Epilieren mit Rasiergel: Eine Anleitung für Anfänger

Epilieren ist eine effektive Methode zur Haarentfernung, die länger anhaltende Glätte verspricht. Viele kleine Pinzetten am Kopf des Epiliergerätes greifen die Haarstoppeln der Beine, Achseln oder Bikinizone und zupfen sie samt Wurzel heraus. Ähnlich wie beim Waxing beißt man nach dem ersten Mal entweder die Zähne zusammen und steht es von Mal zu Mal wieder durch, oder man lässt es für immer sein und greift doch wieder zum Rasierer, der wohl von allen Haarentfernungsmethoden die für viele angenehmste ist.

Der Nachteil beim Rasieren: Es bleibt immer ein grauer Schleier, da die Haarwurzeln noch unter der Haut stecken. Außerdem bekommen viele Menschen vom Rasieren kleine Pickelchen, und schon nach wenigen Tagen wachsen die Haare wieder nach und das gleichzeitig. Entfernt man Haare jedoch samt Wurzel, hat man länger Ruhe - ganz vier Wochen, wie viele Firmen versprechen sind es meist nicht, aber es dauert, bis die Haare nachwachsen.

Außerdem tun sie das vereinzelter und mit einer dünneren Spitze, so dass sie weniger auffallen. Und: Der Schmerz lässt nach, je länger man ein Epiliergerät nutzt. Beachtet man einige Tipps, wird das erste Epilieren einfacher und die behandelten Körperstellen weich und glatt. Und wenn sich die Haut nach einigen Wochen an die Epilation gewöhnt hat, ist es auch nicht viel schlimmer als zu rasieren.

Die Aussicht auf seidig-glatte Haut für vier Wochen ist traumhaft. Das Epilieren kann die Methode sein, die dir diesen Wunsch erfüllt. Aber wie funktioniert das Epilieren und worauf sollte man besonders achten?

Richtig + schmerzfrei Epilieren | Tipps zur Haarentfernung | GEWINNSPIEL | Sara Bow

Tipps für ein möglichst schmerzfreies Epilieren

Tipp 1 - Das Gerät

Im Grunde funktionieren alle Epiliergeräte gleich, unterschiedlich ist vor allem der Pinzettenkopf sowie das mitgelieferte Zubehör - ein Massageaufsatz sollte nicht fehlen. Achten Sie darauf, ein Gerät mit möglichst vielen Pinzetten zu kaufen, je mehr desto schneller sind alle Härchen gezupft. Außerdem sollte das Gerät kabellos funktionieren und mindestens zwei Geschwindigkeitsstufen besitzen - sodass insbesondere Neulinge die langsame und sanftere (aber auch weniger gründliche) Stufe für den Einstieg wählen können. Auch sollte ein Gerät gewählt werden, das auch unter fließend Wasser verwendet werden kann, das verursacht weniger Schmerzen.

Tipp 2 - Die Vorbereitung

Am effektivsten funktioniert der Epilierer, wenn die Härchen zwei bis fünf Millimeter lang sind. Sind sie länger, sollten sie mit einem Trimmer (der bei vielen Epilierern schon inklusive ist) gekürzt werden. Je kürzer das Haar, desto weniger schmerzt das Zupfen. Um die Haut ideal auf das Epilieren vorzubereiten, sollte sie gepeelt werden - das verhindert das Einwachsen der Haare und löst abgestorbene Hautschüppchen. Danach massieren Sie - etwa mit Massageaufsatz, -schwamm oder -bürste - die zu epilierenden Hautpartien, das fördert die Durchblutung, wodurch die Haare leichter und schmerzfreier entfernt werden können.

Tipp 3 - Das Vorgehen an den Beinen

Verwenden Sie einen Trockenepilierer, sollten Sie vor der Anwendung unbedingt ein warmes Bad nehmen, das öffnet die Poren, und Haare lassen sich leichter herausziehen. Danach sollte man sich allerdings gut abtrocknen, damit das Gerät die Haare besser greifen kann. Besser, da weniger schmerzhaft, ist es, einen Nassepilierer zu verwenden - in der Dusche oder warmen Badewanne, denn unter Wasser richten sich die Härchen auf und können von der Walze mit den Pinzetten besser gegriffen werden.

Damit sie sanfter über die Haut gleitet, kann Rasierschaum oder Duschbad auf die Haut gegeben werden. Setzen Sie das Gerät im 90-Grad-Winkel zum Bein, beginnend an der Fessel, an und bewegen sie es dann in langsamen Bewegungen mit etwas Druck gegen die Wuchsrichtung der Haare zum Oberschenkel hin. Mit der freien Hand sollte die Haut möglichst straff gehalten werden.

Tipp 4 - Das Vorgehen unter den Achseln

An den Achseln schmerzt die Haarentfernung etwas mehr, denn die Haut ist weicher und empfindlicher, außerdem sitzen die Haare fester. Daher ist es in dieser Körperzone besonders wichtig, dass die Haut vorher erwärmt und massiert wird. Am besten verwendet man zusätzlich den Massageaufsatz des Epiliergerätes. Um die Haut möglichst straff zu halten, sollten der Arm senkrecht hochgestreckt werden - besser noch, sie straffen die Haut zusätzlich mit der Hand des angewinkelten Armes. Fahren Sie nun gleichmäßig und ruhig, gegen die Wuchsrichtung von außen nach innen über die Achsel. Verwenden Sie danach kein Deo mit Reizstoffen, das würde zu Irritationen führen.

Tipp 5 - Das Vorgehen in der Bikinizone

Eine der empfindlichsten Körperstellen ist die Bikinizone. Am besten verwendet man einen Aufsatz für empfindliche Körperstellen oder mit Massagefunktion. Auch hier sollte die Haut vorher erwärmt und massiert werden, damit sich die Poren öffnen und das Epilieren weniger schmerzt. Gezupft wird gegen die Haarwuchsrichtung, außerdem sollte der zu epilierende Bereich mit Zeigefinger und Daumen straff gezogen werden. Sind die Schmerzen zu groß, legen Sie Pausen ein und kühlen den Bereich im Anschluss mindestens 30 Sekunden mit einem Kühlpack.

Damit das Einwachsen von Härchen verhindert wird, sollte der epilierte Bereich in den folgenden Tagen immer mal wieder mit einem Luffaschwamm massiert oder gepeelt werden.

Tipp 6 - Die Pflege danach

Nach jeder Epilation empfiehlt es sich, die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme zu pflegen und zu beruhigen. Geeignet sind After-Sun- oder Aloe-Vera-Produkte - besonders das Gel eines aufgeschnittenen Aloe-Vera-Blattes schafft Linderung, denn es kühlt die Haut und beugt Reizungen vor. Verzichten Sie auf zu enge, synthetische Materialen an der frisch epilierten Haut - am besten epiliert man am Abend, dann können die anfänglichen Rötungen bis zum nächsten morgen etwas abklingen.

Epilieren Schritt für Schritt

Bei der Epilation werden die Körperhaare mitsamt der Haarwurzeln entfernt. Im Vergleich dazu wird bei der Rasur nur der sichtbare Teil der Haare über der Haut entfernt. Dadurch entstehen rasend schnell wieder Stoppel. Da das Haar beim Epilieren aber mit der Wurzel gezupft wird, kannst du dich lange an glatter Haut erfreuen.

Schritt 1: Vorbereitung auf das Epilieren

Verwende als ersten Schritt ein Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Durch die regelmäßige Anwendung eines Körperpeelings werden die Haare leichter zugänglich und das Epiliergerät kann sie besser zupfen. Es sollte jedoch nicht am gleichen Tag des Epilierens verwendet werden, da die Haut ansonsten zu stark strapaziert wird und Hautirritationen möglich sind. Nach dem letzten Peeling sollten also mindestens 24 Stunden vergangen sein, bis das Epiliergerät zum Einsatz kommt.

Schritt 2: Die Epilation

Beim Epilieren kann man einiges falsch machen.

  • Die Länge der Haare: Im Vergleich zum Waxing sollten die Haare vor dem Epilieren nicht möglichst lang wachsen. Die optimale Haarlänge für’s Epilieren liegt bei 0,5 bis 5 mm.
  • Der Winkel: Das Epiliergerät sollte aufwärts gegen die Wuchsrichtung der Haare bewegt werden.
  • Spannung: Wird die Haut beim Epilieren gespannt, werden die Haare bestmöglich erwischt.
  • Geduld: Für den Epiliervorgang solltest du ausreichend Zeit einplanen. Bei zu schnellem Epilieren brechen die Haare ab und wachsen schneller wieder nach.
  • Der Zeitpunkt: Der Abend eignet sich besonders gut zum Epilieren.
  • Regelmäßigkeit: Am Anfang sollte die Haut etwa einen Monat lang einmal pro Woche epiliert werden, damit alle Haare in jeder Wachstumsphase erwischt werden.

Schritt 3: Pflege nach der Epilation: Eingewachsene Haare vermeiden

Da die Haut insbesondere an den Beinen nicht so viele Talgdrüsen besitzt, ist sie hier oft besonders trocken. Die Beanspruchung bei der Epilation nimmt zusätzlich Feuchtigkeit. Achte darauf, auch in der Zeit nach der Epilation regelmäßig ein Körperpeeling zu benutzen. Auch ein Waschlappen oder ein spezieller Peelinghandschuh kann eine gute Peelingwirkung haben.

Um eingewachsene Haare zu vermeiden, ist alles, was die Haut geschmeidig und elastisch hält, dein Freund. Achte also auf regelmäßige Peelings und reichhaltige Bodylotions. Auch Körperbürsten zum Trockenbürsten können gute Helfer sein.

Bikinizone epilieren - das solltest du beachten

Auch im Intimbereich kann das Epiliergerät zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu den Beinen ist das Epilieren hier jedoch wesentlich schmerzhafter. Möchtest du den Intimbereich epilieren, solltest du die entsprechenden Hautstellen vorab gut reinigen und entfetten. Während der Anwendung sollte die zu behandelnde Hautstelle immer mit zwei Fingern gespannt und dann das Epiliergerät verwendet werden. Zwischendurch kann die gereizte Haut immer mal wieder mit einem Kühlbeutel gekühlt werden. Nach der Haarentfernung empfiehlt es sich zudem, eine entzündungshemmende Creme aufzutragen, um Pickeln nach dem Epilieren vorzubeugen.

Epilieren ohne Schmerzen - geht das?

Trotz der zahlreichen Vorteile des Epilierens entscheiden sich viele Frauen aus Angst vor den Schmerzen dagegen. Dabei können diese mit verschiedenen Maßnahmen effektiv verringert werden.

  • Beim ersten Epilieren ist der Schmerz immer am größten, da die Haut noch nicht an die Behandlung gewöhnt ist und auf einen Schlag sehr viele Haare entfernt werden. Außerdem sind die Haarwurzeln zu Beginn immer ziemlich dick.
  • Je öfter die Behandlung durchgeführt, desto kleiner werden die Haarwurzeln nachwachsen. Wird die Behandlung regelmäßig durchgeführt, wird auch der Schmerz geringer. Ist die erste Behandlung also erst einmal geschafft, wird es danach immer besser.
  • Epilierst du deine Haut am Abend, kann sie sich die ganze Nacht wieder erholen. Außerdem ist man abends in der Regel entspannter.
  • Gönne dir während des Epilierens eine heiße Schokolade und lege deine Lieblingsmusik auf.

Vor- und Nachteile des Epilierens

Vorteile Nachteile
Langanhaltend glatte Haut (bis zu 4 Wochen) Kann schmerzhaft sein, besonders bei den ersten Anwendungen
Haare wachsen feiner und dünner nach Zeitaufwendiger als Rasieren
Weniger Hautreizungen im Vergleich zur Rasur Kann zu eingewachsenen Haaren führen
Kann zu Hause durchgeführt werden Anfängliche Investition in ein Epiliergerät erforderlich

Alternativen zum Epilieren

Wenn du sehr schmerzempfindlich bist, solltest du dir eventuell andere Methoden zur Haarentfernung anschauen. Für ein besonders glattes und langanhaltendes Ergebnis ist die Epilation aber fast unschlagbar. Ist die Behandlung erst einmal geschafft, kannst du dich vier Wochen lang über glatte Haut freuen.

Hier ist ein Überblick über fünf der häufigsten Formen der Haarentfernung im Intimbereich:

  • Rasieren: Eine beliebte, schnelle und einfache Methode, aber die Haare wachsen schnell nach.
  • Waxing: Hält länger als Rasieren, kann aber schmerzhaft sein und Hautreizungen verursachen.
  • Haarentfernungscremes: Schmerzlos, aber die Cremes können Chemikalien enthalten, die empfindliche Haut reizen.
  • IPL (Intense Pulsed Light): Eine langanhaltende Methode, die jedoch teurer ist und nicht für alle Hauttypen geeignet.

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