Empfindliche Kopfhaut und Schuppen: Ursachen und Behandlung

Jeder Mensch verliert Hautschuppen, jeden Tag. Denn die Haut erneuert sich etwa alle vier Wochen und stößt dabei die alten, abgestorbenen Hautzellen ab. Die Schüppchen sind so winzig, dass man davon meist gar nichts merkt.

Entledigt sich die Haut der alten Zellen jedoch zu schnell und verklumpen diese auch noch, werden Schuppen sichtbar. Dann rieseln beispielsweise kleine helle Flöckchen auf Nacken und Schultern. Oder in den Haaren verfangen sich glänzende Plättchen - auch das sieht nicht schön aus.

Unter Schuppen verstehen Dermatologen eine Ansammlung abgestorbener Hautzellen an der Kopfhaut. Sie entstehen dort, wo die natürliche Erneuerung der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht geraten ist. Schuppen sind vielen Menschen peinlich. Mit einer regelmäßigen Haarwäsche ist es oft nicht getan, um sie loszuwerden.

Ein Dermatologe sollte die Kopfhaut gründlich untersuchen und die Ursache der Schuppen abklären.

Fachärzte für Dermatologie schätzen, dass etwa jeder zweite Mann und jede dritte Frau mit Schuppen zu tun hat. Ihren Höhepunkt haben sie bei den 20- bis 40-Jährigen. Im Alter lassen sie meist wieder nach. Junge Männer sind besonders häufig von Schuppen betroffen. Die männlichen Geschlechtshormone können die Talgproduktion anregen.

Wenn sich das überschüssige Fett mit abgestorbenen Hautzellen verbindet, entstehen größere Ansammlungen. Ab einer Gruppe von mehr als 500 Zellen sind sie als Schuppen auf der Haut des Kopfes sichtbar.

In den meisten Fällen macht der Hautarzt einen Hefepilz (Pityrosporum ovale) für Schuppenbefall verantwortlich. Dieser Pilz stellt in der Dermatologie eigentlich kein Problem dar. Er ist völlig harmlos und lebt bei fast allen Menschen auf der Haut und an den Haarwurzeln.

Probleme treten erst dann auf, wenn durch die Schweißdrüsen ein feuchtes Klima geschaffen wird und die Talgproduktion nicht mehr normal verläuft. Wird vermehrt Talg produziert, nimmt die Pilzbesiedelung zu. Die Kopfhaut wird dadurch gereizt, rötet sich, juckt und es werden vermehrt Schuppen gebildet.

Schuppen sind nicht nur ein ästhetisches Problem. Dahinter kann sich eine ernsthafte Hauterkrankung, z.B. Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis verbergen, die vom Hautarzt behandelt werden muss. Vor allem wenn Juckreiz und Rötungen hinzukommen, sollten Sie einen Facharzt für Dermatologie aufsuchen.

Unterschiedliche Arten von Kopfschuppen

Es gibt zwei Arten von Schuppen: Trockene Schuppen, die fein und weißlich sind und fettige Schuppen, die größer und gelblich sind. Beide Arten von Schuppen können jucken und die Kopfhaut reizen, aber die Ursachen und Behandlungen unterscheiden sich je nach Art der Schuppen.

Trockene Schuppen sind klein, weiß und rieseln leicht vom Kopf. Als Ursache macht der Hautarzt meist eine trockene und strapazierte Kopfhaut aus. Allergien, Entzündungen der Kopfhaut, zu heißes Waschen und zu langes Trocknen der Haare mit einem zu hoch eingestellten Fön, trockene Heizungsluft im Winter und hohe Temperaturen im Sommer lassen die Kopfhaut austrocknen.

Fettige Schuppen sind größer, gelblich und fühlen sich ölig an. Sie treten bei fettiger Kopfhaut auf, haften am Haar und an der Kopfhaut. Dermatologen führen sie auf eine Funktionsstörung der Talgdrüsen zurück. Grund für die übermäßige Talgproduktion kann eine Hautentzündung sein.

Ursachen für trockene Schuppen

Trockene Schuppen entstehen vornehmlich durch eine trockene Kopfhaut, u.a. durch trockene Heizungsluft im Winter, ein heißes Klima im Sommer, stark entfettende bzw. austrocknende Shampoos oder durch zu häufiges Haarewaschen und heißes Föhnen.

Ursachen für fettige Schuppen

Fettige Schuppen entstehen durch eine verstärkte Talgproduktion auf der Kopfhaut, können auch durch eine hormonelle Veränderung begünstigt werden und treten häufig in der Pubertät auf. Sie sind häufig größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an. Bei fettiger Kopfhaut sind die Schuppen außerdem klebriger, weshalb sie sich verstärkt in den Haaren verfangen und dort länger verweilen. Gegebenenfalls können so Hefepilze besser wachsen, was zu einer entzündeten Kopfhaut führen kann, die wiederum die Entstehung fettiger Schuppen begünstigt. Teilweise können fettige Schuppen auch durch ein seborrhoisches Ekzem oder mangelnde Körperhygiene entstehen.

Aus Sicht des Facharztes für Dermatologie gibt es verschiedene Ursachen für Schuppen. Eine trockene Haut kann dazu führen, Heizungsluft, Klimaanlagen oder ein stark entfettendes Shampoo. So genannte fettige Kopfhautschuppen stellt der Hautarzt bei denjenigen fest, die zu fettiger Kopfhaut neigen. Oft bereitet ein Hefepilz (Pityrosporum ovale) zusätzliche Probleme. Er gehört zwar zur natürlichen Hautflora, kann sich aber unter günstigen Bedingungen schnell vermehren und dazu führen, dass die Kopfhaut noch mehr schuppt. Hinter Schuppen können sich aber auch andere Hauterkrankungen verbergen. Dermatologen zählen dazu Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis) oder das seborrhoische Ekzem.

Symptome schuppender Kopfhaut

  • Starker Juckreiz
  • Trockene Kopfhaut, die sich straff und unangenehm anfühlen kann
  • Fettige Kopfhaut, die ölig und glänzend aussieht
  • Rötungen in Form von Flecken auf der Kopfhaut

Wie Du gesehen hast, sind die meisten Gründe für einen Schuppenbefall harmlos, jedoch können auch Hautkrankheiten ursächlich sein. Am häufigsten sind hier die Schuppenflechte (Psoriasis) oder die Neurodermitis (atopisches Ekzem) zu nennen, die auf der Kopfhaut vorkommen und sich durch Schuppenbildung äußern.

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Wenn Du also unter stärkeren Symptomen leidest, wie einer entzündlichen Kopfhaut, die nässt oder wund ist, lasse es am besten dermatologisch abklären.

Behandlung von Schuppen

Der Facharzt für Dermatologie wird Schuppen in der Regel lokal behandeln. Welches Mittel dafür geeignet ist, entscheidet der Hautarzt individuell. Das hängt sowohl von der Kopfhaut als auch von der Ursache ab. Ist die Kopfhaut zusätzlich entzündet, kommen noch andere Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz. Die Behandlungsschritte des Dermatologen können sehr komplex sein.

Wichtig ist aus Sicht des Dermatologen, die Haare richtig zu pflegen und sie zu schützen. Über geeignete Pflegeprodukte berät der Hautarzt Sie individuell. Denn die Wahl des richtigen Schuppenshampoos kann schwierig sein. Manche sind zu aggressiv für Ihre empfindliche Kopfhaut, andere enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können.

Was hilft gegen trockene Kopfschuppen? Ich empfehle meinen Patienten ein mildes Shampoo, das speziell für trockene und empfindliche Kopfhaut gedacht ist. Das Problem normaler Haarwaschmittel ist, dass sie entfetten. Deshalb rate ich auch zu einer "nächtlichen Ölkappe". Dafür einfach wenige Tropfen Olivenöl mit einer Pipette auf die Kopfhaut träufeln und über Nacht einwirken lassen. Das tut trockener Kopfhaut richtig gut. Morgens waschen Sie das Öl mit einem milden Shampoo wieder aus.

Was wirkt gegen fettige Schuppen auf der Kopfhaut? Da eignen sich Anti-Schuppen-Shampoos. Haften viele Schuppen in den Haaren, sollten Sie das Shampoo dreimal die Woche anwenden und jeweils einige Minuten einwirken lassen. Nach einer zwei- bis dreiwöchigen Anwendung sollte sich das Schuppenproblem deutlich gebessert haben. Dann reicht es aus, das spezielle Haarwaschmittel einmal pro Woche einzumassieren.

Menschen, die zu Schuppen neigen, sollten die Haare nur mit einem milden Shampoo waschen. Ihr Facharzt für Dermatologie berät Sie über geeignete Pflegeprodukte. Außerdem empfehlen Dermatologen, die Haare nicht jeden Tag zu waschen und sie gründlich mit klarem Wasser auszuspülen, damit keine Shampooreste zurückbleiben.

Das Wasser darf nicht zu heiß sein. Nach dem Waschen sollten Betroffene darauf achten, die Haare nicht trocken zu rubbeln und sie nicht zu heiß zu föhnen. Hautärzte raten dazu, auf harte Kämme und Bürsten zu verzichten, weil die Kopfhaut damit aufgekratzt und eine Entzündung verursacht werden könnte.

Weitere Tipps zur Behandlung und Vorbeugung von Schuppen

  • Massieren Deine Kopfhaut jeden Tag einige Minuten lang, um die Durchblutung anzuregen und abgestorbene Hautzellen zu lösen
  • Vermeide eine übermäßige Verwendung von Haarpflegeprodukten auf der Kopfhaut und wechsle das Shampoo, wenn Du das Gefühl hast, dass Du es nicht verträgst. Ein allergiefreies Produkt, also ein mildes Shampoo könnte dann besser für Dich geeignet sein, sofern die Kopfhaut schnell spannt und juckt
  • Zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die gegen Schuppen helfen können, gehören Leinsamenöl und Zink
  • Es ist bekannt, dass Stress und negative Emotionen bei Hautkrankheiten wie Schuppen eine Rolle spielen, daher können Entspannungstechniken hilfreich sein

Dabei ist zu beachten, dass trockene Schuppen und fettige Schuppen aufgrund entsprechender Symptome unterschiedlich behandelt werden sollten:

  • Trockene Schuppen können aufgrund von trockener Haut oder einer Kopfhauterkrankung wie durch die atopische Dermatitis auftreten. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von speziellen Haarpflegeprodukten (milde Shampoos und Conditioner) mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Panthenol, die die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen und Schuppenbildung reduzieren. Es ist auch wichtig, regelmäßig eine milde Kopfhautpflege durchzuführen und nicht zu oft heißes Wasser zu verwenden, um die Kopfhaut nicht weiter auszutrocknen. Ein Tipp wozu ein Gang in die Küche reicht: Massiere - bei einer trockenen Kopfhaut - einmal wöchentlich einen Tropfen Olivenöl in Dein Haar und lasse es auf der Kopfhaut einziehen. Zur richtigen Pflege sollte bei trockener Kopfhaut darauf verzichtet werden, die Haare täglich und mit zu heißem Wasser zu waschen.
  • Fettige Schuppen können durch die erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut verursacht werden, die zu einer Ansammlung von öligen Schuppen führt. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von Shampoos, die gegen Schuppen und fettige Kopfhaut wirken und Zutaten wie Salicylsäure, Schwefel oder Zinkpyrithion enthalten, um überschüssiges Öl und Schuppen zu entfernen. Es ist dazu auch wichtig, die Haare regelmäßig zu waschen. Shampoos, die sich auch gegen den Hefepilz richten, können zusätzlich helfen. Auch eine ausgewogene Ernährung spielt bei der Schuppenbildung eine Rolle, sowie das Aufrechterhalten einer guten Hygienepraxis. Ein von uns erprobter Tipp: Fettiges Haar profitiert oft von einer Spülung mit frischem Zitronensaft oder in Wasser verdünntem Apfelessig! Dazu reichen 2 Esslöffel Apfelessig in einem Liter Wasser.

Hausmittel gegen trockene Kopfhaut

Mit der richtigen Pflege können die meisten Beschwerden schnell gelindert werden.

  • Quark: Milchprodukte wie Quark sind ein altbewährtes Hausmittel bei trockener Haut, auch im Kopfbereich. Der Nachteil: Das Auftragen ist mühsam und man kann sich während der Einwirkzeit nur schwer irgendwo an Polster anlehnen und entspannen. Wer es trotzdem versuchen möchte, sollte um die Quark-Haarmaske am besten ein Handtuch wickeln oder eine Duschhaube aufsetzen und diese für etwa 15 bis 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend sollte der Quark vorsichtig und kurz mit Wasser ausgewaschen werden.
  • Aloe Vera: Der beruhigende Milchsaft aus der Pflanze wirkt feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend und wird häufig bei trockener, geröteter Haut oder beispielsweise auch bei einem Sonnenbrand aufgetragen. Aloe Vera hilft aber auch bei trockenen Stellen auf der Kopfhaut, erhältlich in verschiedenen Formen.

Schorf auf der Kopfhaut

Schorf auf der Kopfhaut fühlt sich richtig unangenehm an. Juckende, schuppige Stellen sind ein deutliches Anzeichen für eine seborrhoische Dermatitis. Schorf und Schuppen werden oft als Begriffe synonym verwendet, sind aber nicht dasselbe. Bei Schuppen handelt es sich um trockene oder fettige Hautpartikel, die sich leicht von der Kopfhaut lösen. Schorf hingegen ist eine festere, zusammenhängende Kruste, die sich auf der Kopfhaut bildet. Anders als Schuppen haftet Schorf stark an der Haut und kann beim Entfernen kleine Wunden hinterlassen. Zudem geht Schorf häufig mit Juckreiz, Rötungen und manchmal sogar nässenden Stellen einher.

Hinter Schorf auf der Kopfhaut steckt häufig eine seborrhoische Dermatitis. Diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung tritt besonders an Stellen mit vielen Talgdrüsen auf - vor allem auf der Kopfhaut, im Gesicht und hinter den Ohren. Auch wenn diese Erkrankung nicht heilbar ist, kannst du die Beschwerden gut in den Griff bekommen.

Die Entzündungen an der Kopfhaut können die Haarwurzeln schwächen. Dadurch werden die Haarfollikel in ihrer Funktion gestört. Besonders, wenn sich der Schorf direkt an den Haarwurzeln bildet, können die Haare abbrechen oder ausfallen. Umso wichtiger ist es, durch eine gezielte Pflege dem Juckreiz entgegenzuwirken und die Haare wieder zu festigen.

Um Schorf auf der Kopfhaut zu behandeln, ist die richtige Pflege entscheidend. Ein Shampoo, das speziell gegen die Symptome der seborrhoischen Dermatitis entwickelt wurde, hilft dabei, die entzündeten Hautstellen zu beruhigen, Schorf zu lösen und das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen.

Shampoos gegen Schorf auf der Kopfhaut wirken entzündungshemmend und reduzieren die übermäßige Vermehrung bestimmter Hefepilze, die für die Entzündung verantwortlich sind.

Schorf auf der Kopfhaut ist häufig ein Symptom der seborrhoischen Dermatitis und geht mit Juckreiz, Rötungen und hartnäckigen Schuppen einher. Spezielle Shampoos mit Wirkstoffen wie Selenium Disulfid und Salicylsäure helfen dabei, Schorf sanft zu lösen und das Hautgleichgewicht wiederherzustellen. Mit einer konsequenten Pflege und passenden Produkten kannst du die Symptome deutlich reduzieren und erneuten Schüben vorbeugen.

Empfindliche Kopfhaut

Frauen leiden häufiger als Männer unter empfindlicher Kopfhaut. Diese empfindliche Kopfhaut kann sich durch Juckreiz, ein Spannungsgefühl und Schmerzen bei Berührungen bemerkbar machen. Die Ursachen für diese Beschwerden sind vielfältig. Unbehandelt kann empfindliche Kopfhaut zu Haarausfall führen.

Empfindliche Kopfhaut betrifft sowohl Frauen als auch Männer in verschiedenen Altersgruppen. Rund 60 Prozent der Frauen und etwa 40 Prozent der Männer sind davon betroffen.

Die Kopfhaut, wie die restliche Haut des Körpers, besteht aus drei sich ständig erneuernden Schichten. In der untersten Schicht entstehen neue Zellen, die zur Oberfläche wandern und dort verhornen. Diese verhornten Zellen werden durch Kämmen, Waschen oder Berührung abgetragen. Zudem enthält die Kopfhaut Schweiß- und Talgdrüsen, Haarfollikel sowie Nerven- und Immunzellen.

Symptome empfindlicher Kopfhaut

Die Kopfhaut ist normalerweise unempfindlich gegenüber Schmerzen, doch sie kann anfällig für Probleme sein. Anzeichen einer empfindlichen Kopfhaut umfassen:

  • Juckreiz
  • Trockenheit
  • Schuppenbildung
  • Spannungsgefühl
  • Rötungen
  • Schmerzen bei Berührung

Wenn diese Symptome stark ausgeprägt sind, spricht man von einer hypersensiblen Kopfhaut. Schon das Kämmen kann schmerzhaft sein, ein Zustand, der medizinisch als Trichodynie (Haarschmerz) bezeichnet wird.

Ursachen empfindlicher und irritierter Kopfhaut

Empfindliche oder hypersensible Kopfhaut kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, von falscher Pflege bis hin zu medizinischen Bedingungen.

  • Falsche Pflege: Tägliches Waschen und aggressive Shampoos schädigen den natürlichen Säureschutzmantel der Kopfhaut. Die Tenside in Shampoos trocknen die Haut aus und verursachen Reizungen. Zu häufiges und heißes Föhnen führt zu Spannkraftverlust und kleinen Rissen, die Bakterien und Pilzen eine Angriffsfläche bieten, was Schmerzen und Entzündungen verursachen kann.
  • Chemische Behandlungen der Haare: Aggressive Chemikalien in Haarfärbemitteln und Dauerwellen-Produkten reizen die Haut und trocknen sie aus. Empfindliche Kopfhaut kann dadurch Rötungen, Juckreiz und Entzündungen entwickeln.
  • Allergien und Unverträglichkeiten: Allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel oder Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten können Hautreizungen und Ausschläge verursachen. Nicht selten ist davon auch die Kopfhaut betroffen.
  • Mangelernährung: Eine unausgewogene oder einseitige Ernährung kann die Kopfhaut anfällig für Bakterien und Pilze machen, da sie nicht ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt wird.
  • Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Schwankungen in der Pubertät, Schwangerschaft, den Wechseljahren oder hormonelle Umstellungen durch Medikamente bringen nicht nur den Körper aus dem Gleichgewicht, sondern auch die Talgdrüsen. Die Folge ist eine erhöhte oder verminderte Talgproduktion, verbunden mit Reizungen oder Entzündungen der Kopfhaut.
  • Läusebefall: Die kleinen Parasiten verursachen durch ihre Bisse Verletzungen, Juckreiz und Rötungen. Bakterien können sich an diese Stellen ansiedeln und das Problem verschlimmern.
  • Pilzinfektionen: Ein Befall der Kopfhaut mit Hautpilzen ist oft erst im fortgeschrittenen Stadium zu erkennen, wenn es bereits zu einem Haarausfall gekommen ist. Pilzbefall kann sich mit Juckreiz bemerkbar machen. Wird er nicht behandelt, kann es zu Narbenbildung an den befallenen Stellen kommen. Haare wachsen an diesen Stellen dann nicht mehr nach.
  • Hauterkrankungen: Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Neurodermitis äußern sich durch Juckreiz, Rötungen und Schuppenbildung. Dies betrifft nicht nur den Körper, sondern auch die Kopfhaut. Das Kratzen an den betroffenen Stellen führt zu kleinen Verletzungen und kann Entzündungen verstärken.
  • Kopfbedeckungen: Eng sitzende Kopfbedeckungen wie Mützen, Fahrrad- oder Arbeitshelme können Reibungen sowie Reizungen verursachen und die Haarfollikel in den betroffenen Bereichen mechanisch stark strapazieren, was zu Entzündungen und Haarausfall führt. Zudem fördert das Schwitzen unter Kopfbedeckungen das Bakterienwachstum.
  • Umweltfaktoren: Verschiedene Umweltfaktoren wie Kälte, Hitze, Wind, Chlor- oder Salzwasser machen nicht nur den Haaren zu schaffen. Auch die Kopfhaut kann austrocknen und anfälliger gegen Entzündungen werden.
  • Verspannungen: Nacken- und Schulterverspannungen können bis in die Kopfhaut vordringen. Die Kopfhaut wird angespannt und schlechter durchblutet. Auch Spannungskopfschmerz und Migräne machen die Kopfhaut berührungsempfindlich, sodass sie schmerzt. In schwerwiegenden Fällen kann Haarverlust die Folge sein.
  • Stress: Körperlicher und psychischer Stress kann zu Verspannungen und einer schlechteren Durchblutung der Kopfhaut führen. Die durch Stress freigesetzten freien Radikalen wirken aggressiv und begünstigen wiederum Entzündungen.
  • Strenge Frisuren: Hochsteckfrisuren, Pferdeschwänze und Dutt-Frisuren belasten die Haarfollikel. Das Ziehen und Reißen kann zu kleinen Verletzungen der Kopfhaut führen, an denen sich wiederum Bakterien ansiedeln und schließlich Entzündungen hervorrufen.
  • Sonnenbrand: Menschen mit heller Haut und dünnem Haar sind anfälliger für Sonnenbrand auf der Kopfhaut. Dieser trocknet die Kopfhaut aus und verursacht Schmerzen sowie langfristige Schäden an den Haarfollikeln.

Behandlung von empfindlicher und irritierter Kopfhaut

Da eine Vielzahl von Faktoren zu empfindlicher oder hypersensibler Kopfhaut führen können, ist zunächst eine Klärung der Ursache sinnvoll. Denn jede Ursache erfordert eine spezifische Herangehensweise zur Linderung und Behandlung der Beschwerden.

Sollten die Beschwerden über längere Zeit bestehen, ist immer eine ärztliche Abklärung ratsam. Diese/Dieser kann feststellen, ob eine ernste Erkrankung oder ein Pilzbefall vorliegt und eine geeignete Behandlung vorschlagen.

Bei gereizter Kopfhaut sollten Sie auf stark chemische Produkte verzichten und stattdessen ein mildes Shampoo verwenden. Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol lindern Juckreiz, wirken entzündungshemmend und fördern die Heilung. Milchproteine und Lecithin pflegen die Kopfhaut sanft und verhindern das Austrocknen. Linolsäuren wirken ebenfalls entzündungshemmend.

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