Der Sommer naht und mit ihm die Zeit für kurze Kleider und Röcke. Doch die lästigen Härchen an den Beinen und unter den Achseln stören da natürlich. Glücklicherweise gibt es diverse Mittel und Möglichkeiten, diese loszuwerden, und der altbewährte Nassrasierer ist dabei oft die erste Wahl.
Ein Nassrasierer entfernt die Haare, indem er über die vorher angefeuchtete bzw. nasse Haut gleitet und sie so entfernt. Die Nassrasur eignet sich am besten, wenn man eine gründliche Rasur haben möchte und die entsprechende Zeit dafür aufwenden kann.
Doch wie findet man den passenden Rasierer? Hier gilt grundsätzlich, dass die Klinge sauber und scharf sein muss, um eine einwandfreie Rasur zu gewährleisten. Gleiten die Klingen nicht mehr so gut über die Haut, sind sie wahrscheinlich stumpf und sollten ersetzt werden.
Um Hautreizungen zu vermeiden, sollte man zudem ein Rasiergel bzw. Rasierschaum verwenden. Nun muss man den passenden Rasierer für sich finden.
Im Folgenden werden verschiedene Arten von Rasierern, bekannte Hersteller und Testergebnisse vorgestellt, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.
Ein Systemrasierer ist speziell für die Nassrasur geeignet. Der Scherkopf ist in der Regel austauschbar und lässt sich nach Abnutzung durch einen neuen Wechselkopf ersetzen. Alle Rasierer haben parallel angeordnete Rasierklingen, wobei bei Nassrasierern in der Regel 3, 5 oder 6 Klingen vorhanden sind. Weiterhin ist wichtig, dass der Rasierkopf beweglich ist und sich demnach der entsprechenden Körperstelle anpassen kann.
In den meisten Fällen sind beim Kauf eines Nassrasierers Klingen für den Austausch dabei. Zudem sind auch Rasierer-Sets erhältlich, welche unterschiedliche Griffe oder einen Mini-Rasierer für unterwegs beinhalten.
Ein Einwegrasierer ist, wie der Name bereits herausstellt, ein Rasierer für ein bis drei Anwendungen.
Der Rasierhobel besitzt nur eine Klinge, welche leicht aus dem Hobel hervorsticht, um Schnittwunden zu vermeiden. Aus diesem Grund nennt man ihn auch Sicherheitsrasierer. Tatsächlich orientierte man sich bei der Erfindung des Rasierhobels Mitte des 19. Jahrhunderts am Design eines Schreinerhobels.
Heute orientiert sich der Rasierhobelaufbau am ursprünglichen Gillettedesign: Rasierkopf und Griff, wobei letzterer im direkten Vergleich zu herkömmlichen Systemrasierern und Nassrasierern recht kurz ausfällt. Die in den Hobelkopf eingespannte Rasierklinge ragt dabei etwa einen Millimeter zu beiden Seiten aus einem Spalt heraus, der sich zwischen Ober- und Unterkante des Kopfes befindet.
Bei vielen Varianten besteht der Rasierhobel aus drei Teilen: Griff, Kopfoberteil sowie Kopfunterteil. Die Klinge wird hier in den Hobelkopf gespannt, der wiederum zusammengesetzt und anschließend auf den Griff geschraubt wird. Zudem bestehen viele Rasierhobel heute aus zwei oder gar nur einem Teil.
Einteilige Rasierhobel verfügen über einen sogenannten Butterfly-Verschluss. Dabei wird die Klingenhalterung mittels Drehen oder Klappen wie Schmetterlingsflügel geöffnet, wovon sich auch der Name ableiten lässt. Auf diese Weise lässt sich die Klinge spielerisch leicht austauschen.
Beim Schraubverschluss hingegen wird die Klinge, wie der Name bereits verrät, festgeschraubt. Dabei wird die Klinge ins Oberteil gelegt, das wiederum mithilfe einer oder mehrerer Schrauben mit dem Griff verbunden wird.
Auch beim Hobelkopf fallen bei genauerer Betrachtung mehrere Unterschiede auf. Grundsätzlich besteht der Kopf aus Kamm, Klingenspalt, Klingenbefestigung sowie natürlich der Rasierklinge. Der Kamm kann wiederum offen oder geschlossen sein. Bei einem offenen Kamm liegen vertikale Rillen vor, die eine gründlichere Rasur ermöglichen. Zugleich besteht aber eine erhöhte Verletzungsgefahr. Deshalb wird eher Fortgeschrittenen deren Anwendung empfohlen. Einsetzen lassen sich Rasierhobel mit offenem Kamm außerdem sehr gut bei der Gesichtsrasur.
Beim geschlossenen Kamm hingegen liegen keine vertikalen Rillen vor. Das schont die Haut und macht den Rasierhobel attraktiv für Anfänger.
Legt man Systemrasierer bzw. den Nassrasierer und Rasierhobel nebeneinander, fallen schon auf den ersten Blick optische Unterschiede auf. Beispielsweise sind die Griffe der Rasierhobel deutlich kürzer und sie bestehen nicht aus Kunststoff. In so gut wie allen Fällen greifen die Hersteller von Rasierhobeln auf Materialien wie Edelstahl oder Holz zurück. Das hat einen einfachen Grund: Es ist nachhaltiger.
Denn was alle Hersteller unserer getesteten Rasierhobel gemein hatten, war ihr Umweltkonzept. Die Anschaffungskosten von Rasierhobeln fallen deutlich höher aus als die der Systemrasierer, doch auf lange Sicht kommt man trotzdem günstiger weg. Während man den ganzen Systemrasierer nach kompletter Abnutzung vollständig ersetzen muss, muss man beim Rasierhobel lediglich die Rasierklinge austauschen - und Rasierklingen sind günstiger als Systemrasierer. Mit Rasierhobeln hat man also kein Plastik und kein verschwendetes Material.
Oft wird bei der Verarbeitung auch klimaneutrales und recyceltes Material verwendet, was noch umweltfreundlicher ist. Damit die Rasierhobel möglichst lange halten, gilt es, sie gut und regelmäßig zu reinigen. Während und nach der Rasur reicht es, Hobel und Klinge unter laufendem, heißem Wasser abzuspülen.
Bei den Rasierklingen setzen einige Hersteller auf ihre Eigenproduktion, doch die meisten greifen auf die Astra-Rasierklingen zurück, die sauber, scharf und hochwertig sind. Dadurch wird das Risiko von Rasurbrand und Hautirritationen, das mit Nassrasierern in Verbindung gebracht wird, vermindert und man muss sich nicht über die nervigen roten Pünktchen auf der Haut ärgern.
Dank der Konstruktion des Klingenhalters ist es zudem praktisch unmöglich, die Klinge mit abrasierten Haaren zu verstopfen - ganz anders als beim Systemrasierer.
Grundsätzlich lässt sich jede Körperstelle mit einem Rasierhobel rasieren. Allerdings tendiert man, wenn man ungeübt ist, schnell dazu, sich zu schneiden. Vor allem wenn man direkt von einem Systemrasierer bzw. Nassrasierer auf einen Rasierhobel umsteigt.
Rasierhobel sind starr. Das richtige Maß an Schwung, Druck und Neigung muss man erst lernen. Da kann es schnell einmal zu kleinen Verletzungen kommen. Da der Kopf nicht beweglich ist, muss man besonders behutsam und langsam rasieren. Vor allem bei empfindlichen Stellen wie Kinn, Knie und Intimbereich darf man nicht zu viel Druck auf den Rasierhobel ausüben.
Wenn Sie sich trotz allem dennoch beim Rasieren mit dem Hobel verletzen, können Sie Ihre Haut abschließend beruhigend behandeln. Ein milder Aftershave-Balsam oder eine feuchtigkeitsspendende Lotion schaffen erste Linderung. Leichte Schnitte können außerdem mit einem Alaunstein gestoppt werden.
Um die Haare und die Haut für die Rasur vorzubereiten, weicht man sie zunächst mit warmem Wasser und einer milden Seife auf. Die Klingen des Rasierers müssen außerdem scharf sein. Zusätzlich ist die Verwendung eines Rasierschaumes- oder Gels, um die Haut zusätzlich vor Schnittverletzungen zu schützen. Nun rasiert man die Haare in Wuchsrichtung und pflegt die Haut anschließend mit einer entsprechenden Creme.
Zunächst kürzt man die Haare bei zu großer Länge mit einem Trimmer, da man sonst Gefahr läuft, dass die Haare herausgezogen werden. Dies führt dann zu kleinen Beschädigungen der Haut und somit zu Rasierpickeln.
Während der Rasur setzen sich schnell Härchen in den Klingen ab. Dadurch stumpft der Rasierer ab und die Rasur ist nicht mehr sauber.
Zunächst weicht man seine Haut mit Wasser auf, trägt ein Peeling auf und beginnt danach zu rasieren.
Wer sich täglich rasiert, tauscht seine Klingen alle ein bis zwei Wochen aus. Rasiert man sich jeden zweiten Tag, sollte man alle 2 bis 3 Wochen die Klinge wechseln.
Der wohl bekannteste Hersteller von Damen Nassrasierern ist Gilette Venus. Das Unternehmen bietet sowohl Einwegrasierer als auch Systemrasierer in den unterschiedlichsten Ausführungen an. Zusätzlich lassen sich auch passende Pflegeprodukte im Produktportfolio finden.
Beim Kauf eines Systemrasierers sind in der Regel Ersatzklingen dabei. Die Preise beginnen hier bei 10 Euro. Die Ersatzklingen lassen sich ebenfalls ab 10 Euro erwerben.
Ein weiterer bekannter Hersteller von Nassrasierern im Damenbereich ist Wilkinson Sword. Auch hier erstreckt sich die Produktpalette von Einwegrasierern bis hin zu Systemrasierern und Trimmern.
Die Systemrasierer von Wilkinson unterscheiden sich in der Marke. Hier gibt es zum einen die Serie Intuition, Quattro for women und Hydro Silk.
Die Preise hier liegen etwas über den Preisen von Gilette Venus und beginnen bei 15 Euro.
Es gibt viele Hersteller für Nassrasierer, wobei Gilette mit dem Gillette Venus Embrace die Stiftung Warentest überzeugt. Hier eine kleine Auswahl an weiteren Modellen:
Die Stiftung Warentest hat Nassrasierer getestet und festgestellt, dass die Qualitätsunterschiede gering, die Preisunterschiede aber groß sind. Überraschend dabei ist, dass auch Rasierhobel gut abschneiden.
Im Nassrasierer-Test 05/2020 der Stiftung Warentest wurden folgende Modelle getestet:
Es gibt viele Hersteller für Nassrasierer, wobei Gilette mit dem Gillette Venus Embrace die Stiftung Warentest überzeugt.
Um das herauszufinden, haben wir 33 Rasierhobel speziell für Frauen in unserem Test auf Herz und Nieren geprüft. Wir haben sehr schnell festgestellt: Merkur Stahlwaren ist an Qualität kaum zu übertreffen.
Wir sind sogar davon überzeugt, dass nichts und niemand dem robusten und hochwertigen Rasierhobel 24G etwas anhaben kann. Der Erbe punktet mit sehr guter Verarbeitung, praktischem Schmetterlingsverschluss und gutem Rasierergebnis.
Am Erbe Lady Rasierhobel gefällt uns allen voran der Schmetterlingsverschluss: Der Einsatz der Klingen ist dadurch denkbar einfach und so »ungefährlich« wie möglich.
Der Mühle R 94 Rocca liefert ein sehr gutes Ergebnis, das allerdings auch seinen Preis hat. Als Empfehlung in der Luxusklasse sorgt er selbst bei nahezu gar keinem Druck für babyweiche, glatte Haut. Noch dazu fühlt er sich richtig gut in der Hand an und kommt in jeden Winkel.
Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schafft hier den wohl größten Pluspunkt. Ein Schnapper, der was draufhat!
Der Balea Purify Rasierhobel kostet gerade einmal ein Drittel von dem, was Rasierhobel durchschnittlich kosten. Zudem liefert er ein gutes Ergebnis ab, auch wenn wir von den markeneigenen Klingen nicht zu 100 Prozent überzeugt sind.
Um die Schärfe der Klingen miteinander zu vergleichen, haben wir unten eine Tabelle mit der Schärfe der fünf bestbewerteten Rasierklingen erstellt. Die Glätte der Rasierklinge, auch als Smoothness bezeichnet, gibt an, wie verzeihend die Rasierklinge ist. Die Glätte wird durch den Schneidewinkel der Klinge bestimmt. Eine sehr scharfe Rasierklinge hat einen unfreundlichen Schneidewinkel, wodurch man sich schnell schneidet, wenn man keine gute Rasiertechnik hat. Mit einer sehr glatten Rasierklinge schneidet man sich weniger schnell. Praktisch, wenn man eine raue Haut hat oder zum Beispiel unter Akne leidet.
Hier ist eine Tabelle, die die Schärfe verschiedener Rasierklingen vergleicht:
| Rasierklinge | Hersteller | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Feather | Japanisches Unternehmen | Sehr scharf, ideal für empfindliche Haut mit dickeren Haaren |
| Astra | Gillette (Produktion in Russland) | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, scharf und glatt |
| Gillette | - | Ausgewogen zwischen mild und scharf, gut für Anfänger |
| Derby | - | Sehr glatt, ideal für Anfänger, lange Lebensdauer |
| Wilkinson | - | Hautfreundlich, schärfer als Derby, gute Lebensdauer |
Ein Rasierapparat begleitet Männer täglich - zumindest alle, die nicht nass rasieren. Wir haben insgesamt 64 Rasierer in mehreren Testrunden getestet. Darunter waren auch eine ganze Reihe günstiger »China-Modelle«. Die sind oft weitgehend baugleich, haben uns aber allesamt nicht überzeugt.
Für Bartträger sind zusätzlich auch Barttrimmer interessant. Denn die Trimmfunktion, die die meisten Elektrorasierer bieten, kommt längst nicht an die von Barttrimmern heran, die nur dafür konstruiert wurden.
Mit dem Panasonic ES-LV6U geht man fast keine Kompromisse ein. Mit seinem extrem flexiblen Scherkopf schmiegt er sich geradezu an die Haut und säbelt dabei, was das Zeug hält. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Handhabung super, die Rasur gründlich und die Haut bleibt entspannt.
Bei seinem Edel-Rasierer Series 9 Pro+ 9577cc geht Braun keine Kompromisse ein. Der Apparat ist hochwertig verarbeitet, rasiert exzellent und kommt mit einer großzügigen Zubehörausstattung. Eine Besonderheit ist das Powerbank-Etui für unterwegs, im heimischen Badezimmer findet der Rasierer Platz in der mitgelieferten Reinigungsstation.
Philips bedient Freunde von Rotationsrasierern und Technik-Fans gleichermaßen: Der S9987/55 strotzt nur so vor Features. Die Sensoren und der OLED-Screen gehören dabei noch zu den bodenständigeren Merkmalen, origineller ist zum Beispiel der Indikator für den Anpressdruck, der in verschiedenen Farben leuchtet. Auch beim Zubehör zeigt sich Philips großzügig und legt neben einem Transportetui und einer kleinen Reinigungsstation eine separate Ladestation bei.
Mit dem OneBlade Pro Face + Body QP6650/30 geht Philips andere Wege als die Konkurrenz und setzt auf eine Einzelklinge. Diese bewegt sich sehr schnell und ermöglicht eine besonders hautschonende Rasur. Das Ergebnis ist sauber, die übrig bleibenden Stoppeln sind aber minimal länger als bei anderen Top-Kandidaten.
Mit dem Multishape hat Panasonic ein cleveres Konzept auf den Weg gebracht. Das Gerät ist modular aufgebaut und dient nicht nur als Rasierer, sondern auch als Barttrimmer, Körperhaarentferner, Nasenhaarschneider und sogar als elektrische Zahnbürste - je nachdem, welcher Kopf gerade auf das Handstück montiert ist.
Eine gründliche Rasur braucht Zeit, insbesondere für die Rasurvorbereitung. Egal, ob Sie sich für Rasierschaum, Rasiergel, Rasieröl oder Rasierseife entscheiden - lassen Sie das Produkt Ihrer Wahl ein bis zwei Minuten einwirken, um Ihre Barthaare vor der Rasur aufzuweichen. Die kurze Wartezeit wird mit einer deutlich flüssigeren Rasur belohnt und beugt gleichzeitig Rasurbrand vor.
Wie oft Rasierklingen wechseln? Wer sich täglich rasiert, kann eine Klinge mindestens zehnmal verwenden, da die zu rasierenden Stoppeln sehr kurz sind. Wer sich nur etwa alle drei Tage rasiert, sollte die Klinge spätestens nach der achten Rasur wechseln, da diese von längeren Stoppeln besonders beansprucht wird und so schneller abstumpft.
Eine Rasur bedeutet Stress für die Haut - trotz des besten Nassrasierers und einer guten Vorbereitung. Ohne die anschließende Hautpflege kommt es deshalb fast immer zu Hautirritationen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie anschließend eine Pflege verwenden, die intensiv Feuchtigkeit spendet und auf reizende Inhaltsstoffe wie Parfum, Alkohol und Co. verzichtet. So bringen Sie Ihre Haut nach der Nassrasur wieder ins Gleichgewicht.
Bei einem Nassrasierer gleiten die Klingen des Rasierers über die nasse Haut und schneiden so die Haare ab. Durch die vorherige Aufweichung der Haut und Haare mit Wasser gelingt die Rasur einwandfrei. In der Regel haben Nassrasierer einen ergonomischen Griff sowie einen Gelstreifen, der die Rasur bei Wasserkontakt noch angenehmer macht.
Um die Rasur noch angenehmer zu gestalten, können Sie auch folgende Tipps beachten:
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