Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder es entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor.
Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf:
Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn sich das Haar auf dem Kopf insgesamt ausdünnt und die Kopfhaut stärker durchschimmert als üblich. Anzeichen dafür ist, dass täglich mehr als 100 Haare ausgehen. Mitunter macht sich der Haarausfall an den Schläfen, am Vorderkopf und im Scheitelbereich verstärkt bemerkbar. Anders als beim anlagebedingten oder kreisrunden Haarausfall, bilden sich beim diffusen Haarausfall üblicherweise keine kahlen Stellen. Es passiert auch nicht, dass die Haare komplett ausfallen.
Diffuser Haarausfall beginnt bei Männern und Frauen typischerweise mit einem gleichmäßigen, unspezifischen Ausdünnen der Haare über die gesamte Kopfhaut hinweg, ohne erkennbare kahle Stellen. Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar über den gesamten Kopf aus. Bemerkbar macht sich das dadurch, dass täglich mehr als 100 Haare ausfallen.Häufig gibt es einen Auslöser dafür.
Für diffusen Haarausfall kann es viele Gründe geben. Besonders Frauen bereitet er häufig Sorge. Ist die Ursache für den diffusen Haarausfall einmal erkannt, stehen verschiedene bewährte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Es gibt verschiedene Faktoren, Einflüsse und Erkrankungen, die diffusen Haarausfall auslösen können. Bei einem Teil der betroffenen Menschen ist die Ursache unklar.
Einige der häufigsten Ursachen sind:
Es gibt zahlreiche Faktoren, die diffusen Haarausfall auslösen können. Neben rein mechanischen Ursachen, wie zu strenge Frisuren, können auch Krankheiten und falsche Ernährungsformen Haarausfall hervorrufen. Vieles, was zu dieser Form von Haarausfall führen kann, betrifft Frauen öfter oder in stärkerem Ausmaß als Männer.
Hormone sind eine der häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall bei der Frau. Der weibliche Körper macht durch die Einnahme von empfängnisverhütenden Mitteln, eine Schwangerschaft und die Wechseljahre viele Phasen durch, die den Hormonhaushalt stark beeinflussen. Fast die Hälfte aller Frauen klagt beispielsweise über diffusen Haarausfall nach der Schwangerschaft, weil der Östrogenspiegel sinkt und Haarverlust begünstigt wird. Auch das Absetzen der Pille und das Einsetzen der Wechseljahre führt zu einem Hormonumschwung und kann die Ursache für diffusen Haarausfall sein.
Gerade diffuser Haarausfall bei Frauen ist nicht selten durch mechanische Reize an der Kopfhaut bedingt. Heißes Föhnen, chemische Reize durch Tönungen und Färbungen, heiße Glätteisen und Dauerwelle sowie Flechtfrisuren und zu enge Zöpfe stressen die Haare und die Kopfhaut und können zu Haarverlust führen.
Medikamente, die Haarausfall auslösen können:
Ein Nährstoffmangel kann ebenfalls oftmals die Ursache für diffusen Haarausfall sein. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um dem Körper die benötigten Nährstoffe für ein gesundes Haarwachstum zu liefern. Fehlen dem Körper diese wichtigen Bausteine, kann dies das Haarwachstum negativ beeinflussen und zu Haarausfall führen. Besonders wichtig für eine normale Funktion der Haarwurzeln ist eine Versorgung mit Nährstoffen wie Eiweißen (Aminosäuren), B-Vitaminen und Mineralstoffen.
Auch Stress kann eine mögliche Ursache für den diffusen Haarverlust sein, da der Körper aufgrund der Belastung vermehrt Hormone ausschüttet. Diese Hormone können den normalen Haarzyklus stören und zu einem vermehrten Haarausfall führen bzw. dafür sorgen, dass Haare brüchiger und dünner werden.
Manchmal kann es passieren, dass der Haarausfall vier bis sechs Monate oder länger anhält.
Um diffusen Haarausfall festzustellen, sind ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung wichtig.
Bei Menschen, die natürlicherweise fülliges Haar haben, ist ein diffuser Haarausfall häufig nicht zu erkennen. Es kann daher hilfreich sein, zum Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt Vorher-Nachher-Fotos mitzunehmen.
Im Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen zur Lebenssituation, Ernährungsgewohnheiten und zur Krankengeschichte stellen. Dabei geht es zum Beispiel darum herauszufinden, ob man:
Die Ärztin oder der Arzt untersucht die Haare, die Kopfhaut und die Nägel. Außerdem prüft sie oder er eventuell mit einem Zupftest, ob es sich um einen aktiven Haarausfall handelt. Zusätzlich lässt sich mit einem Trichogramm bestimmen, wie viele Haare sich im Ausfall-Stadium befinden.
Besteht der Verdacht, dass ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder eine Schilddrüsen-Erkrankung den Haarausfall ausgelöst hat, helfen Blutuntersuchungen weiter.
Möchte der Arzt oder die Ärztin den Haarausfall von anderen Formen abgrenzen, kann eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) sinnvoll sein.
Ist trotz eines ausführlichen Gesprächs und einer genauen Untersuchung der Kopfhaut die Diagnose unklar, kann die Entnahme von Gewebe (Biopsie) manchmal weiterhelfen.
Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen.
Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache:
Wenn der Haarausfall durch eine Diät entstanden ist, ist es sinnvoll, die Diät zu beenden und auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen.
Findet man den Auslöser für den diffusen Haarausfall und kann ihn beheben, wachsen die Haare innerhalb eines halben bis ganzen Jahres nach.
Es gibt zwei Wirkstoffe, die dem Haarausfall wirksam entgegensteuern können. Der Blutdrucksenker Minoxidil lässt bei erblich bedingtem Haarausfall in einigen Fällen neue, kräftigere Haare nachwachsen. Allerdings kann das Medikament Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden und Haarwuchs im Gesicht verursachen.
Bei diagnostiziertem Haarausfall können Hautärzte als Therapie die Injektion koffeinhaltiger Präparate in die Kopfhaut verschreiben.
Gegen hormonbedingten Haarausfall verschreiben Dermatologinnen und Dermatologen Tabletten, die Anti-Androgene enthalten.
Mit einer Haarpigmentierung (Scalp Micro Pigmentation) können ganz natürlich wirkende Farbpigmente so in die Kopfhaut eingebracht werden, dass sich eine merkliche optische Verdichtung ergibt.
Eine Haarwurzelbehandlung versorgt Ihre Kopfhaut mit plättchenreichem Blutplasma, das Wachstumsfaktoren und gehaltreiche Stammzellen aktivieren kann. Die Mesohair-Therapie setzt auf sehr feine Nadeln, über die ausgesuchte Wirkstoffe in Ihre Kopfhaut gegeben werden. So können die Blutzirkulation und die Gewebeversorgung oft verbessert werden.
Eine Eigenhaartransplantation eignet sich zwar kaum dafür, die gesamte Kopfhaut mit Haaren aufzufüllen. Im Hinterkopfbereich, der meist als Spenderzone dient, lassen sich dafür nicht genug Haare gewinnen.
Wer sich mit Haarverlust unwohl fühlt, kann ihn auf verschiedene Weise verbergen (kaschieren). Belastet der Haarausfall sehr stark, ist es sinnvoll, sich zusätzlich an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten zu wenden.
Manche Menschen mit Haarausfall entscheiden sich dafür, ein Kopftuch, eine Mütze oder einen Hut zu tragen. Andere fühlen sich wohler damit, den Haarausfall mit einem Haarteil oder einer Perücke zu kaschieren.
In manchen Fällen - etwa bei Haarausfall aufgrund einer Chemotherapie - trägt die Krankenkasse die Kosten für den Haarersatz.
Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert.
Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Sie dem diffusen und durch Mangelerscheinungen hervorgerufenen Haarausfall in einem gewissen Umfang vorbeugen. Meditation, Yoga und regelmäßiger Sport sind für die Ausgeglichenheit und Stressreduktion förderlich und tragen somit auch dazu bei, dem stressbedingten Haarausfall vorzubeugen.
Bei der Haarpflege ist es wichtig, das Haar nicht zu häufig und zu grob zu kämmen und zu bürsten, besonders im nassen Zustand. Auch eine übermäßige Belastung durch Hitze (z. B. durch Fön oder Glätteisen) sollte vermieden werden, da hier durch Haarstrukturschäden verursacht werden können. Ebenso kann ein zu straffer Pferdeschwanz zu Haarausfall führen.
Diffuser Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben, von hormonellen Veränderungen über Nährstoffmangel bis hin zu Stress und Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Ursache sind entscheidend, um den Haarverlust zu stoppen und das Haarwachstum wieder anzuregen. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, von Medikamenten bis hin zu bio-regenerativen Methoden. Eine gesunde Lebensweise und die richtige Haarpflege können ebenfalls dazu beitragen, diffusem Haarausfall vorzubeugen oder ihn zu lindern.
| Ursache | Behandlung | Vorbeugung |
|---|---|---|
| Hormonelle Veränderungen | Hormontherapie, Anti-Androgene | - |
| Nährstoffmangel | Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel | Ausgewogene Ernährung |
| Stress | Entspannungsübungen, Psychotherapie | Stressmanagement |
| Medikamente | Medikamentenwechsel (in Absprache mit dem Arzt) | - |
| Erkrankungen | Behandlung der Grunderkrankung | - |
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