Eingewachsene Haare im Gesicht bei Frauen: Ursachen und effektive Behandlungen

Wir alle wünschen uns nach der Rasur eine gesund aussehende Haut. Allerdings kann eine Rasur auch zu Rasurbrand, Hautreizungen und eingewachsenen Haaren führen. Dies kann nach der Rasur auftreten und ist das Ergebnis von abgeschnittenen Haaren, die sich in die Haut zurückrollen.

Eingewachsene Haare sind ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Sie entstehen, wenn Haare nach der Rasur oder Epilation nicht aus der Haut herauswachsen, sondern sich unter der Haut kringeln oder einrollen. Das führt oft zu Rötungen, Entzündungen oder kleinen Pickeln, die schmerzhaft sein können. Die gute Nachricht: Es gibt effektive Möglichkeiten, eingewachsene Haare zu behandeln und sie langfristig zu vermeiden.

Was sind eingewachsene Haare?

Nach der Rasur kann sich ein abgeschnittenes Haar wieder unter der Haut zurückziehen, sich einrollen und unter der Hautoberfläche weiter wachsen. Dieses eingewachsene Haar bildet kleine, hautfarbene oder rote, pickelartige Unebenheiten auf der Haut, mit oder ohne Eiter, kann juckend sein und Rötungen, Schwellungen und Schmerzen verursachen.

Häufige Ursachen für eingewachsene Haare

Eingewachsene Haare entstehen oft nicht durch einen einzigen Auslöser, sondern durch eine Kombination verschiedener Faktoren. Besonders häufig treten eingewachsene Haare im Intimbereich oder an den Beinen auf - dort, wo die Haut sensibler ist oder die Haare dicker wachsen. Wer die Ursachen kennt, kann gezielter vorbeugen - und der Haut langfristig etwas Gutes tun. Hier sind die häufigsten Gründe:

  • Haartyp: Lockige oder dicke Haare neigen eher dazu, sich nach der Rasur einzurollen und unter der Haut weiterzuwachsen.
  • Hauttyp: Empfindliche oder trockene Haut reagiert schneller gereizt. Eine gestörte Hautbarriere kann das Einwachsen begünstigen.
  • Falsche Haarentfernung: Rasieren gegen die Haarwuchsrichtung, stumpfe Klingen oder fehlendes Rasiergel führen oft zu Mikroverletzungen und eingewachsenen Haaren.
  • Enge Kleidung: Nach der Rasur kann enge Kleidung die Haut reizen und das Einwachsen von Haaren fördern - besonders an Achseln und im Intimbereich.
  • Abgestorbene Hautzellen: Wenn die Haut nicht regelmäßig gepeelt wird, können abgestorbene Zellen die Poren verstopfen. Ein sanftes Peeling 1-2 Mal pro Woche schafft hier Abhilfe.

Ein eingekapseltes Haar ist die fortgeschrittene Form eines eingewachsenen Haares. Während bei einem eingewachsenen Haar das Haar unter der Hautoberfläche wächst, anstatt normal herauszuwachsen, wird ein eingekapseltes Haar von einer dünnen Schicht Bindegewebe umhüllt. Das eingewachsene Haar verkapselt sich. Diese „Kapsel“ bildet der Körper als Abwehrreaktion, wenn er das Haar als Fremdkörper wahrnimmt.

Wo entstehen eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare können grundsätzlich überall dort auftreten, wo Haare entfernt werden - also überall, wo rasiert, gewachst oder epiliert wird. Besonders häufig sind jedoch Körperstellen betroffen, an denen das Haar dicker, dichter oder stärker gelockt ist. Dazu zählen zum Beispiel die Beine, Achseln, Arme und vor allem der Intimbereich.

Warum? Weil gerade kurze, abgeschnittene Haare hier schneller unter der Haut weiterwachsen oder sich einrollen können - besonders, wenn die Haut empfindlich ist oder nicht optimal vorbereitet wurde.

Im Gesicht - speziell im Bartbereich - sind eingewachsene Haare häufig. Rasur gegen die Wuchsrichtung oder dichte, lockige Barthaare erhöhen das Risiko. Die häufigste Ursache eingewachsener Haare hier: falsche Technik und unzureichende Pflege.

Symptome eingewachsener Haare

Du denkst, du könntest eingewachsene Haare haben? Hier sind die wichtigsten Symptome für eingewachsene Haare, auf die du achten solltest:

  • Kleine runde Knötchen auf der Haut
  • Kleine blasenartige Knubbel, manchmal mit Eiter gefüllt
  • Eingeschlossene Härchen
  • Dunkle Verfärbung der Haut
  • Juckreiz
  • Schmerz

Wenn die oben genannten Symptome bei dir auftreten, solltest du auf die Haarentfernung verzichten, bis sich die betroffene Hautregion erholt hat. Wenn die Symptome über 2 Wochen hinaus anhalten, suche deinen Dermatologen auf.

Wie beugt man eingewachsenen Haaren vor?

Ein paar einfache Gewohnheiten können den Unterschied machen: Verwende immer eine frische, scharfe Klinge - stumpfe Rasierer erhöhen das Risiko für Hautreizungen und eingewachsene Haare erheblich. Rasiere sanft und in Haarwuchsrichtung, um die Haarfollikel nicht unnötig zu reizen.

Vor allem direkt nach der Rasur ist die Haut besonders empfindlich. Trage deshalb lockere, atmungsaktive Kleidung, damit kein zusätzlicher Druck entsteht und die Haut sich beruhigen kann. Zusätzlich hilft ein sanftes Peeling ein- bis zweimal pro Woche, abgestorbene Hautzellen zu entfernen - so haben eingewachsene Haare erst gar keine Chance.

Wie wird man eingewachsene Haare los?

In den meisten Fällen verschwinden eingewachsene Haare von alleine. Damit sich die Haut schneller regeneriert solltest du den betroffenen Bereich nicht berühren. Du kannst aber auch Maßnahmen ergreifen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

  • Vermeide den Bereich mit eingewachsenen Haaren zu rasieren bis alles wieder abgeheilt ist.
  • Befeuchte die Stelle mit warmem Wasser oder lege ein warmes Handtuch für einige Minuten auf.
  • Probiere ein Peeling, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen, die das eingewachsene Haar daran hindern kann, durch die Oberfläche der Haut zu kommen.
  • Trage eine nicht fettende Feuchtigkeitscreme auf, um trockene Haut zu heilen und abgestorbene Hautschuppen zu entfernen.
  • Wenn du siehst, dass das Haar durch die Hautoberfläche kommt, versuche es vorsichtig mit einer sterilen Pinzette herauszuziehen.

Wenn sich das eingewachsene Haar entzündet, wende dich an einen Dermatologen, zur weiteren Behandlung.

Wie kann man eingewachsene Haare bei der Rasur vermeiden?

Um die Haut vor eingewachsenen Haaren zu schützen sind bei der Rasur für jeder Körperberich verschiedene Schritte erforderlich. Im Folgenden findest du bewährte Vorgehensweisen, unabhängig davon wo du rasierst.

  1. Wechsel deine Rasierklingen regelmäßig: Die Verwendung von stumpfen Rasierklingen verursacht Hautreizungen, Rasurbrand und eingewachsene Haare. Wenn du das Gefühl hast, dass die Klingen am Haar zieht oder wenn sie sich rau auf der Haut anfühlen, sind sie höchstwahrscheinlich stumpf und sollten ersetzt werden.
  2. Versorge deine Haut mit Feuchtigkeit: Befreuchte die Stelle die du rasieren möchtest für mindestens drei Minuten mit warmem Wasser, entweder beim Duschen oder Baden. Die Feuchtigkeitsversorgung der Haut trägt dazu bei, dass das Haar leichter rasiert werden kann.
  3. Regelmäßiges Peeling: Eingewachsene Haare werden häufig durch abgestorbene Hautzellen verursacht, die verhindern, dass die Haare durch die Hautoberfläche kommen können. Ein regelmäßiges Peeling hilft diese abgestorbenen Hautschuppen zu entfernen.
  4. Immer mit Rasiergel rasieren: Die Rasur trockener Haut kann zu Rasurbrand, Reizungen und eingewachsenen Haaren führen. Die Haut vor der Rasur immer mit Feuchtigkeit versorgen, Rasiergel verwenden und nach der Rasur Feuchtigkeitscreme auftragen, um die Hautfeuchtigkeit zu bewahren.

Hilfe bei eingewachsenen Haaren | Ursachen | schnelle Hilfe | Vorbeugung | Therapie

Was ist Hirsutismus?

Unter Hirsutismus versteht man einen sehr starken Haarwuchs bei Frauen, der eher dem männlichen Behaarungsmuster entspricht. Charakteristisch sind etwa ein „Damenbart“ oder Haare an Brust und Rücken.

Frauen mit Hirsutismus haben einen sehr starken Haarwuchs, der eher der typischen männlichen Körperbehaarung entspricht. Zum Beispiel wachsen vermehrt dicke und dunkle Haare am Kinn und auf der Oberlippe, am Oberkörper oder Po. Zudem ist die Behaarung unter den Achseln und im Genitalbereich oft stark ausgeprägt - ähnlich wie bei Männern.

Mit bis zu 80 Prozent ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) die häufigste Ursache für einen ausgeprägten Hirsutismus.

Behandlung von Hirsutismus

Bei einem mild ausgeprägten Hirsutismus ist eine Behandlung - rein medizinisch betrachtet - meist nicht nötig. Ob der übermäßige Haarwuchs stört oder nicht, ist individuell sehr unterschiedlich. Viele Frauen fühlen sich aber wohler damit, die Haare zu entfernen.

Zur Haarentfernung gibt es Produkte und Methoden, die man selbst anwenden kann, zum Beispiel:

  • Blondierungscremes mit Wasserstoffperoxid („Bleichen“)
  • Enthaarungscremes
  • Rasieren
  • Wachsen
  • Auszupfen, entweder mit einer Pinzette oder einem elektrischen Epiliergerät

Bei Frauen mit einem sehr ausgeprägten Hirsutismus kommen die Haare trotzdem oft wieder zurück. Dann können zusätzlich Medikamente helfen.

tags: #eingewachsene #haare #gesicht #frau #ursachen #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen