In der Welt der Haarpflege und Kosmetik gibt es viele Mythen und Missverständnisse. Einer der hartnäckigsten ist die Vorstellung, dass Haare nach dem Rasieren dicker und kräftiger nachwachsen. Doch stimmt das wirklich?
Das hört man immer wieder, ist aber erwiesenermaßen falsch. Die Haare wachsen an der Haarwurzel, also im Körper, unterhalb der Hautoberfläche. Und was ich mit meinem Haar außerhalb des Körpers mache, interessiert die Haarwurzel nicht; sie bekommt davon auch nichts mit. Haare sind tote Materie.
Daher fließt auch keine Information von der Haarspitze zurück in die Haarwurzel. Anders ist das etwa bei einem Grashalm: Ein Grashalm ist lebendes Material. Wenn ich ihn abschneide, wächst er zwar nicht unbedingt schneller, bildet aber unterirdisch mehr Seitentriebe; ein gemähter Rasen wächst dadurch dichter. Bei den Haaren ist das nicht so.
In diesem Blog-Beitrag klären wir auf, warum dieser Mythos entstanden ist und welche wissenschaftlichen Fakten dahinterstecken.
Der Mythos, dass Haare nach dem Rasieren dicker nachwachsen, stammt wahrscheinlich aus der Beobachtung, dass frisch rasierte Haare anfangs etwas starrer und dunkler erscheinen können.
Warum sich das Gerücht von den nach der Rasur schneller wachsenden Haaren trotzdem so hartnäckig hält, hat vielleicht folgenden Hintergrund: Wenn Haare nach dem Rasieren nachwachsen, fühlen es sich oft rau an und die nachwachsenden Haare sind oft dicker und sehen dunkler aus als vorher, vor allem nach einer Erstrasur.
Das hat aber folgenden Hintergrund: Wenn sich ein junger Mann zum ersten Mal rasiert, sind die jungen Barthaare an der Spitze noch relativ dünn und weich. Wenn er dieses Haar aber an einer relativ dicken Stelle abschneidet, sieht das nachwachsende Haar kräftiger aus als vorher .
Die Wissenschaft sagt etwas anderes. Tatsächlich hat das Rasieren keinen Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit oder -dicke der Haare.
Hier sind einige wissenschaftliche Fakten, die diesen Mythos entkräften:
Es mag wie ein hartnäckiger Mythos klingen, aber die Wissenschaft hat bewiesen, dass Haare tatsächlich nicht schneller oder dicker nach dem Rasieren wachsen. Der Grund für dieses Missverständnis liegt darin, dass der Haaransatz nach dem Rasieren gerade abgeschnitten ist, was dazu führt, dass das Haar an der dicksten Stelle erscheint. Tatsächlich hat das Rasieren keinen Einfluss auf das Wachstum oder die Dicke der Haare. Die einzige Veränderung, die du nach dem Rasieren bemerken könntest, ist ein stacheliges Gefühl, wenn die Haare wieder nachwachsen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass das Haarwachstum in mehreren Phasen verläuft, beginnend mit der Anagen- oder Wachstumsphase, gefolgt von der Katagen- oder Übergangsphase, und endend mit der Telogen- oder Ruhephase. In der Wachstumsphase wächst das Haar aktiv aus dem Follikel. In der Übergangsphase verlangsamt sich das Haarwachstum, und der Haarfollikel beginnt zu schrumpfen. In der Ruhephase hört das Haar auf zu wachsen und fällt schließlich aus, sodass neues Haar wachsen kann.
Das Schneiden oder Rasieren der Haare verändert weder ihre Dicke noch ihre Farbe oder ihre Wachstumsrate.
Neben dem Mythos über dicker nachwachsende Haare gibt es noch weitere hartnäckige Gerüchte rund um die Haarentfernung. Hier sind einige davon:
Um beim Rasieren optimale Ergebnisse zu erhalten, solltest du die Klinge am besten möglichst sanft über die Haut gleiten lassen. Die Idee, dass Druck zu besseren Ergebnissen führt, ist ein weiterer Mythos der Haarentfernung. Indem du die Klinge sanft, langsam und mit nur leichtem Druck über die zu enthaarende Hautstelle führst, solltest du alle Haare entfernen können.
Auch beim Rasieren selbst gibt es verschiedene Mythen. Zum Beispiel glauben viele Menschen, dass es besser ist, gegen den Strich zu rasieren. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Deine Beine rasierst du gegen den Strich, aber die Bikinizone lässt sich am besten in Wuchsrichtung rasieren. Auf diese Weise vermeidest du auch die oft unangenehmen eingewachsenen Haare.
Rasieren führt nicht automatisch zu eingewachsenen Härchen, aber es handelt sich um eine Möglichkeit. Auch bei anderen Methoden der Haarentfernung besteht ein Risiko für eingewachsene Haare. Das Peeling hilft zudem dabei, Gefahren wie eine trockene Haut oder Reizungen durch das Rasieren zu vermeiden. So verwöhnst du deine Hautzellen und sorgst für glatte, schöne Haut. Wir empfehlen dir, ein Peeling ganz einfach selbst zu machen, beispielsweise aus Honig und Meersalz.
Für die Haarentfernung gibt es neben Waxing und Lasern auch unzählige Rasierer, die für die meisten Menschen zu den bevorzugten Methoden der Haarentfernung gehören. Sie sind schmerzlos und unkompliziert anzuwenden.
Da beim Rasieren nur ein Teil des Haares entfernt wird, können andere Methoden der Haarentfernung das Nachwachsen für längere Zeit verhindern. So entfernt z.B. das Wachsen die Haare von der Wurzel, was dazu führen kann, dass das Haar länger braucht, um wieder über die Hautoberfläche hinaus zu wachsen. Die Epilation, bei der Haare mechanisch entfernt werden, und die Laser-Haarentfernung sind beides Lösungen von längerer Wirkungsdauer.
Obwohl der Rasierer das bevorzugte Mittel der Haarentfernung in Deutschland ist, neigen immer mehr Menschen dazu, sich die Haare per Waxing entfernen zu lassen. Beim Wachsen werden alle Härchen an der Wurzel ausgerissen, was zu Schmerzen führt. Grundsätzlich kann auch Waxing das Haarwachstum nicht aufhalten. Da es jedoch das gesamte Haar entfernt, dauert es länger, bis neue Stoppeln auftauchen.
Wir empfehlen dir, beim Waxing auf nachhaltige Materialien zu achten. Da der Prozess recht teuer ist, greifen die meisten Frauen im Alltag nach wie vor zum Rasierer und nutzen Sugaring und Co. vor allem für besondere Anlässe.
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