Eisentabletten bei Haarausfall: Wirkung und Behandlung

Haarausfall kann sehr belastend sein und das Selbstwertgefühl sowie das persönliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Eine oft unterschätzte, aber bedeutende Ursache für diffusen Haarausfall ist Eisenmangel. Besonders bei Frauen ist Haarausfall durch Eisenmangel weit verbreitet. Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall.

Das Spurenelement ist für den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln verantwortlich, es stärkt und nährt die Haarwurzeln. Mehr als 500 Millionen Menschen weltweit leiden an Eisenmangelanämie - sie ist damit eine der häufigsten Formen der Blutarmut. Anämie ist eine häufig übersehene Ursache für Haarausfall, obwohl sie das Haarwachstum erheblich beeinträchtigen kann. Es gibt verschiedene Arten von Anämie, von denen jede auf ihre Weise den Haarzyklus beeinflussen.

Wenn der Körper nicht ausreichend Eisen zur Verfügung hat, sinkt der Hämoglobinwert, was die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln beeinträchtigt. Ohne ausreichend Eisen ist die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel beeinträchtigt. Das wirkt sich negativ auf den Zellstoffwechsel aus, was dazu führen kann, dass die Haarwurzeln geschwächt werden. Die Folge: Die Haare werden brüchig, dünner und fallen vermehrt aus.

Ursachen und Symptome von Eisenmangel

Ursachen für einen Eisenmangel können vielfältig sein: Eine einseitige Ernährung, starke Menstruationsblutungen, chronische Blutverluste oder eine Schwangerschaft zählen zu den häufigsten Auslösern. Nicht nur Eisenmangel kann zu Anämie führen. Auch ein Defizit an wichtigen Vitaminen kann problematisch sein. Insbesondere ein Vitamin-B12-Mangel ist als Auslöser der megaloblastären Anämie bekannt. Bei einem Mangel kommt es zu einer gestörten Zellteilung, auch in den Haarfollikeln.

Ein Eisenmangel kann sich auf verschiedene Weisen bemerkbar machen. Haarausfall zählt dabei zu den häufigsten und auffälligsten Symptomen, insbesondere bei Frauen. Doch Haarausfall bei Eisenmangel tritt meist nicht allein auf. Wenn du Haarausfall durch Eisenmangel vermutest, ist ein Bluttest zur Bestimmung des Ferritinwertes sinnvoll.

Wie Eisenmangel Haarausfall verursacht

Haarausfall bei Eisenmangel ist eine spezielle Form des Haarausfalls, die unter dem Begriff telogenes Effluvium bekannt ist. Dabei wechseln viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase und fallen schließlich vermehrt aus.

  • Sauerstoffmangel in den Haarfollikeln: Eisen ist notwendig für die Bildung von Hämoglobin - einem Bestandteil der roten Blutkörperchen, der den Sauerstofftransport im Blut ermöglicht. Ohne ausreichend Sauerstoff werden die Haarwurzeln nicht optimal versorgt, was zu einem gestörten Haarwachstum führt.
  • Nährstoffdefizite durch Eisenmangel: Ein niedriger Eisenwert ist oft mit einem Mangel an weiteren wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B12 und Folsäure verbunden. Diese Vitamine sind entscheidend für die Zellteilung und damit auch für die Regeneration der Haarwurzeln.
  • Hormonelles Ungleichgewicht: Ein langfristiger Eisenmangel kann auch das hormonelle Gleichgewicht im Körper beeinflussen.

Wenn du unter diffusem Haarausfall leidest, solltest du unbedingt deinen Eisenstatus prüfen lassen. Insbesondere den Ferritinwert, da dieser die Eisenspeicher im Körper widerspiegelt. Die gute Nachricht: Haarausfall durch Eisenmangel ist in den meisten Fällen nicht dauerhaft. Allerdings ist Geduld gefragt. Der Körper benötigt zunächst ausreichend Eisen und andere Nährstoffe, um die Haarfollikel zu regenerieren. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, doch in den meisten Fällen lässt der Haarverlust nach 8-12 Wochen gezielter Therapie deutlich nach.

Wenn du also unter Haarausfall bei Anämie leidest, lohnt sich eine gezielte Diagnose. Ein ausgewogener Speiseplan mit einem hohen Eisengehalt ist entscheidend für gesunde, kräftige Haare. Besonders bei Haarausfall durch Eisenmangel. Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel. Fehlt es, werden die Haare dünn, spröde und fallen vermehrt aus.

Eisenmangel: Symptome und was hilft bei der Ernährung? | Dr. Julia Fischer | ARD Gesund

Eisenquellen und ihre Bioverfügbarkeit

Eisen bei Haarausfall ist essentiell, doch nicht jede Eisenquelle wirkt gleich stark. Der Körper kann Eisen nicht selbst produzieren. Er ist vollständig darauf angewiesen, es über die Nahrung aufzunehmen.

  • Hämeisen (gut bioverfügbar): Enthalten in tierischen Produkten wie Rinderleber, rotem Fleisch, Geflügel oder Fisch.
  • Nicht-Hämeisen (schwerer verfügbar): Vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten oder Vollkorn enthalten.

Tierische Produkte enthalten Hämeisen, das der Körper besser aufnimmt. Pflanzliches Eisen benötigt zur besseren Verwertung Vitamin C. Daher ist die Kombination z. B. Ein niedriger Eisenwert kann Haarausfall begünstigen. Oft bleibt das zunächst unbemerkt. Erst wenn Eisenmangel-Symptome wie Haarausfall, Müdigkeit oder blasse Haut auftreten, wird das Problem erkannt.

Eine der häufigsten Ursachen für Eisenmangel ist eine unausgewogene Ernährung. Besonders betroffen sind Personen, die wenig rotes Fleisch oder Innereien (z. B. Nicht-Hämeisen, das vor allem in pflanzlicher Nahrung vorkommt, wird deutlich schlechter verwertet. Um die Aufnahme zu verbessern, ist die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C nötig. Hingegen hemmen koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tee die Eisenaufnahme im Dünndarm.

Ein weiterer Risikofaktor ist ein erhöhter Eisenbedarf oder -verlust, wie er bei chronischen Erkrankungen, Magen-Darm-Störungen oder inneren Blutungen auftreten kann. Ein Ferritinmangel, also ein Mangel an Speichereisen, ist in diesen Fällen besonders ernst zu nehmen. Frauen sind besonders anfällig für Eisenmangelanämie - und damit auch für Haarausfall durch Eisenmangel. Bei starken oder verlängerten Blutungen, etwa durch hormonelle Ungleichgewichte oder gynäkologische Erkrankungen, steigt das Risiko deutlich. Wird ein solcher Ferritinmangel-Haarausfall nicht rechtzeitig erkannt, kann er zu einem diffusen oder sogar kreisrunden Haarausfall führen.

Behandlung von Haarausfall durch Eisenmangel

Ein ausgeglichener Eisenspiegel verbessert die Durchblutung der Kopfhaut, stärkt die Haarwurzeln und kann so das Haarwachstum wieder anregen. Die Behandlung von Haarausfall durch Eisenmangel hängt stark vom individuellen Eisenstatus ab.

Eisenmangel: Haare dünn? Das muss nicht sein.

Im Folgenden sind einige Beispiele für den Eisengehalt in Lebensmitteln angegeben:

  • Tofu: ca.
  • Brokkoli: ca.

Auch dunkle Schokolade (max. ¼ Tafel, ca.

Für Männer: ca.

Vitamin C (z. B.

Große Mengen an Kalzium (z. B.

In diesem Fall sind gezielte Maßnahmen wie Ernährung und ggf. Holen Sie sich professionelle Beratung. Haarausfall durch Eisenmangel ist in den meisten Fällen reversibel, sofern die Ursache rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt wird. Hilft Eisen gegen Haarausfall? Ja - insbesondere dann, wenn Eisenmangel die Ursache ist.

Mangelerscheinungen verbindet man mit der Dritten Welt - aber auch in Deutschland ist die weltweit häufigste Mangelerscheinung, der Eisenmangel, weit verbreitet. Im Körper eines erwachsenen Menschen befinden sich etwa drei bis vier Gramm Eisen. Es gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Das meiste davon, etwa zwei Drittel, liegt in Form von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen vor. Auch Muskeln, Enzyme und Proteine enthalten Eisen. Der Rest ist in Organen wie Leber, Milz und Knochenmark gespeichert.

Über abgestorbene Haut- und Schleimhautzellen, Urin, Stuhl und Schweiß verliert der Körper jeden Tag ein bis zwei Milligramm Eisen. Um das auszugleichen, muss er aber etwa 15 Milligramm täglich aufnehmen - denn nur ein kleiner Teil gelangt wirklich über den Magen-Darm-Trakt bis in den Körper. Mit unseren Behandlungen erreichen wir bei über 90% unserer Patienten eine deutliche Besserung in kurzer Zeit.

Eisenmangel und seine Auswirkungen auf die Haarfollikel

Wenn im Körper ein Eisenmangel herrscht, wird das Eisen zuerst den "unwichtigen" Körperteilen wie Haaren und Nägeln vorenthalten - zugunsten lebenswichtiger Organe und Organfunktionen. Unsere Haarfollikel sind jedoch sehr aktive Zellen, die eine hohe Stoffwechselaktivität aufweisen. Unser Haar wächst ständig - und dafür sind ausreichend Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente notwendig. Diese werden für viele verschiedene Enzyme der DNA-Synthese benötigt. Eines davon ist zum Beispiel die Ribonucleotid-Reduktase, die für ihre Funktion genügend Eisen benötigt. Sind die Haarfollikel nicht ausreichend mit Eisen versorgt, können sie sich nicht vermehren und sterben ab.

Studien zufolge kann Eisenmangel unterschiedliche Formen des Haarausfalls begünstigen: Anlagebedingten Haarausfall, kreisrunden Haarausfall, diffusen Haarausfall oder telogenes Effluvium (zu frühes Eintreten der Ruhephase). Denn Haarzellen benötigen das Eisen für die DNA-Synthese und für ein ungestörtes Haarwachstum. Die erste Phase ist die Wachstumsphase, bei der die Haare im Haarfollikel gebildet werden und dann länger und dicker werden. Es folgt die Übergangsphase. In der Haarwurzel findet keine Zellteilung mehr statt, sie wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und das Haarwachstum endet. Dann beginnt der Haarzyklus von neuem und lässt ein neues Haar aus dem Follikel wachsen. Ist der Haarzyklus gestört, zum Beispiel durch eine verkürzte Wachstumsphase, kann es zu Haarausfall kommen.

Normalerweise fallen jeden Tag bis zu 100 Haare aus. Hat man den Eindruck, ungewöhnlich viele Haare zu verlieren, kann ein Trichogramm Aufschluss geben. Dazu werden 50 bis 100 Haare aus dem vorderen (frontalen) und hinteren (okzipitalen) Bereich des Kopfs entfernt und untersucht. Man kann damit Aussagen über das Wachstumsverhalten der Haare treffen und über die Intensität des Haarausfalls, aber nicht über seine Ursachen.

Diagnose und Behandlung von Eisenmangel

Es dauert meist eine Weile, bis ein Eisenmangel symptomatisch wird. Solange nur das Speichereisen abnimmt, aber noch genügend Eisen für den akuten Verbrauch zu Verfügung steht, merkt man nichts davon. Typische Symptome: Dazu gehören trockene Haut, Juckreiz, Schmerzen auf der Zunge, Schmerzen beim Schlucken oder rissige Mundwinkel. Um einen Eisenmangel festzustellen, reicht eine Blutabnahme aus. Darin werden verschiedene Parameter bestimmt, die ein Abbild des Eisenhaushalts geben. Man bestimmt die Anzahl und Größe der roten Blutkörperchen und deren Gehalt am Blutfarbstoff Hämoglobin. Zusätzlich kann man schauen, ob die Bildung der Blutkörperchen funktioniert und die Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen, die Retikulozyten, ausreichend gebildet werden. Ein Abbild über das Speichereisen gibt das Ferritin - es kann jedoch zum Beispiel bei chronischen Krankheiten oder akuten Infekten trotz Eisenmangel erhöht sein. Über das Transferrin und die Transferrinsättigung lässt sich ablesen, ob der Körper seine Rezeptoren zur Eisenaufnahme hochgefahren hat.

Eine zu geringe Eisenzufuhr liegt meistens an einer vegetarischen oder veganen Ernährung. Eisen ist vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch enthalten. Es gibt auch eisenreiche pflanzliche Nahrungsmittel, insbesondere Hülsenfrüchte wie Linsen, Sojabohnen oder Kichererbsen und Blattgemüse wie Mangold oder Fenchel. Der menschliche Magen-Darm-Trakt kann das Eisen daraus jedoch schlechter aufnehmen als aus tierischen Nahrungsmitteln.

Ein zu hoher Verlust von Eisen liegt meistens an einem Blutverlust. Insbesondere Frauen mit einer langen, häufigen oder sehr starken Regelblutung können relevante Mengen an Eisen verlieren. Aber auch über einen chronischen Blutverlust, zum Beispiel durch Tumore im Magen oder Darm, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder einem Magengeschwür kann viel Eisen verloren gehen.

Für eine verminderte Eisenaufnahme können verschiedene Medikamente, Nahrungsmittel und Erkrankungen sorgen. Sowohl Tee, Kaffee und Milch vermindern die Eisenresorption im Darm als auch manche Medikamente gegen Sodbrennen oder Parkinson. Bei Krankheiten der Darmschleimhaut wie Zöliakie oder chronischem Durchfall kann die Eisenaufnahme ebenfalls vermindert sein.

Die prophylaktische Einnahme von Eisen ist nicht sinnvoll, um einem Haarausfall durch Eisenmangel vorzubeugen. Es gibt viele andere und häufigere Gründe für Haarausfall wie eine genetische Veranlagung, hormonelle Störungen, Stress, Vitaminmangel oder fehlerhafte Schilddrüsenfunktion. Ob ein Eisenmangel für den Haarausfall verantwortlich sein kann, sollte man zunächst durch eine Blutuntersuchung ärztlich abklären lassen. Zu viel Eisen im Körper kann schädlich sein: Der Körper hat kaum Möglichkeiten, überschüssiges Eisen wieder abzugeben. Es lagert sich in vielen Organen wie Herz oder Leber ein und kann diese schädigen. Damit erhöht sich zum Beispiel das Risiko für einen Herzinfarkt oder Leberkrebs.

Ernährung und Therapie

Liegt eine körperliche Erkrankung zugrunde, steht deren Behandlung im Vordergrund. Wenn zum Beispiel durch einen Tumor oder eine Darmerkrankung die Aufnahme von Eisen in den Körper gestört ist, bringt auch eine erhöhte Zufuhr über die Nahrung nichts. Erst durch eine Behandlung der Grunderkrankung ist eine Besserung zu erwarten.

Liegt der Eisenmangel an der Ernährung, kann eine Ernährungsumstellung helfen. Insbesondere Fleisch enthält viel Eisen, vor allem Hirsch, Rind oder Schwein. Ganz oben auf der Liste stehen aber tierische Innereien: In 100 Gramm Entenleber sind 30 Milligramm Eisen enthalten! Für wen Fleisch oder Innereien keine Option sind, der kann sich zum Beispiel an Haferflocken oder Weizenkleie halten. Zum Mittagessen kommen Sojabohnen oder Quinoa als Eisenlieferanten infrage. Da der menschliche Körper Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter verwerten kann als aus tierischen Quellen, muss eine entsprechend höhere Menge davon gegessen werden.

Wer seinen Eisenbedarf nicht alleine über die Ernährung decken kann, für den kommen Eisentabletten infrage. Diese sind zwar frei verkäuflich, sollten aber trotzdem nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Und sie werden leider nicht selten schlecht vertragen: Sie können zu Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall führen.

Falls Sie Eisenmangelsymptome bei sich bemerken, scheuen Sie sich nicht, einen Arzt aufzusuchen. Schon ein einfaches Blutbild kann Aufschluss geben und ermöglicht Ihnen, den Symptomen entgegenzuwirken. Eisenmangel ist leicht behandelbar - so können Sie sich schnell wieder wohl und schön fühlen.

Wenn der Eisenmangel behoben ist (je nach Ursache durch eine Ernährungsumstellung, Medikamente etc.) kann den Haarwurzeln noch direkt geholfen werden: Durch eine begleitende PRP Behandlung. Bei einer PRP Behandlung wird Blut des Patienten entnommen und in die einzelnen Bestandteile zerlegt: Erythrozyten, Thrombozytenarmes Plasma, Thrombozytenreiches Plasma sowie PRP (Platelet Rich Plasma). In PRP sind besonders viele Blutplättchen und Nährstoffe enthalten. Die Verabreichung von PRP erfolgt in das subkutane Hautgewebe der betroffenen Bereiche und wird mithilfe einer kleinen Injektionsnadel oder durch eine Mesopistole injiziert.

Sollte der Eisenmangel lange anhalten und schwerwiegend sein, können sich oft nicht mehr alle Haarwurzeln erholen. Wenn sich das Haarwachstum nicht mehr einsetzen sollte, können diese Bereiche mit einer Haartransplantation wieder aufgefüllt werden. Hierbei werden einzelne Haarfollikel aus einem geeigneten Spenderareal entnommen und in den betroffenen Regionen wieder eingesetzt.

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