Jeder Mensch ist fast am gesamten Körper behaart. Abgesehen von den Hand- und Fußleisten ist jede Körperstelle behaart. Frauen und Männer weisen jedoch ein unterschiedliches Behaarungsmuster auf. Während bei Männern auf den ersten Blick besonders der Bart auffällt, haben Frauen eine eher flaumartige, unauffällige Behaarung im Gesicht. Außerdem fehlt ihnen die kräftige Behaarung an Brust, Bauch und Rücken.
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Haarwuchs bei Frauen ganz natürlich ist! Die individuelle Farbe der Haare kann - je nach Typ - unterschiedlich sein. Frauen mit vermehrtem Haarwuchs stellen jedoch eine Veränderung ihres Behaarungsmusters fest. Möglicherweise wachsen Haare an Körperstellen, wo vorher nur wenige wuchsen, oder die Haare sind plötzlich viel fester.
Es gibt zwei Arten von Haaren:
Frauen mit vermehrtem Haarwachstum beklagen sich über dunkle, oft als ‚borstig’ beschriebene Haare. Die Haare vom Vellus-Typ wandeln sich also im sog. Terminalhaar um.
Viele Frauen empfinden Haare am Po als unangenehm. Tendenziell ist der Haarwuchs bei Frauen am Po eher weniger stark ausgeprägt als bei Männern. Dennoch gibt es viele Frauen, die mit Haaren am After zu kämpfen haben.
Wenn eine Frau unter einer übermäßigen Behaarung leidet, kann dies durch die vermehrte Produktion männlicher Hormone (sog. ‚Androgene’ wie z. B. ‚Testosteron’) bedingt sein. Diese kommen - wie oft irrtümlich angenommen - nicht nur bei Männern vor. Auch Frauen haben einen gewisse Androgenmenge im Körper. In vielen Fällen ist eine eindeutige Ursache jedoch nicht festzumachen.
Abzugrenzen vom Hirsutismus ist die ‚Virilisierung’, die zusätzlich zur vermehrten Behaarung eine Vermännlichung der Stimme umfasst. Weiterhin können sich die Körperproportionen zum männlichen Typus hin entwickeln.
In nur 10 % der Fälle von vermehrtem Haarwuchs sind Auslöser dafür bekannt. Hier sind einige mögliche Ursachen:
Hormonelle Veränderungen während der Pubertät oder der Schwangerschaft bewirken meist, dass die Haare am Körper schnell und dicht wachsen. Die häufigste Form des Hirsutismus ist der sogenannte Damenbart und betrifft meist Frauen aus südlichen Regionen. Die Schambehaarung selbst kann sich oft vom Bauchnabel über die Mittellinie bis zu den Oberschenkel ziehen.
Es gibt auch andere Faktoren, die die Haarstruktur beeinflussen können:
Mit zunehmendem Alter werden primär bei der Frau die Haare dünner und feiner, was an einer Verschiebung des Gleichgewichtes zwischen weiblichen und männlichen Hormonen liegt. Der immer stärker werdende Einfluss der männlichen Hormone (insbesondere in und nach den Wechseljahren) führt zu einer zunehmenden „Miniaturisierung“ der einzelnen Haarwurzeln und damit zu einem dünneren und feineren Nachwachsen der Haare.
Dauerhafte Haarentfernung an der Brust
Bei einem Anamnesegespräch kann der Arzt die genaueren Umstände zur Symptomatik erfragen. Anhand dieser Informationen kann der Arzt schon einige Krankheiten ausschließen oder sie als mögliche Ursache identifizieren. Weiter einschränken kann er die Krankheiten durch die zusätzliche körperliche Untersuchung.
Für die PCO-Diagnose werden die sogenannten ‚Rotterdam-Kriterien’ verwendet. Wichtig: Aufgrund des Namens könnte man denken, dass zur Diagnose zwingend Zysten in den Eierstöcken nachgewiesen werden müssen. Es reichen aber auch die zwei anderen Rotterdam-Kriterien aus; daher kann auch ohne zystische Eierstöcke die Diagnose ‚PCO’ gestellt werden. Im Blut kann zudem eine Testosteronerhöhung nachgewiesen werden (die Auslöser des vermehrten Haarwachstums ist). Gleichzeitig können auch die weiblichen Sexualhormone (‚Östrogene’) erhöht sein.
Zum Nachweis des Enzymdefekts können Hormonvorstufen von Cortisol im Blut bestimmt werden. Zur Erinnerung: bei einem Defekt dieses Enzyms kann kein funktionsfähiges Cortisol produziert werden. Daher fallen vermehrt dessen Vorstufen an. Das Cortisol selbst ist erniedrigt. ACTH hingegen ist zum Ausgleich erhöht; dadurch versucht der Körper, Cortisol wieder zu erhöhen.
Die Diagnostik des Hypercortisolismus wird stufenweise durchgeführt. Zunächst wird der Cortisolspiegel überprüft. Hierfür bieten sich eine Messung im 24-Stunden-Sammelurin oder eine mitternächtliche Messung des Cortisols im Blut an. Das Hormon unterliegt einer sog. ‚zirkadianen’ Rhythmik. Darunter versteht man eine unterschiedlich hohe Cortisolkonzentration je nach Uhrzeit - normalerweise ist die Konzentration um 24.00 Uhr am niedrigsten. Ist ein Hypercortisolismus festgestellt worden, stellt sich die Frage, ob ein Tumor der Hypophyse oder Nebenniere vorliegt. Dazu führt man weitere Hormontests durch.
Genauso vielfältig wie die Ursachen für vermehrten Haarwuchs bei Frauen sind, gestalten sich auch die Therapiemöglichkeiten.
Es gibt zwei Arten der Therapie: symptomatische und ursächliche Therapie. Sollte der Dermatologe die Haare (z. B. mittels Lasertherapie) entfernen, handelt es sich dabei um eine symptomatische Therapie. Die Ursache, wegen der es zu vermehrtem Haarwachstum kommt, ist bei dieser Methode noch nicht behoben. Die Haare werden immer wieder neu wachsen. Empfehlenswert ist es daher, beim Arzt Ursachenforschung zu betreiben.
Hier ist zunächst das mechanische oder physikalische Entfernen der Haare zu nennen. In Frage kommt dafür etwa die Rasur oder das Wachsen der unerwünschten Haare. Bei der Rasur besteht jedoch die Gefahr, dass sich Stoppeln bilden. Viele Patientinnen wenden diese Methode daher eher an Stellen an, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind (z. B. Oberschenkelinnenseiten). Zur symptomatischen Therapie kann auch ein Bleichen der Haare in Erwägung gezogen werden. Eine langfristige Entfernung der Haare kann mittels Dauerepilation oder Laserbehandlung angestrebt werden. Der Wirkstoff ‚Eflornithin’ kann als Creme aufgetragen werden und bewirkt eine Verlangsamung des Haarwachstums. Experten hierfür sind die Hautärzte.
Als weitere medikamentöse Therapie kommen Kontrazeptiva (‚Pille’) in Betracht. Optimaler Weise werden Präparate eingenommen, die einen sogenannten ‚antiandrogenen’ Effekt haben.
Hier sind einige spezifische Behandlungsansätze:
Frauen empfinden starken Haarwuchs oft als unangenehm - genauso unangenehm wie die ständige Haarentfernung in den ungewöhnlich stark bewachsenen Zonen. Damenbart, Brusthaare und auch alle anderen Erscheinungsformen bei Frauen lassen sich aber problemlos mithilfe der dauerhaften Haarentfernung beseitigen.
Gerade kleine Areale lassen sich effektiv mit apparativer Kosmetik von Haaren befreien - dauerhaft. Abhilfe kann die dauerhafte Haarentfernung mit GentleMax Pro schaffen. Mondernste Laser sind auch für besonders empfindliche Körperstellen geeignet.
Dauerhafte Haarentfernung Damenbart
Für die Diagnose der Grunderkrankung ist es ratsam, zunächst den Hausarzt oder Gynäkologen aufzusuchen. Diese können bei Verdacht auf eine komplizierte hormonelle (‚endokrinologische’) Erkrankung gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Facharzt für Endokrinologie ausstellen. Ein Endokrinologe ist auf jene Erkrankungen spezialisiert, die mit dem hormonellen System zusammenhängen.
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