Fast jede dritte Frau hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß. Auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder es entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor. Diffuser Haarausfall ist eine häufige Form des Haarausfalls, bei der das Haar gleichmäßig über die gesamte Kopfhaut hinweg ausdünnt. Betroffene leiden unter einer merklichen Reduzierung der Haardichte, was zu einer sichtbaren Veränderung des Haarvolumens führen kann.
Unter diffusem Haarausfall (Alopecia diffusa) versteht man einen Haarverlust, der nicht auf einzelne Kopfhautzonen beschränkt ist. Vielmehr betrifft er die gesamte Haarwuchszone: „diffus“ stammt vom lateinischen diffusum = ausgegossen, verstreut. Der medizinische Fachbegriff für die Erscheinung lautet Alopecia diffusa.
Die gute Nachricht: Diffuser Haarausfall ist oft reversibel, wenn die Ursachen erkannt und behandelt werden.
Diffuser Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben. So können beispielsweise hormonelle Schwankungen, wie sie etwa in der Schwangerschaft, nach der Geburt, in den Wechseljahren oder bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten, diffusen Haarausfall auslösen.
Ein weiterer wichtiger Faktor für diffusen Haarausfall ist psychischer oder physischer Stress. Er kann die Haarwachstumsphasen negative beeinflussen, was wiederum in verstärktem Haarverlust resultiert.
Es gibt verschiedene Faktoren, Einflüsse und Erkrankungen, die diffusen Haarausfall auslösen können. Bei einem Teil der betroffenen Menschen ist die Ursache unklar.
Es gibt immer ein auslösendes Ereignis, das für die Störung in den einzelnen Phasen des Haarzyklus verantwortlich ist, wie z.B. eine Chemotherapie.
Es gibt jedoch noch eine Vielzahl weiterer Ursachen:
Medikamente, die Haarausfall auslösen können:
Einige Dermatologen konnten in der Vergangenheit einen Zusammenhang zwischen diffusem Haarausfall und der Jahreszeit erkennen. Manche Frauen verlieren demnach im Herbst oder im Frühjahr mehr Haare, als im Rest des Jahres.
Für diffusen Haarausfall kann es viele Gründe geben. Besonders Frauen bereitet er häufig Sorge.
Ist die Ursache für den diffusen Haarausfall einmal erkannt, stehen verschiedene bewährte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
In manchen Fällen lässt sich diffuser Haarausfall bei Frauen auch auf keine bestimmte Ursache zurückführen.
Um die Ursache des diffusen Haarausfalls zu bestimmen, sind verschiedene Diagnosemethoden hilfreich:
Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.
Diffuser Haarausfall beginnt bei Männern und Frauen typischerweise mit einem gleichmäßigen, unspezifischen Ausdünnen der Haare über die gesamte Kopfhaut hinweg, ohne erkennbare kahle Stellen.
Der Facharzt beginnt die Diagnostik mit einer ausführlichen Anamnese. Bei dieser sind genaue Nachfragen zu möglichen Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen, Ernährungsgewohnheiten und gehäuften Erkrankungen in der Familie besonders wichtig. Daraufhin folgt dann die körperliche Untersuchung, in der vor allem die Inspektion der Kopfhaut und -haare im Vordergrund steht. Um die Verdachtsdiagnose diffuser Haarausfall zu erhärten, können verschiedene klinische Tests angewandt werden. Ein bekannter Test ist der sogenannte Epilationstest.
Der Arzt greift dabei ein Büschel Kopfhaare im Bereich des Scheitels und zieht einige Male daran, er darf aber nicht an den Haaren reißen. Lösen sich dabei Haare, werden diese anschließend sofort unter dem Mikroskop untersucht. Der Haarexperte kann dann erkennen, in welcher Wachstumsphase sich die Haare befinden und so Rückschlüsse auf die Form des Haarausfalls ziehen. Je nach dem, welche Faktoren der Facharzt als Ursache für den Haarausfall in Betracht zieht, folgen dann weitere Tests wie Blutentnahmen oder Gentests.
Die Behandlung des diffusen Haarausfalls hängt stark von der jeweiligen Ursache ab. Zu den gängigen Maßnahmen gehören:
Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan.
Wie diffusen Haarausfall stoppen? Die Ursache für den diffusen Haarausfall ermitteln: Das ist der Ausgangspunkt jeder Behandlung.
Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden.
Ob Öle, Seren oder Pulver zum Einnehmen: Im Einzelhandel werben viele Produkte damit, Haarverlust "aktiv" zu bekämpfen - mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bambus oder Basilikum. Expertinnen und Experten zweifeln jedoch an der Aussagekraft von oft kleinen und über einen kurzen Zeitraum durchgeführten Herstellerstudien. Auch Nahrungsergänzungsmittel versprechen mitunter eine hohe Wirksamkeit bei Haarausfall, ihre Wirksamkeit ist oft jedoch nicht belegt.
Die Produkte enthalten neben Vitaminen häufig auch Spurenelemente oder Extrakte, manchmal in sehr hohen Dosen. Diese sind per se nicht schädlich, jedoch kann der Körper beispielsweise zu viel Vitamin A - dessen Tagesbedarf einige der Vitaminkapseln vollständig decken - nicht ausscheiden. Eine langfristig zu hohe Aufnahme von Vitamin A kann zu trockener Haut und Haarausfall führen.
Grundsätzlich gilt: Wer sich ausgewogen und ausreichend ernährt, muss in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall einnehmen.
Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert. Beim Fönen - und auch bei starker Sonneneinstrahlung - ein Hitzeschutzspray auftragen. Für mehr Volumen Haarspray und Styling-Schaum für den Haaransatz verwenden.
Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Sie dem diffusen und durch Mangelerscheinungen hervorgerufenen Haarausfall in einem gewissen Umfang vorbeugen. Meditation, Yoga und regelmäßiger Sport sind für die Ausgeglichenheit und Stressreduktion förderlich und tragen somit auch dazu bei, dem stressbedingten Haarausfall vorzubeugen.
Bei der Haarpflege ist es wichtig, das Haar nicht zu häufig und zu grob zu kämmen und zu bürsten, besonders im nassen Zustand. Auch eine übermäßige Belastung durch Hitze (z. B. durch Fön oder Glätteisen) sollte vermieden werden, da hier durch Haarstrukturschäden verursacht werden können. Ebenso kann ein zu straffer Pferdeschwanz zu Haarausfall führen.
Diffuser Haarausfall kann beunruhigend sein, ist jedoch oft gut behandelbar. Mit der richtigen Diagnose und einer zielgerichteten Behandlung lassen sich die Ursachen beheben und das Haarwachstum fördern.
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