Erblicher Haarausfall bei Frauen: Ursachen und Behandlung

Volles, kräftiges Haar ist für viele Frauen ein Zeichen von Gesundheit, Jugendlichkeit und Attraktivität. Umso größer ist die Verunsicherung, wenn beim Blick in den Spiegel plötzlich die Kopfhaut am Scheitel durchschimmert oder die Haare ihre gewohnte Fülle verlieren. Fast jede dritte Frau hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen, und der Leidensdruck ist oft groß.

Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf, wobei der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) die häufigste Ursache darstellt - sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor.

Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten von erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen, um Ihnen ein umfassendes Verständnis und wirksame Lösungsansätze zu bieten.

Ursachen des erblichen Haarausfalls bei Frauen

Der Begriff "Androgenetische Alopezie" bedeutet frei übersetzt "Haarausfall durch männliche Hormone". Darunter versteht man eine Form des Haarausfalls, die durch eine veranlagungsbedingt erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber männlichen Sexualhormonen (Androgenen) ausgelöst wird. Die Veranlagung zu dieser Überempfindlichkeit des Haarfollikels kann von jeder Elternseite vererbt werden.

Verantwortlich für den erblich bedingten Haarausfall ist das körpereigene Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Es ist ein Umwandlungsprodukt von Testosteron und bei dieser Art des Haarausfalls reagieren die Haarfollikel überempfindlich auf DHT. Die Veranlagung zu dieser Überempfindlichkeit des Haarfollikels kann von jeder Elternseite vererbt werden.

Welche Gene im Erbmaterial den Haarausfall verursachen, ist bislang wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Die Folgen sind jedoch bekannt:

  • Die Blutgefäße, die die Haarfollikel mit den für das Haarwachstum notwendigen Nährstoffen versorgen, bilden sich zurück.
  • Durch diese verringerte Versorgung verkümmern die Follikel immer mehr.
  • Zudem wird die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Ruhephase verlängert, wodurch der Haarzyklus von Mal zu Mal kürzer wird.
  • Neue Haare wachsen als Resultat kürzer und weniger kräftig nach und fallen eher aus.
  • Dieser Prozess wiederholt sich über viele Jahre. Von Zyklus zu Zyklus bilden sich immer dünnere Haare, bis keine Haare mehr sichtbar sind.

Frauen leiden häufig auch unter Haarausfall aufgrund einer Veränderung im Hormonhaushalt. Besteht ein Ungleichgewicht zwischen weiblichem Östrogen und männlichem Testosteron, lassen die männlichen Hormone die Haarfollikel schrumpfen. Die Haarwurzel wird schwach. Bei jüngeren Frauen kann die Abnahme der Haardichte zum Beispiel auch durch ein Polyzystisches Ovar Syndrom (PCOS) bedingt sein.

Hormonell erblich bedingter Haarausfall ist auch bei Frauen die häufigste Form des Haarverlusts. Tatsächlich sind circa 40 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens von dieser Form betroffen. Schuld am Verlust der Haare sind die Gene: Die Veranlagung bestimmt das Ausmaß des Haarverlusts.

Wie verläuft androgenetische Alopezie?

Frauen erleben den hormonell erblich bedingten Haarausfall anders als Männer. Wenn bei androgenetischer Alopezie die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Sexualhormon Testosteron, genauer gesagt auf das sogenannte Dihydrotestosteron (DHT) reagieren, passiert Folgendes:

  1. Das DHT führt dazu, dass sich die Haarfollikel verkleinern.
  2. Die Blutgefäße der Haarwurzeln bilden sich zurück.
  3. Dem Körper gelingt keine ausreichende Nährstoffversorgung der Follikel mehr.
  4. Schließlich sterben die Haarwurzeln ab.
  5. Nach dem Ausfallen wachsen die Haare nicht mehr nach.
  6. Stetig weniger Haare sind das Ergebnis.

Kennzeichnend für den anlagebedingten Haarausfall ist, dass die Haare in bestimmten Bereichen kontinuierlich ausgehen und die Haardichte dort immer mehr zurückgeht. Wenn sich die volle Haarpracht immer mehr verabschiedet, bereitet der Blick in den Spiegel oft keine Freude mehr.

Betroffene Frauen erkennen einen hormonell erblich bedingten Haarausfall an folgenden Auffälligkeiten:

  • stetig dünner werdendes Haar im Scheitelbereich
  • (meist gleichmäßig) ausgedünnte Haare im oberen Kopfbereich
  • durchschimmernde Kopfhaut

Manche Frauen bekommen auch eine Stirnglatze, die sich ebenso bei Männern zeigt. Eine komplette Glatze ist hingegen bei ihnen selten.

Sowohl bei Frauen als bei Männern beginnen die Veränderungen im Haarwachstum meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Hormonelle Verhütung

Bei Frauen, die mit einer gestagenhaltigen Pille verhüten, kann diese Auslöser für androgenetische Alopezie sein. Bemerkbar macht sich der Haarausfall manchmal erst nach mehreren Zyklen und auch nach dem Absetzen der Pille kann dieser noch für eine gewissen Zeit andauern.

Umgekehrt kann aber ebenso das Absetzen von östrogenhaltigen Pillen oder Hormonersatzpräparate zu vermehrtem Haarausfall führen, der allerdings auch nur diffus und temporär sein kann.

Diagnoseverfahren

Je früher Haarausfall erkannt wird, desto eher hat die Behandlung Erfolg. Denn der Erfolg wird oft erst drei Monate nach Beginn der Behandlung sichtbar. Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.

Frauen, die sich unsicher sind, woher ihr Haarverlust kommt, sind in einer Dermatologiepraxis an der richtigen Adresse. Die Fachleute können bestimmen, ob der Haarausfall erblich bedingt ist oder beispielsweise eine Entzündung der Kopfhaut dahintersteckt. Wie bereits erwähnt, unterstützen auch Gynäkolog*innen bei der Ursachenforschung. Je nach Form des Haarausfalls kann es nötig sein, weitere Ärzt*innen hinzuzuziehen, zum Beispiel Endokrinolog*innen.

In der Hautarztpraxis gibt es verschiedene Möglichkeiten, sowohl dem Ausmaß des Haarverlusts als auch der Ursache für das Ausfallen der Haare auf den Grund zu gehen.

  • Haarzähltest: Dieser Test hilft der Dermatologin oder dem Dermatologen, sich ein Bild über die Menge des Haarausfalls zu verschaffen. Die eigentliche Arbeit leistet die oder der Betroffene im Voraus: Zähle dazu täglich die beim Waschen oder Bürsten ausgefallenen Haare über einen festgelegten Zeitraum hinweg.
  • Zupftest: Um festzustellen, wie leicht sich die einzelnen Haare aus der Kopfhaut lösen, zupft die Hautärztin oder der Hautarzt an unterschiedlichen Stellen des Kopfes sanft an den Haaren - ohne sie mit Gewalt herauszuziehen. Ähnlich wie beim Haarzähltest erlaubt es diese Methode, das Ausmaß und zusätzlich die Verteilung des Haarausfalls über den Kopf einzuschätzen.
  • Trichogramm: Mögliche Veränderungen im Haarzyklus lassen sich mithilfe eines sogenannten Trichogramms herausfinden. Das Analyseverfahren dient der Haarwurzeluntersuchung. Dabei werden Haarsträhnen an verschiedenen Stellen des Kopfs in eine Klemme gespannt und ausgezogen. Die Auswertung erfolgt unter dem Lichtmikroskop.
  • Computergestützte Analyse: Eine computergestützte Analyse ist weniger schmerzvoll als das klassische Trichogramm, da dazu keine Haare ausgezupft werden müssen. Die Ärztin oder der Arzt rasiert einen kleinen Bereich hinter der Stirnhaargrenze, färbt diese Stelle mit einem Haarfarbstoff und macht eine Aufnahme. Nach wenigen Tagen werden die eingefärbten Haare dann erneut fotografiert und digital analysiert.
  • Blutuntersuchungen: Auch Blutuntersuchungen können dabei helfen, mögliche Ursachen für den Haarausfall herauszufinden. So kommen beispielsweise auffällige Eisen- oder Schilddrüsenwerte ans Licht.

Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form von Haarausfall. Er betrifft circa 80 von 100 Männern und 40 von 100 Frauen in der Altersgruppe ab 70 Jahren. Typisch ist, dass die Haare bei Männern an Stirn und oberem Hinterkopf ausfallen, bei Frauen im Scheitelbereich. Ursache für den Haarverlust ist häufig eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron - einem Abkömmling des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Behandlungsmöglichkeiten

Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Für Frauen stehen die Chancen gut, ihr Haarwachstum bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall wieder anzuregen. Um den Haarausfall zu behandeln, stehen verschiedene Mittel zur Wahl.

Medikamente

Es gibt zwei Wirkstoffe, die dem Haarausfall wirksam entgegensteuern können.

  • Minoxidil: Der Blutdrucksenker Minoxidil lässt bei erblich bedingtem Haarausfall in einigen Fällen neue, kräftigere Haare nachwachsen. Allerdings kann das Medikament Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden und Haarwuchs im Gesicht verursachen. Besonders gut wirkt Minoxidil an Haarstellen, an denen noch Haare in der Nähe wachsen. Bis sich ein Behandlungserfolg zeigt, ist Geduld gefragt. Erste Effekte sind frühestens nach vier bis sechs Monaten erkennbar, manchmal erst später. In den ersten Monaten der Behandlung sollte man darauf gefasst sein, dass verstärkt Haare ausfallen. Das ist aber als gutes Zeichen zu werten. Denn die ausfallenden Haare machen Platz für die Haare, die nachwachsen. Unterbricht man allerdings die Anwendung, fallen die nachgewachsenen Haare wieder aus.
  • Koffein-Präparate: Bei diagnostiziertem Haarausfall können Hautärzte als Therapie die Injektion koffeinhaltiger Präparate in die Kopfhaut verschreiben.
  • Anti-Androgene: Gegen hormonbedingten Haarausfall verschreiben Dermatologinnen und Dermatologen Tabletten, die Anti-Androgene enthalten.

Beim Mann kann die genetische Veranlagung zum Haarverlust mit einem noch relativ neuen Wirkstoff behandelt werden. Das verschreibungspflichtige Medikament enthält den Wirkstoff Finasterid, der bei über neunzig Prozent der Männer in der Lage sein soll, den Haarausfall zu stoppen - wenn es regelmäßig eingenommen wird. Finasterid hemmt das DHT und blockt damit den androgenetischen Haarausfall ab. Zu diesem Medikament stehen Langzeitbeobachtungen noch aus. Es steht aber im Verdacht, Potenzprobleme hervorzurufen. Frauen dürfen Finasterid nicht einnehmen.

Relativ erfolgreich können in Haarwässern enthaltene Östrogene wirken. Sie neutralisieren die Wirkung von DHT im Haarboden. Setzt man die Mittel allerdings ab, gehen die Haare wieder aus. Außerdem gibt es jetzt auch eine hormonfreie Lösung gegen anlagebedingten Haarausfall.

Haartransplantation

Dafür werden Haare am Hinterkopf entnommen. An den kahlen Stellen setzt der Arzt Mikroschlitze und verpflanzt die Transplantate. Dabei bestimmt er auch die Dichte und Richtung, in der die Haare in Zukunft wachsen sollen. Das Ganze geschieht in Millimeterarbeit.

Die allermeisten Betroffenen brauchen sie nicht, doch müssen Perücke, Toupet oder Haartransplantationen in Betracht gezogen werden, wenn sonst nichts hilft und der Leidensdruck hoch ist. Bei der Transplantation werden verschiedene Techniken angewendet, z.B. die so genannte autologe Haarwurzeltransplantation. Dabei wird in örtlicher Betäubung ein behaartes Hautareal entnommen. Dieses wird dann an lichten oder kahlen Stellen wieder eingesetzt.

Eine Haarverpflanzung kommt meist infrage, wenn die Behandlung mit Medikamenten nicht ausreichend wirkt oder die betreffende Person stark unter dem Haarverlust leidet. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant. Die verpflanzten Haare fallen oft erst einmal aus, um dann neu nachzuwachsen. Bis ein Erfolg zu sehen ist, kann es einige Monate dauern. Das Ergebnis fällt individuell verschieden aus.

Eine Haartransplantation erfordert einen professionellen Umgang mit den verschiedenen Techniken und den persönlichen Wünschen.

Als letzte Option, wenn alles andere nicht geholfen hat, bleibt eine Haartransplantation. Diese ist allerdings erst dann sinnvoll, wenn der Haarausfall gestoppt ist und nicht mehr weiter voranschreitet.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Häufig werden Behandlungen mit eigenem Blutplasma (PRP-Behandlung) oder Laser angeboten. Fachgesellschaften empfehlen diese Methoden bisher nicht, da aussagekräftige Studien, etwa zum Nutzen, zur Langzeitwirkung, oder Vergleichsstudien mit den Standardmethoden fehlen.

Aus dem Bereich der Alternativmedizin kommt die Meso-Therapie, bei der spezielle Medikamente, Nährstoffe, Vitamine oder Spurenelemente in die Kopfhaut injiziert werden. Um eine besonders hohe Wirksamkeit zu erreichen, lassen sich alle drei Verfahren auch in einer "Triple Therapie Plus" kombinieren.

Eine zusätzliche Ergänzung der Triple-Therapie ist möglich durch eine Stammzellen-Therapie. Aus dem Unterhautfettgewebe des Patienten werden Stammzellen gewonnen und in die Kopfhaut gespritzt.

Auch die Low-Level-Laser-Therapie zur sanften Stimulation der Haarwurzeln gewinnen an Bedeutung.

Natürliche Unterstützung

Für eine natürliche und gut verträgliche Behandlung von hormonell erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen empfiehlt sich die Einnahme von Priorin® Kapseln im Rahmen des Diätmanagements. Sie versorgen die Haarwurzel mit wichtigen Mikronährstoffen und unterstützen ihren Zellstoffwechsel.

  • Hirseextrakt: Die Basis der Kapseln bildet Hirse. Sie enthält essenzielle Vitamine und Mineralstoffe.
  • Vitamin B5 (Pantothensäure): Das wasserlösliche B-Vitamin übernimmt wichtige Aufgaben im Körper.
  • L-Cystin: Der Eiweißbaustein zählt zu den natürlichen Bestandteilen der Haarsubstanz (Keratin).

Ob Öle, Seren oder Pulver zum Einnehmen: Im Einzelhandel werben viele Produkte damit, Haarverlust "aktiv" zu bekämpfen - mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bambus oder Basilikum. Expertinnen und Experten zweifeln jedoch an der Aussagekraft von oft kleinen und über einen kurzen Zeitraum durchgeführten Herstellerstudien. Auch Nahrungsergänzungsmittel versprechen mitunter eine hohe Wirksamkeit bei Haarausfall, ihre Wirksamkeit ist oft jedoch nicht belegt.

Die Produkte enthalten neben Vitaminen häufig auch Spurenelemente oder Extrakte, manchmal in sehr hohen Dosen. Diese sind per se nicht schädlich, jedoch kann der Körper beispielsweise zu viel Vitamin A - dessen Tagesbedarf einige der Vitaminkapseln vollständig decken - nicht ausscheiden. Eine langfristig zu hohe Aufnahme von Vitamin A kann zu trockener Haut und Haarausfall führen.

Grundsätzlich gilt: Wer sich ausgewogen und ausreichend ernährt, muss in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall einnehmen.

Pflegetipps

Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert. Beim Fönen - und auch bei starker Sonneneinstrahlung - ein Hitzeschutzspray auftragen. Für mehr Volumen Haarspray und Styling-Schaum für den Haaransatz verwenden.

Auch das richtige Styling macht viel aus. Auf Haarspray oder Haargel sollte verzichtet werden, weil es die Haarsträhnen verklebt und die gesamte Mähne dadurch noch dünner wirken lässt. Wer es gerne lässig mag und in legerem Rahmen unterwegs ist, kann auch mal zu Hut oder Kappe greifen.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Einnahme von Minoxidil oder Finasterid kann unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Diese treten meist selten auf und klingen normalerweise nach Ende der Medikamenten-Einnahme wieder ab.

Bei der Verpflanzung von Eigenhaar ist zu bedenken, dass es sich um einen Eingriff handelt. Wie bei anderen Operationen kann sich der behandelte Kopfbereich etwa entzünden, schlecht abheilen oder stärker vernarben als gewünscht.

Einige Nebenwirkungen von Minoxidil

  • Allergische Reaktion der Haut auf die Inhaltsstoffe des Präparats sind möglich.
  • Die Kopfhaut kann jucken und schuppen.
  • Es kann zu einer verstärkten Gesichtsbehaarung kommen, was bei Männern in der Regel weniger problematisch ist als bei Frauen. Normalerweise bilden sich die Haare einige Monate nach dem Ende der Behandlung zurück.

Einige Nebenwirkungen von Finasterid

  • Die Einnahme von Finasterid kann die sexuelle Lust bremsen (Libido-Verlust) und zu Erektionsstörungen oder Problemen mit dem Samenerguss (Ejakulationsstörungen) führen. Nach dem Absetzen des Medikaments legt sich das bei den meisten Männern wieder.
  • Gelegentlich kann es bei Männern zu einer Gynäkomastie und zu Hodenschmerzen kommen. Bei einer Gynäkomastie vergrößert sich die Brustdrüse auf einer oder beiden Seiten.
  • Finasterid kann bestimmte psychische Probleme begünstigen.

Wichtig: Finasterid ist für Frauen nicht zugelassen. Wer schwanger ist oder schwanger werden möchte, darf Finasterid nicht einnehmen.

Umgang mit der Belastung

Viele Frauen und Mädchen mit androgenetischer Alopezie berichten, dass sich der Haarausfall negativ auf ihr psychisches Wohlbefinden und ihre Lebensqualität auswirkt.

Insbesondere Frauen leiden besonders stark unter einem auftretenden Haarausfall. Ein geschicktes Frisieren oder kleine Accessoires können den Haarausfall zumindest bis zu einem gewissen Stadium kaschieren.

Ernährung

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Stellungnahme schreibt, sind bei androgenetischer Alopezie keine besonderen Ernährungsmaßnahmen nötig. Es ist jedoch allgemein empfehlenswert, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Die richtige Ernährung kann einen erblich bedingten Haarausfall nicht stoppen. Sie kann aber dafür sorgen, dass die vorhandenen Haare dicker und gesünder sind und dass zusätzliche Faktoren, die sich auf das Haarwachstum auswirken, minimiert werden. Insbesondere auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen sollte geachtet werden.

Es ist jedoch allgemein empfehlenswert, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Zusammenfassung

Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Eine häufige Form des Haarausfalls ist der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie), bei dem es zu einem anhaltenden Haarausfall kommen kann. Die Tendenz zum Haarverlust haben die Eltern den Betroffenen praktisch mit in die Wiege gelegt - die Ausprägung des Haarausfalls ist in den Genen vorprogrammiert.

Die androgenetische Alopezie ist eine klinische Diagnose, die man anhand des typischen Erscheinungsbildes stellen kann. Auch eine Familienanamnese oder ein Vergleich von früheren Fotos des Patienten mit dem aktuellen Erscheinungsbild können helfen.

Der erblich bedingte Haarausfall kann bei adäquater Therapie komplett gestoppt bzw. signifikant verlangsamt werden. Je früher man einen Experten für Haarausfall-Behandlungen aufsucht, desto mehr kann gerettet werden bzw. desto schneller wirken die Gegenmaßnahmen.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen.

Wir sind auf androgenetische Alopezie spezialisiert und zeigen Ihnen wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist. Durch Forschungsarbeiten und ständige Weiterentwicklungen prägt er die Entwicklungen der modernen Haarchirurgie. Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%.

Während die grundlegende Diagnostik von Hausarzt oder Dermatologen übernommen werden kann, sollte für speziellere Fragestellungen ein Haarspezialist hinzugezogen werden. Wir helfen Ihnen bei der Ursachenfindung des Haarausfalls und beraten Sie individuell darüber, welche haarerhaltenden oder haarumverteilenden Methoden für Sie persönlich infrage kommen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Tabelle: Behandlungsmöglichkeiten bei androgenetischer Alopezie

Behandlungsmethode Wirkstoffe/Techniken Anwendung Hinweise
Medikamente Minoxidil Lösung oder Schaum zur lokalen Anwendung Kann Haarwachstum anregen, erfordert Geduld
Medikamente Finasterid Tabletten zur Einnahme (nur für Männer) Hemmt DHT, kann Nebenwirkungen haben
Haartransplantation Autologe Haarwurzeltransplantation Verpflanzung von Haaren vom Hinterkopf Erfolgreich, wenn Haarausfall gestoppt ist
Alternative Therapien PRP-Therapie (Eigenblutplasma) Injektion von Wachstumsfaktoren in die Kopfhaut Wissenschaftliche Belege fehlen noch
Alternative Therapien Meso-Therapie Injektion von Medikamenten, Nährstoffen, Vitaminen in die Kopfhaut Wissenschaftliche Belege fehlen noch
Alternative Therapien Low-Level-Laser-Therapie Behandlung der Kopfhaut mit medizinischem Laser Wissenschaftliche Belege fehlen noch
Natürliche Unterstützung Priorin® Kapseln Einnahme von Kapseln mit Hirseextrakt, Vitamin B5, L-Cystin Unterstützt den Zellstoffwechsel der Haarwurzel

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

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