Diffuser Haarausfall, auch bekannt als Alopecia diffusa oder Effluvium diffusum, ist ein Zustand, bei dem es zu einem gleichmäßigen Verlust von Haaren über die gesamte Kopfhaut kommt. Im Gegensatz zum erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) oder kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) entstehen hierbei keine kahlen Stellen, sondern das Haarbild erscheint insgesamt lichter und dünner. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von diffusem Haarausfall.
Beispielbild: Diffuser Haarausfall (Effluvium)
Unter diffusem Haarausfall (Alopecia diffusa) versteht man einen Haarverlust, der nicht auf einzelne Kopfhautzonen beschränkt ist. Vielmehr betrifft er die gesamte Haarwuchszone: „diffus“ stammt vom lateinischen diffusum = ausgegossen, verstreut. Der medizinische Fachbegriff für die Erscheinung lautet Alopecia diffusa.
Diffuser Haarausfall wird als verstärkt bezeichnet, wenn pro Tag über 50 Haare verloren werden. Bei Frauen tritt diffuser Haarausfall häufiger auf als bei Männern.
Es gibt eine große Bandbreite an Ursachen, die diffusen Haarausfall verursachen können. Mögliche Gründe sind:
Insgesamt wird aber nur in etwa 70 Prozent der Fälle eine Ursache für den diffusen Haarverlust gefunden.
Weitere mögliche Ursachen: Ungeeignete Pflegeprodukte, wie etwa unverträgliche Shampoos oder Spülungen, können diffusen Haarausfall bei Frauen und Männern begünstigen.
Die individuelle Ursache sollte daher am besten mit dem behandelnden Arzt ausfindig gemacht werden. Ansprechpartner bei Haarausfall und anderen Erkrankungen der Haare ist der Dermatologe.
Es kommt zu einem Verlust von über 50-100 Haaren pro Tag. Das Haar-Bild erscheint insgesamt lichter und dünner, eventuell ist die Kopfhaut dadurch sichtbarer. Kahle Stellen sind nicht vorhanden.
Betroffene bemerken den Haarausfall häufig durch vermehrte Haare im Kamm oder der Bürste nach der Haarpflege oder auch durch eine Anhäufung von Haaren im Waschbecken oder der Dusche.
Der diffuse Haarausfall führt sowohl bei Männern als auch bei Frauen meist dazu, dass das gesamte Kopfhaar ausgedünnt erscheint. Manchmal können aber auch lokal einzelne Stellen betroffen sein wie Scheitel, Oberkopf oder Geheimratsecken.
Wenn Sie bei sich selbst oder einem Familienmitglied einen diffusen Haarausfall feststellen, können die ersten Untersuchungen vom Hausarzt vorgenommen werden. Es wird eine genaue Anamnese erhoben, die auch eine Familienanamnese umfasst. Der Arzt wird nach besonderen Vorkommnissen in der letzten Zeit fragen, ob Sie neue Medikamente eingenommen haben (auch frei verkäufliche), ob sie einen Infekt hatten, sich anders ernähren oder weitere Veränderungen an Ihrem Körper aufgefallen sind.
Durch eine körperliche Untersuchung können Auffälligkeiten an Haut oder Haaren festgestellt werden. Blutwerte und eine Urinprobe können die Funktion der Schilddrüse prüfen sowie den Spiegel der Geschlechtshormone oder bestimmte Nährstoff- und Vitaminmangelzustände aufspüren.
Zu den spezielleren Untersuchungen gehört ein Zupftest, bei dem der Arzt eine Strähne von etwa zehn Haaren in die Hand nimmt und mit konstanter Kraft zieht. Lassen sich dabei mehr als drei bis vier Haare ausziehen, deutet das auf einen relevanten Haarverlust hin.
Ein Dermatologe kann auch ein Trichogramm veranlassen, bei dem etwa 50 bis 100 Haare ausgezupft und unter dem Mikroskop beurteilt werden. Im Trichoscan wird eine kleine Stelle der Kopfhaut rasiert und anschließend die Struktur der nachwachsenden Haare beurteilt.
Manchmal kommt eine Biopsie der Kopfhaut infrage. Dabei wird ein kleines Stück Kopfhaut samt Haarfollikeln entnommen und mikroskopisch untersucht. Neben Veränderungen der Haarwurzeln können sich dort auch Hinweise auf Entzündungen, Narben oder Hautkrankheiten finden.
An sich ist der diffuse Haarausfall für die Patient*innen nicht gefährlich und kann seinen gesundheitlichen Zustand nicht verschlechtern. Jedoch ist nicht außen vor zu lassen, dass diese Krankheit zu einer großen psychischen Belastung werden kann, insbesondere bei betroffenen Frauen.
Ist die Ursache festgestellt, sollte diese behandelt werden. Des Weiteren sind äußere Faktoren (wie Stress, psychische Belastung, Zug oder Druck) möglichst zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung kann ebenso unterstützend wirken!
Der Wirkstoff Minoxidil kann als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Dieser Wirkstoff führt zu einer Stimulation des Haarfollikelwachstums.
Die Therapie des diffusen Haarausfalls richtet sich dabei nach der verursachenden Erkrankung. Hormonelle Störungen bedürfen einer ausführlichen Diagnostik. Je nach Ursache des hormonellen Ungleichgewichtes kommen dann zum Beispiel bestimmte Medikamente als Therapie in Frage.
Auch bei einem Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen sollte eine gründliche Diagnostik erfolgen. Die fehlenden Stoffe können dann zum Beispiel in Tablettenform eingenommen werden.
Bei Vorliegen von psychischen Erkrankungen, die sich in Form von Haarausfall präsentieren, sollte eine Überweisung zu einem Psychologen oder Psychiater erfolgen. Hier kann den Betroffenen mit vielfältigen Therapiekonzepten geholfen werden, die beispielsweise Gesprächstherapie oder eine medikamentöse Therapie beinhalten.
Tritt der Haarausfall als Neben- oder Wechselwirkung einer Medikamenteneinnahme auf, dann sollte die aktuelle Medikamenteneinnahme noch einmal überprüft und, wenn möglich, angepasst werden.
Ist der diffuse Haarausfall sehr stark fortgeschritten oder gestaltet sich die Behandlung der Ursache als sehr schwierig, dann kann auch eine Haartransplantation in Betracht gezogen werden. Hier kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, die das äußere Erscheinungsbild der Betroffenen verändern und so den bestehenden Leidendruck mindern können.
Wenn die Ursache des diffusen Haarausfalls behoben wurde, setzt nach einiger Zeit das Haarwachstum wieder ein. Als unterstützende Maßnahme, um das Haar wieder gesund und voll werden zu lassen, können bio-regenerative Methoden dienen.
Zu den wichtigsten bio-regenerativen Methoden gehört die PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma). Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie. Dem Patienten wird Blut entnommen und speziell aufbereitet. Dadurch entsteht konzentriertes Blutplasma, das reich an Zytokinen, Mikronährstoffen und Wachstumsfaktoren ist. Daneben enthält es viele Blutplättchen, die wertvolle Proteine für das Zellwachstum und die Zellregeneration enthalten. Das aufbereitete Blut wird dem Patienten in die Kopfhaut injiziert. Dort stimuliert es die Haarwurzel, sodass diese wieder aktiviert wird und das Wachstum neuer Haare beginnen kann. Auch die Neubildung von Gefäßen in der Kopfhaut wird gefördert.
Eine weitere Möglichkeit, die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern und das Haarwachstum zu stimulieren, ist die Low-Level-Laser-Therapie.
Ergänzend kann eine Stammzellen-Therapie wirken. Dabei wird dem Patienten Unterhautfettgewebe entnommen und aufbereitet, um es dann in die Kopfhaut zu spritzen.
Eine Methode aus der Alternativmedizin ist die Meso-Therapie. Je nach Indikation werden verschiedene Medikamente, Vitamine, Spurenelemente, homöopathische Mittel oder Hyaluronsäure in die Kopfhaut injiziert, um dort die Selbstheilungskräfte anzuregen.
Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Sie dem diffusen und durch Mangelerscheinungen hervorgerufenen Haarausfall in einem gewissen Umfang vorbeugen.
Meditation, Yoga und regelmäßiger Sport sind für die Ausgeglichenheit und Stressreduktion förderlich und tragen somit auch dazu bei, dem stressbedingten Haarausfall vorzubeugen.
Bei der Haarpflege ist es wichtig, das Haar nicht zu häufig und zu grob zu kämmen und zu bürsten, besonders im nassen Zustand. Auch eine übermäßige Belastung durch Hitze (z. B. durch Fön oder Glätteisen) sollte vermieden werden, da hier durch Haarstrukturschäden verursacht werden können. Ebenso kann ein zu straffer Pferdeschwanz zu Haarausfall führen.
Diffuser Haarausfall ist ein komplexes Problem, das viele Ursachen haben kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum wieder anzuregen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Dermatologen, um die beste Vorgehensweise für Ihre individuelle Situation zu finden.
Fakten über diffusen Haarausfall:
Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.
Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Diffuser Haarausfall überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.
tags: #diffuser #haarausfall #ursachen #und #behandlung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.