Epilieren: Alles über Wuchsrichtung, Vorteile und Nachteile

Die Aussicht auf seidig-glatte Haut für bis zu vier Wochen ist verlockend. Das Epilieren kann die Methode sein, die diesen Wunsch erfüllt. Doch wie funktioniert das Epilieren eigentlich, und worauf sollte man besonders achten?

Beim Epilieren werden die Körperhaare mitsamt der Haarwurzeln entfernt. Im Vergleich dazu wird bei der Rasur nur der sichtbare Teil der Haare über der Haut entfernt. Dadurch entstehen rasend schnell wieder Stoppel. Da das Haar beim Epilieren aber mit der Wurzel gezupft wird, kannst du dich lange an glatter Haut erfreuen.

Wie funktioniert Epilieren? Darauf solltest du achten

Beim Epilieren kann man einiges falsch machen. Hier sind die wichtigsten Schritte und Tipps:

Schritt 1: Vorbereitung auf das Epilieren

Verwende als ersten Schritt ein Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Durch die regelmäßige Anwendung eines Körperpeelings werden die Haare leichter zugänglich und das Epiliergerät kann sie besser zupfen. Es sollte jedoch nicht am gleichen Tag des Epilierens verwendet werden, da die Haut ansonsten zu stark strapaziert wird und Hautirritationen möglich sind. Nach dem letzten Peeling sollten also mindestens 24 Stunden vergangen sein, bis das Epiliergerät zum Einsatz kommt.

Schritt 2: Die Epilation

Die Länge der Haare: Im Vergleich zum Waxing sollten die Haare vor dem Epilieren nicht möglichst lang wachsen. Die optimale Haarlänge für’s Epilieren liegt bei 0,5 bis 5 mm.

Der Winkel: Das Epiliergerät sollte aufwärts gegen die Wuchsrichtung der Haare bewegt werden.

Spannung: Wird die Haut beim Epilieren gespannt, werden die Haare bestmöglich erwischt.

Geduld: Für den Epiliervorgang solltest du ausreichend Zeit einplanen. Bei zu schnellem Epilieren brechen die Haare ab und wachsen schneller wieder nach.

Der Zeitpunkt: Der Abend eignet sich besonders gut zum Epilieren. Regelmäßigkeit: Am Anfang sollte die Haut etwa einen Monat lang einmal pro Woche epiliert werden, damit alle Haare in jeder Wachstumsphase erwischt werden.

Schritt 3: Pflege nach der Epilation: Eingewachsene Haare vermeiden

Da die Haut insbesondere an den Beinen nicht so viele Talgdrüsen besitzt, ist sie hier oft besonders trocken. Die Beanspruchung bei der Epilation nimmt zusätzlich Feuchtigkeit. Achte darauf, auch in der Zeit nach der Epilation regelmäßig ein Körperpeeling zu benutzen. Auch ein Waschlappen oder ein spezieller Peelinghandschuh kann eine gute Peelingwirkung haben.

Um eingewachsene Haare zu vermeiden, ist alles, was die Haut geschmeidig und elastisch hält, dein Freund. Achte also auf regelmäßige Peelings und reichhaltige Bodylotions. Auch Körperbürsten zum Trockenbürsten können gute Helfer sein.

Bikinizone epilieren - das solltest du beachten

Auch im Intimbereich kann das Epiliergerät zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu den Beinen ist das Epilieren hier jedoch wesentlich schmerzhafter. Möchtest du den Intimbereich epilieren, solltest du die entsprechenden Hautstellen vorab gut reinigen und entfetten. Während der Anwendung sollte die zu behandelnde Hautstelle immer mit zwei Fingern gespannt und dann das Epiliergerät verwendet werden. Zwischendurch kann die gereizte Haut immer mal wieder mit einem Kühlbeutel gekühlt werden. Nach der Haarentfernung empfiehlt es sich zudem, eine entzündungshemmende Creme aufzutragen, um Pickeln nach dem Epilieren vorzubeugen.

Epilieren ohne Schmerzen - geht das?

Trotz der zahlreichen Vorteile des Epilierens entscheiden sich viele Frauen aus Angst vor den Schmerzen dagegen. Dabei können diese mit verschiedenen Maßnahmen effektiv verringert werden.

Beim ersten Epilieren ist der Schmerz immer am größten. Dies liegt zum einen daran, dass die Haut noch nicht an die Behandlung gewöhnt ist und zum anderen daran, dass auf einen Schlag sehr viele Haare entfernt werden. Außerdem sind die Haarwurzeln zu Beginn immer ziemlich dick. Je öfter die Behandlung durchgeführt, desto kleiner werden die Haarwurzeln nachwachsen. Wird die Behandlung regelmäßig durchgeführt, wird auch der Schmerz geringer. Ist die erste Behandlung also erst einmal geschafft, wird es danach immer besser.

Abends Epilieren: Epilierst du deine Haut am Abend, kann sie sich die ganze Nacht wieder erholen. Außerdem ist man abends in der Regel entspannter.

Angenehme Bedingungen schaffen: Gönne dir während des Epilierens eine heiße Schokolade und lege deine Lieblingsmusik auf.

Richtig + schmerzfrei Epilieren | Tipps zur Haarentfernung | GEWINNSPIEL | Sara Bow

Vor- und Nachteile des Epilierens

Die Haare zu epilieren hat viele Vor- und Nachteile:

  • Vorteile: Langanhaltendes Ergebnis (bis zu 4 Wochen), seidig glatte Haut, mit der Zeit weniger Schmerzen, da die Haarwurzeln schwächer werden.
  • Nachteile: Vor allem bei den ersten Behandlungen kann die Epilation schmerzhaft sein, Risiko von eingewachsenen Haaren und Hautirritationen.

Weitere Methoden zur Haarentfernung

Körperbehaarung wird oftmals als unästhetisch empfunden. Vor allem Frauen suchen nach Möglichkeiten der idealerweise dauerhaften, aber dennoch schmerzfreien Haarentfernung, um Achsel-, Scham- oder Beinbehaarung verschwinden zu lassen. Doch auch viele Männer möchten ihre Haare in bestimmten Körperbereichen loswerden. Hier sind einige Alternativen zum Epilieren:

  • Nassrasur: Die gängigste Methode, sich unliebsamer Körperhaare zu entledigen, ist die Nassrasur. Ob beim Baden oder Duschen: Nach wenigen Zügen mit dem Nassrasierer (immer entgegengesetzt der Wuchsrichtung) sind die Haare ab.
  • Trockenrasur: Trockenrasierer sind in Form von Minishavern auch für unterwegs erhältlich. Die Anwendung ist kindersicher: Ein Gitter hält die Scherblätter fern der Haut und macht versehentliche Schnitte in die Haut unmöglich. Die Geräte eignen sich auch für die Bikinizone.
  • Waxing: Ebenfalls schmerzhaft ist die Behandlung mit flüssigem Warmwachs oder Kaltwachsstreifen: Das Wachs umschließt das Härchen; wenn es dann mit einem Ruck entgegen der Wuchsrichtung entfernt wird, bleiben sie darin hängen. Auch hier hält die Wirkung etwa vier Wochen an.
  • Sugaring: Eine ähnliche Methode wie das Waxing ist das Sugaring, bei dem eine lauwarme Zuckerpaste verwendet wird.
  • Enthaarungscreme und -schaum: Mit Schmerzfreiheit locken Enthaarungscreme und -schaum. Diese Produkte enthalten keratinlösende Wirkstoffe, denn Keratin ist der Hauptbestandteil des Haares. Die chemischen Mittel lösen die Proteinstruktur, das Haar stirbt ab und lässt sich mit einem Spachtel nach etwa 15 Minuten abtragen.
  • Laser- oder IPL-Behandlung: Frauen, die dem Teufelskreis von Haarwuchs und -entfernung dauerhaft entkommen möchten, stehen moderne Methoden wie die Laser- oder IPL-Behandlung (Intense Pulsed Light) zur Verfügung. Hierbei wird das Blutgefäß, das die Haarwurzel versorgt, mittels eines Licht- oder Laserimpulses verödet.
  • Nadelepilation: Dauerhaft bewährt hat sich die schmerzhaftere Variante: die Nadelepilation. Hier wird die Haarwurzel mit einem dosierten Stromstoß zerstört.

Tipps zur Vermeidung von Hautirritationen

Pusteln und Pickel nach der Haarentfernung sind keine Seltenheit. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe und Lösungen:

  • Pickel nach dem Epilieren vermeidet man, indem man nur gegen die Wuchsrichtung der Haare und möglichst in einem 90-Grad-Winkel zur Haut epiliert.
  • Wer zu Rasurbrand neigt, sollte (vor allem im Intimbereich) mit der Wuchsrichtung rasieren.
  • Peelings ein bis zwei Tage vor und nach der Haarentfernung können helfen, eingewachsene Haare zu vermeiden.
  • Enganliegende Kleidung kann das Einwachsen von Haaren begünstigen, daher kann es helfen, etwas weitere Kleidung, insbesondere Unterhosen, zu tragen.
  • Rasierpickel entstehen beim Nassrasieren leicht, wenn man auf Rasierschaum oder -gel verzichtet. Ist kein Rasierschaum zur Hand, kann auch Duschgel oder Haarconditioner verwendet werden.
  • Stumpfe oder verschmutzte Rasierklingen begünstigen Entzündungen. Die Klingen sollten daher immer scharf und sauber sein.
  • Pickelchen durch gereizte Haut nach dem Rasieren oder Epilieren kann man vorbeugen, indem man die Haut richtig pflegt: Feuchtigkeitsspendende Cremes und Lotionen (zum Beispiel mit Aloe Vera) können ebenso helfen wie spezielle (parfum- und alkoholfreie) After-Shave-Produkte.
  • Nach dem Waxing oder Epilieren ist das Kühlen der Haut mit Kühlpacks ratsam, damit die Poren sich wieder schließen und keine Bakterien eindringen können.
  • Babypuder kann helfen, gerötete und gereizte Haut zu beruhigen.
  • Abends ist die beste Zeit zur Enthaarung, damit sich die Haut während der Nacht erholen kann.
  • Sport und Saunagänge direkt nach der Haarentfernung sollte man wegen des vermehrten Schwitzens vermeiden, da in die aufgeweichte Haut Bakterien eindringen und Entzündungen auslösen können.
  • Aus einer Entzündung des Haarbalgs kann mit etwas Pech ein eitriger Abszess entstehen. Zugsalbe und feuchtwarme Umschläge können dann das Heranreifen beschleunigen.

Zusammenfassung

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Methoden zur Haarentfernung zusammenfasst:

Methode Vorteile Nachteile Haltbarkeit
Rasieren Schnell, kostengünstig Kurze Haltbarkeit, Stoppelbildung, Hautirritationen 1-3 Tage
Epilieren Langanhaltend, glatte Haut Schmerzhaft, eingewachsene Haare möglich Bis zu 4 Wochen
Waxing Langanhaltend, relativ schnell Schmerzhaft, erfordert Übung Bis zu 4 Wochen
Sugaring Hautschonender als Waxing Erfordert Übung Bis zu 4 Wochen
Enthaarungscreme Schmerzfrei Chemische Inhaltsstoffe, Hautreizungen möglich Bis zu 1 Woche
Laser/IPL Langfristige Reduktion des Haarwuchses Teuer, mehrere Sitzungen nötig, nicht für alle Haartypen geeignet Monate bis Jahre
Nadelepilation Dauerhaft Schmerzhaft, langwierig, teuer Dauerhaft

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