Die Qual der Wahl: Welches Shampoo ist das Richtige für mich?

Die richtige Pflege für das eigene Haar ist nicht immer einfach. Zudem geht bei der Reizüberflutung an Angeboten in Drogeriemärkten schnell der Überblick verloren. Oftmals greift man aus Zeitgründen unüberlegt zu irgendeinem beliebigen Shampoo, welches nicht unbedingt auf die eigenen Haarbedürfnisse angepasst ist. Wer sich hingegen bei der Shampoo-Auswahl mehr Zeit nimmt und ein auf die eigene Haarstruktur angepasstes Shampoo kauft, tut seinem Haar etwas Gutes.

In der Hautschutzengel Datenbank kann jeder durch das gezielte Filtern selbst entscheiden, welche Faktoren ihm bei der Wahl seiner Kosmetikprodukte besonders wichtig sind, wie z.B. schnell fettendes Haar, empfindliche Kopfhaut oder Schuppen.

Test Shampoos mit Farbschutz

Shampoo-Arten im Überblick

Mittlerweile gibt es neben dem flüssigen Shampoo auch festes Shampoo und Haarseifen. Feste Shampoos sollen besser für die Umwelt sein, denn sie sparen viel Verpackungsmüll. In der Juni 2020-Ausgabe stellt Stiftung Warentest diverse feste Shampoos auf die Probe.

Festes Shampoo zeichnet sich dadurch aus, dass ihm Wasser entzogen und es anschließend in Form gepresst wird. Wenn es mit Wasser in Berührung kommt, funktioniert es demnach wie flüssiges Shampoo. Die Konsistenz erweist sich jedoch als etwas bröckelig. Festes Shampoo schäumt man in den Händen auf oder reibt es direkt auf die Haare.

Haarseife funktioniert ähnlich wie festes Shampoo. Hier schneiden Nutzerinnen und Nutzer im Vorhinein ein kleines Stück der Seife ab, um nicht die ganze Seife auf einmal zu verwenden. Den Rest der Seife bewahrt man in einem Seifensäckchen oder einem Kunststoffgefäß auf. Haarseife zeichnet sich vor allem durch ihre schonende Reinigung aus.

In der Juni 2020-Ausgabe von Stiftung Warentest werden vier Haarseifen verglichen.

Spezielle Shampoos für unterschiedliche Haarbedürfnisse

Nicht jeder ist von Natur aus mit schönem, glänzendem Haar gesegnet. Aus diesem Grund ist es wichtig, das richtige Shampoo für seinen individuellen Haartyp zu wählen.

Feines und dünnes Haar: Wer feines oder dünnes Haar hat, sollte beim Waschen nur eine kleine Menge an Shampoo verwenden, um das Haar nicht zusätzlich zu beschweren. Um den feinen Strukturen ein wenig mehr Volumen und Schwung zu verleihen, eignen sich Volumen-Shampoos wie das Batiste Heavenly am besten. Zusätzliche Pflegeprodukte wie Kuren und Spülungen sollten Nutzerinnen und Nutzer nur in Maßen verwenden, da diese die Haare noch dünner und platter wirken lassen.

Volumen Shampoo für feines Haar

Dickes und strohiges Haar: Dickes Haar lässt sich oft schwer bändigen und wirkt strohig. Aus diesem Grund greift man zu einem Feuchtigkeitsshampoo wie dem Kérastase Nutritive Bain Satin 2, welches dem Haar ausreichend Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit verleiht.

Gefärbtes Haar: Färben schädigt und strapaziert die Haare. Aus diesem Grund braucht es besonders viel Pflege. Gefärbtes Haar wäscht man grundsätzlich eher selten, um die Haare nicht zusätzlich zu strapazieren. Zunächst greifen Nutzerinnen und Nutzer zu einem Color-Shampoo wie dem L'Oréal Serie Expert Vitamino Color Shampoo, welches speziell für gefärbtes Haar geeignet ist.

Trockenes Haar: Wer trockenes Haar hat, muss seine Haare mit viel Feuchtigkeit versorgen. Aus diesem Grund sind Haarkuren- und Öle, die pflegende Stoffe wie Mandel- oder Arganöl enthalten, empfehlenswert.

Schnell fettender Haaransatz: Nutzerinnen und Nutzer, die mit einem schnell fettenden Haaransatz zu kämpfen haben, können zu Produkten wie dem Head & Shoulders Citrus greifen. Diese nehmen das Fett auf und entfernen es.

Schuppige Kopfhaut: Um eine schuppige Kopfhaut zu verhindern, können Nutzerinnen und Nutzer feuchtigkeitsspendende Produkte verwenden. Hier eignen sich beispielsweise Shampoos mit Kokosöl. Das Sante Naturkosmetik Haarpflege Shampoo Kraft & glanz schneidet hier unter den Kundenbewertungen sehr gut ab.

Haarausfall und Haarbruch: Wer unter Haarausfall leidet, sollte zu Produkten aus pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Arganöl oder Aloe Vera greifen. Um Haarausfall entgegenzuwirken, bietet sich das Alpecin Coffein-Shampoo an. Alpecin bietet dieses sowohl für Männer als auch für Frauen an. Bei Haarbruch helfen Produkte mit Keratin. Keratin repariert die Haare und baut sie von innen auf. Ein gutes Shampoo mit Keratin ist laut Kundenbewertungen das Syoss Haarpflege Keratin Shampoo. Zudem ist die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln möglich, welche gegen Haarbruch wirken.

Wer trockene Kopfhaut hat, muss diese mit viel Feuchtigkeit pflegen. Hier greift man zu Produkten, welche Tenside enthalten. Diese nehmen das Fett auf und entfernen es. Entsprechende Produkte massiert man grob in die Kopfhaut ein. Bei schuppiger Kopfhaut sind feuchtigkeitsspendende Produkte mit Ölen ratsam. Sie wirken entzündungshemmend und beruhigend.

Preis und Marke: Was spielt eine Rolle?

Die Auswahl an Shampoos auf dem Markt ist vielfältig und reicht von teuren Spezialshampoos bis hin zu preisgünstigeren Drogerieprodukten. Zu den teureren Marken gehören Olaplex und Kerastase Paris. Olaplex zeichnet sich vor allem durch seine einzigartige Olaplex-Technologie aus, die Disulfidbindungen aufbaut, sodass gesunde und glänzende Haare das Ergebnis sind. Die Preise liegen hier bei ungefähr 24 Euro. Kerastase Paris ist die weltweit berühmteste Luxus-Haarpflege Marke und bietet eine breite Produktpalette für jeden Haartyp an. Sie ist eine Tochtergesellschaft der preisgünstigeren französischen Marke L’Oreal und zeichnet sich durch ihre Qualität und Vielfalt aus.

Neben diesen Produkten gibt es auch günstigere Marken aus der Drogerie, welche ebenfalls empfehlenswert sind. Zu ihnen gehören Nivea, Schauma, Pantene Pro-V, Guhl, Plantur, Sante, Garnier, Dove, Fanola, Schwarzkopf, Alpecin, Sebamed und Lavera. Auch hier gibt es eine umfangreiche Produktpalette, welche sich im preislichen Rahmen von 2 bis 15 Euro befindet.

Inhaltsstoffe unter der Lupe

ÖKO-TEST hat 21 Shampoos, die für normales oder für jedes Haar gedacht sind, eingekauft, und die Inhaltsstoffe von Laboren untersuchen lassen. Die meisten Produkte im Test sind "gut". Einer Bewertung mit einer "eins" stehen den Shampoos häufig PEG/PEG-Derivate im Weg. Diese Stoffe verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Damit werden sie in Shampoos als Tenside, also als waschaktive Substanzen, eingesetzt. PEG/PEG-Derivate können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Lediglich die drei zertifizierten Naturkosmetikshampoos kommen ohne diese Stoffe aus.

Das Guhl Pur & Belebend Shampoo enthält Formaldehyd/-abspalter, die meist als Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann. In zwei Shampoos sind außerdem Konservierungsstoffe enthalten, die zu den umstrittenen halogenorganischen Verbindungen zählen. Einige dieser Substanzen gelten als allergieauslösend. Künstlicher Moschus-Duft kann sich im menschlichen Fettgewebe anreichern, Tierversuche geben sogar Hinweise auf Leberschäden. Das Labor hat den Stoff im Guhl Pur & Belebend Shampoo, im Pantene Pro-V Classic Care Shampoo und im L'Oréal Elvital Multivitamin Pflege-Shampoo nachgewiesen. Ein weiterer Duftstoff, den ÖKO-TEST negativ bewertet, weil er Allergien auslösen kann, steckt im Ihre Klassiker Vitamin Kräuter Shampoo.

Der "No Poo"-Trend: Haare waschen ohne Shampoo?

Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Wer von kräftigem Haar mit seidigem Schimmer träumt, muss dafür weder viel Geld noch viel Zeit investieren. Und Chemie ist für das Traumhaar schon gar nicht nötig. Das jedenfalls suggeriert ein Trend, der auf zahlreichen Kosmetikforen im Internet diskutiert wird. "No Poo" lautet das Schlagwort dafür, eine Abkürzung für den englischen Ausdruck "No Shampoo", also kein Shampoo. Anhänger dieser Methode verzichten beim Haarewaschen komplett auf Reinigungsmittel und spülen den Kopf nur kräftig mit Wasser ab.

"Ich halte das nicht für sinnvoll, Haare ohne Shampoo zu waschen", sagt dagegen Professor Ulrike Blume-Peytavi, Direktorin des Klinischen Studienzentrums für Haut- und Haarerkrankungen an der Charité Berlin. Die Kopfhaut sondere Talg ab, der nicht wasserlöslich sei. Mit reinem Wasser ist ihm also nicht beizukommen. Und das kann im schlimmsten Fall sogar ernste Folgen haben: "Das Fett auf der Kopfhaut ist Nährmedium für Pilze und Mikroben", warnt Blume-Peytavi. Schuppen und eine juckende Kopfhaut könnten die Folgen sein. Die Expertin empfiehlt, die Kopfhaut und die Haare zweimal pro Woche mit Shampoo zu reinigen.

Weitere Tipps und Tricks

  • Shampoos können bis zu 2 Jahre halten, verlieren aber mit der Zeit ihre Wirkung.
  • In der Juni 2020-Ausgabe von Stiftung Warentest werden zahlreiche Shampoos auf Wirkung und Umweltfreundlichkeit getestet.

Stiftung Warentest Shampoo Test

Damit ein Produkt vom Hautschutzengel bewertet und empfohlen werden kann, muss das Produkt in die INCI-Tester Datenbank eingetragen sein bzw. eingetragen sein. Die Inhaltsstoffe müssen nachprüfbar sein z.B. Der Hautschutzengel empfiehlt u.a. auch Produkte mit nicht ausschließlich unbedenklichen Inhaltsstoffen und zwar immer dann, wenn der Nutzen dem Risiko überwiegt und das Produkt eine besondere Aufgabe erfüllt, für die es derzeit keine wirkliche Alternative gibt, wie z.B. In der Bewertung der Zusammensetzung gibt es dafür natürlich einen Punktabzug.

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