Viele Frauen empfinden unerwünschten Haarwuchs als störend und suchen nach Lösungen, um diesen zu entfernen. Kopfhaar ist erwünscht, doch an anderen Stellen soll sich nichts zeigen. Schließlich sind wir weit entfernt von unseren nächsten tierischen Verwandten - dem Affen. Früher konnten wenigstens Männer ihre Haarpracht auf der Brust oder an den Beinen tragen. Heute zeigen Männer glatt rasierte Schenkel, genauso wie Frauen haarfreie Achseln haben.
Deutlich sichtbar sind die unerwünschten Haare bei dunkelhaarigen Menschen, doch auch blonde Frauen haben Haare im Gesicht oder an den Beinen, sie haben eben Glück, dass sie nicht so sichtbar sind. Unabhängig von der Haarfarbe haben manche Menschen einen stärkeren Haarwuchs als andere.
Ferriman-Gallwey-Index zur Beurteilung des Hirsutismus
Hormone steuern Körpervorgänge wie die Entwicklung geschlechtsspezifischer Merkmale. Bei Verschiebungen der „Geschlechtshormone“ kommt es zu Veränderungen im Aussehen. Jungen und Mädchen, die in die Pubertät kommen, wachsen im Intimbereich und den Achselhöhlen Haare. Dies gehört zur biologischen Entwicklung. Jedoch kann es vorkommen, dass bei einer Überproduktion von Testosteron (männliches Sexualhormon) bei Mädchen auch auf Oberlippe, Wangen, Oberschenkel und Brust Haare wachsen.
Ärztliche Hilfe ist nötig, da mit einer medikamentösen Behandlung Testosteron verringert werden kann. Eine frühzeitige Therapie ist angeraten, da zuviel männliche Hormone die Funktion der Eierstöcke stören und damit langfristig die Erfüllung eines Kinderwunsches gefährden.
Eine häufige Ursache für Hirsutismus sind erhöhte Androgenwerte. Diese sogenannten „männlichen“ Hormone regen die Haarwurzeln zu verstärkter Aktivität an. Erhöhte Androgenwerte müssen sich übrigens nicht unbedingt in Bluttests zeigen. Es gibt viele verschiedene Androgene (u.a. Testosteron, Androstendion, DHT, DHEA-S und so weiter), in Tests werden aber in der Regel nicht alle gemessen. Es kann bei manchen Frauen mit vermehrtem Haarwuchs wohl aber auch sein, dass keine erhöhten Androgenspiegel vorliegen. In diesem Fall bezeichnet man den Hirsutismus als idiopathisch, das heißt es lässt sich keine erkennbare Ursache dafür finden.
Trotzdem ist Hirsutismus ein klassisches Symptom eines zu hohen Androgenspiegels bei Frauen. Daher sollte unbedingt abgeklärt werden, was der Grund hierfür ist. Neben dem PCO-Syndrom kommen aber auch andere, seltenere Ursachen infrage. Das können zum Beispiel das Androgenitale Syndrom (AGS) oder auch ein Tumor an den Nebennieren oder den Eierstöcken sein.
Hirsutismus Dies bezeichnet einen übermäßigen Haarwuchs bei Frauen an "Männer-typischen" Stellen. Dies sind z.B. Oberlippe, Kinn, Schambehaarung hoch zum Nabel, um die Brustwarzen und an den Schultern. Ca.10 % aller Frauen sind betroffen. Die Ursache liegt in einer Hormonstörung. Es werden entweder zu viel männliche Sexualhormone oder zu wenig weibliche Sexualhormone gebildet.
Durch ein Ungleichgewicht mit viel männlichen Hormone kommt es auch an anderen Organen zu Fehlfunktionen, z.B. polyzystische Ovarien. Die Behandlung erfolgt durch die Therapie der Grundkrankheit.
Hirsutismus beim PCO-Syndrom ist leider eines der typischen Symptome. Sehr viele Frauen kämpfen mit einem unansehnlichen Damenbart oder zunehmend dickeren Härchen am Körper. Wenn die Ursache für deine erhöhten männlichen Hormone das PCO-Syndrom ist, hilft nur eins: dein PCOS behandeln und so deine Androgenspiegel senken.
Finde also heraus, was die Hauptursache für dein PCO-Syndrom (und damit deinen PCOS Hirsutismus) ist und gehe die tieferen Gründe systematisch an. Ohne jetzt zu tief ins Thema einzusteigen ist dabei vor allem ein gesunder Lifestyle wichtig. genug Schlaf (ca. viel Tageslicht bzw. Zusätzlich kannst du versuchen, mit antiandrogen wirkenden Nahrungsergänzungsmitteln zu arbeiten, um den Hirsutismus beim PCO-Syndrom zu behandeln.
Es gibt einige pflanzliche Wirkstoffe bzw. Mineralien, die männliche Hormone reduzieren. Bitte informiere dich jedoch gut bevor du dich dazu entscheidest, ein Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen! Auch pflanzliche Wirkstoffe haben Nebenwirkungen und nicht jeder Stoff ist für jeden geeignet. Bitte sprich ggf. Sollten natürliche Mittel und Lebensstiländerungen nicht helfen, gibt es auch verschreibungspflichtige Medikamente, die gegen PCOS Hirsutismus helfen, indem sie die männlichen Hormone senken. Dazu gehören z.B. Auch hier gilt: bitte informiere dich gut über Vor- und Nachteile und wäge diese sorgfältig ab.
Hypertrichose. Dies ist ein ungewöhnlich starker Haarwuchs, der nicht einem männlichen Verteilungsmuster folgt, wie z. B. an den Unterarmen und den Unterschenkeln. Es kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern am ganzen Körper oder nur an einer bestimmten Stelle des Körpers auftreten. Liegt eine Hypertrichose bereits bei Geburt vor oder tritt sie im frühen Kindesalter auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um zu klären, ob die Krankheit eventuell ein seltene erbliche Erkrankung ist.
Diese Form tritt familiär gehäuft auf. Im Erwachsenenalter auftretende Hypertrichosen können Ausdruck einer inneren Erkrankung sein. So sind in seltenen Fällen Tumore Ursache der starken Behaarung. Einige Medikamente können eine Hypertrichose auslösen, z.B. Medikamente. Bei den genannten Hormonverschiebungen, Krankheiten und medikamentösen Nebenwirkungen ist die medizinsche Behandlung dringend angeraten.
Bei einer Hypertrichose kommt es in einem umschriebenen Bereich oder auf der gesamten behaarten Haut zu einer untypischen, übermäßigen Behaarung. Hypertrichosen können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Hypertrichose (auch: Hypertrichie) beschreibt ein Symptom, bei dem es zu einem im Vergleich zur geschlechtertypischen Behaarung verstärktem Haarwuchs kommt bzw. zu Behaarung an Körperstellen, die normalerweise unbehaart sind.
Generell ist der Fetus vor seiner Geburt mit feinen, weichen, unpigmentierten und relativ langen Lanugohaaren bedeckt, die er im siebten bis achten Schwangerschaftsmonat verliert. Zunächst wachsen kurze Lanugohaare nach, die nach der Geburt bis zum dritten Lebensmonat durch kurze, dünne und nur wenig pigmentierte Vellushaare ersetzt werden. Im Kopfbereich (Kopfhaar, Wimpern, Augenbrauen) bilden sich ab dem dritten Lebensmonat bis zum zweiten Lebensjahr so genannte Intermediärhaare, die leicht pigmentiert und etwas dicker als das Vellushaar sind. Diese Intermediärhaare werden allmählich durch die lang wachsenden, dickeren und pigmentierten Terminalhaare ersetzt.
Die Veranlagung dafür wird autosomal dominant vererbt, sodass es zu einer familiären Häufung der Erkrankung kommt. Die betroffenen Kinder werden bereits mit einer übermäßigen Behaarung geboren, da die Lanugohaare, die den Fetus im Mutterleib bedecken, nicht wie normalerweise vor der Geburt (etwa im 8. Schwangerschaftsmonat) zurückgebildet werden. Diese Form der Hypertrichose wird definiert als eine nicht seltene, bei gesunden Kindern auftretende verstärkte Behaarung mit Terminalhaar. Das übermäßige Haarwachstum betrifft den ganzen Körper.
Typisch ist ein niedriger Haaransatz, dichte Wimpern, zusammenwachsende Augenbrauen, ein Haarwirbel zwischen den Schulterblättern und stark behaarte Ellbogen.
Neben der präpuberalen Hypertrichose bei gesunden Kindern gibt es eine Reihe von Krankheitssyndromen, die neben einer Hypertrichose zu weiteren Veränderungen führen. Hierbei handelt es sich um das gleichzeitige Auftreten mehrerer Fehlbildungen, deren Ursache vermutlich eine Genmutation (NIPBL-Gen) ist.
Beim Ambras-Syndrom handelt es sich um eine sehr seltene Hypertrichose, die den ganzen Körper betrifft und autosomal-dominant vererbt wird. Die Erkrankung ist geprägt von einem exzessiven Wachstum der Vellushaare des ganzen Körpers mit Ausnahme der Handflächen, Fußsohlen, Fingerspitzen, Lippen und der Penisspitze. Die seidigen, silbergrauen bis hellblonden Vellushaare können bis zu 25 cm lang werden. Kopfhaar, Augenbrauen, Wimpern und Achselbehaarung können dunkel pigmentiert sein.
Sobald ein Verdacht auf eine Hypertrichose besteht, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser rekonstruiert zunächst in einer Patientenbefragung (Anamnese) den Krankheitsverlauf und die Entwicklung der Symptome. Zur richtigen Einordnung möglicher Ursachen müssen in der Anamnese und der darauffolgenden Untersuchung das Alter der Patienten beim Auftreten der Hypertrichose, die Haarart, die Lokalisation der Behaarung bzw. Eine Blutuntersuchung mit Bestimmung verschiedener Hormonkonzentrationen (Androgene, Schilddrüsen-, Hypophysen- und Nebennierenrinden-Hormone) kann Aufschluss über die Ursachen der Hypertrichose liefern.
Differentialdiagnostisch ist insbesondere bei Frauen ein hormonell bedingter Hirsutismus auszuschließen. Ursächlich hierfür kommen das polyzystische Ovarialsyndrom, androgenproduzierende Tumoren der Eierstöcke oder Nebennieren, ein Cushing-Syndrom oder die Einnahme bzw. Die Abklärung der genauen Ursachen ist unerlässlich, um die richtige Therapieform zu wählen. Abhängig von den Gründen und dem Ausmaß der Hypertrichose, kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage.
Bei einem Hirsutismus ist eine gründliche Diagnostik von großer Bedeutung, um schwerwiegende Erkrankungen ausschließen zu können. Hierzu zählen vor allem die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), die körperliche Untersuchung und die Labordiagnostik.
Erhöhte Testosteron- (und DHEA-)Werte sprechen für einen Hirsutismus, ein Wert im Normbereich schließt die Erkrankung allerdings nicht aus. Außerdem macht man sich den sogenannten Ferriman-Gallwey-Index zunutze, bei welchem die Verteilung der Terminalhaare auf dem Körper in 9 Bereiche eingeteilt und mit zwischen 0 und 4 Punkten bewertet wird.
Als kurzfristige Behandlungsmethode kommt im Allgemeinen eine gewöhnliche Rasur, eine Epilation, Laserepilation oder eine elektrische Verödung der Haarwurzeln (Elektroepilation) in Frage. Liegt der Verdacht auf bestimmten Medikamenten als Auslöser der Hypertrichose, stehen häufig alternative Medikationspläne zur Verfügung, dies sollte dann in Absprache mit dem behandelnden Spezialisten abgeklärt werden. Wurde ein hormonproduzierender Tumor diagnostiziert, kommt je nach seiner Art und Lage über eine chirurgische Therapie in Betracht.
Bei medikamenteninduzierten Hypertrichosen sollte mit dem behandelnden Arzt über die Möglichkeit eines Absetzens bzw. Wechsels der Medikation beraten werden. Entsprechend sollte bei hormonellen Fehlregulationen (z.B.
Um den Leidensdruck zu lindern, entfernen die meisten Frauen die übermäßige Körperbehaarung. Hierbei gibt es verschiedene Methoden. Die klassische Methode unerwünschte Haare zu entfernen ist die Rasur. Die Vorteile: es geht relativ schnell, eine Nass- oder Trockenrasur ist möglich und Rasierer sind weitläufig verfügbar und relativ günstig.
In kleineren Bereichen und wenn der Hirsutismus noch relativ mild ist, ist das Auszupfen der Haare mit einer Pinzette eine gute Möglichkeit. Gerade im Gesicht und um die Brustwarzen ist das eine gute Methode. Ein elektrisches Epiliergerät zupft die Haare automatisch heraus und hat ebenso den Vorteil, dass das Ergebnis länger hält. Da der Vorgang recht schmerzhaft ist, ist er allerdings nicht für jeden Körperbereich geeignet (und nicht für jede Frau).
Hierbei werden die Haare mit Wachs bzw. einer speziellen Zuckerpaste entfernt. Das hält ebenfalls länger und gerade Sugaring soll sehr hautschonend sein. Bei der Laser-Haarentfernung werden die Haarwurzeln mit einem Laser- bzw. Lichtimpuls geschädigt, um das Haar zum Ausfallen zu bringen.
Das Ergebnis ist bei korrekter Anwendung eine dauerhafte Haarfreiheit, weil die Haarwurzel wirklich kaputt ist (anders als beim Lasern). Leider ist das Ganze etwas schmerzhaft, zeitaufwändig und teuer und daher eher für kleinere Hautareale geeignet. Es soll aber die beste Methode sein, um gerade Haare im Gesicht (Stichwort Damenbart) dauerhaft loszuwerden.
Zur Haarentfernung gibt es Produkte und Methoden, die man selbst anwenden kann, zum Beispiel:Blondierungscremes mit Wasserstoffperoxid („Bleichen“)EnthaarungscremesRasierenWachsenAuszupfen, entweder mit einer Pinzette oder einem elektrischen EpiliergerätBei diesen kosmetischen Verfahren wachsen die Haare nach einer gewissen Zeit wieder nach, da die Haarwurzeln intakt bleiben.
Um die Haare dauerhaft und sachgerecht entfernen zu lassen, kann man eine Fachärztin oder einen Facharzt aufsuchen. Hier kommen zwei Methoden infrage: die Photoepilation und die Elektrolyse.Bei der Photoepilation werden Haarfollikel mithilfe von Licht geschädigt, bei der Elektrolyse mit Strom. In beiden Fällen wachsen die Haare weniger oder gar nicht mehr nach. Auch bei diesen Verfahren sind Nebenwirkungen möglich.
Hormonelle Verhütungsmittel mit Östrogen und Gestagen wie die Antibabypille können die Menge männlicher Geschlechtshormone im Körper senken. Sie eignen sich jedoch nur für Frauen, die aktuell nicht schwanger werden möchten. Andere Arzneimittel hemmen die Aufnahme von Androgenen im Körper. Alle diese Medikamente können Nebenwirkungen haben. Es ist daher wichtig, gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt den möglichen Nutzen und die Risiken abzuwägen.
Frauen mit Hirsutismus wird empfohlen, die Medikamente mindestens 6 Monate lang zu nehmen. Erst dann zeigt sich, ob die Behandlung anschlägt oder nicht.
Da der Haarwuchs in den meisten Fällen durch einen zu hohen Spiegel an männlichen Hormonen (Androgenen) hervorgerufen wird, können verschiedene natürliche Mittel helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren und somit den Haarwuchs im Gesicht, auf der Brust und am Bauch zu verringern. Zum einen kann das Trinken von Pfefferminztee helfen, den Androgenspiegel im Blut zu senken. Hierzu sollte für einige Wochen der Tee zwei Mal täglich getrunken werden. Außerdem erhöhen Sojaprodukte den Östrogenspiegel im Körper.
Bei der Rasur besteht jedoch die Gefahr, dass sich Stoppeln bilden. Viele Patientinnen wenden diese Methode daher eher an Stellen an, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind (z. B. Oberschenkelinnenseiten). Zur symptomatischen Therapie kann auch ein Bleichen der Haare in Erwägung gezogen werden. Eine langfristige Entfernung der Haare kann mittels Dauerepilation oder Laserbehandlung angestrebt werden.
Die IPL Technologie stellt eine preisgünstigere Alternative zur Laserbehandlung dar und ermöglicht eine dauerhafte Haarentfernung. In unserem Studio in Berlin verwenden wir hierfür den SPLENDOR X von Lumenis und die Sirius von Candela, der weltweit größte Hersteller für Medizintechnik - diese Technologien sind sowohl für helle als auch dunkle Haut geeignet. Dies ist ebenfalls ideal für Menschen mit dunkleren Hauttypen, da auch bei ihnen starker Haarwuchs vermehrt vorkommt.
Neben dem nachhaltigen Erfolg der Behandlung, profitieren Sie bei der permanenten Haarentfernung mittels Licht und Laser von zahlreichen weiteren Vorteilen. Die Behandlung ist schmerzarm bis schmerzfrei und sicher.
Die Einzelhaarentfernung ist gerade bei Hypertrichose, also vereinzelt auftretenden Haaren, eine tolle Möglichkeit, diese dauerhaft zu entfernen. Hierfür nutzen wir in unserem Studio in Berlin das one tec Verfahren.
Speziell für Frauen und deren Damenbart wurden medizinische Cremes wie zum Beispiel Vaniqa® erfunden. Diese können das Haarwachstum reduzieren. Das Mittel wirkt direkt an der Haarwurzel, sodass haarwachstumsfördernde Hormone das Haarwachstum nicht mehr stimulieren können.
Letzte Aktualisierung: 8.
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