellen, gleiche Gewicht oder eine Shampooflasche (schwerer ist die Peroxidflasche), in jede Hand nehmen und die gestreckten Arme in Schulterhöhe langsam anheben und wieder senken. Mehrmals wiederholen. Das stärkt die Schultermuskulatur und verbessert die Haltung

Nackenentspannung

  • Nackendehnung: Den Kopf mit Blick geradeaus langsam zur Seite neigen. Rechte Hand zum linken Ohr führen und mit wenig Kraft die Dehnung zur rechten Seite unterstützen.
  • Kopfkreisen: Lockeres Kreisen erst mehrmals in die eine Richtung und danach in die anderen Richtung - das hilft, Verspannungen zu lösen. Achtung: Die dabei entstehenden Geräusche sind völlig normal

Rücken- und Rumpfstabilisation

  • Plank-Übungen: Die Planke oder auch "Unterarmstütz" genannt, dient einer stabilen Mitte und kräftigt den gesamten Rumpf: Die Haltung ähnelt dem Liegestütz, allerdings stützt man sich auf den Unterarmen ab. Der Körper bleibt gerade wie ein Brett, Bauch- und Rückenmuskulatur werden angespannt. Ruhig durchatmen und die Postion halten; am besten erst einmal 15 - 30 Sekunden, bei einer Minute wird es dann spannend ;)
  • Rückenstrecker: Diese Übung wird oft auf dem Boden ausgeführt: Flach auf den Bauch legen, Hände hinter dem Kopf verschränken, Ellbogen nach oben. Jetzt Oberkörper leicht anheben und wieder absenken. Klar, im Salon findet sich nicht unbedingt ein lauschiges Boden-Plätzchen, deshalb empfehlen wir, den Schneidehocker: Mit dem Bauch drauflegen, Beine gestreckt ausbalancieren, und los gehts. Zur besseren Balance könnt ihr die Arme auch vor der Brust verschränken. Wichtig: Hocker gegen Wegrollen sichern ;)

Beine und Haltung stabilisieren

  • Wadenheben: Mit beiden Beinen in Beckenbreite aufstellen. Mit geradem Rücken und heruntergezogenen Schultern langsam auf die Ballen ziehen und langsam wieder senken. Das stärkt die Beinmuskulatur und verbessert die Durchblutung.
  • Kniebeugen: Die Füße schulterbreit aufstellen, Bauch- und Rückenmuskulatur anspannen, Arme vor den Körper halten und langsam in die Knie beugen. Die Bewegung geht vom Po aus, die Knie werden leicht nach außen gedrückt. Soweit beugen, bis das Hüftgelenk sich etwas tiefer als das Kniegelenk befindet. Wieder aufrichten. Fördert eine stabile Haltung und entlastet die Kniegelenke.

Zusätzliche Tipps für eine gesunde Arbeitsweise

  • Kleine Stretching-Einheiten zwischendurch können Verspannungen vorbeugen und verhelfen zu einer angenehmen Auszeit
  • Um die Muskeln fit und die Gelenke geschmeidig zu halten, bewusste Bewegung einbauen, wo es nur geht.

Was sollten Chefs beachten?

  • Ergonomische Arbeitsplätze
  • An der Waschanlage muss ausreichend Platz für die Beine und Füße sein.
  • Frisierstühle und Rollhocker müssen leicht (!) verstellbar sein.
  • Praktische Schulungen im Team

Am besten lassen sich die ergonomischen Arbeitsabläufe und das regelmäßige Anpassen der Einstellung des Mobiliars im Rollenspiel üben und festigen, so die BGW.

Zusätzliche Tipps für Chefs und Angestellte

Hier sind einige zusätzliche Tipps für eine gesunde Arbeitsweise im Friseursalon:

  • Beim Haarewaschen und Kolorieren geeignete Einmalhandschuhe tragen. Das ist ganz wichtig für schöne und gesunde Hände. Die entsprechenden Handschuhe sollten im Salon immer in verschiedenen Größen griffbereit sein.
  • Sanft reinigen lassen sich die Hände im Arbeitsalltag, indem man eine pH-hautneutrale Waschlotion sowie weiche Papierhandtücher zum Abtrocknen verwendet.
  • Um den Muskel-Skelett-Apparat zu entlasten, sollte man beim Arbeiten häufig die Körperhaltung ändern. Das erreicht man im Salon durch einen Wechsel von sitzen, stehen und gehen.
  • Zu einer gesundheitsförderlichen Salonausstattung gehören entsprechende Arbeitsgeräte. Zum Beispiel gibt es Föne, die weniger Lärm machen und dazu auch leichter sind als herkömmliche Geräte. Das bewirkt in einem Friseursalon schon richtig viel - gerade wenn mehrere Geräte gleichzeitig laufen. Lärm ist nachweislich ein Stressfaktor.
  • Zu kurz kommen im Salonalltag oft die Pausen. „Zufallspausen“ bei Terminabsagen reichen nicht aus. Wichtig sind ausreichende festgelegte Auszeiten.
  • Ein ebenfalls oft unterschätztes Thema ist tatsächlich die Ordnung im Salon. Herumliegende oder -hängende Kabel werden schnell zu Stolperfallen, ebenso im Weg stehende Handwagen oder Trockenhauben.

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