Elkos Anti-Schuppen Shampoo Test: Was taugt das günstige Shampoo wirklich?

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie z.B. Stress, falsche Ernährung, trockene oder fettige Kopfhaut. Anti-Schuppen-Shampoos versprechen schnelle Abhilfe, aber halten sie, was sie versprechen? Dieser Artikel beleuchtet das Elkos Anti-Schuppen Shampoo Hydro Balance und vergleicht es mit anderen getesteten Produkten.

Der in vielen Shampoos enthaltene Wirkstoff Piroctonolamin soll dabei helfen, die Pilze „in Schach zu halten“. Für Öko-Test ist er die beste Wahl, neben verschiedenen Pflanzenextrakten, die helfen können. Die Substanz gilt als mild und gut verträglich, außerdem konnte sie sich in Studien behaupten und das Pilzwachstum einschränken.

In Naturkosmetika ist der synthetische Wirkstoff jedoch nicht erlaubt - diese setzen daher auf pflanzliche Substanzen wie Rosmarin, Brennnessel oder Wacholder. Sie alle sollen antimikrobiell wirken oder die Talgproduktion regulieren. Auch diese Extrakte werden von Öko-Test grundsätzlich als empfehlenswert bewertet.

Testergebnisse und Bewertungen

ÖKO-TEST hat spezielle Anti-Schuppen-Shampoos getestet. Während sich günstige Produkte gut schlagen, kassiert der bekannte Marktführer die Note 6 und fällt durch. In einem Test wurden insgesamt 27 Shampoos untersucht, die zur Bekämpfung von Schuppen ausgelobt sind. Bei sieben Produkten handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik.

Von den 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos wurden 27 mit (sehr) gut bewertet. Am schlechten Ende der Bewertungsskala wurden 13 Anti-Schuppen-Shampoos mit mangelhaft oder ungenügend bewertet.

Öko-Test hat auch dieses Jahr wieder verschiedene Anti-Schuppen-Shampoos genauer unter die Lupe genommen: zertifizierte Naturkosmetik und herkömmliche Produkte. Dabei kam es zu einem durchwachsenen Ergebnis.

„Sehr gut“ und „gut“ haben vor allem die Shampoos aus zertifizierter Naturkosmetik abgeschnitten. Die gute Nachricht vorweg: Immerhin ein kritischer Stoff ist in der Schuppenbekämpfung Geschichte. Wie Öko-Test berichtet, ist der „reproduktionstoxische“ Stoff Zinkpyrithion gemäß EU-Vorschrift seit gut einem Jahr verboten und wurde auch in keinem Produkt mehr gefunden.

Testsieger (zertifizierte Naturkosmetik):

  • Alverde Pflegeshampoo Anti-Schuppen, Note: „sehr gut“
  • Bioturm Anti-Schuppen, Note: „sehr gut“
  • GRN Shampoo Anti-Schuppen, Brennnessel und Meersalz, Note: „sehr gut“

Bei konventionellen Anti-Schuppen-Shampoos gibt es große Unterschiede in Preis und Qualität. Zum Beispiel landet das teuerste Produkt hier auf dem letzten Platz. Laut den Experten von Öko-Test seien in fast allen konventionellen Shampoos Sodium Laureth Sulfate enthalten, die die Haut anfällig für Schadstoffe machen können. Deshalb sind hier leider nur sieben von 20 Produkten besser als „befriedigend“.

Testsieger (konventionell):

  • Annemarie Börlind Aktiv Shampoo bei Schuppen, Note: „sehr gut“
  • Elkos Hair Anti-Schuppen-Shampoo Hydro Balance, Note: „gut“
  • Hairwell Anti-Schuppen-Shampoo Hydro Balance, Note: „gut“

Das Elkos Hair Anti-Schuppen Shampoo Hydro Balance (Edeka) wurde im Test mit „gut“ bewertet.

Neben den Inhaltsstoffen haben die Experten auch die enthaltenen, maßgeblichen Anti-Schuppen-Wirkstoffe geprüft.

In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen eine Auswahl der Sieger-Shampoos sowie günstige, gute Preistipps. Von insgesamt 27 Shampoos gegen Schuppen schneiden sieben "sehr gut" ab. Unter den Testsiegern befindet sich auch ein günstiges Produkt vom Drogeriemarkt dm. Weitere sieben schneiden "gut" ab. Neben günstigen Eigenmarken von Edeka, Aldi, Rossmann und Co. landen hier auch bekannte Namen wie Nivea und Swiss O-Par.

Vier Anti-Schuppen-Shampoos schneiden "befriedigend" ab. Grund für die Abwertung sind hier primär nachgewiesene PEG/PEG-Derivate. Fünf Produkte im Test schneiden nur "ausreichend" ab. Hier werden zusätzlich in vielen Shampoos halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Im Alpecin-Shampoo weist das Labor stattdessen das umweltbelastende Phosphonat Tetrasodium Etidronate nach.

Das Schlusslicht bilden ebenfalls bekannte Marken. So fällt Schwarzkopf & Henkel mit der Note 5 durch. Drei weitere kassieren von den Experten Note 6 - darunter auch der bekannte Marktführer Head & Shoulders Anti-Schuppen Tiefenpflege Shampoo von Procter & Gamble.

Zu den mit „gut“ bewerteten Produkten zählen die Drogerie- und Supermarkt-Vertreter von Müller (Aveo), Dm (Balea), Norma (Elcurina), Edeka (Elkos), Netto (Hairwell), Rossmann (Isana), Rewe/Penny (Today) und Aldi (Kür). Auch Sebapharma schneidet mit dem Sebamed Antischuppen Shampoo mit „gut“ ab.

Ein „befriedigend“ erntet unter anderem Dr. Wolff für das Alpecin Anti-Schuppen Shampoo A3, ebenso wie Beiersdorf für das Nivea Men Anti-Schuppen und Rausch für sein Huflattich-Shampoo.

Mit der Apotheken-Marke Eucerin schneidet Beiersdorf sogar noch schlechter ab: Eucerin Dermo Capillaire Anti-Schuppen Creme Shampoo wird nur mit „mangelhaft“ bewertet, da es halogenorganische Verbindungen, PEG-Derivate und Parfum enthält. Auch in Bezug auf den Rezyklatanteil kann der Hersteller nicht punkten.

Schlecht sieht es auch für La Roche-Posay aus: Das Kerium Anti-Schuppen Creme-Shampoo erhält aus gleichen Gründen ebenfalls ein „mangelhaft“.

Noch härter trifft es einen weit verbreiteten Klassiker. Procter & Gamble (P&G) erhält für seine Produkte nur die Note „ungenügend“: Sowohl das Head & Shoulders Classic Clean Anti-Schuppen Shampoo wie auch das Head & Shoulders For Men Anti-Schuppen Shampoo fallen durch. Beide enthalten künstlichen Moschusduft, PEG-Derivate und Natriumlaurylsulfat. Die Variante für Männer enthält außerdem noch Formaldehydabspalter.

Inhaltsstoffe und ihre Bedeutung

Auf bedenkliche Inhaltsstoffe achtenKritisch werden hingegen andere Wirkstoffe gesehen: Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid seien zwar wirksam, hätten jedoch Nachteile.

„Climbazol gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und reichert sich in Gewässern und Sedimenten an.“ Auch die anderen beiden Verbindungen ernten Kritik: „Zinkpyrithion und Selendisulfid gelten als hautirritierend und gehören deshalb aus unserer Sicht nicht auf eine gereizte Kopfhaut.“

Weitere Problemstoffe sind beispielsweise Formaldehydabspalter, PEG-Verbindungen, das Tensid NatriumlaurylsulfatundDuftstoffe wie Lilial und künstlicher Moschusduft.

Leider sind längst nicht alle problematischen Inhaltsstoffe aus Anti-Schuppen-Shampoos verschwunden, vier Produkte fallen sogar mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch.

Haupttensid in 19 von 20 konventionellen Shampoos ist Sodium Laureth Sulfate. Das Tensid schäumt zwar super, dringt aber auch in die äußerste Schutzschicht der Haut, die Hornschicht, ein.

Komplett unverständlich finden wir es, wenn ein Shampoo mit dieser Tensid-Kombi auch noch explizit für trockene Kopfhaut ausgelobt ist. Das ist im Test einmal der Fall.

Das finden wir frech, zumal das Labor noch mehr problematische Stoffe in dem Shampoo vorgefunden hat: ein Rückstand an halogenorganischen Verbindungen, unter denen sich hautreizende Stoffe befinden können, plus den synthetischen Moschusduft Galaxolid.

Zu guter Letzt kritisieren wir auch die in dem Shampoo enthaltenen Silikonöle.

Seit März 2022 ist Zinkpyrithion - jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung - in der EU verboten. Trotzdem gibt es immer noch kein grünes Licht für alle Anti-Schuppen-Shampoos in unserem Test. Aktualisiert am 1.11.2023 | Seit etwas mehr als eineinhalb Jahren ist es durch: Zinkpyrithion, jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung in Kosmetika, ist bei uns verboten. Die EU hat den Stoff als "vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen" eingestuft. Seit 1. Wir feiern das als schönen Erfolg, denn ÖKO-TEST hat seit Jahrzehnten für dieses Verbot gekämpft. Zinkpyrithion musste in unseren Augen auch deshalb aus Kosmetik verschwinden, weil es hautreizend ist und giftig für Wasserorganismen. Für Schuppen-Shampoos hat damit eine neue Zeitrechnung begonnen. Tatsächlich ist in diesem Test nur noch ein einziges Produkt übrig, das wir wegen seines Wirkstoffes kritisieren.

Tipps zur Anwendung und Vorbeugung

Die Shampoos sollten allesamt gründlich auf der Kopfhaut einmassiert werden.

„Wichtig für die Anwendung: Lassen die Schuppen nach, reicht es das Anti-Schuppen-Shampoo nur ein bis drei Mal die Woche zu nutzen und dazwischen eine milde Haarpflege zu wählen.“

Tritt keine Besserung ein sollte der Gang zum Dermatologen erfolgen, da auch Erkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte dahinterstecken können.

Auch gibt es Hausmittel gegen Schuppen, die eine Hilfe bei juckender Kopfhaut darstellen.

Ansonsten kann wie bei der juckenden Kopfhaut neben dem richtigen Shampoo, auch eine Ernährungsumstellung oder die Vermeidung von Stress helfen.

Bei der Suche nach dem besten Anti-Schuppen-Shampoo solltest du nach Formulierungen auf der Flasche Ausschau halten, die beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe gegen Juckreiz sowie antimykotische und antimikrobielle Wirkstoffe versprechen.

Langes oder strapaziertes Haar braucht besonders intensive Pflege. Optimal für Schuppen­geplagte ist es, wenn schon das Shampoo gute Arbeit leistet. Denn: Die Wirk­stoffe müssen bei der Wäsche auf die Kopf­haut gelangen. Sie sollten mit zusätzlichen Pfle­gepro­dukten nicht gleich wieder weggespült werden. Wer auf Kur und Spülung nicht verzichten will, sollte diese nur in die Längen geben.

Eine Alternative sind sogenannte Leave-on-Produkte, die Nutzer ins Haar sprühen oder einmassieren und nicht wieder ausspülen.

Die Wirk­stoffe in Anti-Schuppen-Shampoos müssen die Kopf­haut erreichen. Conditioner und Kuren nicht auf der Kopf­haut anwenden - sie waschen die Anti-Schuppen-Wirk­stoffe wieder aus.

Warm, aber nicht heiß gilt beim Waschen und Fönen. Schuppen nicht unter Hut oder Mütze verstecken. Reste von Styling­produkten können wie Schuppen wirken.

Haarschuppen? So wirst du sie los!

Kleine, trockene Schuppen werden durch Einflüsse wie kalte Außenluft oder Föhnen hervorgerufen. Hiergegen helfen Anti-Schuppen-Shampoos weniger. Hilfreicher ist es, das Entfetten und Austrocknen der Kopfhaut zu verringern (z. B.

Fettige Schuppen entstehen durch ein Zusammenspiel von erhöhter Talgproduktion und einem Hefepilz. Die meisten Menschen beherbergen auf ihrer Kopfhaut Mikroorganismen wie die Hefe Malassezia furfur. Bei manchen Menschen wird aber mehr Talg produziert.

Zum Einsatz kommen vor allem Piroctone Olamine und Zinc Pyrithione. Sie wirken fungizid / antimyzetisch und bakterizid / antibakteriell.

Allerdings gibt es auch andere Ursachen für Kopfschuppen: Bei trockener Kopfhaut sorgen nicht Pilze für das Abschuppen, sondern fehlende Feuchtigkeit.

Die Begründung der Hersteller: Verbraucher wüssten meist nicht, welche Art von Schuppen sie haben, deshalb sollen die Formulierungen für alle Hautzustände und Schuppenarten helfen. Uns erscheint das wenig sinnvoll, wir raten bei trockener Kopfhaut: Lieber zunächst bei den Ursachen ansetzen und versuchen, die Kopfhaut wieder ins Lot zu bringen.

Zum Beispiel ein ganz normales, milderes Shampoo ausprobieren oder eines der Naturkosmetik-Shampoos im Test. Vermutlich wird auch ein Shampoo mit einem Antipilz-Mittel als Wirkstoff eine leichte Linderung der Beschwerden bringen, denn trockene Haut ist wehrloser gegen die Ausscheidungen der in jeder Hautflora vorkommenden Hefepilze.

Bei fettigen Schuppen kommt es durch den Pilzbefall zu einer Reizung der Haut, die sich mit vermehrter Bildung von Zellen zur Wehr setzt. Hier sind antimykotische Shampoos (Antipilz-Shampoos) angezeigt, die auf pflanzlichen oder synthetischen Wirkstoffen beruhen.

Trockene Schuppen sind die Folge einer beeinträchtigten Hautfeuchte. Die erste Maßnahme ist der Umstieg auf ein milderes Shampoo. Empfehlenswert sind Shampoos mit dem pH 5,5, der dem Säuregrad der Hautbarriere entspricht.

Legen Sie Wert auf Nahrungsmittel, die viel Vitamin A und E enthalten. Zink 30 bis 45 mg: hält die Kopfhaut gesund. Weidenrindenauszug ist ebenfalls zur äußerlichen Anwendung zu empfehlen. Einreibungen mit Teebaumöl, Neembaumöl, Rosmarinöl, Lavendelöl und Klettenwurzelhaaröl helfen ebenfalls gegen schuppige Kopfhaut.

Wenn Sie unter fettigen Kopfhautschuppen leiden, mischen Sie den Saft einer halben Zitrone in Ihr Shampoo. Haare mit Borax-Wasser oder Kern-Seife (der natürlichsten aller Seifen) waschen und mit Zitronensaft neutralisieren.

Hilfreich ist es auch, Luft an die Kopfhaut kommen zu lassen. Nach dem Waschen ist es besser, auf den Föhn zu verzichten.

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