Auf dem Rasierer-Markt wetteifern derzeit zwei Systeme. So setzt Philips bei seinen Rasierern auf die charakteristisch angeordneten drei rotierenden Klingen. Andere Hersteller, darunter Braun und Panasonic, setzen auf Folienrasierer und verwenden Rasierköpfe mit Scherfolien. In Sachen Gründlichkeit der Rasur unterscheiden sich die beiden Systeme allerdings so gut wie nicht.
Wir testen zehn Rasierer zwischen 50 und 300 Euro* auf Herz und Nieren - oder vielmehr auf Akku und Klingen. Hier sind die Kriterien, auf die wir Wert legen:
Letztlich ist es ein Kopf an Kopf Rennen, das der „Philips S9000 Prestige“ erst auf der Zielgeraden für sich entscheiden kann. Der Rotationsrasierer mit den drei typischen Philips-Klingen überzeugt mit hervorragender Verarbeitung, gutem Rasurergebnis, innovativem Ladepad und ist darüber hinaus ausgesprochen komfortabel zu bedienen.
Der kompakte „ProSkin der Braun Series 3“ ist hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand. Da drücken wir beim Gewicht auch mal ein Auge zu: Der wasserdichte Folienrasierer ist nämlich etwas schwer. Dafür erledigt er seinen Job ordentlich. Die Trockenrasur ist bei nicht allzu langen Barthaaren ganz gut. Bei längeren Haaren und großer Bartdichte lässt der Rasierer auch bei mehrmaligem nachrasieren das eine oder andere Barthaar stehen. Der ProSkin ist jedoch nicht nur Trockenrasierer sondern eignet sich auch als Nassrasierer. Hier gelingt die Rasur sehr gründlich und der Rasierer ist danach auch nicht komplett eingesaut. Übrigens kannst du dich ebenfalls unter der Dusche mit ihm rasieren. Wenn es sein muss auch während des Tauchens, denn der ProSkin ist bis zu einer Wassertiefe von 5 Metern wasserdicht. Fantastisch!
Voll geladen ist der kompakte Kraftprotz in einer Stunde und hält dann 45 Minuten Dauerrasur durch. Auch eine Schnellladefunktion mit 5 Minuten Dauer ist vorhanden, wenn es mal zügig gehen muss. Einen Vollbart kriegst du damit nicht runter, aber für die tägliche Rasur reicht’s. Über den Akkustand informieren dich drei giftgrüne LEDs im Griff. Zur Verfügung steht dir nur eine Rasurstufe. Da bietet die Konkurrenz meist zwei bis drei. Die Schermesser des Folienscherkopfs sind leicht federnd gelagert und passen sich den Konturen des Gesichts gut an. Ein vergleichsweise breiter Barttrimmer ist mit dem Daumen leicht ausgefahren. Mit ihm kannst du dich an die Detailarbeit machen, da ist der ProSkin beinahe schon ein Präzisionstrimmer. Sehr mager fällt hingegen das Zubehör aus: Der Braun Series 3 ProSkin ist sich selbst genug und klettert ohne Beigaben aus dem Karton.
Fazit: Mit dem ProSkin bekommst du einen guten Folienrasierer für Nass- und Trockenrasur. Uns ist er jedoch ein wenig zu schwer und auch das fehlende Zubehör enttäuscht. Bei dem ordentlichen Rasurergebnis und den preiswerten 70 Euro* sehen wir darüber allerdings gerne hinweg.
Neben dem Testsieger von Philips und dem Preis-Leistungs-Sieger von Braun, haben wir acht weitere Elektrorasierer getestet. Darunter zwei Rotationsrasierer und sechs Folienrasierer. Acht der Rasierapparate funktionieren als Nassrasierer, zwei ausschließlich als Trockenrasierer. So haben die anderen Modelle im Test abgeschnitten.
Der „Braun Series 7 7790cc“ Elektrorasierer ist trotz kompakter Konstruktion überraschend schwer und auch etwas laut. Der Folienrasierer liegt dennoch gut in der Hand. Generell ist er hochwertig verarbeitet. Da bekommst du für 130 Euro* einen tollen Rasierapparat. Während der Rasur setzt der schicke 7er von Braun auf Smart Technology: Mithilfe der integrierten Responsive Intelligence passt sich der Rasierer deinen Gesichtszügen an.
Der Folienscherkopf des Braun neigt sich etwas steif in acht Richtungen. Während er sich nach vorne und hinten sehr einfach und flexibel bewegen lässt, kippt er nur recht zögerlich nach rechts und links. Allerdings sind die beiden Scherfolien des Rasierers ebenfalls federnd gelagert, sodass der Braun auch bei unebenen Problemstellen die meisten Barthaare erwischt. Rasierst du dich trocken, bleiben je nach Bartlänge allerdings meist ein paar Stoppel stehen. Kein Grund zur Sorge, denn dann wird er zum Nassrasierer. Der wasserdichte Braun Folienrasierer kann auch das. Die Rasur fällt mit Rasiergel oder Rasierschaum sehr glatt aus. So dicht, dass dich der Akku während der Rasur im Stich lässt, kann dein Bart nicht sein: Die Akkuleistung des Rasierers hält satte 50 Minuten Betriebsdauer durch. Notfalls klappst du den Langhaarschneider aus, der nimmt dir die Wolle ganz bestimmt ab.
Dem Braun Series 7 Set liegt neben einem robusten Travelcase eine Reinigungsstation bei. Diese Reinigungsstationen haben zwar den Vorteil, dass sie den Scherkopf desinfizieren. Wirklich sehr viel sauberer als wenn du den Rasierer gründlich unter dem Wasserhahn reinigst wird der Rasierer nicht unbedingt. Zudem fallen mit den Reinigungskartuschen für die Station weitere Kosten und Plastikmüll an.
Fazit: Der hochwertige Braun Series 7 Elektrorasierer geht nur knapp hinter dem Testsieger von Philips ins Ziel. Das Rasurergebnis im Test ist bei beiden ähnlich gut. Der Rasierer von Braun ist jedoch etwas lauter und schwerer. Wenn dir das egal ist, dann greif zu, denn mit den schon erwähnten 130 Euro* kostet der 7er nicht die Welt.
Die beiden Panasonic Elektrorasierer „ES-LV65-s“ und „ES-LV95“ sind baugleich und unterscheiden sich lediglich im Lieferumfang: Der LV-95 kommt mit einer Reinigungsstation in der Verpackung. Die Panasonic Rasierer liegen gut in der Hand. Ihr großer 5-fach Scherkopf ist sehr flexibel gelagert, lässt sich nach Wunsch oder Situation aber auch arretieren. Der integrierte Langhaarschneider ist mit dem Daumen einfach ausklappbar und breiter als die meisten Trimmer-Klingen der Konkurrenz. Sehr gut gefällt uns, dass die Rasierer komplett wasserdicht sind. So kannst du dich auch unter der Dusche rasieren. Ein Hoch auf die Hautschonung. Klar, dass sie sich also auch gut zur Nassrasur eignen und sich nach der Rasur ganz fix unter fließendem Wasser säubern lassen. Für die Reinigung kannst du den Folienscherkopf einfach abnehmen und wieder draufklicken. Eine praktische Tastensperre verhindert, dass du den Panasonic Rasierer während der Rasur versehentlich ausschaltest - oder er im Koffer losbrummt, wenn du auf Reisen gehst.
Das Rasurgefühl beider Panasonic Rasierer ist angenehm. Die Hautirritationen halten sich in Grenzen. Praktisch finden wir den Rasiersensormodus. In dem erkennt der Rasierer automatisch, wie dicht dein Bart ist und passt die Leistung beim Rasieren an. Nach der Trockenrasur bleiben kaum Stoppel stehen. Hier liefern die Panasonic Modelle das beste Ergebnis im Test. Das kleine Display im Griff informiert dich über Nutzungszeit, Ladestand und gewählten Rasiermodus. Von Letzterem stehen dir zwei zur Verfügung. Wir sind mit dem Rasiersensormodus allerdings so zufrieden, dass wir fast ausschließlich diesen nutzen. Nach 60 Minuten Ladezeit kannst du 45 Minuten lang rasieren was das Zeug hält. Wenn’s mal schnell gehen muss, steht dir eine Schnellladefunktion zur Verfügung - die nimmt nur 5 Minuten in Anspruch.
Der Lieferumfang des ES-LV65 Elektrorasierers fällt etwas bescheiden aus: eine kompakte Tasche sowie ein Reinigungspinsel, eine Schutzkappe und Öl für die Scherkopfpflege. Mit dem ES-LV95 bekommst du noch eine Reinigungsstation dazu.
Fazit: Für das Rasurergebnis bei den Panasonic Rasierern ES-LV65 und ES-LV95 vergeben wir mit die beste Gesamtnote im Test. Der Folienscherkopf ist zwar schön flexibel, wirkt allerdings etwas klobig. Während du für den ES-LV65 120 Euro* hinblättern musst, fallen für den ES-LV95 im Set mit der Reinigungsstation 170 Euro* an. Unsere Empfehlung: Der Rasierer gehört zu den besten im Test. Auf die Reinigungsstation kannst du eigentlich verzichten, zumal mit den Reinigungskartuschen weitere Kosten auf dich zukommen.
Bekannt aus Funk und Fernsehen gehört der „Braun Series 9 9296cc“ zu den meist gesuchten Elektrorasierern im Internet. Er punktet mit einer starken Verarbeitung und einem ordentlichen Rasurergebnis.
Nach der Trockenrasur mit dem „Philips S6640/44“ Rotationsrasierer ist die Hautirritation etwas unangenehm. Die Rasur fühlt sich nicht so glatt an, wie beim Testsieger S9000 Prestige, dem teureren großen Bruder. Das gilt auch für seine Fähigkeiten als Nassrasierer. Allerdings liegt der 6000er ebenso gut in der Hand wie der 9000er und ist vor allem sagenhaft leise. Generell finden wir, die Philips Modelle könnten in einem Ninja Kloster zusammengebaut worden sein, so leise wie sie rasieren. Da können sich alle Konkurrenten eine dicke Scheibe von abschneiden. Die Reinigung ist unkompliziert und funktioniert auch unter der Dusche, da der 6000er praktischerweise wasserdicht ist. Im Vergleich zum 9000er musst du neben einem nicht so guten Rasurgefühl beim Philips 6000 s auch bei der Verarbeitung kleine Abstriche machen. Der beiliegende Trimmeraufsatz überzeugt uns nicht so wirklich. Ein stabiles Reiseetui gibt’s dazu.
Fazit: Mit dem Philips S6640/44 bekommst du einen soliden und unkomplizierten Rotationsrasierer. Die Rasur etwa bei einem 3-Tage-Bart könnte etwas gründlicher ausfallen. Den täglichen Stoppeln am Morgen ist er aber locker gewachsen. Zudem spricht sein verhältnismäßig günstiger Preis von knapp 115 Euro* für ihn.
Der „Philips Series 3000 Easy Shave“ zählt zu den günstigsten Geräten im Test. Im Gegensatz zum 6000er und 9000er Modell eignet er sich nur für die Trockenrasur. Und dabei ist er nicht gerade zimperlich. Hautschonung ist ihm eher fremd. Hast du nur ein paar kurze Stoppel im Gesicht, erledigt der Easy Shave seinen Job solide. Willst du aber deinem 3-Tage-Bart zu Leibe rücken, dann mach dich auf etwas gefasst: Der Rasierer rupft und reißt regelrecht an den Haaren. Das ist bisweilen sogar recht schmerzhaft. Aber wir wollen ja nicht meckern. Wirklich scharf kommen uns die Rotationsklingen jedenfalls nicht vor. Die Hautirritationen und Hautreizungen sind sehr unangenehm. Die Verarbeitung finden wir in Ordnung, allerdings gefällt uns der etwa gleich teure Braun Series 3 Pro Skin im Test in dieser Hinsicht deutlich besser. Du kannst den Rotationsrasierer vorsichtig unter fließend Wasser reinigen. Achtung! Der Easy Shave ist leider nicht wasserdicht. Dafür kannst du den 3000er allerdings auch kabelgebunden verwenden. Das geht bei der wasserdichten Konkurrenz aus Sicherheitsgründen natürlich nicht. Den schmalen Trimmer fährst du mit dem Daumen schnell aus. Ein Präzisionswerkzeug ist letzterer nicht, erfüllt aber seinen Zweck. Zubehör suchen wir vergebens.
Fazit: Der Philips 3000 Easy Shave ist mit 85 Euro* vergleichsweise günstig. Allerdings rasiert er weniger, sondern reißt mehr an deinen Barhaaren. Im Rasierer Test fällt er dementsprechend auch durch unangenehme Hautirritationen negativ auf. Wir finden das Rasurergebnis sehr bescheiden.
Der „Carrera Folienrasierer“ ist im Vergleich zu den Modellen von Braun oder Philips im Test bei weitem nicht so elegant designt. Im Gegenteil: Das Gerät wirkt ziemlich klobig und auch die Verarbeitungsqualität des Rasierersreicht nicht an die Konkurrenzmodelle heran. Das Display ist mehr funktional als hübsch anzusehen. Es informiert über den Akkustand und erinnert dich regelmäßig an die Reinigung Rasierers. Hinzu kommt, dass der Carrera beinahe so laut ist wie sein Namensvetter aus dem Hause Porsche. Der Scherkopf mit 4-fach-Schersystem ist nicht sehr flexibel gelagert, manche Stellen am Hals erreichst du nur mit Mühe. Zudem musst du in Sachen Trockenrasur schon mehrmals über eine Stelle, da der Carrera nicht auf Anhieb alle Barthaare erfasst. Da bleibt der eine oder andere Stoppel übrig. Die Rasierleistung finden wir nicht sehr prickelnd.
Du kannst dich mit dem Carrera auch nass rasieren, allerdings ist das Gerät nicht wasserdicht. Unter der Dusche ist der Nassrasierer also nicht zu gebrauchen. Reinigen kannst du den Scherkopf des Rasierers vom Rasiergel jedoch vorsichtig unter fließendem Wasser. Wir sind verwirrt! Der Präzisionstrimmer und Langhaarschneider ist sehr klein und ist etwas schwierig aufzuklappen. Dank Schnellladefunktion ist der Rasierer nach 5 Minuten einsatzbereit. Vollständig geladen ist der Akku nach 90 Minuten, dann rasiert er eine Stunde. Zum Rasieren steht dir eine Stufe zur Verfügung. Mitgeliefert wird eine Waschtasche. Laden lässt sich der Rasierer auch über ein enthaltenes USB-Kabel. Praktisch, wenn du zum Beispiel im Urlaub keinen Netzstecker-Adapter dabei hast und dich auf deine Powerbank oder einen Laptop verlassen musst.
Fazit: Der „Carrera No. 521“ beeindruckt uns nicht. Der Folienrasierer ist so laut wie kein anderer im Test. Zudem wirkt er wenig durchdacht: Geeignet für die Nassrasur aber gleichzeitig nicht wasserdicht? Da ist die Konkurrenz schon sehr viel weiter. Für den Carrera musst du etwa 50 Euro* hinblättern.
Der „Remington F7800“ kommt tatsächlich etwas archaisch daher. Da hätte auch Opa seine Freude dran gehabt. Die Ladestandsanzeige geht ebenfalls als Vintage durch. Allerdings erfüllt sie zuverlässig ihren Zweck. Schade finden wir, dass der Sche... Er eignet sich sowohl für die Nass- als auch für die Trockenrasur und ist mit Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der für eine komplette Ladung etwa 90 Minuten braucht. Es gibt aber auch eine Schnellladefunktion, die für eine Rasur ausreichend sein soll und dann nur etwa 3 bis 5 Minuten dauert. Einen beweglichen Schwingkopf hat das 3-fach Schersystem mit zusätzlichem Langhaarschneider nicht.
Sie sind stolzer Bartträger und Glattrasieren kommt für Sie nicht infrage? Dann sollten Sie auf einen hochwertigen Bartschneider setzen, um Ihre Gesichtsbehaarung perfekt in Form zu bringen und immer frisch gestylt auszusehen. Hier zeigen wir Ihnen die besten Bartschneider im Vergleich, liefern ausführliche Testberichte und verraten Ihnen, welches Gerät in unserem Bartschneider Test am besten abgeschnitten hat.
Der 3-Tage-Bart ist der Dauerbrenner unter den Bart-Styles und kann von so gut wie jedem Mann getragen werden. Ohne Schnickschnack, dafür aber mit superscharfer Klinge, enormer Power und einem flexiblen Kopf: Der Stubble Trimmer der Super-X-Metal-Serie von BaByliss sorgt für ein präzises und komfortables Stutzen des Bartes.
| Rasierer | Typ | Nass-/Trockenrasur | Akkulaufzeit | Besonderheiten | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Philips S9000 Prestige | Rotationsrasierer | Ja | 60 Minuten | Innovatives Ladepad, komfortable Bedienung | 250-300 Euro |
| Braun Series 3 ProSkin | Folienrasierer | Ja | 45 Minuten | Wasserdicht bis 5 Meter, Schnellladefunktion | 70 Euro |
| Braun Series 7 7790cc | Folienrasierer | Ja | 50 Minuten | Smart Technology, Reinigungsstation | 130 Euro |
| Panasonic ES-LV65-s | Folienrasierer | Ja | 45 Minuten | 5-fach Scherkopf, Rasiersensormodus | 120 Euro |
| Philips Series 6000 S6640/44 | Rotationsrasierer | Ja | 50 Minuten | Sehr leise, stabiles Reiseetui | 115 Euro |
| Philips Series 3000 S3510/06 Easy Shave | Rotationsrasierer | Nein | 45 Minuten | Günstig, kabelgebundene Nutzung möglich | 85 Euro |
| Carrera No. 521 | Folienrasierer | Ja (nicht wasserdicht) | 60 Minuten | USB-Ladefunktion | 50 Euro |
| Remington Titanium-X F7800 | Folienrasierer | Ja | 90 Minuten Ladezeit | Schnellladefunktion | Unbekannt |
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