Dünnes Haar am Oberkopf: Ursachen und effektive Behandlungen

Volles, kräftiges Haar steht für Vitalität und Attraktivität. Dünnes Haar hingegen kann schnell platt wirken, an Volumen verlieren und den Eindruck erwecken, schneller zu fetten. Als dünn gelten Haare, die weniger als 0,05 Millimeter im Durchmesser messen. Besonders belastend wird es für Frauen und Männer auch dann, wenn das Haar ausdünnt, so dass sogar die Kopfhaut sichtbar wird.

Viele Menschen haben dünnes, lichtes Haar und können darunter leiden. Dünnes Haar betrifft Menschen auf der ganzen Welt und ist ein Thema, das manchmal sogar mit Scham und Selbstbewusstseinsproblemen einhergehen kann - auch, wenn es keinen Grund gibt, sich für Äußerlichkeiten schämen zu müssen.

In unserer Praxis in Berlin bieten wir moderne, schonende Verfahren, um die Haardichte sichtbar zu verbessern und das Haarwachstum zu stimulieren. Aber auch die moderne Friseurkunst hat einige Tricks im Repertoire, um feines Haar zu stärken und zumindest voluminöser wirken zu lassen.

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Ursachen für dünnes Haar

Auf die Frage „Warum werden meine Haare immer dünner?“ gibt es keine schnelle und einfache Antwort. Verschiedene Faktoren führen auch im Laufe des Lebens zu dünnem Haar.

Ob Haare dünn oder dick, lockig oder glatt sind, bestimmen die Gene. Daran lässt sich erst einmal nichts ändern. Es gibt auch kein Wundermittel, mit dem man dünne Haare dicker machen kann.

Die Haarstruktur ist zwar genetisch festgelegt, doch auch andere Faktoren können zu dünnem Haar führen. Häufig spielen der natürliche Alterungsprozess, hormonelle Veränderungen oder eine unausgewogene Ernährung eine Rolle. Feines, schwaches Haar hat oft seine Ursache in einer unzureichenden Versorgung der Haarfollikel.

Zu den Gründen für dünnes Haar zählen:

  • Ungeeignete Haarpflege: Häufige Farbbehandlungen, Dauerwellen, extrem starke Haarsprays und Gele sowie straffe Frisuren können das Haar mechanisch schädigen und ausdünnen.
  • Chronischer Stress: Hohe Werte des „Stresshormons“ Cortisol können Haarausfall verursachen und die Haarfollikel in eine verlängerte Ruhephase versetzen, in der kein neues Haar wächst.
  • Nährstoffmangel: Ein Mangel an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen wie Eisen, Folsäure, Vitamin D, Riboflavin, Selen und Zink kann eine verminderte Haarproduktion zur Folge haben.
  • Erbliche Faktoren: Eine genetische Veranlagung kann ebenfalls zu dünner werdendem Haar führen.
  • Medizinische und hormonelle Ursachen: Schwangerschaft, Menopause, das Absetzen der Antibabypille, signifikanter Gewichtsverlust, Autoimmunerkrankungen und deren Behandlung, Immunschwächen sowie Hautkrankheiten oder -infektionen.

Nicht immer sind die Ursachen für dünnes Haar eindeutig voneinander abzugrenzen. So kommt es häufig zu Überschneidungen, wenn etwa der natürliche Alterungsprozess zusammen mit hormonellen Veränderungen auftritt oder Stressfaktoren nach einer Geburt mit hormonellen Schwankungen interagieren und die Haarstruktur beeinträchtigen. Wer sich nicht sicher ist, woher Symptome wie dünner werdendes Haar kommen, kann den Ursachen im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung auf den Grund gehen.

Dünne Haare sind Boten des ÄlterwerdensGraues und weißes Haar ist für viele Menschen ein typisches Zeichen für eine natürliche Haaralterung. Allerdings beginnen unsere Haare schon viel früher zu altern. Vielen ist nur die Hautalterung ein Begriff, die mit dem ersten Auftreten von Fältchen im Gesicht sichtbar wird. Unser Kopfhaar ist allerdings ebenfalls von unserer Haut abhängig und altert in gleicher Weise mit. Im Alter verlangsamt sich die Regeneration unserer Zellen und das Ökosystem unserer Kopfhaut verschlechtert sich. Die Durchblutung am Kopf nimmt ab und es gelangen weniger Nährstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente, an die Haarwurzel. Die Folge ist feines, trockenes und stumpfes Haar. Das Haarwachstum verlangsamt sich und auch die Qualität der Haare sowie ihr Durchmesser nehmen ab. Das Haar hat keine Kraft mehr und verliert nach und nach an Volumen. Dünne Haare gehören also zum Älterwerden dazu.

Hormonelle VeränderungenHormonelle Veränderungen beeinflussen die Haarstruktur. Bei Frauen ist das oft der Fall etwa während einer Schwangerschaft oder mit zunehmendem Alter in den Wechseljahren (Meno-Pause). Auch bestimmte Medikamente sind manchmal für dünner werdendes Haar verantwortlich. Beta-Blocker, bestimmte Blutverdünner oder Antidepressiva können sich negativ auf das Haarwachstum auswirken.

SchilddrüsenerkrankungenHaben Sie den Verdacht, dass hormonelle Veränderungen oder Medikamente Ihre Haare dünner werden lassen, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse ist ein möglicher Grund für dünne Haare bis hin zu Haarausfall. Sind Sie unsicher, holen Sie ärztlichen Rat ein.

Dünne Haare aufgrund von VitaminmangelHaare benötigen bestimmte Nährstoffe, die sie über die Haarwurzeln aufnehmen. Bekommen Sie zu wenig davon, werden sie möglicherweise dünn und brüchig - etwa, wenn ein Eisenmangel vorliegt.

Wichtige Nährstoffgeber für die Haare sind außerdem:

  • Mineralstoffe wie Zink, Selen, Kupfer und Kalzium
  • essenzielle Fettsäuren, etwa Omega-3-Fettäuren
  • Vitamin A, C, D, E, H und B-Vitamine
  • Eiweiße

Um Ihre Haare mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, ernähren Sie sich am besten vielseitig und ausgewogen. Falls Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt darüber. Überdosiert schaden Supplemente möglicherweise mehr als sie nützen. Menschen, die sich gesund und abwechslungsreich ernähren, benötigen in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel, so das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu „5 am Tag“, um den Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Das bedeutet, dass Sie täglich mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst essen sollten. Drei davon bestehen aus Gemüse, zwei aus Obst. Als Maß dient die eigene Hand, so dass sich die Portionsgröße an Alter und Körpergröße anpasst.

Was tun gegen dünne Haare?

Der erste Schritt in der Behandlung dünner Haare besteht darin, die Ursachen zu identifizieren. Vorübergehender Haarausfall, der nach Stress oder Krankheit auftritt, verbessert sich oft von selbst bzw. sobald die Ursache behoben ist.

Wenn der Haarverlust von Dauer ist, kommen eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten infrage:

  • Medikamentöse Behandlungsoptionen
  • Änderung der Haarpflegegewohnheiten
  • Hausmittel

Medikamentöse Behandlungsoptionen

Bei dünner werdendem Haar durch genetisch bedingte Formen des Haarausfalls zielen Behandlungen darauf ab, die Haarfollikel zu stärken, um das Haar insgesamt dichter erscheinen zu lassen. Auf der Kopfhaut angewendete Mittel können das Haarwachstum fördern und die Haarfollikel verdicken. Für Personen, die von äußerlichen Anwendungen nicht ausreichend profitieren oder die mit Hautirritationen zu kämpfen haben, kann die orale Einnahme eines Mittels gegen dünnes Haar eine Alternative sein.

Für Frauen, die mit dünner werdendem Haar zu kämpfen haben, bieten die speziell formulierten Priorin® Kapseln eine effektive Lösung. Bei hormonell oder erblich bedingter Alopezie versorgt die enthaltene Kombination aus Hirseextrakt, Vitamin B5 und L-Cystin das Haar von innen heraus mit wichtigen Nährstoffen, die nach regelmäßiger Einnahme zu sichtbar vollerem und kräftigerem Haar führen können. Der Hirseextrakt liefert wichtige Vitamine und natürliche Siliziumverbindungen, die für eine gesunde Haarstruktur unerlässlich sind. Vitamin B5, auch bekannt als Pantothensäure, unterstützt die Widerstandsfähigkeit des Haares, während L-Cystin, ein Baustein des Haarproteins Keratin, dazu beiträgt, die Haarfaser zu stärken und das Erscheinungsbild des Haares insgesamt zu verbessern.

Um die Behandlung mit den Priorin® Kapseln durch eine geeignete Pflege zu ergänzen, bietet sich die Priorin® Haarmaske an. Diese setzt auf den Wirkstoffkomplex Baicapil®, der ein gesundes Haarwachstum unterstützt. Zugleich beschwert die Maske nicht und sorgt für bis zu 60 % mehr Volumen*(im Vergleich zu unbehandeltem Haar). Das Haar wirkt dadurch schon ab der ersten Anwendung weniger dünn. Damit die Behandlung gegen hormonell erblich bedingten Haarausfall erfolgreich ist, empfiehlt es sich, diese so früh wie möglich zu beginnen.

Haarpflege und Styling-Tipps

Die moderne Friseurkunst hat einige Tricks im Repertoire, um feines Haar zu stärken und zumindest voluminöser wirken zu lassen. Profis raten zu folgenden Maßnahmen:

  • Kurzhaarfrisuren: Kurzhaarfrisuren können dünne Haare kaschieren, denn im Gegensatz zu langem Haar, gibt es keine ausgedünnten oder gar brüchige Längen. Neigen Sie jedoch zu Haarausfall, die bereits zu kahlen Stellen führen, eignet sich der kurze Haarschnitt weniger. Lassen Sie sich von Ihrem Friseur dazu beraten.
  • Volumen-Styling: Volumen für sehr feines Haar können Styling-Produkte wie Schaumfestiger und Föhnlotionen bringen. Meersalz-Sprays machen das Haar griffiger und geben ebenfalls mehr Fülle.
  • Shampoos für dünnes Haar: Verwenden Sie spezielle Shampoos für dünnes Haar. Diese beschweren das Haar nicht. Ziel ist, dass es luftig und locker fällt.
  • Richtiges Föhnen: Richtiges Föhnen bringt Volumen. Dazu die Haare erst über Kopf, dann Strähne für Strähne mithilfe einer Rundbürste föhnen. Anschließend eventuell mit Haarspray fixieren.
  • Pflegeprodukte: Hände weg von cremigen Pflegespülungen und -kuren. Sie beschweren das Haar, so dass es schnell schlapp und kraftlos wirkt.
  • Streuhaar: Sogenanntes Streuhaar oder Schütthaar kommt aus der Dose und kaschiert kahle Stellen oder Geheimratsecken. Es handelt sich dabei um kleine Mikrofasern, die weitestgehend an Ort und Stelle bleiben, da sie statisch aufgeladen sind. Der Effekt hält aber nur bis zur nächsten Haarwäsche.

Dünner werdendem Haar kann man auch durch die richtigen Haarpflegegewohnheiten vorbeugen. Hier sind einige praktische Tipps:

  • Milde Shampoos: Die Verwendung eines milden Shampoos und eines feuchtigkeitsspendenden Conditioners kann helfen, einen Feuchtigkeitsverlust zu verhindern.
  • Mikrofaserhandtuch: Die Haare nach dem Waschen in ein Mikrofaserhandtuch einwickeln und sanft das Wasser aufsaugen. Dabei unbedingt auf Rubbeln verzichten, da das zu Haarbruch führen kann.
  • Hitze vermeiden: Hohe Temperaturen durch Stylinggeräte wie Föhn und Glätteisen schädigen das Haar. Besser ist es, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Wer auf ein Glatteisen nicht verzichten möchte, sollte unbedingt vorab einen Hitzeschutz auftragen.
  • Auf chemische Behandlungen verzichten: Natürliche Haarfärbemittel nutzen und Haare von Chemieprodukten fernhalten.
  • Lockere Frisuren: Haare in lockeren Frisuren tragen, um Zug und Stress an den Haarwurzeln zu minimieren.
  • Vorsichtig bürsten: Haare nicht nass bürsten, sondern lieber mit einem grobzinkigen Kamm in getrocknetem Zustand kämmen.
  • Verzicht auf Zigaretten: Das Rauchen aufzugeben kann die Haarwurzeln vor entzündlichen Prozessen schützen, die den Haarausfall fördern.
  • Ausgewogene Ernährung: Mit einem Speiseplan, der alle wichtigen Nährstoffe für die Haargesundheit enthält, lässt sich das Wachstum der Haare unterstützen.

Hausmittel gegen dünnes Haar

Zusätzlich zum Arztbesuch können Sie auch selbst einiges gegen dünner werdendes Haar tun. Probieren Sie beispielsweise folgende Hausmittel, um Ihre Haare zu stärken:

  • Avocado: Die Avocado ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Als Kur stärkt und pflegt sie die Haare. Lösen Sie dazu das Fruchtfleisch einer reifen Avocado mit einem Löffel heraus und mischen es mit einem Teelöffel Olivenöl. Massieren Sie sowohl den Haaransatz als auch die Längen gut ein und bedecken Sie anschließend alles mit einem Handtuch. Nach einer halben Stunde waschen Sie die Kur mit einem milden Shampoo aus.
  • Natürliche Öle: Um die Kopfhaut zu pflegen und die Haare schon von der Haarwurzel an wieder zu stärken, greifen viele zu hochwertigen, natürlichen Ölen. Rizinusöl enthält Vitamin E, spendet Feuchtigkeit und wirkt beruhigend. Massieren Sie einige Tropfen Rizinusöl vor der Haarwäsche in die Kopfhaut und den Haaransatz. Lassen Sie dies einige Minuten lang einwirken. Das soll auch gegen Schuppen wirken. Ebenfalls pflegt und nährt Kokosöl sowohl die Kopfhaut als auch die Haare. Studien zeigen, dass es Kammschäden wie Haarbruch entgegenwirken kann.
  • Salbei: Möchten Sie Salbei als Hausmittel gegen dünne Haare ausprobieren, setzen Sie dafür einen Sud aus Salbeiblättern und Wasser an. Erhitzen Sie alles in einem Topf, lassen es für mehrere Minuten ziehen und seihen Sie die Kräuter anschließend ab. Den fertigen Sud können Sie als Spülung für die Haare mehrmals pro Woche verwenden.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Dünnes Haar: Welcher Arzt ist zuständig?

Ihr Haar wird immer dünner? Vielleicht wird es auch weniger und Sie wissen nicht, wie Sie damit umgehen bzw. wann Sie damit zu einem Arzt gehen sollen? Stellen Sie ungewöhnliche Veränderungen an Ihrem Haar fest, holen Sie sich ärztlichen Rat ein. So finden Sie die Ursache für Ihre Haarprobleme heraus und können mögliche Grunderkrankungen gleich behandeln lassen.

Ihre erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, der Sie gegebenenfalls zu einem Facharzt überweist, etwa einem Hautarzt (Dermatologen).

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