Inhaltsstoffe von Repair-Shampoos im Test: Was ist wirklich drin?

Repair-Shampoos versprechen, strapaziertes Haar zu reparieren und ihm Glanz zurückzugeben. Doch was steckt wirklich in diesen Produkten? Ein Test von 40 Shampoos mit Auslobungen wie "Repair" oder "Reparatur" hat die Inhaltsstoffe genauer unter die Lupe genommen. Dabei wurden sowohl problematische Substanzen als auch positive Entwicklungen aufgedeckt.

Ist ein Haar kaputt, kann es auch ein Shampoo nicht wieder heil machen. Deshalb ist der Name Repair-Shampoo, der sich am Markt eingebürgert hat, eigentlich schon eine Schummelei. Was Haarpflege dagegen kann: Schäden kaschieren und das Haar zumindest optisch gesünder erscheinen lassen.

Schädliche Shampoo-Inhaltsstoffe – was Du wissen musst!

Insgesamt 40 Repair-Shampoos haben wir auf ihre Inhaltsstoffe getestet. Auch ein Repair-Shampoo soll das Haar vor allem reinigen. Deshalb sind Tenside, also waschaktive Substanzen, in aller Regel die mengenmäßig wichtigsten Inhaltsstoffe nach Wasser. Mehr als die Hälfte der Produkte im Test verwendet jedoch für ihre Waschleistung PEG-Verbindungen.

Einige Repair-Shampoos versprechen, mit einem dünnen Pflegefilm dafür zu sorgen, dass die Schuppenschicht des strapazierten Haares wieder glatt anliegt und es dadurch schön glänzt.

Problematische Inhaltsstoffe in Repair-Shampoos

Im Test wurden verschiedene problematische Substanzen identifiziert, die in einigen Repair-Shampoos enthalten sind. Manche problematischen Inhaltsstoffe bemängeln wir häufiger im Test, andere kommen vereinzelt vor.

Überraschend für uns: Einige Repair-Shampoos enthalten umstrittene halogenorganische Verbindungen. Bei fünf Shampoos kommen so viele Problemstoffe zusammen, dass unter dem Strich die Note "mangelhaft" oder "ungenügend" steht.

Zu den kritisierten Inhaltsstoffen gehören:

  • PEG/PEG-Derivate: Diese können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.
  • Silikone und andere synthetische Polymere: Diese ummanteln das Haar mit einem glänzenden Film, können aber auch die Umwelt belasten.
  • Formaldehyd/-abspalter: Diese können Allergien auslösen.
  • Problematische Duftstoffe und allergisierende Konservierungsstoffe.
  • Umstrittene halogenorganische Verbindungen.

Abgesehen von Naturkosmetik ging in der Haarpflege lange Zeit nichts ohne Silikonöle - jenen flüssigen Kunststoffen, die dafür bekannt sind, das Haar mit einem besonders glänzenden Film zu ummanteln. Eine schöne Entwicklung. Aber: 15 von 24 konventionellen Shampoos verwenden noch immer Silikone oder andere synthetische Polymere. Das Problem?

Repair-Shampoo soll unter anderem die Haare leichter kämmbar machen.

Die folgende Tabelle fasst die Kriterien für die Abwertung der Testergebnisse zusammen:

Kriterium Abwertung
Formaldehyd/-abspaltergehalt > 10,0 mg/kg Abwertung um vier Noten
Halogenorganische Verbindungen Abwertung um zwei Noten
Allergieauslösende Duftstoffe Abwertung um zwei Noten
Silikone und synthetische Polymere Abwertung um zwei Noten im Testergebnis "Weitere Mängel"

Umweltschädliche Stoffe beeinflussen das Testergebnis Weitere Mängel. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden.

Positive Entwicklungen: Recyceltes Plastik in Shampooflaschen

Positiv dagegen: Die Recyclingquote steigt. Kosmetik-Hersteller machen derzeit rasante Fortschritte, was recyceltes Plastik in der Shampooflasche betrifft. Unser Test zeigt: 23 von 40 Repair-Shampoos überspringen die von uns gesetzte Marke von mindestens 30 Prozent Post-Consumer-Rezyklat (PCR). Zwar konnten oder wollten uns nicht alle Anbieter einen Nachweis liefern, anhand dessen wir einen eindeutigen Bezug zum getesteten Produkt herstellen konnten, und müssen darum mit einem Punktabzug leben. Doch die Tendenz weist steil nach oben.

Diesen Test haben wir zuletzt Ratgeber Kosmetik & Wellness 2022 veröffentlicht.

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Testverfahren

In Drogerien, Discountern und (Bio-)Supermärkten haben wir 40 Shampoos mit Auslobungen wie "repair" oder "Reparatur" eingekauft. Bei 18 von ihnen handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik.

Wir nahmen die Deklaration aller Produkte genau unter die Lupe: Setzen die Anbieter PEG/ PEG-Derivate ein, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können? Verwenden Sie umweltschädliche Silikone oder andere synthetische Polymere? Und natürlich ließen wir alle Shampoos in Laboren prüfen: Auf Formaldehyd/-abspalter, problematische Duftstoffe und allergisierende Konservierungsstoffe ebenso wie auf umstrittene halogenorganische Verbindungen.

Problematische Substanzen, die wir aus überwiegend gesundheitlichen Gründen kritisieren, werten wir unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe ab. Auf ihm beruht das Gesamturteil wesentlich.

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