Die Frage, ob und warum Frauen für Friseurdienstleistungen mehr bezahlen als Männer, ist ein immer wiederkehrendes Diskussionsthema. Es scheint, dass die Preisgestaltung oft vom Geschlecht beeinflusst wird, was zu Unmut führen kann.
Statistiken zeigen, dass Frauen im Durchschnitt mehr für einen Haarschnitt bezahlen als Männer. Eine Studie aus dem Jahr 1999 ergab, dass ein einfacher Haarschnitt für Männer durchschnittlich 17,78 DM kostete, während Frauen 20,41 DM zahlten.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat festgestellt, dass Frauen zwischen 15 und 70 Prozent mehr für Friseurdienstleistungen zahlen. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass unter dem Begriff "Damenfrisur" oft aufwändigere Haarschnitte oder Stylings für lange Haare fallen.
Es gibt jedoch auch Beispiele, in denen Männer mehr bezahlen. Bei Einwegrasierern in der Drogerie dm waren die blauen (männlichen) Rasierer 2 Cent pro Stück teurer als die pinken (weiblichen) Rasierer der gleichen Marke, was einem Aufschlag von 17 Prozent entspricht.
Hier eine Tabelle, die die Preisunterschiede verdeutlicht:
| Dienstleistung/Produkt | Preis für Männer | Preis für Frauen |
|---|---|---|
| Haarschnitt (1999) | 17,78 DM | 20,41 DM |
| Einwegrasierer (dm) | +2 Cent (ggü. pinken Rasierer) | - |
| Hemdreinigung | 1,80 Euro | 3,30 Euro (Bluse) |
Mehrere Faktoren tragen zu den Preisunterschieden bei Friseuren bei:
Ein weiterer Grund ist die historische Rolle der Frau in der Gesellschaft. Die Vorstellung, dass die Frau "das schöne Geschlecht" sei, hält sich hartnäckig. Frauen wurden und werden teilweise immer noch eher dazu angehalten, dass sie der Menschenteil sind, der für Schönheit und Attraktivität steht.
Wenn man sparen möchte, gibt es Alternativen zum teuren Friseursalon:
Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Friseur eine Ausbildung absolviert hat, unabhängig davon, wo er arbeitet. Wenn es bei DM tatsächlich neuerdings Friseure gibt, werden die wohl wissen, was sie tun.
Rechtlich gesehen ist es schwierig, gegen die Preisunterschiede vorzugehen. Nach dem Anti-Diskriminierungsgesetz darf niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Allerdings reicht allein eine rote Farbe statt einer blauen beim Rasierer aus, um es rein rechtlich als unterschiedliches Produkt anzusehen.
Der Europäische Gerichtshof hat 2011 entschieden, dass Versicherungstarife nur noch unisex erlaubt sind. Es bleibt abzuwarten, ob ähnliche Entscheidungen auch für andere Bereiche getroffen werden.
tags: #dm #Friseur #Preise #Männer
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