Friseur Fachbegriffe: Ein Leitfaden für den perfekten Haarschnitt

Der Weg zu den lange ersehnten Traumhaaren verursacht häufiger Schmerzen im Kopf als Erfolge darauf. Es genügt nicht nur zu wissen, was man will. Man muss es dem Stylisten auch eindeutig vermitteln können. Dann reden oft genug zwei aneinander vorbei, weil sie nicht gleich ausdrücken. Wenn dann der Friseur noch mit seinem Fachjargon kommt, ist jede Hoffnung verloren.

Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen und Ihnen helfen, die Fachbegriffe der Friseurkunst zu verstehen, damit Ihr nächster Friseurbesuch ein voller Erfolg wird.

Haarschnitte

Fade Cut

Die Basis der meisten Übergänge ist der sogenannte Fade Cut. Die Haare werden von oben nach unten hin immer kürzer geschnitten beziehungsweise rasiert, damit es so wirkt, als würden die Haare nach unten hin verblassen. Dieser Effekt kommt durch die Kopfhaut zustande, welche aufgrund der im Verlauf kürzer werdenden Haare immer deutlicher zum Vorschein kommt. Bei solch einem Übergang arbeitet der Friseur oder Barbier mit einem Rasierer und verblendet die Haare: Verblenden ist der Vorgang, bei dem die Haare mit unterschiedlichen Aufsätzen immer kürzer geschnitten werden, und sie somit den fließenden Übergang bilden.

Die Kunst eines guten Fade Cuts ist das Verblenden der Haare, bei dem der Friseur mithilfe eines Rasierers und einer Schere die Haare von oben nach unten immer kürzer schneidet.

Ihr möchtet einen Fade selber schneiden? Wir raten euch davon ab. Einen wirklich sauberen Übergang als Leihe hinzubekommen, ist überaus schwierig und benötigt einiges an Fingerspitzengefühl, viel Übung und vor allem Genauigkeit. Besonders dann, wenn das Deckhaar deutlich länger als die Seiten ist, fällt ein schlecht geschnittener Fade Cut auf.

Der Fade-Haarschnitt oder umgangssprachlich "Seiten auf 0" ist seit langer Zeit eine der beliebtesten Männerfrisuren. Ein Grund dafür ist die Vielseitigkeit, die ein solcher Fade bietet. Denn es gibt extrem viele Möglichkeiten, diesen Schnitt zu individualisieren und zu kombinieren: Angefangen von der Länge bis hin zur Art und Weise, wie du dein Haupthaar stylen möchtest, z.B. Bei einem Fade-Haarschnitt wird das Haar an den Seiten und am Hinterkopf, angefangen von oben nach unten, immer kürzer geschnitten. Dabei wird in der Regel eine Haarschneidemaschine (engl. Clipper, z.B.Um sicherzustellen, damit dein Fade immer fresh aussieht, müsstest du alle 2-4 Wochen einen Besuch bei deinem Barber des Vertrauens einplanen.

Da sich die Barber-Branche ständig verändert und an neue Stiltrends anpasst, kann es schwierig sein, mit all den verschiedenen Fade-Typen, die man sieht, Schritt zu halten. Aber es gibt nur sieben Grundtypen von Fades, die all diesen modernen, trendigen Styles zugrunde liegen. Sie können bei verschiednen Haardicken getragen werden, z.

  1. High Fade: Ein High Fade ist ein moderner Fade, der weiter oben auf dem Kopf an den Schläfen beginnt und nicht in der Mitte über den Ohren. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz, manchmal sogar bis auf die Haut rasiert (ein sogenannter Skin Fade, den wir ebenfalls weiter unten ansprechen).
  2. Medium (oder Mid) Fade: Medium Fades beginnen tiefer als hohen Fades, in der Regel auf halber Höhe über den Ohren. Bei diesem Klassiker werden die kürzeren Haarpartien weiter nach unten verlegt, was für einen perfekt ausgewogenen Look sorgt.
  3. Low Fade: Während hohe Fades um die Schläfen herum beginnen und mittlere Fades in der Mitte über den Ohren beginnen, haben niedrige Fades eine niedrigere Fade-Linie, ungefähr auf der Höhe der Ohren. Low Fades können bei jedem Haartyp und jeder Haarstruktur getragen werden.
  4. Drop Fade: Drop Fades können weit oben, in der Mitte oder weiter unten am Kopf beginnen, aber sie haben alle eines gemeinsam: Die Fade-Linie am Hinterkopf wird niedriger angesetzt als an den Seiten. Das Ergebnis ist eine "Senkung" in der Fade-Linie, daher der Name "Drop Fade". Es gibt viele verschiedene Looks, die man mit Drop Fades erzielen kann.
  5. Skin Fade: Skin Fades werden oft auch als "Zero Fades", "Bald Fades" oder hierzulande als "Seiten auf 0" bezeichnet. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm. Wenn du einen kontrastreichen Look ausprobieren möchtest, solltest du dich für einen Skin Fade entscheiden. Die oben aufgezeigten Beispiele zeigen alle einen Skinfade, da hier bis auf die Haut herunter rasiert wird.
  6. Taper: Ein Taper hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen.
  7. Burst Fade: Burst Fades nehmen die Form eines Halbkreises an, der das Ohr umgibt. Die Überblendlinie nutzt das Ohr als Mittelpunkt und bewegt sich kreisförmig darum herum. Sie ähneln den Drop Fades, weil die Fade-Linie am Hinterkopf abzufallen scheint.

Jetzt, wo du die grundlegenden Fade-Typen kennengelernt hast, stellt sich die Frage, welcher der beste Look für dich ist. Im folgenden findest du ein paar Tipps, um den Fade-Haarschnitt zu finden, der dir am besten steht.

  • High Fades eignen sich am besten für Männer mit runden oder eckigen Gesichtsformen, vor allem, wenn du den Fade mit längerem Haar on top kombinierst. Den High Fade solltest du eher meiden, wenn du ein längliches, ovales oder herzförmiges Gesicht hast.
  • Medium/Mid Fades eignen sich perfekt für alle Gesichtsformen, da sie für Ausgewogenheit sorgen. Wenn du ein rundes, quadratisches, herzförmiges oder ovales Gesicht hast, solltest du mal den Mid Fade ausprobieren - es wird großartig aussehen! Bleibt dann nur noch herauszufinden, was du mit dem Haupthaar anstellen möchtest!
  • Low Fades lassen den Kopf oben und in der Mitte optisch breiter erscheinen und sind daher für runde Gesichtsformen nicht geeignet. Viereckige, kantige Gesichtsformen sehen mit einem niedrigen Fade noch kantiger aus. Diese Art von Haarschnitt passt gut zu ovalen und herzförmigen Gesichtsformen.
  • Drop Fades können für jede Gesichtsform und jeden Haartyp verwendet werden. Kombiniere einen Drop Fade mit der Art von Fade, der am besten zu deiner Gesichtsform passt - hoch, mittel oder tief!
  • Skin Fades können mit jeder Art von Fade kombiniert werden, so dass sie für jede Gesichtsform und jeden Haartyp geeignet sind. Allerdings sehen Skin Fades bei Männern mit gleichmäßigem Hautton am besten aus, da sie große Teile der Kopfhaut zeigen.
  • Taper Cuts sehen am besten bei Männern mit ovaler Gesichtsform aus
  • Beim Burst Fade bleibt am Hinterkopf mehr Haar stehen. Der einzige Bereich, der "verblasst" ist, ist der halbkreisförmige Bereich um das Ohr herum.

Bei der Vielzahl von Fade-Typen kann es etwas schwierig sein, den gewünschten Stil zu finden.

GRADUATION VON ZERO TO HERO. Der Schlüssel zu einem Fade ist die nahtlose Graduation welche auf eine zuvor definierte Gewichtslinie zuläuft. Der Fade hat viele Variationen und ist eine Grundtechnik, die Du in Deinem Repertoire haben solltest. Wenn Du ihn beherrschst, kann er in Low Fades, High Fades, Skin Fades, Razor Fades (mit einer Klinge, um Schärfe zu erzeugen) und Curly Fades angewendet werden. Die Gewichtslinie kann der Form des Kopfes folgen oder horizontal sein.

Undercut

Der Undercut ist vermutlich den meisten von euch ein Begriff. Er zeichnet sich durch den abrupten Übergang vom Deckhaar zu den Seiten aus.

Scissor Fade

Der Scissor Fade wird, anders als die anderen Varianten, ausschließlich mit der Schere geschnitten. Dadurch werden die Haare nicht so kurz wie mit dem Rasier und dementsprechend auch die Haut unter den Haaren weniger stark sichtbar. Diese Art ist perfekt, wenn ihr einen unauffälligen Schnitt sucht, der sehr sauber wirkt.

Shadow Fade

Das typische Merkmal des Shadow Fades ist sein langgezogener Übergang: Bei diesem Fade-Haarschnitt wird über ein sehr breites Areal verblendet, weshalb der Fade wie eine Art Schatten des Deckhaares wirkt.

Calligraphy Schnitt

Beim Calligraphy Schnitt werden die Haare in einem Winkel von 21 Grad mit einer speziellen Klinge geschnitten. So entsteht eine größere Fläche an der Haarspitze. Das Haar bekommt mehr Volumen, kann Pflegeprodukte besser aufnehmen und Spliss wird vorgebeugt.

Haarfärbetechniken

Balayage

Balayage ist eine Haarfärbetechnik, bei der die Farbe freihand aufgetragen wird, um natürliche Highlights und Lowlights zu schaffen. Das Besondere an Balayage ist der sanfte Übergang zwischen gefärbtem und ungefärbtem Haar, der ein natürliches Aussehen erzeugt. Diese Technik erfordert weniger häufiges Auffrischen, da der nachwachsende Ansatz kaum sichtbar ist. Balayage ist eine beliebte Wahl, um subtile Farbveränderungen zu erzielen, ohne das Haar zu stark zu strapazieren und verleiht ihm gleichzeitig ein elegantes und zeitloses Aussehen.

Wir vom Friseursalon SENAIT aus Esslingen haben jahrelange Erfahrung und Expertise in der Balayage Technik, um dir das perfekte Ergebnis zu ermöglichen.

Painting

Painting ist eine Haarfärbetechnik, bei der Farbe mit einem Pinsel und einer speziellen Methode auf das Haar aufgetragen wird, um verschiedene Effekte zu erzielen. Dazu gehören natürliche Highlights und Lowlights, der Ombre-Effekt, das Dip-Dyeing und kreative Farbvariationen.

Foliensträhnen

Bei beiden handelt es sich um Foliensträhnen. Foliensträhnen sind eine Haarfärbetechnik, bei der ausgewählte Haarsträhnen zum Färben in Aluminiumfolie gewickelt werden. Diese Methode ermöglicht es dem Friseur, präzise Highlights, Lowlights oder andere Farbeffekte zu erzeugen, ohne dass die Farbe auf benachbartes Haar übertragen wird. Classic Lights ist unsere Bezeichnung für klassische Foliensträhnen.

Abmattieren

Beim Abmattieren wird die Haarfarbe nach dem Färben mithilfe eines Toners veredelt, um unerwünschte Farbnuancen oder -töne zu neutralisieren oder zu korrigieren. Das ist vor allem nach dem Blondieren wichtig, um unerwünschten Gelbstich oder andere Farbpigmente zu entfernen und den gewünschten Blondton zu erzielen.

Glossing

Verglichen mit Färben und Tönen ist das Glossing die schwächste Art des Haarfärbens. Anders als bei einer Tönung, hat ein Glossing mehr pflegende glanz spendende Komponenten als Farbpigmente. Es wird verwendet, um Glanz, Tiefe und Farbintensität zu verbessern.

Lowlights

Lowlights sind quasi das Gegenteil von Highlights.

Babylights

Babylights ist eine Haarfärbetechnik, bei der feine, fast unsichtbare Highlights im Haar platziert werden. Babylights werden normalerweise in dünnen Strähnen über das gesamte Haar verteilt und sind besonders fein, wodurch sie einen zarten Glanz erzielen. Da Babylights so subtil sind, erfordern sie weniger Wartung und Nachfärben.

Ecaille

Bei der Ecaille Technik werden verschiedene Nuancen von Braun, Karamell, Honig und Gold miteinander kombiniert, um ein subtiles, mehrdimensionales Aussehen zu erzeugen. Im Gegensatz zu starken Kontrasten bei anderen Techniken sind bei Ecaille die Übergänge zwischen den Farben weicher und fließender.

Ombre

Ombre ist eine Haarfärbetechnik, bei der das Haar so gefärbt wird, dass es von einer dunkleren Farbe an den Wurzeln zu einer helleren Farbe an den Spitzen verläuft. Der Übergang zwischen den beiden Farben hat meist einen eher auffälligen Kontrast, je nach persönlichem Geschmack. Ombre erzeugt einen stilvollen Farbverlauf, der dem Haar einen interessanten Effekt verleiht und gleichzeitig Wartung und Nachfärbungen minimiert.

Sombre

"Sombre" ist eine Abkürzung für "Soft Ombre" und bezieht sich auf eine sanftere Variante der beliebten Ombre-Haarfärbetechnik. Bei Sombre werden die Übergänge zwischen den Haarfarben weicher und subtiler gestaltet, was zu einem natürlicheren Erscheinungsbild führt. Im Gegensatz zu traditionellem Ombre, das oft einen kontrastreicheren Farbwechsel von den dunkleren Wurzeln zu den helleren Spitzen aufweist, verwendet Sombre eine sanftere Farbpalette, die harmonischer ineinander übergeht.

Foilyage

Foilyage ist eine Haarfärbetechnik, die Elemente von Balayage und Foliensträhnen kombiniert. Bei Foilyage wird das Haar in kleine Abschnitte aufgeteilt und auf speziell zugeschnittene Folien gelegt. Anschließend wird Farbe oder Blondierung auf die Haare aufgetragen, wobei die Intensität von den Wurzeln zu den Spitzen allmählich zunimmt. Im Gegensatz zur traditionellen Balayage-Technik, bei der die Farbe freihändig aufgetragen wird, bietet Foliyage mehr Kontrolle über den Farbauftrag und erzeugt gleichzeitig weiche, natürliche Übergänge. Die Verwendung von Folien ermöglicht es auch, die Farbe länger auf dem Haar zu belassen, was zu hellen und dimensionalen Highlights führt.

Das MÜSSEN Sie sich vor Ihrem nächsten Haarschnitt ansehen! Verschiedene Arten von FADES - Super ...

Haarpflege und -behandlung

Tanino Haarglättung

Tanino ist eine langanhaltende Haarglättungsmethode ohne schädliche, chemische oder giftige Inhaltsstoffe. Sondern sie basiert auf dem pflanzlichen Extrakt Tannin, der ins Haar eindringt und die Haarschuppen glättet. Durch Wärmeaktivierung beim Föhnen und/oder Glätten wird das Tannin während der Salonbehandlung dauerhaft in der gewünschten Form im Haar konserviert und kann vom Kunden durch erneute Hitzezufuhr (Hitzestyling) immer wieder aufs Neue aktiviert werden. Das Haar wird dadurch unfassbar flexibel und frisierwillig. Es lässt sich nicht nur besser stylen, sondern hat mehr Glanz und weniger Frizz.

Olaplex

Dieses bahnbrechende Produkt arbeitet auf molekularer Ebene und baut das Haar im Inneren wieder auf. Der einzigartige Olaplex Wirkstoff repariert die gebrochenen Disulfidbrücken im Haar, die bei chemischen Behandlungen und Hitzebelastung beschädigt wurden - und zwar dauerhaft und ohne sich auszuwaschen. Deswegen ist es so wirksam und das Wundermittel gegen kaputtes Haar.

Remy-Haar

“Remy” beschreibt die Ausrichtung der einzelnen Haare auf einer Tresse und den Zustand der äußersten Haarschicht, der sogenannten Schuppenschicht. Bei Remy-Haaren verlaufen alle Haare in die gleiche Richtung, vom Ansatz zu den Spitzen, wie bei Naturhaaren. Außerdem ist die Schuppenschicht von Remy-Haaren völlig oder größtenteils intakt.

Schuppenschicht (Cuticula)

Die äußerste Schicht des Haares ist die Schuppenschicht der Haare, auch Cuticula genannt. Sie besteht aus winzigen, überlappenden Zellen, die wie Dachziegel angeordnet sind. Die Hauptfunktion der Schuppenschicht besteht darin, das innere Haar vor äußeren Einflüssen zu schützen und Feuchtigkeitsverlust zu minimieren. Die Schuppenschicht spielt eine wichtige Rolle in der Gesundheit und dem Aussehen der Haare, sowohl bei unseren eigenen Haaren als auch bei den Extensions / Haarverlängerungen.

Haarverlängerung

Double Drawn

Double Drawn, auf deutsch “doppelt herausgezogen", beschreibt einen bestimmten Prozess beim Aussortieren der Rohhaare. Nach dem ersten Sortieren nach der Länge, werden bei double drawn ein zweites Mal die kürzeren Haare aussortiert.

Single Weft und Double Weft

Single Weft ist eine normale einfache Haartresse. Double Weft ist eine doppelte Haartresse. Das heißt, zwei aufeinander genähte einzelne Haartressen.

Tressen-Methode

Die Tressen-Methode zählt zu den permanenten Haarverlängerungen.

Clip-In Extensions

Clip-In Extensions sind eine Form der temporären Haarverlängerung. Die Extensions Strähnen sind an einem oder mehreren Clips befestigt, die leicht im Naturhaar angebracht und entfernt werden können. Die SENAIT Clip-In Extensions sind nahtlos, das heißt, sie haben keine sichtbaren Nähte und sehr dünne Clips, um dir den höchsten Tragekomfort zu bieten.

Weaving-Methode

Die Weaving-Methode ist eine sehr schonende Art der Haarverlängerung, bei der weder Kleber noch Hitze verwendet wird. Dabei werden dünne Zöpfe (=Cornrows) entlang deiner Kopfhaut geflochten. Cornrows sind eine traditionelle afrikanische Flechtfrisur, bei der das Haar in engen, symmetrischen, geraden oder geschwungenen Linien direkt an der Kopfhaut geflochten wird. Im Zusammenhang mit Extensions werden Cornrows für die Weaving-Methode verwendet. Es werden einzelne Zöpfe an der Kopfhaut entlang geflochten, an denen dann die Haartressen vernäht werden.

Kopfhauttypen

Manchmal ist die Kopfhaut etwas „eigenwillig“. Anhand ihres Zustandes lassen sich „Köpfe“ in verschiedene Kopfhauttypen einteilen. Dazu gehören: normale Kopfhaut, trockene Kopfhaut, fettende Kopfhaut und Schuppen. Die Anlagen dafür werden vielfach von den Eltern auf die Kinder vererbt, doch auch vielfältige äußere Einflüsse können eine wesentliche Rolle für das Ausmaß von Kopfhautproblemen spielen. Mit Hilfe geeigneter Pflege, schonender Behandlung und gesunder Ernährung lassen sie sich, wenn auch nicht immer gänzlich beheben, doch verbessern oder zumindest positiv beeinflussen.

Normale Kopfhaut

Die beste Voraussetzung für schöne Haare ist eine gesunde Kopfhaut. Bei der normalen Kopfhaut sind Fett- und Feuchtigkeitshaushalt ausgeglichen. Die Talgdrüsen produzieren genau die richtige Menge Sebum (Talg), um Kopfhaut und Haar geschmeidig zu halten, ohne dass das Haar zu schnell fettig wird. Auch treten keine Schuppen auf.

Empfindliche, trockene Kopfhaut

Ist die Nährstoffversorgung nicht ausreichend gewährleistet oder verringert sich die Sebumproduktion in den Talgdrüsen, reagiert die Kopfhaut trocken und empfindlich. Auch über Verdunstung kann die Kopfhaut Wasser verlieren. Die trockene Kopfhaut macht sich mit Hautrötungen, Spannungsgefühlen sowie Brennen und Jucken bemerkbar. Gelegentlich kann es zu Entzündungen kommen. Trockenem Haar liegt meist ebenfalls ein Mangel an schützenden Lipiden zugrunde, der gesundes Haar vor Feuchtigkeitsverlusten bewahrt. Das Haar wird dann nicht mehr mit genügend Fett und Feuchtigkeit versorgt. Äußere Faktoren wie Hitze durch Sonneneinstrahlung oder Föhn, gechlortes Wasser im Schwimmbad, oder salziges Meerwasser können den Zustand verstärken. Für die Pflege benötigt trockenes Haar ein mildes Shampoo mit wenigen waschaktiven Substanzen und / oder mit rückfettender Wirkung oder Haaröle, die schützendes Fett zurückgeben und so helfen, Feuchtigkeit zu bewahren. Alles, was die Kopfhaut weiter austrocknen würde, wie häufiges Haarewaschen, ein heißer Föhn oder alkoholhaltige Haarwässer, gilt es möglichst zu vermeiden.

Fettige Kopfhaut

Fettende Kopfhaut ist oftmals erblich oder hormonell bedingt, kann aber auch durch ungünstige äußere Einflüsse gefördert werden. Sie kann auch vom vegetativen Nervensystem - beispielsweise bei Stress oder Hormonschwankungen - ausgelöst werden. Die Talgdrüsen der Kopfhaut produzieren dann ein Übermaß an Lipiden. Dabei wird so viel Sebum ausgeschüttet, dass es vom Haar nicht vollständig aufgenommen werden kann und sich als Film ablagert. Die Haare sehen rasch fettig und strähnig aus, die Frisur hält nicht. Hier ist die tägliche, sehr schonende Haarwäsche zu empfehlen. Einem zu schnellen Nachfetten kann man mit einer moderaten Wassertemperatur beim Haarwaschen, einem nicht zu heißen Föhn und einem besonders milden Shampoo entgegenwirken. Beim Stylen und Bürsten sollte die Kopfhaut möglichst sanft behandelt werden. Mit Hilfe verschiedener Zusätze, Kräuter oder Fruchtsäuren lässt sich die Kopfhaut zum Teil beruhigen und die Fettproduktion etwas herunterregulieren.

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