Dünnes Haar: Ursachen, Behandlung und Tipps für mehr Volumen

Viele Menschen leiden unter dünnem, lichtem Haar, was oft mit Selbstbewusstseinsproblemen einhergeht. Dünnes Haar kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen und verschiedene Ursachen haben. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ursachen zu dünnem Haar führen können und welche Möglichkeiten es gibt, das Haar zu stärken und voller wirken zu lassen.

Was ist dünnes Haar?

Wissenschaftler sprechen von dünnem Haar, wenn der Durchmesser eines einzelnen Haars nicht mehr als 0,04 Millimeter beträgt. Normal sind 0,05 bis 0,07 Millimeter. Helles, blondes Haar ist meist dünner als dunkles. Sehr feine Haare liegen oft platt am Kopf an und wirken schnell fettig.

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Begriff "dünnes Haar" sich auf die Haarmenge pro Quadratzentimeter auf der Kopfhaut bezieht und nicht auf die Dicke des einzelnen Haares. Wenn die Haardicke gering ist, spricht man von feinem Haar.

Ursachen für dünnes Haar

Auf die Frage "Warum werden meine Haare immer dünner?" gibt es keine einfache Antwort. Verschiedene Faktoren können im Laufe des Lebens zu dünnem Haar führen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  • Genetische Veranlagung: Ob Haare dünn oder dick, lockig oder glatt sind, bestimmen die Gene. Wenn die Eltern oder Großeltern dünnes Haar hatten, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch die Nachkommen davon betroffen sind.
  • Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Schwankungen im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Wechseljahren oder Schilddrüsenerkrankungen können dünner werdendes Haar verursachen. Bei Frauen ist das oft der Fall etwa während einer Schwangerschaft oder mit zunehmendem Alter in den Wechseljahren (Meno-Pause).
  • Stress und Lebensstil: Chronischer Stress, ungesunde Ernährung und Rauchen können das Haarwachstum beeinträchtigen. Übermässige seelische oder körperliche Belastung kann dazu führen, dass das Haar aufhört zu wachsen.
  • Medizinische Bedingungen: Bestimmte medizinische Probleme wie Alopecia areata, eine Autoimmunerkrankung, können zu Haarausfall führen. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse ist ein möglicher Grund für dünne Haare bis hin zu Haarausfall.
  • Vitaminmangel: Haare benötigen bestimmte Nährstoffe, die sie über die Haarwurzeln aufnehmen. Bekommen Sie zu wenig davon, werden sie möglicherweise dünn und brüchig - etwa, wenn ein Eisenmangel vorliegt.
  • Dünnes Haar im Alter: Stoffwechselprozesse verlangsamen sich während des Alterns. Das wirkt sich auf das Wachstum des Haares und die Struktur insgesamt aus. Auch die Talgproduktion nimmt im Laufe des Lebens ab. Sowohl Kopfhaut als auch Haar sind dann weniger geschützt und gepflegt.
  • Ungeeignete Haarpflege: Häufige Farbbehandlungen, Dauerwellen, extrem starke Haarsprays und Gele sowie straffe Frisuren können das Haar mechanisch schädigen und ausdünnen. Bei dünnem Haar sollten Sie daher Haarpflegeprodukte mit schädlichen Inhaltsstoffen meiden.

Nicht immer sind die Ursachen für dünnes Haar eindeutig voneinander abzugrenzen. So kommt es häufig zu Überschneidungen, wenn etwa der natürliche Alterungsprozess zusammen mit hormonellen Veränderungen auftritt oder Stressfaktoren nach einer Geburt mit hormonellen Schwankungen interagieren und die Haarstruktur beeinträchtigen.

Was tun gegen dünnes Haar?

Es gibt kein Wundermittel, mit dem man dünne Haare dicker machen kann. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Haar zu stärken, ihm mehr Volumen zu verleihen und kahle Stellen zu kaschieren.

Friseurkunst und Styling-Tipps

Die moderne Friseurkunst hat einige Tricks im Repertoire, um feines Haar zu stärken und zumindest voluminöser wirken zu lassen. Profis raten zu folgenden Maßnahmen:

  • Kurzhaarfrisuren: Kurzhaarfrisuren können dünne Haare kaschieren, denn im Gegensatz zu langem Haar, gibt es keine ausgedünnten oder gar brüchige Längen. Neigen Sie jedoch zu Haarausfall, die bereits zu kahlen Stellen führen, eignet sich der kurze Haarschnitt weniger.
  • Volumen-Produkte: Volumen für sehr feines Haar können Styling-Produkte wie Schaumfestiger und Föhnlotionen bringen. Meersalz-Sprays machen das Haar griffiger und geben ebenfalls mehr Fülle. Verwenden Sie spezielle Shampoos für dünnes Haar. Diese beschweren das Haar nicht. Ziel ist, dass es luftig und locker fällt.
  • Richtiges Föhnen: Richtiges Föhnen bringt Volumen. Dazu die Haare erst über Kopf, dann Strähne für Strähne mithilfe einer Rundbürste föhnen. Anschließend eventuell mit Haarspray fixieren.
  • Pflegeprodukte: Hände weg von cremigen Pflegespülungen und -kuren. Sie beschweren das Haar, so dass es schnell schlapp und kraftlos wirkt.
  • Streuhaar: Sogenanntes Streuhaar oder Schütthaar kommt aus der Dose und kaschiert kahle Stellen oder Geheimratsecken. Es handelt sich dabei um kleine Mikrofasern, die weitestgehend an Ort und Stelle bleiben, da sie statisch aufgeladen sind. Der Effekt hält aber nur bis zur nächsten Haarwäsche.

Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Um Ihre Haare mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, ernähren Sie sich am besten vielseitig und ausgewogen. Wichtige Nährstoffgeber für die Haare sind:

  • Mineralstoffe wie Zink, Selen, Kupfer und Kalzium
  • essenzielle Fettsäuren, etwa Omega-3-Fettäuren
  • Vitamin A, C, D, E, H und B-Vitamine
  • Eiweiße

Falls Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt darüber. Überdosiert schaden Supplemente möglicherweise mehr als sie nützen. Menschen, die sich gesund und abwechslungsreich ernähren, benötigen in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel, so das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu „5 am Tag“, um den Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Das bedeutet, dass Sie täglich mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst essen sollten. Drei davon bestehen aus Gemüse, zwei aus Obst. Als Maß dient die eigene Hand, so dass sich die Portionsgröße an Alter und Körpergröße anpasst.

Hausmittel gegen dünnes Haar

Zusätzlich zum Arztbesuch können Sie auch selbst einiges gegen dünner werdendes Haar tun. Probieren Sie beispielsweise folgende Hausmittel, um Ihre Haare zu stärken:

  • Avocado: Die Avocado ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Als Kur stärkt und pflegt sie die Haare.
  • Natürliche Öle: Um die Kopfhaut zu pflegen und die Haare schon von der Haarwurzel an wieder zu stärken, greifen viele zu hochwertigen, natürlichen Ölen. Rizinusöl enthält Vitamin E, spendet Feuchtigkeit und wirkt beruhigend. Ebenfalls pflegt und nährt Kokosöl sowohl die Kopfhaut als auch die Haare.
  • Salbei: Eine Studie an Mäusen hat gezeigt, dass Salbei positive Eigenschaften in Bezug auf das Haarwachstum besitzt. Möchten Sie Salbei als Hausmittel gegen dünne Haare ausprobieren, setzen Sie dafür einen Sud aus Salbeiblättern und Wasser an. Den fertigen Sud können Sie als Spülung für die Haare mehrmals pro Woche verwenden.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Medizinische Behandlungen

Bei dünner werdendem Haar durch genetisch bedingte Formen des Haarausfalls zielen Behandlungen darauf ab, die Haarfollikel zu stärken, um das Haar insgesamt dichter erscheinen zu lassen. Auf der Kopfhaut angewendete Mittel können das Haarwachstum fördern und die Haarfollikel verdicken. Für Personen, die von äußerlichen Anwendungen nicht ausreichend profitieren oder die mit Hautirritationen zu kämpfen haben, kann die orale Einnahme eines Mittels gegen dünnes Haar eine Alternative sein.

Für Frauen, die mit dünner werdendem Haar zu kämpfen haben, bieten die speziell formulierten Priorin® Kapseln eine effektive Lösung. Der Hirseextrakt liefert wichtige Vitamine und natürliche Siliziumverbindungen, die für eine gesunde Haarstruktur unerlässlich sind. Vitamin B5, auch bekannt als Pantothensäure, unterstützt die Widerstandsfähigkeit des Haares, während L-Cystin, ein Baustein des Haarproteins Keratin, dazu beiträgt, die Haarfaser zu stärken und das Erscheinungsbild des Haares insgesamt zu verbessern.

Um die Behandlung mit den Priorin® Kapseln durch eine geeignete Pflege zu ergänzen, bietet sich die Priorin® Haarmaske an. Diese setzt auf den Wirkstoffkomplex Baicapil®, der ein gesundes Haarwachstum unterstützt. Zugleich beschwert die Maske nicht und sorgt für bis zu 60 % mehr Volumen*(im Vergleich zu unbehandeltem Haar). Das Haar wirkt dadurch schon ab der ersten Anwendung weniger dünn.

Damit die Behandlung gegen hormonell erblich bedingten Haarausfall erfolgreich ist, empfiehlt es sich, diese so früh wie möglich zu beginnen.

Wichtiger Hinweis: Stellen Sie ungewöhnliche Veränderungen an Ihrem Haar fest, holen Sie sich ärztlichen Rat ein. Ihre erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, der Sie gegebenenfalls zu einem Facharzt überweist, etwa einem Hautarzt (Dermatologen).

Vorbeugung von dünnem Haar

Dünner werdendes Haar kann eine Herausforderung darstellen, doch es gibt effektive Wege, um diesem Problem vorzubeugen. Hier sind einige praktische Tipps:

  • Milde Shampoos: Die Verwendung eines milden Shampoos und eines feuchtigkeitsspendenden Conditioners kann helfen, einen Feuchtigkeitsverlust zu verhindern.
  • Mikrofaserhandtuch: Die Haare nach dem Waschen in ein Mikrofaserhandtuch einwickeln und sanft das Wasser aufsaugen. Dabei unbedingt auf Rubbeln verzichten, da das zu Haarbruch führen kann.
  • Hitze vermeiden: Hohe Temperaturen durch Stylinggeräte wie Föhn und Glätteisen schädigen das Haar. Besser ist es, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Wer auf ein Glatteisen nicht verzichten möchte, sollte unbedingt vorab einen Hitzeschutz auftragen.
  • Auf chemische Behandlungen verzichten: Natürliche Haarfärbemittel nutzen und Haare von Chemieprodukten fernhalten.
  • Lockere Frisuren: Haare in lockeren Frisuren tragen, um Zug und Stress an den Haarwurzeln zu minimieren.
  • Vorsichtig bürsten: Haare nicht nass bürsten, sondern lieber mit einem grobzinkigen Kamm in getrocknetem Zustand kämmen.
  • Verzicht auf Zigaretten: Das Rauchen aufzugeben kann die Haarwurzeln vor entzündlichen Prozessen schützen, die den Haarausfall fördern.
  • Ausgewogene Ernährung: Mit einem Speiseplan, der alle wichtigen Nährstoffe für die Haargesundheit enthält, lässt sich das Wachstum der Haare unterstützen.

Dünne Haare gehören also zum Älterwerden dazu. Im Alter verlangsamt sich die Regeneration unserer Zellen und das Ökosystem unserer Kopfhaut verschlechtert sich. Die Durchblutung am Kopf nimmt ab und es gelangen weniger Nährstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente, an die Haarwurzel.

Zusammenfassung

Dünnes Haar kann verschiedene Ursachen haben, von genetischer Veranlagung über hormonelle Veränderungen bis hin zu Stress und Mangelernährung. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, das Haar zu stärken, ihm mehr Volumen zu verleihen und kahle Stellen zu kaschieren. Dazu gehören die richtige Haarpflege, eine ausgewogene Ernährung, Hausmittel und gegebenenfalls medizinische Behandlungen. Wichtig ist, die Ursache für das dünne Haar zu finden und entsprechend zu handeln.

Wer seinem Haar viel Aufmerksamkeit widmet, mag von manchen Menschen als eitel bezeichnet werden. Die aufmerksame Beobachtung des eigenen Körpers hat jedoch mit Eitelkeit nicht viel zu tun. Dünnes Haar kann ein Symptom für bestehende Mangelzustände im Körper sein.

Denken Sie daran, dass dünnes Haar ein verbreitetes Problem ist und es viele Lösungen gibt, um das Selbstbewusstsein der Betroffenen zu stärken. Konzentrieren Sie sich auf die Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen, und akzeptieren Sie sich selbst so, wie Sie sind.

Tabelle: Nährstoffe für gesundes Haar

Nährstoff Wirkung Lebensmittelquellen
Zink Stärkt die Haarfollikel Fleisch, Nüsse, Samen
Selen Schützt vor Schäden durch freie Radikale Fisch, Eier, Sonnenblumenkerne
Eisen Fördert den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln Rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse
Omega-3-Fettsäuren Spenden Feuchtigkeit und fördern das Haarwachstum Fetter Fisch, Leinsamen, Chiasamen
Vitamin A Unterstützt die Talgproduktion Karotten, Süßkartoffeln, Spinat
Vitamin C Fördert die Kollagenproduktion Zitrusfrüchte, Paprika, Brokkoli
Vitamin D Spielt eine Rolle im Haarwachstumszyklus Fetter Fisch, Eier, angereicherte Lebensmittel
Vitamin E Schützt vor oxidativem Stress Nüsse, Samen, pflanzliche Öle
B-Vitamine Unterstützen das Haarwachstum und die Zellteilung Vollkornprodukte, Fleisch, Eier, Milchprodukte
Eiweiße Bausteine des Haares Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse

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