Haarverlust kann viele verschiedene Ursachen haben, von Vitaminmangel über Schilddrüsenprobleme bis hin zu Stress im Alltag. Knapp 40 % aller Männer sind von krankhaftem Haarausfall betroffen. In vielen Fällen steckt das Hormon Testosteron dahinter, doch auch Stress kann zu Haarverlust führen.
Erst kringeln sich nur ein paar einzelne Haare im Kamm, dann werden es immer mehr - und irgendwann zeigt der Blick in den Spiegel ganz deutlich: Die Haarpracht auf deinem Kopf schwindet. Woran liegt das? Sind die Gene schuld? Oder vielleicht ein Vitaminmangel? Und was hat Stress mit Haarausfall zu tun?
Jeder Mensch verliert pro Tag 70 bis 100 Kopfhaare. Ein paar Haare im Kamm deuten noch nicht auf einen massiven Haarausfall hin. Bis zu 100 Haare am Tag verliert der Mensch durchschnittlich. Haare sterben ab und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Ein Vorgang, der sich täglich wiederholt. Dennoch ist jeder dritte Mann und jede zehnte Frau von Haarausfall betroffen.
Ist dieser natürliche Kreislauf aus ausfallenden und nachwachsenden Haaren über einen längeren Zeitraum hinweg gestört, verlierst du mehr als 100 Haare pro Tag. Dann wird das Haar lichter und es können sich kahle Stellen auf dem Kopf bilden. Knapp 40 % aller Männer erwischt es früher oder später, bei Frauen sind es nur etwa 20 %. Die Ursachen für Haarausfall Jeder Mensch besitzt normalerweise 80.000 bis 120.000 kräftige Haare auf dem Kopf. Jedes Haar besteht aus Keratin und wird vom Haarfollikel gebildet. Von Haarausfall spricht man erst, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen und wenn das Verhältnis von ausfallenden und nachwachsenden Haaren nicht mehr ausgeglichen ist. Verstärkter, täglicher Haarverlust wird Effluvium genannt, sichtbare Haarlosigkeit Alopezie.
Die häufigsten Formen von Haarausfall bei Männern sind der hormonell-erbliche Haarausfall, kreisrunder Haarausfall und diffuser Haarausfall.
Wenn sich bei dir langsam Geheimratsecken und/oder eine Platte auf dem Hinterkopf bilden, steckt wahrscheinlich das männliche Sexualhormon Testosteron dahinter. Es wird in der Kopfhaut zu Dihydrotestosteron umgebaut, das die Wachstumsphase der Haare verkürzt, bis die Haarfollikel irgendwann endgültig absterben. Ist der „Wachstumsmotor“ erst einmal tot, können keine neuen Haare mehr gebildet werden. Dieser Prozess ist die häufigste Form des Haarausfalls, beginnt oftmals zwischen dem 20. bis 30.
Entdeckst du münzgroße Löcher in deiner ehemals vollen Haarpracht, liegt wahrscheinlich ein kreisrunder Haarausfall vor. Erkennungszeichen sind kreisrunde Lücken im Haar. Es bilden sich plötzlich verschiedene kahle Stellen am Kopf oder auch an anderen Körperstellen wie dem Bart, den Wimpern oder der Genitalbehaarung. Die Haare können bei dieser Art des Haarausfalls auch vollständig ausfallen.
Typisch für den kreisrunden Haarausfall ist nicht nur der plötzliche Verlust von Haaren, sondern auch, dass er oft bei völliger Gesundheit auftritt. Die Ursachen hierfür sind noch nicht abschließend geklärt - womöglich ist eine Autoimmunreaktion schuld, bei der die Abwehrzellen des Immunsystems die körpereigenen Zellen in den Haarwurzeln angreifen. Betroffene berichten, dass dies in Zusammenhang mit Stress passieren kann, insbesondere in langanhaltenden Stressphasen. Die gute Nachricht lautet: Die Haarfollikel sterben hierbei nicht ab, sodass das Haar grundsätzlich wieder nachwachsen kann, wenn der Stress abklingt.
Verteilt sich der Haarausfall über den gesamten Kopf, handelt es sich um diffusen Haarverlust. Diese Form des Haarverlusts kann ebenfalls stressbedingt sein: Vermutlich erhöht sich durch den Stress die Konzentration von körpereigenen Botenstoffen wie Noradrenalin am Haarfollikel, wodurch eine Entzündung entsteht. Diese hemmt die Wachstumsphase des Haars und es fällt vorzeitig aus.
Ursachen können u.a. sein:
„Für stressbedingten Haarausfall gibt es verschiedene Gründe. Durch Stress in Form von Überanstrengung werden im Körper Vitalstoffe abgebaut. Diese fehlen dann auch an den Haarwurzeln“, sagte Dr. Berndt Rieger, Arzt für Innere Medizin und Naturheilkunde, gegenüber n-tv. Kopfhaut und Haare bleiben in diesen Phasen völlig unterversorgt. Die Haarfollikel bekommt nicht mehr ausreichend Nährstoffe zugespielt. Die Haare werden erst stumpf und glanzlos, später fallen sie ganz aus.
Typisch für Haarausfall durch Stress ist, dass sich das Kahlwerden erst zwei bis vier Monate nach Beginn der Stressphase bemerkbar macht. Dabei kann es sich um emotionalen Stress wie einen Trauerfall oder eine Trennung handeln, oder auch um körperlichen Stress, ausgelöst durch hohes Fieber, eine Operation oder eine chronische Entzündung. Was passiert bei Stress eigentlich genau im Körper? Wann ist er gut und wann gefährlich?
Eine Studie aus Korea zeigt, dass lange Arbeitszeiten Einfluss auf stressbedingten Haarausfall haben können. Dazu wurden über vier Jahre hinweg knapp 13.400 Männer untersucht. Das Ergebnis: Wer länger als 40 Stunden pro Woche arbeitet, hat ein signifikant höheres Risiko für Haarausfall. Die Forscher vermuten, dass der Haarverlust mit dem Stress zusammenhängt, der durch das hohe Arbeitspensum und die fehlenden Erholungsphasen entsteht.
Dazu kommt noch folgendes Problem: Fallen erst einmal die Haare aus, reagieren viele Betroffene besorgt. Schließlich gilt volles Haar auch bei Männern als Schönheitsideal. Dadurch fühlen sie sich zusätzlich gestresst, was den Haarverlust verstärken kann - ein Teufelskreis. Manche Menschen reißen sich in stressigen Zeiten sogar selbst die Haare aus: Diese Zwangsstörung wird Trichotillomanie genannt.
Wenn du Medikamente mit Wirkstoffen wie Heparin (gegen Thrombosen) oder Valproinsäure (gegen Epilepsie und bipolare Störungen) einnimmst, solltest du mit deinem Arzt über eine Alternative sprechen. Denn dann könnte dein Haarverlust eine unerwünschte Nebenwirkung deines Medikaments sein.
Was kannst du nun tun, wenn es bei dir „obenrum“ immer weniger wird? Die Therapie hängt natürlich von der Ursache ab.
Am wichtigsten ist bei stressbedingtem Haarausfall, den Auslöser Stress zu reduzieren. Gönn deinem Körper die nötigen Ruhepausen und schaffe mit Entspannungstechniken wie Yoga oder Tai Chi für einen Ausgleich zu deinem hektischen Berufsalltag. Regelmäßige Treffen mit Freunden, Sport und Hobbys helfen ebenfalls dabei, den Stress im Büro hinter dir zu lassen. Findest du selbst nicht mehr aus der Stress-Spirale heraus, solltest du keine Scheu davor haben, professionelle Hilfe zu suchen. Spätestens wenn sich bei dir erste Symptome einer Depression oder eines Burn-outs zeigen, ist es Zeit zu handeln. Eine maßgeschneiderte Therapie wird dann nicht nur deinen stressbedingten Haarausfall lindern, sondern dein Wohlbefinden insgesamt verbessern. Extra-Tipp: Sorge dafür, dass du genügend Schlaf bekommst, da auch Schlafmangel Haarausfall fördern kann.
Viele Männer glauben, dass Frauen Partner mit vollem Haar bevorzugen und schämen sich, wenn bei ihnen immer mehr Haare im Kamm landen. Dennoch solltest du Ruhe bewahren und gemeinsam mit einem Arzt herausfinden, warum deine Haare dünner und/oder weniger werden. Ist Stress der Auslöser, können dir verschiedene Entspannungstechniken dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Auf unserem Blog findest du jede Menge Inspirationen für mehr Gelassenheit im Alltag. Wenn der Stress nachlässt, wird sich nicht nur deine Frisur erholen - dein ganzes Leben wird auf einmal viel leichter!
Grundsätzlich können alle Formen des Haarausfalls beide Geschlechter betreffen, doch treten bestimmte Varianten aufgrund geschlechtsspezifischer Unterschiede häufiger auf. Frauen mit Haarausfall leiden häufig unter Mangelerscheinungen (z.B. Eisenmangel, Nährstoffmangel) sowie unter starken hormonellen Veränderungen (Einnahme der Pille, Schwangerschaft, Wechseljahre), die sich ebenfalls auf das Haarwachstum auswirken. Haarausfall bei Männern ist in den meisten Fällen genetisch bedingt und auf eine Überreaktion der Haarwurzeln zurückzuführen. Typische Muster sind Geheimratsecken und fortschreitender Haarausfall mit Ausdünnung der Tonsur.
| Merkmal | Männer | Frauen |
|---|---|---|
| Häufigste Ursache | Genetisch bedingt (Überreaktion der Haarwurzeln) | Mangelerscheinungen, hormonelle Veränderungen |
| Typische Muster | Geheimratsecken, Ausdünnung der Tonsur | Dünner werdendes Haar, besonders im Scheitelbereich |
| Beginn | Kann bereits im Alter von 20 Jahren beginnen | Oft erst nach der Menopause (um das 40. Lebensjahr) |
Bei Männern beginnt es mit Geheimratsecken (Haarausfall am Haaransatz oberhalb der Schläfen). Der Haarausfall schreitet fort und betrifft den Tonsurbereich, bis schließlich eine Halbglatze entsteht und nur noch der Haarkranz übrig bleibt. Frauen sind meist erst nach den Wechseljahren betroffen, da ein hoher Östrogenspiegel schützend wirkt. Bei ihnen wird der Scheitel dünner, bis die Kopfhaut durchscheint.
Ebenso führen Mangelzustände wie Eisen-, Eiweiß-, Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffmangel zu Haarausfall. Diese Mangelzustände können durch Diäten, einseitige Ernährung oder Krankheiten hervorgerufen werden und verhindern eine ausreichende Versorgung der Haarfollikel, wodurch das Haarwachstum gestört und Haarausfall begünstigt wird.
Stressbedingter Haarausfall tritt auf, weil Stresshormone wie Cortisol den Haarwachstumszyklus stören. Chronischer Stress kann die Haarfollikel verfrüht in die Ruhephase versetzen, was zu vermehrtem Haarausfall führt. Diese Art von Haarausfall ist oft vorübergehend und das Haarwachstum kann sich erholen, sobald der Stress nachlässt.
Die Erhebung bestehender relevanter Krankheiten inklusive Essverhalten (Veganer? Androgenetische Haarausfall ist genetisch bedingt, also in gewissem Umfang vorbestimmt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass diese Art des Haarausfalls durch bestimmte Faktoren, wie Stress, Nikotinabusus, nährstoffarme Ernährung und ähnlichem ausgelöst bzw. Folglich sollten, neben der primären Haarausfall Ursache, auch ggf. verstärkende Faktoren in die Behandlung des Haarverlustes einbezogen werden, sodass ein akuter Schub von Haarausfall nicht zwangsläufig in einen chronischen Verlauf münden muss.
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