Der Durchmesser eines Haares: Ein umfassender Überblick

Ob eine Frisur gut sitzt, hängt vor allem von der so genannten Qualität des Haares ab. Für die Beurteilung der Haarqualität ist die Menge der vorhandenen Haare, deren Dicke, aber auch deren Form entscheidend. Mit Ausnahme des asiatischen Haares sind die Querschnitte von Haaren meist nicht kreisrund, sondern elliptisch.

Anhand ihrer Dicke beschreibt man Haare als fein, normal oder dick. Die Haarstruktur gibt Auskunft über die ethnische Herkunft. Die folgenden Angaben gelten als Durchschnittswerte und allgemeine Informationen, weil die Eigenschaften je nach Mensch unterschiedlich sein können.

Viele Menschen legen Wert auf gesundes Haar und eine auf ihre Persönlichkeit abgestimmte Frisur. Mit den unterschiedlichsten Mitteln wird das Haar gepflegt und gestylt. Aber wie ist das menschliche Haar aufgebaut, wie lang kann das Haar werden und warum fällt es aus?

Das menschliche Haar besteht aus mehreren Teilen und ist bei genauer Betrachtung sehr komplex aufgebaut. Der sichtbare Teil des Haars ist der in der Haarwurzel verankerte Haarschaft. Diese Wurzel verdickt sich am Ende zur Haarzwiebel, die tief in der Unterhaut liegt.

Die Versorgung des Haars erfolgt über die knötchenförmige Haarpapille. Der Haarfollikel umschließt die Haarzwiebel und den Haarschaft und ist für die Produktion des neuen Haars verantwortlich. Da der Haarfollikel mit zahlreichen Nervenfasern verbunden ist, spüren Sie feinsten Luftzug am Haar und auch Schmerz, wenn ein Haar ausgerissen wird.

Innerhalb des Haarfollikels befindet sich der Haarbalgmuskel, der sich in unterschiedlichen Erregungssituationen zusammenzieht, wodurch sich das Haar aufrichtet. Haare stehen immer schräg in der Kopfhaut. Keratin ist mit ungefähr 80 % der wichtigste Bestandteil des Haares. Weitere Bestandteile sind Wasser mit einem Anteil von 10 - 15 % sowie Lipide (Fette), Mineralien und Pigmente.

Jedes Haar ist mit einer Schuppenschicht, der Cuticula, umhüllt. Die Cuticula weist einen Anteil von 20 % des Gesamtvolumens eines Haars auf. Die Cuticula besteht aus verhornten Plattenepitheln, die als Schuppenschicht angeordnet sind. Bei gesundem Haar greifen diese Schuppen dicht ineinander und das Haar ist glatt und glänzt.

Für die Farbe der Haare sind die im Haar vorhandenen Pigmente verantwortlich, die von den Melanozyten gebildet werden. Je höher der Anteil an abgelagertem Melanin ist, umso dunkler ist die Haarfarbe. Ein weiterer Einflussfaktor auf die Haarfarbe ist der von den Zellen vorwiegend produzierte Melanin-Typ und in welchem Verhältnis sich die Pigmente einlagern.

Im Verlauf der Zeit stellen die Melanozyten die Produktion des Pigmentes Melanin immer mehr ein. Die Folge davon ist, dass sich anstelle des Pigments feinste Luftbläschen im Haar einlagern. Die im Haar eingelagerten Luftbläschen lassen das Haar für das menschliche Auge weiß oder grau erscheinen.

Wann die Zellen die Pigment-Produktion einstellen, ist sehr unterschiedlich. In der Regel beginnt dieser Prozess ab dem 30. Lebensjahr und vollzieht sich in mehr oder weniger kleinen Schritten, da jede Zelle einen eigenen Zeitplan besitzt.

Haardicke und ethnische Unterschiede

Haarfülle und Haarstärke sind zum großen Teil genetisch vorgegeben, werden also von Eltern und Großeltern auf die Nachfahren vererbt. Doch nicht alle Haare auf einem Kopf sind gleich. In einem Haarschopf finden sich fast immer unterschiedliche Haarstärken mit unterschiedlichen Elliptizitäten.

Die Elliptizität beschreibt das Verhältnis der flachen zur hohen Querschnittsachse eines Haares. Ihr Zahlenwert liegt bei Haaren mit kreisrundem Querschnitt bei 1 und bei vollkommen elliptischem Haarquerschnitt bei 0,5.

Europäische Haare sind im Gegensatz zu asiatischen Haaren dünner und haben einen stärker elliptischen Querschnitt, wodurch die Elastizität der Haarfaser wie auch die Haltbarkeit der Frisur beeinflusst wird. Hat das einzelne Haar einen runden Durchmesser und ist dabei nicht zu dünn, verfügt es über eine gute Elastizität; ovales oder bandartiges Haar (im Querschnitt stark abgeflacht) lässt sich dagegen schlechter verformen.

Der durchschnittliche Durchmesser beträgt 0,07 mm. Europäisch-skandinavisches Haar ist oval und sehr hell mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 0,07 mm. Asiatisches Haar ist rund und dunkelbraun bis schwarz. Es ist meistens glatt oder leicht wellig mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 0,09 mm. Afrikanisches Haar ist wie ein Band geformt. Es ist sehr kraus, dunkelbraun bis schwarz und hat einen Durchmesser von 0,09 mm. Latino-Haar ist oval bis rund, dunkelbraun bis schwarz und kann glatt oder wellig sein. Sein durchschnittlicher Durchmesser beträgt 0,07 mm.

Als fein gilt in Europa ein Haar, das einen Durchmesser von 0,04 bis 0.06 mm hat. Normal ist ein Haar zwischen 0,06 und 0,08 mm und als dick wird es zwischen 0,08 und 0,1 mm bezeichnet. Asiatisches Haar ist im Vergleich zu europäischem Haar deutlich dicker, der Durchschnitt in Asien liegt zwischen 0,08 und 0,12 mm.

Die Haarqualität und somit die Dicke des Haars liegt zwischen 0,04 bis 0,12 Millimeter. Wie dick das Haar ist, ist vor allem genetisch bedingt. Dadurch unterscheidet sich das Haar von Europäern und Asiaten beispielsweise gravierend.

Zwiebelsaft für Extremes Haarwachstum: Stop Haarausfall

Haarwachstum und Entwicklungsphasen

Die Haare auf dem Kopf befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Der überwiegende Teil (rund 80 bis 90 Prozent) steckt in der Wachstumsphase (Anagenphase). Dabei bildet sich eine neue Haarwurzel und das Haar wächst. Diese Phase dauert zwischen zwei und sieben Jahre.

Danach folgt eine kurze Übergangsphase (Katagenphase) von zwei bis drei Wochen, in der die Zellproduktion im Haarfollikel vorübergehend aufhört. Der Follikel verengt sich dadurch, das Haar fällt aus. Rund ein Prozent der Follikel befinden sich in dieser Übergangsphase.

In der folgenden Ruhephase (Telogenphase) regeneriert sich der Haarfollikel wieder, die Zellteilung beginnt und ein neues Haar kann entstehen.

Die Kopfhaut ist genauso aufgebaut wie die übrige Haut am Körper. Sie ist auch ähnlich empfindlich. Trotz der Haare kann sie einen Sonnenbrand bekommen, Kälte, Hitze und andere Einflüsse von außen können sie austrocknen und zu Juckreiz und Schuppenbildung führen.

Das Wachstum der Haare lässt sich von außen praktisch nicht beeinflussen. Pro Tag wächst das Haar zwischen 0,3 und 0,45 mm und im Monat 1 bis 1,2 cm.

Die Entwicklungsphase nimmt mit ein bis zwei Wochen einen sehr kurzen Zeitraum in Anspruch. Damit wird die letzte Phase, die Endphase eingeleitet. Die Haarzwiebel wird nun immer mehr verdrängt und es bildet sich eine neue Haarpapille. Damit beginnt der Prozess von vorne.

Die Ruhe- oder Endphase dauert ungefähr zwei bis vier Monate. In dieser Zeit verdrängt das neu angelegte Haar das alte Haar und es fällt aus. Ist dieser Zyklus aus genetischen oder gesundheitlichen Ursachen gestört, kommt es zum vermehrten Haarausfall.

Täglich verliert der Mensch zwischen 70 und 100 Haaren. Dieser natürliche Haarausfall beeinflusst die optisch wahrnehmbare Haardichte in keiner Weise. Allerdings kann es in bestimmten Situationen zu verstärktem Haarausfall kommen.

Haarverlust und -erkrankungen

Normal ist ein Haarverlust von 30 bis maximal 100 Haaren pro Tag. Gehen mehr Haare aus, kann das verschiedene Ursachen haben.

Verliert man somit mehr als 100 Haare pro Tag spricht man bereits von Haarausfall, der Alopezie. Daher sollten Sie die Menge der ausfallenden Haare auf jeden Fall beobachten. Hormonell bedingter Haarausfall während der Schwangerschaft bzw. Abhängig von der Ursache des verstärkten Haarausfalls kann es sein, dass die Haare an einer bestimmten Stelle nicht mehr nachwachsen. Dieser übermäßige Haarausfall kann in verschiedenen Formen auftreten.

Abhängig von der Art der Alopezie wachsen die Haare wieder nach. Anders bei der bestehenden Haarlosigkeit wie die dauerhafte Bildung einer Glatze bei Männern. Hier hat der Körper die Produktion des Kopfhaares eingestellt.

Die Bildung einer Glatze beruht bei Männern auf einer erblichen Veranlagung. Sie kann schon kurz nach der Pubertät einsetzen.

Androgene (männliche Geschlechtshormone) wie Testosteron haben auf das Wachstum der Haare unterschiedliche Wirkungen. Die Entwicklung der Kopfhaare wird gehemmt, es kommt zu Haarausfall und Glatzenbildung (wobei hier auch Vererbung und Alter eine Rolle spielen). Die Entwicklung der Körperhaare bei Männern wird dagegen durch Androgene gefördert.

Bei manchen Menschen kommt es plötzlich zu einem kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata). Er kann zum Beispiel die Haare am Kopf, Bart, unter den Achseln, in der Genitalregion oder die Augenbrauen betreffen.

Ein Haarmangel (Hypotrichose) kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Stoffwechselstörungen (wie Eisenmangel oder Mangelernährung), hormonelle Veränderungen (etwa in der Schwangerschaft, Stillzeit und in den Wechseljahren) oder Infektionskrankheiten (wie Typhus, Spätstadium der Syphilis, Grippe). Eine Hypotrichose kann aber auch erblich bedingt und angeboren sein.

Weitere Faktoren, die die Haargesundheit beeinflussen

Das Haar verändert sich, je älter und länger es wird. Während seiner Lebensdauer ist es vielerlei Belastungen ausgesetzt: Angefangen von Umwelteinflüssen über die Haarwäsche bis hin zum täglichen Kämmen, Bürsten und Föhnen.

Selbst als gesund bezeichnetes Haar zeigt vom Ansatz über den Mittelteil bis hin zur Haarspitze keine einheitliche Struktur, das gilt insbesondere bezogen auf die Cuticula, die schützende Schuppenschicht.

Ein einzelnes Haar kann mindestens 100 Gramm an Gewicht tragen, ohne zu reißen. Ein Haar bleibt sechs bis acht Jahre auf dem Kopf, dann fällt es aus. Das ist genetisch vorgegeben. Pigment innerhalb der Keratinfasern der Haare. Je nach Menge sorgt es für dunklere oder hellere Haare.

Im Alter nimmt die Bildung von Melaninen ab, das führt dann zu grauen bzw. weißen Haare. Es gibt zwei verschiedene Melanin-Typen: die größeren schwarz-braunen Eumelanin-Pigmente und die wesentlich kleineren rot-gelben Phäomelanin-Pigmente.

Wie fast überall auf der Haut sitzen auch auf der Kopfhaut Talgdrüsen. Sie produzieren Fette, die die Kopfhaut und damit auch das Haar vor dem Austrocknen schützen. Durch genetische Veranlagung, Stress oder hormonelle Veränderungen gerät die Talgproduktion manchmal aus dem Gleichgewicht. Das führt dann entweder zu besonders schnell fettendem Haar oder zu einer sehr trockenen Kopfhaut.

Schuppen können auf einer trockenen aber auch auf einer fettigen Kopfhaut entstehen, wenn die Kopfhaut kleinste abgestorbene Hautzellen zu früh und in zu großen Mengen abstößt. Die Ursachen sind unterschiedlich: Stress, falsche Ernährung, hormonelle Schwankungen, aber auch trockene Heizungsluft, häufiges Föhnen oder aggressive Reinigungsmittel können zu Schuppen führen.

Die Schuppenschicht, auch Cuticula genannt, bildet die äußere Schicht des Haars. Sie besteht aus tannenzapfenförmig angeordneten, flachen Hornzellen und ist ein Indikator für den Gesundheitszustand des Haars. Liegen die Hornzellen flach an, ist das Haarinnere gut gegen Einflüsse von außen geschützt. Zudem wird das Licht an dieser glatten Fläche perfekt reflektiert, das sorgt für Glanz.

Ist die Schuppenschicht dagegen durch Stress von außen (Blondierung, Dauerwelle, häufiges heißes Föhnen) offen und rau, können Schadstoffe von außen ins Haarinnere eindringen. Der ganze Schopf sieht dann spröde, glanzlos und struppig aus.

Unter Spliss versteht man gespaltene Haarspitzen, die vermehrt bei längerem Haar auftreten. Der Grund sind meist mechanische Beanspruchungen durch Kämmen, Bürsten oder das Aufstoßen auf die Schulter. Aber auch Stress durch häufiges Färben, Blondieren, Dauerwellen oder Hitze-Tools wie Föhn oder Glätteisen greifen die Spitzen an. Ist der Spliss einmal da, lässt er sich durch Spitzenfluids mit hauchfeinen Silikonölen zumindest optisch für einige Zeit minimieren.

Zusammenfassung

Ein einzelnes Haar kann mindestens 100 Gramm an Gewicht tragen, ohne zu reißen. Ein Haar bleibt sechs bis acht Jahre auf dem Kopf, dann fällt es aus. Das ist genetisch vorgegeben. Pigment innerhalb der Keratinfasern der Haare. Je nach Menge sorgt es für dunklere oder hellere Haare.

Im Alter nimmt die Bildung von Melaninen ab, das führt dann zu grauen bzw. weißen Haare. Es gibt zwei verschiedene Melanin-Typen: die größeren schwarz-braunen Eumelanin-Pigmente und die wesentlich kleineren rot-gelben Phäomelanin-Pigmente.

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