Die Elvis-Frisur: Mehr als nur eine Tolle

Wenn wir an Rockabilly-Glamour denken, fallen uns sofort Namen wie Gwen Stefani oder Dita van Teese ein. Doch auch Jahrzehnte nach seinem Tod ist der King of Rock'n'Roll, Elvis Presley, mit seiner unvergesslichen Frisur, der Elvis-Tolle, eine absolute Musik-Ikone. Der Quiff hat seinen Status mehr als verdient - schon damals war er aufsehenerregend. Die Trendfrisur der 50er Jahre verlieh den Männern einen gewissen Macho-Charme, von dem die Frauen sich angezogen fühlten und weiche Knie bekamen. Das lag zuletzt natürlich auch an den Trägern der markanten Frisur.

Doch wie stylt man die perfekte Elvis-Tolle? Hier ist eine einfache Anleitung:

  1. Nehmen Sie die Pony-Partie und fahren Sie mit einem Toupierkamm gegen den Strich, um Volumen am Ansatz zu erzeugen.

Für den typischen Quiff werden die Konturen im Nacken und am Ohr mithilfe eines Kamms und einer Schere leicht gekürzt. Die Elvis-Frisur lebt von harmonischen Übergängen. Das Arbeiten mit einem Rasierer würde den Schnitt zu extrem und abgehackt aussehen lassen.

Was Elvis Presley konnte, können wir Frauen von heute schon lange: Die toupierte Tolle bietet in allen Frisuren-Varianten viele Möglichkeiten für ein aufregendes Styling, das jedem Look das gewisse Etwas geben kann.

Rockabilly-Glamour für Frauen

Lange Haare und einen femininen Look, der trotzdem mit einer gewissen Verruchtheit und Rockabilly-Glamour verführt, dafür steht Dita van Teese heute. Eine ihrer Lieblingsvariationen ihrer schwarzen, welligen und voluminösen Haare im Stile der 50er ist der mit Tolle: Denn auch zum eleganten Style lässt sich die Tolle tragen. Ein schönes Look-Beispiel gibt die Stil-ikone ebenfalls: Man ziehe einen tiefen Seitenscheitel, mache sich leichte Wasserwellen ins Haar, besonders die Spitzen müssen eingedreht sein, und toupiere die vordere Strähne von der Stirn bis zum Ohr, sodass eine große Tolle entsteht. Auch im Zopf kann eine Tolle einiges hermachen.

Die platinblonde Gwen Stefani liebt diesen Look und zeigt ihn nicht nur während ihrer rockigen Shows, sondern auch auf dem roten Teppich. Nachzustylen ist auch diese Frisur ganz leicht: Einfach eine Partie am Oberkopf von der Stirn abtrennen und toupieren, einen hohen Pferdeschwanz binden und die Haare auf dem Oberkopf etwas lockerer mit ins Haargummi ziehen, sodass man sie dort nun bei Bedarf auch nachtoupieren kann und sie sich nicht wieder glätten. Um weiteren Glamour in die Haare zu bringen, das Ende des Ponytails nun einmal um einen Lockenstab drehen, sodass dort ein bis zwei ausgeprägte Wellen entstehen.

Tolle für eine Kurzhaarfrisur? Kein Problem, solange man nicht einen raspelkurzen Pixie trägt. Alle anderen Kurzhaarfrisuren, bei denen zumindest die vorderen Strähnen oder die am Oberkopf etwas länger sind, können sich jetzt ans Toupieren machen: Während am Oberkopf toupiert wird und die Tolle entweder symmetrisch nach hinten oder diagonal im Scheitel vom Vorderkopf auf den Hinterkopf gelegt wird, bleiben die Seitenhaare unvoluminös und nach hinten gekämmt. So entsteht ein rebellischer Look, der an eine Irokesen-Frisur erinnert, zum Beispiel wie Supermodel Agyness Deyn ihn früher gern getragen hat.

Der Rockabilly-Look mit Tolle bringt rebellischen Glamour in jeden Style und ist daher umso vielseitiger einsetzbar.

Elvis' echte Haarfarbe und andere Fakten der Musikgeschichte

Wie jede Geschichte, birgt auch die der Musik einige unglaubliche oder gar mysteriöse Fakten. Dabei lassen wir aber mal so Dinge wie Elvis’ echte Haarfarbe - nein, er war nicht schwarzhaarig - außer Acht.

Wir alle wissen, das die Amerikaner gerne unkonventionelle Methoden der Kriegsführung einsetzen. 1989 ging man soweit, das Grundstück des panamaischen Generals Noriega zweit Tage am Stück mit AC/DC zu beschallen. Der Diktator kapitulierte schließlich und ergab sich.

Ein wirklich mysteriöses Phänomen sind hingegen die scheinbar häufig auftretenden Tode bekannter Musiker. Der »Club 27« beinhaltet mittlerweile eine lange Liste. Es gibt aber auch Zweifel an der statistischen Besonderheit der Zahl 27. Ebenso wäre es laut Charles R. Cross, Musik-Journalist und Autor, denkbar, eine Liste derer zu führen, die mit 33 Jahren das Zeitliche segneten.

Aber kommen wir zurück zu den Themen, die die Welt bewegen: Hast Du dir schonmal Gedanken darüber gemacht, wie Axl Rose zu seinem Künstlernamen gekommen ist? Kleiner Tipp: Axl Rose ist ein Anagramm. Bringt man die Buchstaben in eine andere Reihung, erfährt man zugleich seine Lieblingsbetätigung.

Weil bei so viel Historie noch eine ganze Menge an Fakten und Kuriositäten aufkommen, gibt es den Rest jetzt fein säuberlich gelistet.

Weitere interessante Fakten aus der Musikwelt:

  • Tom Waits’ Beatbox: Die Beatbox Im Hintergrund dieses Atmosphere Songs stammt von Tom Waits. Waits ist bekannt dafür, sich in den verschiedensten Genres auszuprobieren.
  • Freddie Mercury und Paul McCartney: Freddy Mercury spielt in der »Bohemian Rhapsody« das gleiche Klavier, das bereits Paul McCartney in »Hey Jude« verwendete.
  • Eminem und die Deadlines: »The Real Slim Shady« wurde von ihm persönlich geschrieben, aufgenommen und gemischt - drei Stunden vor Abgabe.
  • »Happy Birthday to you« und das Copyright: Bis zum Jahr 2015 musste theoretisch jeder, der das Lied verwandt, bezahlen.
  • Screamin’ Jay Hawkins: Einer der wohl ausgefallensten Blues-Sänger zeugte etwa 55 Kinder Zeit seines Lebens. Andere Quellen gehen gar von bis zu 75 Stück aus.
  • Der längste Songtitel überhaupt?: Den längsten Songtitel der Musikgeschichte gaben sich Rednex.
  • Der längste One-Take der Musikgeschichte?: »My Heart Will Go On« wurde von Celine Dion in nur einem Take eingesungen.
  • Tony Iommi’s Fingerspitzen: Der Black Sabbath Gitarrist verlor ein paar seiner Fingerkuppen an einer mechanischen Presse.
  • Aerosmith und Celine Dion: Aerosmith‘ »I Don’t Want To Miss A Thing« anfangs für Celine Dion geschrieben wurde?
  • Lucy in the Sky with Diamonds: Anders als es der Text vermuten lässt, handelt es sich bei »Lucy in the Sky with Diamonds« nicht um einen Song über LSD.

"Priscilla": Ein Blick hinter die Fassade

Im Jahr 2022 wurde uns von Regisseur Baz Luhrmann eine dreistündige Extravaganza an Glanz und Glitzer präsentiert, mit einem Austin Butler, den wir durch sein Method Acting womöglich an Elvis verloren haben. In seinem überdimensionierten Biopic wurde kaum ein Wort darüber verloren, wie problematisch die Beziehung zwischen Elvis und seiner Frau Priscilla eigentlich war - und wie es ihr damit ging. Anders bei “Priscilla”. In diesem Biopic, welches von Priscilla Presleys eigener Biografie “Elvis and Me” inspiriert wurde, geht es um Priscilla Presleys Sicht und wie sie von einem berühmten älteren Mann mit Macht und Geld in eine toxische gewalttätige Beziehung gedrängt wurde.

Und wenn es irgendwo um isolierte, in Depression verfallende junge Frauen geht, dann wird vor allem eine Regisseurin hellhörig: Sofia Coppola, Tochter des legendären Regisseurs Francis Ford Coppola (“Der Pate”), die sich bereits selbst einen Namen gemacht hat. In vielen von ihren Filmen - wie “The Virgin Suicides”, “Lost in Translation”, “Marie Antoinette” - geht es um sozial isolierte junge Frauen, die dem Verlangen von Männern ausgesetzt werden. So auch in ihrem neusten Werk: “Priscilla”.

“Priscilla” zeigt die grausame Wahrheit über das Leben an Elvis’ Seite. Priscilla denkt, ihr größter Traum geht in Erfüllung. Doch das Leben auf Graceland ist nicht ganz so, wie sie es sich vorgestellt hat. Elvis behandelt sie wie seine eigene Barbie: Er sagt ihr, wie sie sich zu kleiden hat, welche Klamotten und Farben sie tragen darf und wie sie ihren Eyeliner setzen soll. Natürlich immer mit einem Lächeln und seinem bekannten Charme, denn “so siehst du einfach besser aus”. Das ist eben der Preis, den man zahlen muss, um Elvis’ Frau zu sein: das Aufgeben von jeglicher Unabhängigkeit und das Hineinbegeben in die Kontrolle von Elvis.

Daraus resultiert natürlich eine große Einsamkeit und Isolation. Diese Isolation ist für Gewalt in Beziehungen wichtig, denn ohne den Vergleich nach außen denkt Priscilla, dass sie so behandelt werden darf. Denn aus der Sicht einer jungen Frau, die den Superstar Elvis verehrt, kann diese Beziehung auch so aussehen, als ob er sich eben besonders um sie sorgt. Er will ja nur das Beste für sie. Diese perfide Art der Rechtfertigung von Missbrauch in Beziehungen gegenüber sich selbst und auch gegenüber anderen (ihren Eltern zum Beispiel) zeigt “Priscilla” extrem authentisch und furchteinflößend überzeugend.

Eine Sache, die auch die echte Priscilla Presley immer wieder betonte, wird im Film auch aufgegriffen: Elvis hatte erst Sex mit ihr, als sie rein rechtlich alt genug war. Doch das Problem ist, dass Priscilla (im Film) gerne Sex gehabt und gerne Intimität mit Elvis gespürt hätte. Doch während sich der King of Rock ’n’ Roll auf seiner Tour mit hübschen Mädchen die Zeit vertreibt, will er Priscilla auf ein Podest stellen. Sie soll ein Ideal der unberührten Jungfräulichkeit für ihn sein. Ein weiterer Hinweis darauf, dass Elvis sie nicht als Person, sondern nur als Objekt, als Ideal begehrt.

Was “Priscilla” extrem gut macht: Elvis wird in einem neuen Licht dargestellt. Die Zuschauer:innen sehen den King of Rock ’n’ Roll nämlich nicht auf der Bühne, hören keine Musik von ihm, sehen keinen seiner Filme, und auch sein kontrollierender Manager Tom Parker spielt keine Rolle. Elvis ist da, um Priscilla manchmal ein Kompliment zu machen, sie anzubrüllen, sie dann um Vergebung anzubetteln, bevor er wieder verschwindet und sie allein lässt.

Sofia Coppola zeigt in “Priscilla” das mögliche Ausnahmetalent von Elvis Presley bewusst nicht. Denn es gibt keine Rechtfertigung und keine Ausrede für unangemessenes und/oder gewalttätiges Verhalten.

Graue Haare: Mythos und Realität

Melanin wird in speziellen Zellen der Haarwurzel gebildet. Mit zunehmendem Alter produziert die Haarwurzel immer weniger davon und irgendwann stell sie die Melaninproduktion ganz ein. Graue Haare sind tatsächlich nur eine optische Täuschung. Einzelne graue Haare gibt es an sich gar nicht, denn sobald die Haarwurzel keine Pigmente mehr produziert, sind Haare farblos und erscheinen weiß. Anstelle der Pigmente werden nämlich winzige Sauerstoffbläschen im Haar eingelagert. Diese Bläschen streuen das Licht; dadurch sehen Haare weiß aus.

Der Mythos "graue Haare über Nacht" durch ganz viel Stress stimmt nicht. Zum einen passiert das nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach, Zelle für Zelle. Es gibt aber tatsächlich Forschung dazu, inwiefern Stress und graue Haare zusammenhängen. In einer kleinen US-amerikanischen Studie wurde gezeigt, dass graue Haare, die während einer stressigen Phase entstanden sind, bei Entspannung wieder zu ihrer ursprünglichen Farbe zurückkehren können.

Derzeit ist es nicht möglich, komplett zu verhindern, dass Zellen altern. Das sagt auch die Forschung: Ein 70-Jähriger bekommt durch Entspannung nicht plötzlich wieder die alte Haarfarbe. Dazu gibt es Forschung aus den USA. Ein Forschungsteam hat z. B. die Vermutung, dass die Haare nicht deshalb ausbleichen, weil die Farbzellen keinen Farbstoff mehr produzieren, sondern weil gar keine Farbzellen an sich da sind. Die müssen nämlich erstmal aus sogenannten Stammzellen entstehen und in die Haarwurzel wandern. Wenn man diese Bewegung wieder anregen könnte, wäre es vielleicht möglich, das Ergrauen rückgängig zu machen.

Rockabilly Tolle (Pompadour) in 5 Minutes

tags: #elvis #echte #haarfarbe

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