Schnell und gründlich rasieren, ohne die Haut zu reizen - das wünschen sich viele Männer, wenn sie sich einen Rasierer zulegen. Stiftung Warentest hat erneut Modelle getestet und genau unter die Lupe genommen.
Die gute Nachricht gleich vorab: Auch günstige (Elektro-)Rasierer können was. Das ist das erfreuliche Fazit unseres Rasierer-Tests. Bereits 2021 hat Stiftung Warentest Rasierer unter die Lupe genommen und in der Ausgabe 11/2024 kamen 20 weitere Geräte zum Rasieren oder Trimmen des Bartes hinzu.
Hier ist eine Übersicht der fünf Sieger:
Aus unserem Rasierer-Test zeigen wir Ihnen zuerst die Empfehlungen in einer Übersicht. Wir erklären unser Testverfahren und danach stellen wir kurz vor, worauf es bei Elektrorasierern ankommt.
Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe 11/2024 zu den bereits 16 getesteten Elektro-Modellen weitere 20 Nassrasierer auf Herz und Bartstoppeln getestet. Dabei wurden folgende Disziplinen mit unterschiedlicher Gewichtung bewertet:
40 Männer haben sich jeden Tag mit zwei Geräten rasiert, die eine Seite mit einem Gerät und die andere Seite mit einem anderen Gerät. Zudem wurde die Rasurgründlichkeit an Wange, Kinn, Hals, Koteletten sowie an schwer erreichbaren Stellen bzw.
Dabei konnte sowohl die Rasurgründlichkeit als auch die Hautschonung - dank eines extra breiten Lubrastreifens mit enthaltenen Ölen - jeweils mit der Note 1,6 punkten.
Ein magnetischer Dock sorgt dafür, dass dein Rasierer immer einsatzbereit ist und sauber bleibt. Kundenrezensionen kann zudem entnommen werden, dass der Rasierer gut in der Hand liegt und gründlich sowie hautfreundlich ist. Lediglich bei der Verpackung ist mit der Note 3,3 noch Luft nach oben.
Testsieger im aktuellen Elektrorasierer Test: der Braun Series 5 50-B1200s. In den Kategorien Hautschonung, Handhabung und Haltbarkeit gab es ein "Sehr gut". Laut Hersteller lässt sich dieser Braun-Rasierer auch unter der Dusche verwenden. Ist er voll aufgeladen, dann hält der Akku gut zwei Stunden durch und damit am längsten im Vergleich zu allen anderen Testmodellen.
Wesentlich günstiger, aber nur geringfügig schlechter bewertet: der Braun Series 5 50-B1200s. Er rasiert laut den Tester*innen von Stiftung Warentest "gut" und auch die Haltbarkeit wird als "gut" bewertet. Auch dieser Rasierer kann mit unter die Dusche. Hier ist die Akkulaufzeit nach dem vollen Aufladen etwas geringer als beim Testsieger - knapp anderthalb Stunden kann der Rasierer dann verwendet werden. Er ist außerdem der leichteste Rasierer im Test und ist deutlich günstiger als der Testsieger. Eine gute Wahl für alle, bei denen das Budget für einen Rasierer nicht so groß ist.
Damit einem gepflegten Männerbart oder einem glatt rasierten Gesicht nichts im Wege steht, beantworten wir dir in den nachfolgenden Punkten die wichtigsten Fragen zum Thema (Elektro-)Rasierer:
Laut Stiftung Warentest können alle Modelle Bartstoppeln gut entfernen - an einen Nassrasierer kam aber keiner der elektrischen Rasierer ran. Die Tester*innen begründen das so: "Nassrasierer ziehen das Barthaar leicht aus der Haut, bevor sie es abschneiden. Danach fühlen sich Wangen und Kinn glatt an wie ein Babypopo". So gründlich sind Elektrorasierer nicht, sodass immer ein "spürbarer Haaransatz stehen bleibt".
Wer sich einen Rasierer zulegen möchte, der sollte grundsätzlich auf ein paar Dinge achten. Dann hat man lange Freude an dem guten Stück.
Schersystem: Die Unterschiede beim Schersystem haben Auswirkungen auf die Geschwindigkeit und Gründlichkeit der Rasur, sowie die Art der Anwendungsbereiche, für die der Rasierer speziell geeignet ist. Wie im vorherigen Abschnitt erklärt, können Sie mit dem Rotationsrasierer schnell große Flächen von Haaren befreien. Folienrasierer wiederum eignen sich besser für Details und schwierige Stellen.
Flexibilität: Für die angenehme und gründliche Rasur muss sich der Rasierer den Gesichtskonturen anpassen. Die Flexibilität des Scherkopfs entscheidet darüber, wie anschmiegsam er ist. Rotationsrasierer eignen sich mit ihren beweglichen Scherköpfen besonders für Wangen. Doch mit dem flexiblen Scherkopf eines Folienrasierers gelangen Sie besser in kleine Flächen wie unter der Nase.
Akku: In unserem Test rasierte kein Modell weniger als 40 Minuten am Stück. Da eine wiederholte Glattrasur je nach Kollegen fünf bis zehn Minuten in Anspruch nahm, läuft man insbesondere dank rechtzeitiger Akkuwarnungen kaum Gefahr, mitten in der Rasur pausieren zu müssen. Nur in seltenen Fällen lädt ein Elektrorasierer erst nach deutlich über 100 Minuten wieder vollständig auf.
Wasserfestigkeit: Wenn Sie den Elektrorasierer unter der Dusche oder sogar mit Schaum zur Nassrasur benutzen, sollte das Gerät natürlich wasserdicht sein. Viele Hersteller geben an, dass ihre Rasierer für Nassrasur geeignet sind, nicht alle Modelle tragen jedoch eine offizielle IP-Zertifizierung.
Zubehör: Das beiliegende Zubehör bei Elektrorasierern stammt in der Regel aus einem von drei Bereichen: Ein längenverstellbarer Aufsatz kann den Rasierer zum Barttrimmer machen. Verbreitet ist auch diverses Pflegezubehör, zumindest eine kleine Reinigungsbürste, teilweise aber auch Reinigungsmittel und Öl. Bei einigen hochpreisigen Geräten gibt es sogar eine Reinigungsstation dazu, in die der Rasierer gesteckt werden kann.
Ersatzteile: Zuletzt sollten Sie auch noch darauf achten, wie teuer und gut erhältlich Ersatzteile für das Rasierer-Modell sind. Die Klingen im Folien- oder Rotationsscherkopf sind Verschleißteile. Zwar halten sie für gewöhnlich eineinhalb oder zwei Jahre, dann sollten sie aber ausgetauscht werden. Und je teurer der Rasierer selbst ist, desto hochpreisiger sind meist auch die Ersatzteile.
| Modell | Testurteil | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Braun Series 9 Pro 9465cc | Gut (1,6) | 550 € | Reinigungsstation, 5 Rasierelemente |
| Braun Series 5 50-B1200s | Gut (1,7) | 100 € | Wasserdicht, 3 Klingen |
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