Elektrorasierer vs. Nassrasur: Ein umfassender Vergleich

Beim Blick auf den Geldbeutel lassen sich unterschiedliche Konzepte wie Nassrasur und elektrische Rasur vergleichen. Eine Nassrasur und eine Rasur mit einem elektrischen Rasierapparat stellen zwei grundsätzlich verschiedene Konzepte dar, lassen sich somit also auch kaum miteinander vergleichen. Während der eine die unkomplizierte Bedienung eines Elektrorasierers schätzt, rebelliert beim anderen die Haut dabei und reagiert gereizt auf die Scherköpfe. Eine dritte Gruppe wiederum möchte nicht auf die Gründlichkeit einer gepflegten Nassrasur verzichten. Hier kommen einfach zu viele subjektive Vorlieben ins Spiel, als dass ein objektiver Vergleich noch möglich wäre.

Eines können wir dir direkt verraten: Die Nassrasur ist im Vergleich zur Trockenrasur wesentlich gründlicher. Die Trockenrasur hingegen ist schonender zur Haut. Das macht die Entscheidung natürlich schwierig. Welche Rasur letztlich besser für dich ist, kommt ganz auf deine Bedürfnisse an.

Die Grundlagen der Nass- und Trockenrasur

Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst den Unterschied von Nass- und Trockenrasur kennen. Keine Angst: Hier erklären wir Dir alles im Detail.

Nassrasur

Die Nassrasur Anleitung empfiehlt Wasser, Reiniger oder Rasiergels. Grundsätzlich wird sie mit einem mechanischen oder zweischneidigen Rasierer ausgeführt, der das Haar so glatt wie möglich schneidet. Rasierer funktionieren mit der sogenannten „Hysterese“. Heute verfügen Rasierer über zwei oder drei Klingen (oder noch mehr, wie beim Gillette ProShield Chill, der fünf Klingen hat), die so angeordnet sind, dass sie das Haar anheben und schneiden. Dieser Prozess ermöglicht eine sehr glatte Rasur.

Trockenrasur

Bei der Trockenrasur sind Wasser und Gleitmittel unnötig. Du brauchst lediglich einen Elektrorasierer oder Trimmer. Du kannst Deinen Elektrorasierer auf verschiedene Levels einstellen, um die gewünschte Haarlänge zu erzielen und Deinen Bart zuhause zu stylen. Ein Elektrorasierer hat zwei Bauteile zum Haareschneiden: eine dünne, perforierte Scherfolie aus Metall und einen Unterschneider - ein Set aus mehreren kleinen Rasierklingen, die sich unterhalb der Klinge schnell vor- und zurückbewegen. Elektrorasierer nutzen den Vorteil der Hautelastizität für ein langanhaltendes Rasurergebnis. Es gibt zwei Grundarten von elektrischen Rasiergeräten: rotierende und lineare. Beide Systeme arbeiten mit einer Folie, die den Kontakt zur Haut herstellt, während eine Klinge (der „Unterschneider“) sich darunter bewegt. Beim linearen System bewegt sich der Unterschneider linear von einer Seite zur anderen.

Vor- und Nachteile der Nass- und Trockenrasur

Die Hauptunterschiede zwischen der Rasur mit einem Elektrorasierer oder einem mechanischen Rasierer sind die Art des Gerätes und die Vorbereitung der Rasur.

Hier ist eine Übersicht über die Vor- und Nachteile beider Methoden:

Nassrasieren (mit Rasierer)Trockenrasieren (mit Elektrorasierer)
Vorteile
  • Die Rasur ist besonders gründlich und hinterlässt glatte Haut ohne jedes Haar für längere Zeit.
  • Die besondere Erfahrung hat einen angenehmen Wellness-Effekt.
  • Stressreduktion, vor allem, wenn Du die Rasur unter der Dusche oder nach einem heißen Bad durchführst.
  • Die günstige Lösung: Du brauchst lediglich einen Einweg-Rasierer oder Ersatzklingen.
  • Durch den geringeren Hautkontakt lassen sich Rasierschnitte und Hautirritationen besser vermeiden.
  • Mit einem Elektrorasierer bist Du schneller fertig.
  • Viele Barttrimmer sind wasserfest oder für die Dusche geeignet.
  • Die Anschaffungskosten sind zwar hoch, dafür sparst Du Geld bei weiteren Rasierprodukten.
Nachteile
  • Ohne die richtige Vorbereitung und Pflege können Hautirritationen entstehen.
  • Ein unangenehmes Ziehen ist möglich, vor allem, wenn Du langes Haar hast und kein Rasiergel verwendest.
  • Wenn Du nicht weißt, wie Du Dich richtig rasierst, erhöht sich die Gefahr von Rasierschnitten und Kratzern.
  • Du gibst mehr Geld für Rasierzubehör wie Gels, Aftershave usw. aus.
  • Die Rasur ist nicht so gründlich, darum must Du Dich öfter rasieren.
  • Du wirst selbst ein Peeling durchführen müssen, um sicherzustellen, dass deine Gesichtshaut nicht matt aussieht.
  • Am Anfang könnte Deine Haut trocken sein oder abblättern.
  • Die Instandhaltung eines Trimmer ist normalerweise teurer. Zudem verbraucht das Gerät Strom.

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Kostenvergleich: Nassrasur vs. Elektrorasierer

Wir haben hier deswegen drei Beispielrechnungen aufgestellt, die die ungefähren Kosten der jeweiligen Methode offenlegen sollen. Im ersten Fall handelt es sich dabei um einen einfachen Elektrorasierer, im zweiten um einen Elektrorasierer mit Reinigungsstation und im dritten um einen klassischen System-Nassrasierer. Wir gehen dabei auf die Anschaffungskosten sowie die Betriebskosten nach einem, zwei und drei Jahren ein und berechnen außerdem jeweils die Jahresdurchschnittskosten nach 3 Jahren.

Den großen Batzen machen bei jedem Elektrorasierer erst einmal die Anschaffungskosten aus, so auch bei relativ einfachen und günstigen Modellen. Für einen ordentlichen Rasierer muss man in dem Bereich mindestens 50 Euro ausgeben, so kostet unser Preis-Leistungs-Testsieger, der Braun 3040s etwa rund 70 Euro. Ein neuer Scherkopf wird nach etwa 18-24 Monaten fällig, je nach Anwendung und Haartyp. In unserem Beispiel mit dem 3040s von Braun fallen hierfür knapp 30 Euro an. Pflegeprodukte wie Pre- oder After-Shave sind optional nutzbar, lassen wir in der Kalkulation hier also weg.

Für einen Rasierer mit Reinigungsstation muss man unabhängig vom Hersteller mindestens 100 Euro investieren, teilweise auch deutlich mehr. Bei den Anschaffungskosten kalkulieren wir in unserem Beispiel also mit dem Minimum von 100 Euro. Genauso wie beim Elektrorasierer im ersten Fall wird auch hier alle 18-24 Monate ein Austausch des Scherkopfes nötig, wofür rund 30 Euro anfallen. Als zusätzlicher Posten kommen hier allerdings noch die Kartuschen für die Reinigungsstation dazu. Wenn der Rasierer im Schnitt zweimal wöchentlich in der Station gereinigt wird, müssen die Kartuschen alle 2 bis 3 Monate erneuert werden.

Die Kosten bei einem Systemnassrasierer entstehen in erster Linie durch die Klingen und die nötigen Pflegeprodukte wie Rasierschaum. Die Anschaffung des Griffs ist mit einem Preis von nur wenigen Euro eigentlich vernachlässigbar. Der Klingenverbrauch ist ganz allgemein kaum zu kalkulieren, dazu variieren die Gewohnheiten einfach zu stark. Manche Herren rasieren sich täglich und tauschen dann die Klinge wöchentlich aus, andere rasieren sich nur alle 5 Tage und kommen mit einer Klinge dementsprechend auch mehrere Wochen lang aus. Der jährliche Verbrauch dürfte sich bei den meisten aber irgendwo zwischen 20 und 30 Klingen bewegen. Bei einem durchschnittlichen Klingenpreis von 3 Euro ergeben sich hier also jährliche Kosten von 60 bis 90 Euro. Ohne Rasierschaum geht bei der Nassrasur nichts, hier handelt es sich also ebenfalls um einen unvermeidbaren Kostenfaktor. Mehr als 10 bis 20 Euro dürften aber die wenigsten pro Jahr dafür ausgeben müssen.

Die niedrigen Anschaffungskosten eines Nassrasierers wirken erst einmal verlockend. Für rund 10 Euro hat man hier alles zusammen, was man für eine richtig gute Nassrasur benötigt. Der Eindruck, dass es sich hierbei um die günstigste Variante handelt, täuscht allerdings. Mit der Zeit drücken vor allem die Klingen kräftig aufs Portemonnaie, gerade dann, wenn man diese häufig austauscht. Bei einem Elektrorasierer fällt der Großteil der Kosten dagegen direkt beim Kauf an, während die Betriebskosten im Laufe der Nutzungszeit dann relativ übersichtlich ausfallen. Selbst wenn man eine Reinigungsstation nutzt, liegen die Kosten im Vergleich zur Nassrasur noch deutlich darunter. Sobald ein Elektrorasierer mindestens 2 Jahre genutzt wird, ist er insgesamt in den meisten Fällen günstiger als ein Nassrasierer im gleichen Zeitraum.

Tipps für die perfekte Rasur

Du hast dich für die Nassrasur entschieden? Hier sind einige Tipps:

  • Ein Peeling entfernt Hautschuppen und Talg gründlich. So beugst du Hautirritationen und eingewachsenen Barthaaren vor.
  • Ein Pre-Shave-Produkt weicht die Barthaare auf und sorgt dafür, dass die Klingen gut über deine Haut gleiten. Ob Rasierschaum, -gel oder -seife - teste einfach aus, womit du am besten klarkommst.
  • Stumpfe Klingen reißen an deinen Barthaaren, statt sie zu schneiden. So ist Rasurbrand vorprogrammiert. Je nach Qualität sind nach 10 Rasuren neue Klingen fällig.
  • Du hast es am liebsten ganz glatt? Dann musst du täglich die Klinge zücken. Das beansprucht allerdings die Haut.
  • Viele Nassrasierer-Systeme verfügen über Zusatzfunktionen zum Bartstyling.

Du möchtest dich trocken rasieren? Dann beachte folgende Hinweise:

  • Am besten wäschst du dein Gesicht vor der Rasur mit etwas Waschgel. Wozu? Ist die Haut frei von Schmutz und Talg, machen dir Hautirritationen seltener Probleme.
  • Von rechts nach links oder andersherum? Möglich wäre beides. Welche Richtung du wählst, kommt auf den Rasierer und deinen Hauttyp an. Bei sensibler Haut gehst du vorsichtshalber in Wuchsrichtung der Haare vor.
  • Lust auf etwas mehr Bart? Mit dem Elektrorasierer kannst du deinen Bart trimmen. Bei vielen Modellen gehören Trimmaufsätze zur Standardausstattung, sodass du deine Bartlänge variieren kannst. Wichtig: Starte mit einer längeren Einstellung, um nicht zu viel Bart wegzunehmen.
  • Bei einigen Rasierern musst du selbst Hand anlegen, sie mit kleinen Bürsten von Stoppeln befreien und mit Wasser abspülen. Andere Elektrorasierer verfügen über eine Aufbewahrungsstation mit Selbstreinigung.
  • Die Scherköpfe von elektrischen Rasierapparaten stumpfen mit der Zeit ab. In der Regel solltest du nach etwa 18 Monaten einen neuen Rasierkopf aufsetzen.

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