Wenn die Haare immer lichter werden und den Blick auf die Kopfhaut freigeben, ist das für Männer oft sehr belastend. Diffuser Haarausfall ist eine der häufigsten Formen von Haarausfall und kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen. Im Folgenden klären wir detailliert auf, welche Ursachen hinter dem diffusen Haarausfall stecken, wie ein typischer Verlauf aussieht und wie er behandelt werden kann.
Diffuser Haarausfall, medizinisch als "Alopecia diffusa" bezeichnet, beschreibt einen Haarverlust, der gleichmäßig über die gesamte Kopfhaut verteilt auftritt. Unter diffusem Haarausfall (Alopecia diffusa) versteht man einen Haarverlust, der nicht auf einzelne Kopfhautzonen beschränkt ist. Vielmehr betrifft er die gesamte Haarwuchszone: „diffus“ stammt vom lateinischen diffusum = ausgegossen, verstreut. Dies unterscheidet ihn klar von anderen Formen wie dem erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) oder dem kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata), bei denen der Verlust lokal begrenzt auftritt.
Ein täglicher Verlust von 70 bis 100 Haaren gilt als normal, da die Haare kontinuierlich nachwachsen. Ein diffuser Haarausfall wird in der Regel diagnostiziert, wenn die Zahl der ausgefallenen Haare das normale Maß (mehr als 100 Haare am Tag) übersteigt.
Es gibt verschiedene Faktoren, Einflüsse und Erkrankungen, die diffusen Haarausfall auslösen können. Die Ursachen für den Haarausfall sind sehr verschieden. Diffuser Haarausfall ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein mögliches Symptom. Die Ursachen weisen also meist auf ein anderes gesundheitliches Problem oder eine äußere Belastung hin. Die Liste der Auslöser ist lang und umfasst unter anderem:
Das Hauptmerkmal des diffusen Haarausfalls ist eine generelle Ausdünnung der Haare über den gesamten Kopf. Diffuser Haarausfall beginnt bei Männern und Frauen typischerweise mit einem gleichmäßigen, unspezifischen Ausdünnen der Haare über die gesamte Kopfhaut hinweg, ohne erkennbare kahle Stellen. Oft tritt dieses Symptom erst zwei bis vier Monate nach dem auslösenden Ereignis auf, wie etwa einer Erkrankung oder hormonellen Veränderung. Der Haarverlust wird meist beim Kämmen oder Haarewaschen besonders deutlich.
Mit fortschreitendem Haarausfall beginnt die Kopfhaut immer mehr durchzuschimmern. Anders als beim anlagebedingten oder kreisrunden Haarausfall, bilden sich beim diffusen Haarausfall üblicherweise keine kahlen Stellen. Es passiert auch nicht, dass die Haare komplett ausfallen.
Um diffusen Haarausfall festzustellen, sind ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung wichtig. Betroffene können sich an eine hausärztliche Praxis oder direkt an eine*n Dermatologin*Dermatologen wenden. Erfahrene Ärzte verfügen über zahlreiche Diagnosemöglichkeiten. So kann der Verlauf der Ausdünnung über einen längeren Zeitraum fotografisch dokumentiert werden. Das erlaubt Rückschlüsse über die Entwicklung des Haarverlusts.
Ärztliches Gespräch: Im Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen zur Lebenssituation, Ernährungsgewohnheiten und zur Krankengeschichte stellen.Körperliche Untersuchung und Blut-Tests: Die Ärztin oder der Arzt untersucht die Haare, die Kopfhaut und die Nägel. Außerdem prüft sie oder er eventuell mit einem Zupftest, ob es sich um einen aktiven Haarausfall handelt. Zusätzlich lässt sich mit einem Trichogramm bestimmen, wie viele Haare sich im Ausfall-Stadium befinden.
Besteht der Verdacht, dass ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder eine Schilddrüsen-Erkrankung den Haarausfall ausgelöst hat, helfen Blutuntersuchungen weiter. Möchte der Arzt oder die Ärztin den Haarausfall von anderen Formen abgrenzen, kann eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) sinnvoll sein. Ist trotz eines ausführlichen Gesprächs und einer genauen Untersuchung der Kopfhaut die Diagnose unklar, kann die Entnahme von Gewebe (Biopsie) manchmal weiterhelfen.
Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen. In der Behandlung setzt man direkt an der Ursache des Haarausfalls an. Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache:
Manche Ärztinnen und Ärzte verschreiben Minoxidil-Präparate zum Auftragen auf die Haut oder zum Einnehmen. Eigenhaar zu verpflanzen, ist bei Menschen mit diffusem Haarausfall keine geeignete Maßnahme.
Verschiedene Maßnahmen können dazu beitragen, diffusem Haarausfall vorzubeugen und das Wachstum der Haare begünstigen. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Sie dem diffusen und durch Mangelerscheinungen hervorgerufenen Haarausfall in einem gewissen Umfang vorbeugen. Dazu zählen folgende Tipps:
Bei der Haarpflege ist es wichtig, das Haar nicht zu häufig und zu grob zu kämmen und zu bürsten, besonders im nassen Zustand. Auch eine übermäßige Belastung durch Hitze (z. B. durch Fön oder Glätteisen) sollte vermieden werden, da hier durch Haarstrukturschäden verursacht werden können. Ebenso kann ein zu straffer Pferdeschwanz zu Haarausfall führen.
Diffuser Haarausfall ist eine häufige Erscheinung, die Männer und Frauen gleichermaßen betrifft. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Stress über Nährstoffmängel bis hin zu hormonellen Veränderungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der zugrunde liegenden Ursache sind entscheidend, um den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum wieder anzuregen. Mit den richtigen Maßnahmen und einer angepassten Haarpflege können Betroffene die Gesundheit ihrer Haare unterstützen und den Verlauf des Haarausfalls positiv beeinflussen.
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