Schuppen im Ohr können unangenehm und störend sein. Es ist wichtig, die Ursachen zu verstehen und geeignete Behandlungen zu finden, um die Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die überall am Körper auftreten kann, auch an den Ohren. Sie kann ein oder beide Ohren befallen, am Ohrläppchen, an tieferliegenden Bereichen, auf Ebene der Hörschnecke oder sogar im Gehörgang auftreten, wo sie besonders unangenehm werden kann. Bei schwerhörigen Personen kann sie außerdem zu großen Problemen beim Tragen von Hörgeräten führen.
Die Schuppenflechte ist eine Hauterkrankung, die zur Kategorie der Ekzemkrankheiten (Dermatitiden) zählt. Sie geht mit erythematösen, rundlichen Plaques einher, die mit weißlichen Schuppen bedeckt sind. In einigen Fällen können diese Läsionen Juckreiz verursachen und sehr unangenehm werden.
Eine Schuppenflechte in den Ohren ist oft die Folge der Ausdehnung einer Schuppenflechte der Kopfhaut und befällt für gewöhnlich die Vertiefung der Ohrmuschel; sie kann aber auch die gesamte Ohrmuschel und den Bereich hinter den Ohren erfassen. Sehr oft zeigen sich die typischen Anzeichen einer Psoriasis als Erweiterung der Symptome, die auf der Kopfhaut beginnen. Es handelt sich also um eine Ausdehnung der Psoriasis-Symptome auf das Umfeld der Ohren.
Die mit einer Psoriasis verbundene Komplikationen ähneln denen eines Ohrenschmalzpfropfens: die Schuppen der Hornhaut lösen sich ab und vermischen sich mit dem Ohrenschmalz.
Ob es sich um einen Fall von Schuppenflechte oder Dermatitis handelt, erkennt man bereits an den Schuppen: bei einer Schuppenflechte sind sie trocken, bei einer Dermatitis eher fettig. Auch die betroffenen Hautpartien unterscheiden sich. Eine Schuppenflechte befällt vor allem die Ellbogen, Knie und den Bereich des Steißbeins, während diese Hautpartien bei einer Dermatitis nicht betroffen sind. Die Schuppenflechte kann außerdem auch die Fingernägel erfassen.
Es kann auch zu einem gleichzeitigen Befall mit Schuppenflechte und Dermatitis kommen - eine Mischform, die recht häufig zu beobachten ist.
Im Unterschied zur Schuppenflechte ist eine Neurodermitis - in der Fachsprache Lichen simplex chronicus genannt - eine Hauterkrankung, die mit intensivem Juckreiz und dem Bedürfnis, sich wiederholt zu kratzen, einhergeht, was zu einer Verschlechterung der Krankheit führt. Diese Krankheit breitet sich für gewöhnlich an Armen, Hals, Beinen, Rücken, Brustkorb und Kopfhaut aus.
Eine Neurodermitis ist keine primäre Erkrankung, sondern wird, in einigen Fällen, durch eine Dermatose verursacht, die durch Entzündung zu Juckreiz führt. In den anderen Fällen geht sie auf andere Ursachen wie Nervosität, Stress oder Angststörungen zurück.
Die Psoriasis im Ohr kann genetisch oder durch äußere Faktoren bedingt sein:
Ein juckendes Ekzem am Ohr kann ausgesprochen lästig sein. Die Ursachen können vielfältig sein, und nicht immer muss eine Kontaktallergie dahinter stecken. Wenn die Haut gereizt ist, lokale Rötungen auftreten und ein unkontrollierbarer Drang besteht, sich an der betroffenen Stelle zu kratzen, handelt es sich wahrscheinlich um ein Ohrekzem. Es kann jeden treffen. Aber keine Sorge, es ist nicht ansteckend!
Um ein Ohrekzem zu erkennen, gibt es folgende Symptome, die auftreten können:
Ohrekzeme können auftreten:
Es gibt mehrere Ursachen für Ohrekzeme, die wichtigsten sind:
Die seborrhoische Dermatitis tritt in den meisten Fällen auf der Kopfhaut und im Gesicht auf. Manifestiert sich die Hauterkrankung jedoch im Ohrbereich, dann betrifft sie häufig die prä- und retroaurikulären Bereiche, also die Hautareale direkt vor und hinter dem Ohr. Im Unterschied zu exogenen Ekzemen am Ohr, die durch äußere Einflüsse wie z. B. Kontaktallergien entstanden sind, zeigt sich die seborrhoische Dermatitis eher weniger in der Ohrmuschel.
Die Ursachen für das seborrhoische Ekzem hinter dem Ohr sind vielfältig:
Es empfiehlt sich jedoch, einen Experten zurate zu ziehen, bevor eine eigenständige Behandlung der Haut mit Hausmitteln erfolgt. Hier sind einige Mittel, die Linderung verschaffen können:
Die folgenden Pflegen können zur sofortigen Linderung des atopischen Ohrekzems, zur Linderung des Juckreizes und zur Vorbeugung weiterer Infektionen eingesetzt werden:
Als Erstes sollten Sie die Reizung und den Juckreiz lindern, indem Sie eine lindernde Kupfer- und Zinkcreme oder eine vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene Kortisoncreme auftragen. Natürlich ist es auch notwendig, das Allergen oder den Reizstoff, der das Ohrekzem verursacht, zu identifizieren und zu entfernen, wie z. B. Ohrringe oder Kosmetika.
Um das Allergen zu identifizieren, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Allergietests an der Haut und gegebenenfalls auch Bluttests durchführen.
Was auch immer die Ursache für Ihr Ohrekzem ist, hier sind einige Dinge, die Sie täglich tun können:
Ein Kitzeln oder Jucken im Ohr hat oft nur übertriebene Ohrhygiene als Grund. Durch den Eingriff in den natürlichen Abwehr- und Schutzmechanismus des Ohres kann es zu schuppiger und rissiger Haut, entzündlichen Veränderungen sowie Infektionen kommen und folglich zu Ohrenjucken.
Wenn die Ohren jucken, steckt häufig ein gestörtes Milieu im Ohr dahinter. Der Grund dafür ist meist eine zu gut gemeinte Ohrenhygiene. Dadurch greifen Betroffene in den natürlichen Selbstreinigungsmechanismus des Ohres ein und machen es Erregern wie Bakterien leicht, sich festzusetzen.
Weiterhin kommen folgende Ursachen für das Jucken im Ohr in Betracht:
Juckt es im Ohr, lindern Sie mit Fingern, Stiften oder anderen Gegenständen keinesfalls Ihr Leid. Auf diese Weise kann es sogar zu Verletzungen im Inneren des Ohrs kommen. Im schlimmsten Fall beschädigen Sie das Trommelfell. Verzichten Sie zudem am besten auf Wattestäbchen. Für die Ohrmuschel eignen sie sich zwar, im Gehörgang können Wattestäbchen allerdings ungewollte Probleme auslösen. Meistens drücken Sie bei Gebrauch das Ohrenschmalz tiefer ins Ohr, was den Abtransport erschwert.
Ein Pilz im Ohr macht oft sich durch Symptome wie Juckreiz und Sekret im Gehörgang bemerkbar. Vor allem das Tragen von In-Ear-Kopfhörern und Hörgeräten fördert Ohrenpilz. Gegen einen Pilz kommen Ohrentropfen mit sogenannten Antimykotika zum Einsatz, also speziellen Wirkstoffen gegen Pilzinfektionen.
Bei einem Pilz im Ohr liegt eine Infektion mit bestimmten Erregern wie Aspergillus oder Candida vor. Diese können sich im Gehörgang, aber auch außen am Ohr ausbreiten und zu einer Entzündung führen. Ist der Gehörgang von einem Pilz befallen, handelt es sich in den meisten Fällen um eine harmlose Infektion. Ohne geeignete Therapie kann diese jedoch schwerwiegende Folgen haben, etwa Schwerhörigkeit.
Symptome:
In neun von zehn Fällen liegt bei einem Pilz im Ohr eine Infektion mit Aspergillus vor (auch als Gießkannenschimmel bezeichnet). Andernfalls ist der Hefepilz Candida der Auslöser der Gehörgangsentzündung.
Ein feucht-warmes Klima im Ohr begünstigt das Ausbreiten von Pilzen, aber auch Bakterien. Zu den begünstigenden Faktoren zählen:
Auch regelmäßiges Entfernen von Ohrenschmalz mit Wattestäbchen stellt einen Risikofaktor dar, da Ohrenschmalz vor Infektionen und somit Ohrenentzündungen schützt.
Behandlung:
Bei einer Pilzinfektion im Ohr ist eine professionelle Reinigung in der HNO-Praxis hilfreich. Diese erfolgt mit einem speziellen Sauger, da sich die Erreger durch eine Spülung nur weiter ausbreiten würden.
Darüber hinaus kommen häufig Ohrentropfen mit einem Breitbandantimykotikum zum Einsatz. Das sind Wirkstoffe, die gegen eine Reihe unterschiedlicher Pilze vorgehen. Ist vor allem die Ohrmuschel betroffen, sind antimykotische Cremes empfehlenswert.
Ohrenschmalz schützt und reinigt die Ohren. Sammelt sich zu viel Ohrenschmalz im Gehörgang an, kann er einen Pfropf bilden und den Gehörgang verstopfen. Mögliche Anzeichen sind ein dumpfes Gefühl im Ohr, Jucken oder Hörminderung.
Wenn Geräusche leiser und dumpfer klingen als zuvor oder sich das Ohr verstopft anfühlt, kann ein Ohrenschmalz-Pfropf der Grund sein. Dann hat sich viel Ohrenschmalz angesammelt und den äußeren Gehörgang verstopft - also den Bereich zwischen Ohrmuschel und Trommelfell.
Ein Ohrenschmalz-Pfropf führt meist dazu, dass man schlechter hört: Geräusche klingen leiser oder dumpf oder Gespräche werden nicht mehr gut verstanden. Schwindel, Hustenreiz, Fiepen oder andere Ohrgeräusche sowie unangenehmer Geruch aus dem Ohr können ebenfalls auftreten.
Was tun bei einem Ohrenschmalz-Pfropf?
Zunächst fragt die Ärztin oder der Arzt nach den genauen Beschwerden und danach, seit wann sie bestehen. Bei Verdacht auf einen Ohrenschmalz-Pfropf schaut sie oder er mit einem speziellen Instrument in das Ohr. Dafür wird die Ohrmuschel leicht nach hinten und oben gezogen. So kann die Ärztin oder der Arzt erkennen, ob die Sicht bis zum Trommelfell frei oder blockiert ist.
Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen:
Um zu verhindern, dass Ohrenschmalz immer wieder zurück ins Ohr gedrückt wird, kann man seltener Ohrhörer oder Ohrstöpsel tragen und sie regelmäßig säubern. Wer ein Hörgerät trägt, kann dieses nachts beiseitelegen.
Wichtig ist außerdem, das Ohr nicht selbst mit Watte- oder Ohrstäbchen zu reinigen - denn dies schiebt das Ohrenschmalz oft nur tiefer ins Ohr.
Am besten bespricht man mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob Ohrentropfen und -sprays sowie Ohrspülungen und -duschen sinnvoll sind, welche Mittel infrage kommen und wie sie sicher angewendet werden.
Normalerweise reinigt sich das Ohr von selbst. Wer aber zur Ansammlung von Ohrenschmalz neigt und schon einmal einen Pfropf hatte, kann den überschüssigen Schmalz regelmäßig in einer Arztpraxis entfernen lassen.
Aufgrund der Hautschuppung kann Psoriasis bei schwerhörigen Menschen Probleme beim Tragen von Hörgeräten - bzw. generell beim Tragen von Gehörschutz - verursachen. Sollten sich Plaques in der Nähe des Gehörgangs bilden, kann die Hörfähigkeit wie bei einem Ohrenschmalzpropf reduziert werden.
Wenden Sie sich an die Experten von Amplifon, wenn Sie durch Schuppenflechte verursachte Schwierigkeiten beim Tragen von Hörgeräten haben, um gemeinsam mit diesen eine geeignete Lösung für Ihr Problem zu finden.
| Problem | Mögliche Ursachen | Behandlungsmöglichkeiten |
|---|---|---|
| Schuppenflechte im Ohr | Genetische Faktoren, Stress, Traumata, Medikamente | Aloe Vera, Teebaumöl, Natriumbicarbonat-Kompressen, Kortisoncremes |
| Ohrekzem | Allergische Reaktionen, atopische Dermatitis, Feuchtigkeit, Alter, Stress | Kupfer- und Zinkcremes, Kortisoncremes, Vermeidung von Allergenen |
| Seborrhoisches Ekzem | Erhöhte Talgproduktion, Hefepilze, geschwächtes Immunsystem | Antimykotische Cremes, entzündungshemmende Bäder |
| Pilz im Ohr | Aspergillus, Candida, feucht-warmes Klima, Tragen von Kopfhörern | Professionelle Reinigung, Antimykotika, Essigsäure-Ohrentropfen |
| Ohrenschmalzpfropf | Übermäßige Ohrenschmalzproduktion, Alter, unsachgemäße Reinigung | Ohrentropfen, Ohrspülung, Entfernung durch Arzt |
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