Die Evolution hat uns im Laufe der Jahrtausende mit verschiedenen Geräten zur Haarentfernung beglückt. Vor allem an Beinen, Armen, unter den Achseln und im Intimbereich wird heute ordentlich gestutzt. Doch was ist die beste Methode? Epilieren, lautet die Standardantwort vieler (vor allem) Frauen. Tatsächlich haben Epilierer einen großen Vorteil: Das Ergebnis hält im Vergleich länger.
Im Internet kursieren unzählige Behauptungen darüber, wie lange Beine und Co. nach einer Haarentfernung glatt bleiben. Die Angaben reichen von zwei bis fünf Wochen. Auf diese Angaben kann man sich allerdings nicht verlassen, denn die tatsächliche Dauer hängt ganz einfach davon ab, wie schnell Ihre Haare nachwachsen.
Fakt ist aber: Im direkten Vergleich mit Rasierern schneiden Epiliergeräte mehr als gut ab. Denn diese säbeln die Haare nur knapp über der Hautoberfläche ab. Die Folge: Schon nach kurzer Zeit, manchmal sogar noch am selben Tag, sind die ersten Stoppeln wieder zu spüren und bald auch zu sehen. Eine Epilation hält dagegen deutlich länger. Der Grund liegt in der Technik. Mit Mini-Pinzetten, die auf Scheiben/Walzen montiert sind, zupfen Epilierer die Haare mitsamt der Wurzel aus. Dadurch dauert es länger, bis das Haar an der Oberfläche sichtbar wird. Die Haut bleibt länger glatt.
Etwas Überwindung kostet es, einen Epilierer auszuprobieren. Als Belohnung lockt wochenlang glatte Haut. - Stiftung Warentest
Trotzdem eine Alternative gefällig? Denn: Die Epilation ist bekanntlich schmerzhaft, schließlich wird kräftig gezupft. Wollen Sie deshalb nicht zum altbewährten Nassrasierer greifen, schauen Sie sich lieber unter den IPL-Geräten (aktuelle Bestenliste) um. Diese bringen die Haarwurzeln durch Lichtimpulse allmählich zum Absterben. Nach mehrmaliger Behandlung kann der Haarwuchs sogar für längere Zeit ganz aufhören.
Nachteil: IPL-Geräte sind recht teuer. Unter 200 Euro ist kaum ein vernünftiges Modell zu bekommen. Die Prozedur erfordert obendrein Geduld. Viele Frauen schwören daher auf Waxing oder Sugaring, sei es zu Hause (was einiges an Übung und auch Geschick erfordert) oder im Profistudio. Ein solides Waxing ist schon ab ca. 30 Euro zu haben.
Schaut man sich in Foren, Kundenmeinungen und Tests von Fachzeitschriften um, ergibt sich ein klares Bild über die idealen Einsatzgebiete der verschiedenen Enthaarungsgeräte.
Einige Epiliergeräte werden mit einem zusätzlichen Rasieraufsatz geliefert. Der Aufpreis ist meist relativ gering. Spezielle Aufsätze für „empfindliche“ Zonen, die z. B. einen schmaleren Epilierkopf haben oder mit sogenannten „Schutzbügeln“ ausgestattet sind, ändern dagegen nichts an der grundsätzlich groben Arbeitsweise eines Epilierers, nämlich dem Ausreißen. Die in Aussicht gestellte Schmerzlinderung ist daher in der Regel gering.
Nur indirekt. Fakt ist: Je mehr Pinzetten am Epilierkopf befestigt sind, desto schneller geht die Haarentfernung. Das hat einen direkten Vorteil. Eine Epilation stresst die Haut immer. Dauert sie nur kurz, reagiert sie weniger gereizt. Als Faustregel gilt: Einfache, preiswerte Epilierer haben oft nur etwa 20 Walzenpaare oder Pinzetten. Besser sind 40 oder mehr.
Da die meisten Epilierer mittlerweile mit einem Akku ausgestattet sind und die Geräte daher technisch sehr einfach wasserdicht gemacht werden können, bieten einige Modelle auch eine Epilation unter der Dusche oder in der Badewanne an. Das Versprechen: Die Epilation tut weniger weh.
Darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Denn in Verbindung mit Wasser werden die Haare weicher. Die Folge: Die Rollen des Epiliergerätes können sie schlechter greifen, im schlimmsten Fall rutschen die Härchen durch. Da auch die Schmerzlinderung bei der Nassanwendung nur gering ist, ziehen es viele vor, vor dem Duschen zu epilieren, raten aber, die Haut danach gründlich mit Wasser und einem Peeling zu reinigen. Diese Vorsichtsmaßnahme verhindert, dass die Haare mit der Zeit wieder einwachsen. Eine (kühlende) Pflegelotion nach der Anwendung ist ebenfalls ratsam.
Epilieren Sie beispielsweise nach dem Duschen oder auch währenddessen. Wärme öffnet die Poren, die Haut ist entspannter und die Haare lassen sich leichter herausziehen.
Eine gesunde Skepsis ist auch gegenüber diversen technischen Vorkehrungen wie Kühlstreifen oder Massagefunktionen angebracht. Die versprochene Schmerzlinderung während der Epilation ist kaum der Rede wert. Kundinnen sprechen daher manchmal von einem Placebo-Effekt, um die positiven Kaufrezensionen zu erklären. Tatsache ist jedoch, dass sich die Haut mit der Zeit an das regelmäßige Auszupfen der Haare gewöhnt und immer entspannter reagiert.
In das Reich der Märchen schließlich kann die Behauptung verbannt werden, dass die Haare durch eine Epilation immer dicker und störrischer werden. Dies ist definitiv nicht der Fall.
Unverzichtbar ist hingegen die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Epilierers zu regulieren. Die meisten Geräte bieten zwei, manche sogar drei Geschwindigkeitsstufen. Vorteil: Je schneller die Haare herausgezogen werden, desto geringer ist das individuelle Schmerzempfinden - ähnlich wie bei einem Pflaster. Von Vorteil kann auch ein beweglicher Epilierkopf sein. Er passt sich flexibel der Hautoberfläche an und kann so mehr Haare erfassen.
Die größte Auswahl an Epilierern bieten Braun und Philips an, was schon darauf schließen lässt, dass diese beiden Hersteller die Platzhirsche am Markt darstellen. Dem ist tatsächlich so: Die Epilierer von Braun mit dem Namen Silk-épil, wie immer bei Braun aufgeteilt in Serien (3, 5, 7) sind nicht nur überdurchschnittlich beliebt, sondern schneiden auch in Test der Fachpresse sehr gut ab. Philips wiederum nennt seine Epilierer Satinelle, die ebenfalls in einer großen Auswahl vorliegen, muss sich aber in den Tests häufig hinter Braun in die zweite Reihe einordnen. Auch Panasonic ist mittlerweile mit sehr guten Epilierern am Markt vertreten; die Top-Modelle von Panasonic sind besonders für preisbewusste Kundinnen attraktiv.
Klare Antwort: Nein. Ob sich ein Mann oder eine Frau mit ihm epiliert, spielt für das Gerät selbst keine Rolle. Die Rollen/Pinzetten sind technisch gesehen quasi geschlechtsneutral.
Im Folgenden werden einige der besten Epilierer aus dem Testjahr 2025 vorgestellt, die sich durch besondere Eigenschaften und Vorteile auszeichnen:
Der Braun "Silk-épil 9 Flex 9-010"-Epilierer ist ein Testsieger mit schwenkbarem, breitem und flexiblem Kopf. Er ist gründlich, schmerzarm und liefert spezielle Aufsätze. Vorteil: Ein Lichtsignal zeigt den idealen Druck auf der Haut an. Nachteil: Keine, denn auch das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt.
Mit seinem breiten, schwenkbaren Aufsatz geht das Epilieren mit dem "ES-EY70" von Panasonic extrem zügig! Gerade bei größeren Körperregionen wie Beine und Arme machen sich diese Eigenschaften positiv bemerkbar. Vorteil: Der Epilierer ist in der Anwendung stabil, schmerzarm und umfasst viele Sonderaufsätze. Nachteil: Bei kleinen Händen ist er nicht so griffig.
Der Braun "Silk-épil 9 9/980 SkinSpa SensoSmart" hat mit seinen vielen Eigenschaften im Test "Bester Epilierer Stiftung Warentest" überzeugt. Vorteil: Dieser Epilierer ist sanft in der Anwendung. Nachteil: Der Schwenkkopf ist bisweilen nicht so flexibel wie gewünscht.
Der Braun Epilierer "Silk-Epil 5-511" ist mit seiner Doppelfunktion aus Epilierer und Rasierer ebenfalls für Anfänger:innen geeignet. Vorteil: Dieser Epilierer im Test ist besonders preisfreundlich. Nachteil: Weniger Komfort in der Anwendung.
Aus den Produktionsstätten von Philips stammt der Epilierer "Satinelle Prestige BRE740/10". Vorteil: Der Epilierer liegt im Test gut in der Hand und ist mit Keramikpinzetten besonders sanft in der Anwendung. Nachteil: Das Surren nehmen im Test einige als lauter wahr.
| Modell | Besondere Eigenschaften | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Braun Silk-épil 9 Flex 9100 | Schwenkbarer Kopf, Lichtsignal | Gründlich, schmerzarm, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Keine |
| Panasonic ES-EY70 | Breiter, schwenkbarer Aufsatz | Stabil, schmerzarm, viele Sonderaufsätze | Nicht so griffig bei kleinen Händen |
| Braun Silk-épil 9 9/980 SkinSpa SensoSmart | Testsieger Stiftung Warentest | Sanft in der Anwendung | Schwenkkopf nicht so flexibel wie gewünscht |
| Braun Silk-épil 5 5-810 | Doppelfunktion Epilierer/Rasierer | Preisfreundlich | Weniger Komfort |
| Philips Satinelle Prestige BRE740/10 | Keramikpinzetten | Sanft in der Anwendung, ergonomisches Design | Lautes Surren |
Die Verwendung eines Geräts mit rotierenden Pinzetten, die Haare an der Wurzel herausziehen, kann leicht schmerzhaft sein - entscheidend sind die langfristigen Vorteile, und die sind es wert! Es gibt Tricks, die die Haarentfernung ggf. erleichtern: Warm Baden oder Duschen, um die Poren vorab zu öffnen. Einen wasserfesten Epilierer unter warmem Wasser anwenden. Vor dem Wachsen einen Eiswürfel über die betroffene Stelle laufen lassen.
Dermatolog:innen betrachten Epilierer bei richtiger Anwendung in der Regel als sichere und effektive Methode zur Haarentfernung. Ihre Eignung kann jedoch je nach Hauttyp, Bedürfnissen und Verträglichkeit variieren.
Peeling und Epilieren gehen Hand in Hand. Mit zunehmender Haardichte können eingewachsene Haare häufiger auftreten. Regelmäßiges, sanftes Peeling ist daher hilfreich. Bürsten Sie Ihre Beine vor der Trockenepilation mit einem Handtuch ab, um die Haare an der Wurzel anzuheben und ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
Der Epilierer sollte entgegen der Wuchsrichtung - wie beim gesamten Körper - geführt werden. Im trockenen Zustand sollte die Haut frei von Pflegeprodukten sein. Tipp: Ein kleinerer Aufsatz (mit Massagerollen) kann den Schmerz verringern. Die Haut der Achselhöhle mit zwei Fingern straffziehen und das Gerät bei mittlerer Geschwindigkeitsstufe langsam bewegen - andernfalls können die Haare abbrechen und einwachsen.
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